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Wiedereinstieg 2016 - Poker als alleiniges Einkommen - Selbstüberschätzung oder reele Chance?

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MassiveRetaliation
Beigetreten: 05.07.2016
Legacy Member

Hallo.

Wie der Titel schon anklingen lässt, frage ich mich, ob es nach einer zweijährigen Pause 2016 noch möglich ist, Pokern als alleinige Einkommensquelle zu betreiben?

Bevor sich die Häme jetzt gleich bei meinem ersten Beitrag im Forum über mich ergießt, aber erst einmal kurz zu mir und zu meinem Background:

Ich heiße Marc, bin 38 Jahre alt und lebe gemeinsam mit meiner Freundin und deren 7 jähriger Tochter in der Nähe der luxemburgischen Grenze. Nach einer abgebrochenen Ausbildung als KFZ-Mechaniker habe ich mich jahrelang mit allen möglichen Arbeiten (Gastronomie, Kurierdienst, Taxi, usw.) über Wasser gehalten, bis ich im Jahr 2009 beschlossen habe, das Abitur an einer Abendschule nachzuholen. 2013 habe ich das abgeschlossen und das Abitur auch bestanden. Dennoch war/ist es für mich, als inzwischen fast 40 Jähriger ohne abgeschlossene Berufsausbildung, extrem schwierig eine Arbeitsstelle zu finden, bei der ich zumindest etwas mehr verdiene, als den Regelsatz eines ALG II-Empfängers. Eine neue Berufsausbildung kommt aufgrund meines Alters und der persönlichen Zukunftsplanung (meine Freundin stammt aus Estland und wir möchten innerhalb der nächsten 3 Jahre unseren Lebensmittelpunkt ganz dorthin verlagern) nicht in Betracht. Kurz gesagt: Meine beruflichen Aussichten sind alles andere als rosig.

Von 2009 bis 2013 habe ich den Schulbesuch fast ausschließlich durch Poker finanzieren können. Gespielt habe ich überwiegend Turniere bis max. 35$ Buy in, bei einem Volumen von etwa 60 Turnieren pro Woche, sowie Cash bis NL50. Beides ausschließlich NLHE.
Meine größten Stärken sind wohl wohl ein solides BRM und eine relativ geringe Anfälligkeit für tilts. Meine größten Schwächen liegen im Bereich Mathematik.

Ich hätte derzeit eine solide Bankroll für NL25 und/oder Turniere bis 20$ Buy in zur Verfügung (2000€) und dieses Geld würde auch im Alltag nicht fehlen.
Natürlich bin ich nicht so naiv, dass ich mir ernsthaft einrede, mit Pokern im Jahr 2016 noch Millionär werden zu können! Vielmehr ist es einfach so, dass sich in der derzeitigen Situation nicht allzu viele Alternativen dazu bieten, sofern ich nicht noch jahrelang in Deutschland am Existenzminimum herumkrebsen möchte. Rechtliche oder steuerliche Änderungen in Deutschland würden mich zudem mittelfristig nicht weiter tangieren, da wir eben ohnehin in spätestens drei Jahren nach Tallinn gehen werden.

So, deshalb nun meine ersten, noch etwas unsortierten Fragen an die Community:
1. Sollte ich den Schwerpunkt auf Online oder auf Live setzen?
1. Welche Winrate auf NL25 ist realistisch machbar? 3-4bb/100? Also bei 700 Händen pro Stunde etwa 7$?
2. Ich bin bereits bei 888, ACR, Party, Winamax, PKR und Betfair angemeldet, werde also hier bei Euch einen Status kaufen müssen, um den Content den ich brauche zu bekommen. Lohnt sich das und wenn ja welcher Status ist notwendig?
3. Die mathematischen Basics sind soweit kein Problem, aber wo fange ich an, wenn ich mich mit den fortgeschritteneren Konzepten beschäftigen möchte?
Und 4. die für mich wichtigste Frage:
Wie schätzt Ihr das ganze Vorhaben ein?

