Ich habe da ein Staking-Angebot, das ich schwer bewerten kann.
Es gelang mir, jemanden zu finden, der mich längerfristig für Omaha 5/5 staken würde. Ist ein Standarddeal mit 50/50-Teilung, inklusive Nachbereitung der Sessions. Es ist Livepoker.
Er schrieb mir aber noch: "Solltest du im Minus sein, musst du das erst mal wieder einspielen, bevor wir Gewinne teilen."
Mathematisch würde das bedeuten, dass der gestakte Betrag immer größer wird, je länger ein Downswing anhält, was eigentlich kein Nachteil für mich ist. Ich hatte allerdings gehofft, dass wir an jedem Spielabend quasi neu anfangen.
Würdet ihr euch auf den Deal einlassen?
naja wenn ihr jeden tag neu anfangt dann wäre es für dich maxEV highvariance zu spielen.. entweder du gewinnst dick oder verlierst riesig (=nichts). ist obv nicht fair. gerade bei einem abend livepoker plo (sehr wenige hände) wo man eh schon genug variance hat.
ihr solltet aber genau aushandeln was passiert wenn du im minus bist und den deal beenden möchtest. dass du dann ewig weiterspielen musst bzw. die schulden mitträgst ist auch wieder nicht fair (dann bräuchtest du kein staking sondern ein darlehen).
ich würde vorschlagen, dass ihr nach einer gewissen zeit (~20 spieltage) abrechnet und dann neu anfangt oder eben das staking beendet.
Ich denke dein Freund mit Stakeback d.h. erst bekommt er seine Bankroll wieder und dann werden die Gewinne nach eurem Prozentualen Anteil geteilt.
Ich würde euch auch zu einem Deal raten z.B. einen Monat und dann mit Stakeback. Du kannst ihm dann jeden Abend den Stand der BR angeben und jeder weiß wo er steht.
CG Livepoker wird außerdem kaum gestaked, da es keine Kontrollmöglichkeit gibt, sei froh wenn jemand in dich investiert und das nötige Vertrauen hat.
Viel Erfolg
Zander99
Wenn man jeden Tag neu anfängt, dann macht der Staker definitiv viel Verlust und daher macht das gar keinen Sinn. Ein Tag verlierst du 1000€ und der Staker bezahlt komplett. Am nächsten Tag gewinnt der Gestakte 1000€ und es wird 50/50 aufgeteilt. Der eine hat nun 500€ Gewinn und der Andere 500€ Verlust. Richtig wäre, dass Beide noch bei 0€ sind.
Es macht nur Sinn alles (größeren Zeitraum) als eine große Session zu betrachten. Du bekommst z.B. 1000€ und nach einem größeren Zeitraum wird geschaut was du gewonnen hast und der Gewinn (-1000€Startkapital) wird je nach Vertrag aufgeteilt. Mit den 1000€ spielst du dann weiter. Solltest du das Geld komplett verlieren, muss der Staker entscheiden, ob er dir ein neues Startkapital gibt. Dann wäre das Startkapital natürlich z.B. 2000€ und nur der Gewinn darüber wird wieder aufgeteilt.
Wichtig ist das du dich staken läßt und keinen Kredit aufnimmst! Livepoker geht nur mit viel Vertrauen. In dem Fall trägt das sehr große Risiko natürlich der Staker, außer er hat "gute, kräftige Freunde".
Überleg dir doch einfach mal wie unfair jeden abend abrechnen wäre.
Einfaches Beispiel:
Du spielst 10 Sessions,
6 Sessions bist du 1000€ im Plus
4 Sessions bist du 1000€ im Minus
Ergebniss ihrseid2000€ im Plus.
Würdet ihr jetzt jeden Tag Teilen würdest du von den 6 Plus Sessions jeweils die Hälfte bekommen 6*1000€*0,5 = 3000€.
Das bedeuted, das dein Staker nach 10 Sessions 1000€ im Minus ist und du 3000€ im Plus obwohl du an den Tischen nur 2000€ gewonnen hast. Noch lächerlicher wirds ja, wenn du overall im Minus bist und der staker dir noch Geld obendrauf zahlt, dass du sein Geld verloren hast ♦
Wenn Du jeden Tag abrechnen willst, dann kriegst du vllt ein 90/10 oder 95/5 Cut.
Das tägliche Abrechnung Modell hätte aber Vorteile für dich, verliert Du innerhalb der ersten Stunden ein paar Stacks, dann kannst Du direkt wieder nach Hause fahren. Du kommst eh nicht mehr in die Gewinnzone und der Staker trägt ja die Verluste. Gewinnst Du in den ersten Stunden, dann kannst Du Entscheiden, wann Du genug Geld verdient hast.:f_p:
Warum teilt man sich die BR nicht einfach? Mit kleinen Vorteilen für den Spieler. Dann könnte man auch täglich abrechnen. Oder hast du überhaupt keine BR?
Na ja, eine BR habe ich schon, aber zu klein für 5/5. Aber er favorisiert wahrscheinlich eh die Variante mit dem Staking auf eine bestimmte Zeit.
Alles klar, danke. Das hat mir geholfen.
Ist doch völlig wurscht wieviel du hast. Wenn du die Hälfte hast, macht ihr 50/50 und dir gehören z.B. aber 60% von der BR. Wenn du weniger hast halt entsprechend andere Beträge.
Fullstaking hat den Vorteil, dass er kein Geld verlieren kann und der Staker mehr verdienen kann. Mir ist aus diversen Gründen auch lieber, wenn der Spieler sich selbst auch beteiligt. Am Ende aber egal, wenn beide Parteien sich einig sind.
Ist ein 50/50 Deal mit Stakeback das Gleiche, wenn man pro Session 50% ohne MU verkauft?
Nur mit dem Unterschied, dass ich bei Stakeback als Stakee kein Risiko habe?
Original von Carty
Ist ein 50/50 Deal mit Stakeback das Gleiche, wenn man pro Session 50% ohne MU verkauft?Nur mit dem Unterschied, dass ich bei Stakeback als Stakee kein Risiko habe?
Nein
Wo ist dann der Unterschied?
Angenommen erste Session -1000, zweite gewinnen wir 2000, macht 1000 Plus nach SB, jeder bekommt 500
Verkaufe ich 50%, habe ich -500 in der ersten session, bekomme 1000 in der zweiten, macht in der Summe auch +500
Dass ist so als wenn ich behaupten würden, wir fahren das gleiche Auto, beide Autos habe 4 Räder und ein Lenkrad, der Rest ist zwar anders.....
Beim Fullstaking ist 100% Risiko auf der Seite des Stakers, ob nun die Varianz ist oder die Unlust des Stakee, Scam etc.
Bei einem 50% EA sieht es halt anders aus und mit eigenem Geld spielt der Stakee auch anders.
Das war doch überhaupt nicht die Frage, ging nur um die finanzielle Seite...gegeben alle anderen Umstände sind identisch