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[Geschlossen] quoten-berechnung

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ch1pster
Beigetreten: 18.01.2008
Oldschool Grinder

hat jemand von euch insiderinfos, welche faktoren alles in die berechnung von wettquoten miteinfließen? im prinzip müsste die quote eines ereignisses doch immer sowas sein wie

quote = f/p,

wobei p die wahrscheinlichkeit des ereignisses ist, und f ein ausschüttungsfaktor (obv <1, damit der anbieter immer ne +ev wette hat). die frage ist jetzt nun, inwiefern hängt der ausschüttungsfaktor von der wette bzw dem einzelnen ereignis hab? bezogen auf eine wette kann ich das ja einfach testen, da zb bei der 3-wege-wette gilt

f(wette)=1/quote(sieg) + 1/quote(unentschieden) + 1/quote(niederlage)

ich frag mich nur, ob f innerhalb einer wette konstant ist (d.h. dass man zb für sieg und niederlage die gleiche quote bekommt, obwohl der wettanbieter den sieg als wahrscheinlicher ansieht)


10 Antworten
lokalmatador123
Beigetreten: 26.10.2008
PokerStrategist

IdR ist f nicht gleichmäßig verteilt. Außenseiter sind zb oft überquotiert, da viel mehr Geld auf den Favouriten getippt wird, aber der Buchmacher sein Buch ausgleichen muss und somit dem Außenseiter mit einer höheren Quote bewirbt.


ch1pster Themenstarter
ch1pster
Beigetreten: 18.01.2008
Oldschool Grinder

Original von lokalmatador123
aber der Buchmacher sein Buch ausgleichen muss

was genau meinst du damit? dass f insgesamt nen mindestwert haben muss?


lokalmatador123
Beigetreten: 26.10.2008
PokerStrategist

Nein, dass das gesamte Volumen eines Wettmarktes nicht gleichmäßig auf die Quoten verteilt ist.

Nehmen wir ein einfaches Beispiel:

Tennismatch X:

Spieler A 1,5
Spieler B 2,5

Hat dann einen Schlüssel von 1/(1/1,5+1/2,5)=0,93

D.h. der Buchmacher hat eigentlich in jedem Fall Gewinn. Dafür muss aber die Verteilung des Geldes in einem bestimmten Verhältnis sein.

Wenn auf Spieler A 10000€ gesetzt sind und auf Spieler B nur 500€ dann ist das für den Buchmacher nicht gut, denn er will eine den Quoten entsprechende Verteilung also idealer weise 66% des Kapitals auf A und 33% des Kapitals auf B. Wenn also auf B zu wenig ist, wird die Quote für B steigen und die für A Fallen. Jetzt muss die Quote B nichtmehr zwangsläufig der Wkt entsprechen, da der Buchmacher durch den Quotenschlüssel <1 sowieso Gewinn macht.


ch1pster Themenstarter
ch1pster
Beigetreten: 18.01.2008
Oldschool Grinder

hmm, aber wenn der anbieter so vorgeht, dass er erst die eintrittswahrscheinlichkeiten berechnet (sagen wir mal p(A)=40% und p(B)=60%), und dann die entsprechenden fairen quoten (2.5 und 1.66) entsprechend seinem schlüssel skaliert, dann müsste ihm doch egal sein, worauf die leute setzen oder? wenn die meisten leute beispielsweise auf A setzen, wäre es natürlich schlauer, die quote für A dann nochmals zu senken. aber warum muss die quote von dann B erhöht werden? würde ja keinen sinn machen, es sei denn der schlüssel des anbieters müsste ne gesetzliche mindest-untergrenze einhalten. oder bedeutet "überquotiert" hier einfach nur, dass B im Verhältnis zu A ne zu hohe quote hat (also f(B)>f(A)), und nicht, dass f(B)>1 ist? dann versteh ichs.


lokalmatador123
Beigetreten: 26.10.2008
PokerStrategist

Nein er muss die andere Quote erhöhen, damit dort mehr Einsätze landen, da er sonst, wenn der Favourit gewinnen sollte, extrem viel Gewinn ausschütten müsste, die aber nicht durch seine Einnahmen aus dem Außenseiter decken könnte und andersherum!

http://www.wettstern.com/wettanbieter-know-how/wie-wettanbieter-geld-verdienen


Original von ch1pster
hmm, aber wenn der anbieter so vorgeht, dass er erst die eintrittswahrscheinlichkeiten berechnet (sagen wir mal p(A)=40% und p(B)=60%), und dann die entsprechenden fairen quoten (2.5 und 1.66) entsprechend seinem schlüssel skaliert, dann müsste ihm doch egal sein, worauf die leute setzen oder? wenn die meisten leute beispielsweise auf A setzen, wäre es natürlich schlauer, die quote für A dann nochmals zu senken. aber warum muss die quote von dann B erhöht werden? würde ja keinen sinn machen, es sei denn der schlüssel des anbieters müsste ne gesetzliche mindest-untergrenze einhalten. oder bedeutet "überquotiert" hier einfach nur, dass B im Verhältnis zu A ne zu hohe quote hat (also f(B)>f(A)), und nicht, dass f(B)>1 ist? dann versteh ichs.

und wie soll der bookie dann geld verdienen, wenn er faire quoten anbietet?


cheetah83
Beigetreten: 27.02.2007
PokerStrategist

Original von dooooooonk

Original von ch1pster
hmm, aber wenn der anbieter so vorgeht, dass er erst die eintrittswahrscheinlichkeiten berechnet (sagen wir mal p(A)=40% und p(B)=60%), und dann die entsprechenden fairen quoten (2.5 und 1.66) entsprechend seinem schlüssel skaliert, dann müsste ihm doch egal sein, worauf die leute setzen oder? wenn die meisten leute beispielsweise auf A setzen, wäre es natürlich schlauer, die quote für A dann nochmals zu senken. aber warum muss die quote von dann B erhöht werden? würde ja keinen sinn machen, es sei denn der schlüssel des anbieters müsste ne gesetzliche mindest-untergrenze einhalten. oder bedeutet "überquotiert" hier einfach nur, dass B im Verhältnis zu A ne zu hohe quote hat (also f(B)>f(A)), und nicht, dass f(B)>1 ist? dann versteh ichs.

und wie soll der bookie dann geld verdienen, wenn er faire quoten anbietet?

hast du eigentlich gelesen, was er geschrieben hat?


ch1pster Themenstarter
ch1pster
Beigetreten: 18.01.2008
Oldschool Grinder

Original von lokalmatador123
Nein er muss die andere Quote erhöhen, damit dort mehr Einsätze landen, da er sonst, wenn der Favourit gewinnen sollte, extrem viel Gewinn ausschütten müsste, die aber nicht durch seine Einnahmen aus dem Außenseiter decken könnte und andersherum!

achso, dann ist das einfach so ne BRM-geschichte, richtig? denn eigentlich sollten die ein- und ausnahmen eines einzelnen ergebnisses sich doch langfristig ausgleichen; nur wenn die BR des anbieters nicht groß genug ist für die varianz der wette, dann muss er schauen dass er immer genügend tipper auf beide möglichen ergebnissen hat, um bei nem downswing nicht broke zu gehen.


lokalmatador123
Beigetreten: 26.10.2008
PokerStrategist

Er macht es sich halt leichter indem er die Varianz so gut wie möglich eingrenzt.


ch1pster Themenstarter
ch1pster
Beigetreten: 18.01.2008
Oldschool Grinder

k dann hab ichs jetzt verstanden. :) ty!


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