Ich freue mich über jeden halbwegs konstruktiven Kommentar.

Marc


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60 Antworten
GrossKhan
Beigetreten: 18.01.2007
PokerStrategist

"1. Sollte ich den Schwerpunkt auf Online oder auf Live setzen?"

Du sagst was von 2000€ br, was willst du da live spielen? Geht maximal irgend ne nl50 privat runde, wenn du in so eine kommst ist es natürlich erste Wahl


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Coach
Paxis
Beigetreten: 01.11.2006
BlackMember

Welche private Runde lässt einen Winning Player zu der so viel gewinnt das er davon leben kann?
Der ist halt nach spätestens 3 Monaten wieder raus ;)


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Zitat
Izzet
Beigetreten: 27.03.2006
Oldschool Grinder

möglich ist vieles beim pokern, aber leicht ist es nicht. die wahrscheinlichkeit, dass du gut davon leben kannst ist geringer als dass du es nicht kannst. mach irgendeinen job und poker nebenher. nur auf poker verlassen kannst du dich nicht.


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Lupo1337
Beigetreten: 26.11.2007
PokerStrategist

Original von Paxis
Welche private Runde lässt einen Winning Player zu der so viel gewinnt das er davon leben kann?
Der ist halt nach spätestens 3 Monaten wieder raus ;)

Wenn du nicht da sitzt wie der typische online nerd, auch mal eine Unterhaltung mit deinem Nachbarn führen kannst und ihm nicht mit deinen Ranges das Ohr abkaust gibt's da schon einige...


Antwort
Zitat
Fantomas741
Beigetreten: 13.08.2006
PokerStrategist

Original von Lupo1337

Original von Paxis
Welche private Runde lässt einen Winning Player zu der so viel gewinnt das er davon leben kann?
Der ist halt nach spätestens 3 Monaten wieder raus ;)

Wenn du nicht da sitzt wie der typische online nerd, auch mal eine Unterhaltung mit deinem Nachbarn führen kannst und ihm nicht mit deinen Ranges das Ohr abkaust gibt's da schon einige...

Jepp wäre bei uns auch Willkommen :)

Die Gamblefische kommen trotzdem da mach ich mir keine sorgen ...


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limpinbarney
Beigetreten: 12.02.2009
BlackMember

Meine Tipps:
1. Würde Livepoker empfehlen. Das kommt bei der BR aber nicht in Betracht. Da musst Du schon mal eine Null anhängen. Und da gibt es dann recht viele Möglichkeiten. Entweder jeden Tag in Saarbrücken die 2/4 Tische abnitten. Gibt da einen in deinem Alter, der das seit 10 Jahren macht und jeden Monat mit rund 2k nach Hause geht bei täglichem Spiel. Oder Du reist den Turnierserien nach. Das kannst Du auch von Estland aus machen.
2. Würde dir empfehlen eine Stakinggruppe zu joinen und dann die Limits hochzugrinden, ob nun MTT oder Cash ist erst einmal egal. Und dann wären wir wieder bei Punkt 1 oder einer Kombination aus beiden.
Die Seite, die Mr. Dorson (einfach mal auf YT suchen) promotet hat bspw. eine CG-Stakinggruppe.


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donklimp
Beigetreten: 14.12.2005
PokerStrategist

Ich glaube den Versuch wirst Du einfach starten müssen, um zu wissen, ob es Dir gelingt, denn eine wichtige Komponente bei all dem bist Du selbst. Wenn Du an Dich glaubst, dann stehen die Chance meiner Meinung nach besser.
Ich finde die Idee mit einem kleinen Job nebenher nicht schlecht, dann ist der Druck vielleicht nicht ganz so hoch. Ansonsten starte doch einfach mal einen Versuch - teste was in 3 Monaten möglich ist, dann kannst Du Dir aus eigener Erfahrung eine Meinung bilden.
Du kannst versuchen Dein vorhaben mit anderen Einnahmen zu verbessern - wenn Du ein wenig Equip hast und Du das ganze spannend verkaufen kannst, könntest Du über eine Challenge nachdenken. Das Thema könnte genau Deine Überschrift sein. "Vermarktung" dann über Twitch und Youtube. Wird nicht viel bringen vielleicht, aber wer weiß das schon?
Versuchen würde ich das Ganze online.
Den Status müsstest Du Dir nicht erkaufen, so wie ich gesehen habe bist Du nicht bei Pokerstars getrackt - da geht noch was ;)
Viel Erfolg!


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Renne01
Beigetreten: 15.05.2007
Elite Grinder

Für eine Live-Karriere würd ich min. 20k empfehlen, eher 40k. Live wird meines Wissen idR. min. NL200 oder Vergleichbares bei Turnieren gespielt. Dazu kommt, dass du nur 20-30 Hände pro Stunde spielen kannst. Rechne mit Varianz und einer Hourly von meinetwegen 15-20bb/100, dann wäre NL1k und 50-100k Bankroll besser. Die Winrate kann außerdem auch kleiner ausfallen, je nachdem wie das Niveau in deinen nächstgelegenen Kasions ist. Da gibts auch Skillschwankungen.

Online ginge es in einem Billiglohnland und mit ordentlichem Grind auch auf NL10, wobei ich das nicht so prickelnd finde. Dabei musst du wieder bedenken, dass der Traffic allgemein abnimmt. Vll spielt in 5 Jahren niemand mehr Onlinepoker.

Dh. dein Plan ist zwar nicht unbedingt schlecht. Er steht aber zumindest auf sehr wackeligen Beinen. Demnach würde ich Poker als Hauptberuf langsam aufbauen und derweil einen Job in einem Industriebetrieb annehmen. Steine von A nach B schlichten geht immer und wird nicht schlecht bezahlt. Mit dem Geld kannst du dann deine BR schrittweise aufstocken.

Was gibts sonst noch, das du kannst oder dir zu lernen zutraust? Vll kannst du ein Unternehmen gründen oder sonst was. Poker ist in Anbetracht der aktuellen Entwicklung nicht sonderlich zukunftsträchtig.


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paulfelzpp
Beigetreten: 28.12.2007
Oldschool Grinder

Wieso hast du eigentlich Abitur gemacht und keine Ausbildung?


Antwort
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MassiveRetaliation Themenstarter
MassiveRetaliation
Beigetreten: 05.07.2016
Legacy Member

Erstmal Danke für das Feedback!

Zu der Frage von paulfelzpp: Ursprünglich war es nicht so geplant, dass es bei dem Abitur alleine bleiben sollte. Die Frage hier im Einzelnen zu beantworten würde aber doch zu weit führen.

Zu dem Kommentar von Gallagher: Kritik ist eine berechtigte Sache und insbesondere konstruktive Kritik ist immer erwünscht. Du solltest es jedoch vermeiden, hier persönlich zu werden und die Wertung "Das Kind tut mir leid" ist eine derart dreiste Anmaßung, dass ich es mir eigentlich komplett ersparen wollte, darauf näher einzugehen. Nur so viel: Ich arbeite "regelmäßig", bin also aktuell nicht arbeitslos und auch kein ALG II-Empfänger. Meine Lebensgefährtin arbeitet derzeit in Deutschland für ein großes estnisches Unternehmen in der IT Branche. Dass Du dir um ihre Tochter Gedanken machst, ehrt dich zwar, aber ich kann Dir versichern, dass das Kind weder Hunger leidet, noch in Lumpen zur Schule gehen muss. :f_drink:

Zu den Kommentaren von limpinbarney und Renne01: Eure Empfehlung geht also klar in Richtung live - sofern die dazu nötige BR vorhanden ist? Liegt das ausschließlich am Skillunterschied zwischen online und live?


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DiscoStu85
Beigetreten: 12.07.2006
Elite Grinder

Fang online an, da merkst du schnell ob du die Games heutzutage noch schlägst oder nicht.


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Renne01
Beigetreten: 15.05.2007
Elite Grinder

OP hat Freundin, Kind, Abitur und Plus am Konto. Wenn er mit seiner Beziehung auch noch glücklich ist, liegt er schon im vorderen Mittelfeld, glaub ich. So schlimm wird seine Situation also nicht sein.

@OP
Eine Ausbildung zum IT-Techniker beim Arbeitsamt wär aber wirklich eine sehr gute Idee, wenn ihr euren Umzug solange verzögern könnt. Estland ist eher ein Auswanderungsland. Dh. die haben idR. einen Fachkräftemangel. Da dürftest du easy einen Job finden. Wär auch besser als Steine zu schlichten.

Wenn du fest vorhast Gambling als Plan A durchzuziehen, wär ein Plan B trotzdem empfehlenswert. Ansonsten bräuchtest du a) einen größeren finanziellen Polster und b) einen zukunftsfähigen Markt.
Poker ist aller Voraussicht nacht kein solcher Markt. Womöglich spielt in einigen Jahren keiner mehr Poker. Daher würd ich persönlich eher nach anderen Märkten Ausschau halten. eSports ist zB. im Kommen. Ist aber schwer sich da zu etablieren. Vll. bist du talentiert in Schach und kannst damit was verdienen. Oder gründe ein Unternehmen. Lass deine Freundin ihre Unterhöschen im Internet verkaufen oder verkauf du deine. Die Beispiele sind als willkürliche Beispiele zu betrachten, nur damit du nicht zu eng denkst. Soll heißen, es gibt Möglichkeiten für ambitionierte Leute. Es wird einem aber nirgends mehr was geschenkt. Ohne disziplinierten Einsatz wirds nicht gehen.

Poker ist eine der Möglichkeiten, jedoch mit unsicherer Zukunft. In den nächsten 4-5 Jahren kannst du damit aber sicher noch gut durchkommen. Du musst halt schnell dazulernen und grindfähig sein. Wenn du keine 5 Stunden masstablen kannst, bringt es nichts.

Sicherheit sollte in eurem Fall imo auf jeden Fall vorgehen. Alleine kommt man leicht irgendwie durchs Leben, zu dritt nicht.

Ich wünsch euch auf jeden Fall viel Glück und nachhaltigen Erfolg.


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limpinbarney
Beigetreten: 12.02.2009
BlackMember

Gibt mehrere Gründe, warum man live spielen sollte:
- alleine am PC tag ein tag aus grinden suckt idR
- Live ist way way softer bei entsprechender Tableselection. Dabei rede ich nicht unbedingt von den täglichen Tischen im heimischen Casino.
Das Bsp. von dem Typen aus SB hatte ich extra dazugeschrieben. Mit so einem Style gewinnst Du online heutzutage nichts mehr, egal auf welchem Limit.
- In deinem Alter ist die Lernkurve einfach nicht mehr sehr steil. Du bist auch einfach langsamer als die Konkurrenz =weniger Tische=weniger hourly. Ich spreche da aus Erfahrung.
- Du kannst Live längere Sessions spielen und somit die idR niedrigere hourly ausgleichen. Bspw. würde ich nach 10 Std. onlinedauergrind ins Koma fallen. Live ist das kein Problem.

Die Kombination aus online/Live dürfte max EV sein.

Aber das bringt alles nichts, wenn Du die BR nicht hast. Und hüte dich davor, das Geld anderweitig dafür aufzutreiben. Es ist vom Moneyscaredfaktor ein enormer Schritt von Onlinelowlimits zu Live 2/4 o.ä.


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MassiveRetaliation Themenstarter
MassiveRetaliation
Beigetreten: 05.07.2016
Legacy Member

@Gallagher:
Es tut mir leid, wenn ich Dich da zu unrecht angegangen bin. Ich hatte den Kommentar anders verstanden. Grundsätzlich spricht natürlich nichts dagegen, das Ganze langsam aufzubauen. Im Gegenteil! Ich bin derzeit mit 33 Std. pro Woche als Taxifahrer beschäftigt. D.h., ich arbeite 3 Tage die Woche jeweils 12 Stunden und habe die übrigen Tage frei. Der Plan ist, diese 33 Stunden dann nach und nach so zu verringern, dass gerade noch das Minimum übrig bleibt, um mich nicht privat versichern zu müssen.
Wir werden innerhalb der nächsten drei Jahre nach Estland gehen müssen. Das ist einfach den beruflichen Perspektiven meiner Freundin geschuldet, die bei uns nun einmal klar diejenige ist, die über die weitaus höhere berufliche Qualifikation verfügt. Ihre Tochter ist zweisprachig aufgewachsen und kennt beide Länder.

Solange wie wir hier in Deutschland sind, ist es für mich auch mit der miserablen beruflichen Qualifikation möglich, meinen Beitrag zur Haushaltskasse mit solchen Jobs wie Taxifahren zu leisten. In Estland wird das ein bisschen anders aussehen, denn dort wartet man wohl kaum gerade auf den Deutschen ohne Ausbildung.
Der Durchschnittslohn in Estland liegt bei rund 1100€ Brutto. Sollte es also möglich sein, mit Poker einen Monatsverdienst von sagen wir 2000€ zu erzielen, läge ich dort also bereits weit über den Schnitt.
Ich kann und will aber nicht in drei Jahren in einem für mich doch ziemlich fremden Land "ins kalte Wasser springen" und mal eben so Pokerprofi ausprobieren. Das heißt, bis dahin müsste eine passable BR da sein und auch der nötige Skill, um das Risiko zumindest in einem vernünftigen Rahmen zu halten. In Deutschland sind meine beruflichen Chancen derzeit aber so schlecht, dass für mich bereits ein Monatseinkommen von 850€ Netto - erzielt durch Poker in Vollzeit - um 100€ höher läge, als das, was ich derzeit als Taxifahrer verdiene. Insofern ist es in meiner jetzigen Situation wohl nicht völlig abwegig darüber nachzudenken, jetzt, in den nächsten drei jahren, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, anschließend im Ausland zumindest nicht meiner Freundin "auf der Tasche liegen zu müssen" und auch dort meinen Beitrag leisten zu können. Dass das Ganze dagegen bei einem 20 jährigen mit abgeschlossener Berufsausbildung keine sonderlich gute Idee ist, ist mir auch bewußt.

@Renne01: Die Idee, meine Unterhosen im Internet zu verkaufen, ist ziemlich verlockend...aber vermutlich ist das auch kein Konzept mit großer Zukunft. :f_love:
DFS ist leider derzeit in Europa noch keine wirkliche Alternative. Eventuell ändert sich das ja in absehbarer Zukunft. Prinzipiell ist für mich Pokerspielen auch nicht unbedingt das, was ich bis an mein Lebensende nicht aus Spaß sondern aus finanzieller Abhängigkeit heraus machen will.
Vielen Dank für die guten Wünsche!

@limpinbarney:
Ich gehe davon aus, dass die notwendigen Skills bei live sich doch erheblich von denen für online unterscheiden. Im August werde ich in Tallinn das 550€ Main Event der MPNPT spielen. Das ist dann bislang auch das größte Liveturnier, dass ich spiele. Ansonsten beschränken sich meine Erfahrungen da auf die üblichen NL20 oder NL50 Homegames, die man über die Jahre hinweg hier und da mal mitgenommen hat. Ich bin wohl kein totaler Fisch, aber eben auch nicht der große Experte in Sachen Livereads und ähnliches. Gibt es hierzu irgendwo Content, den Du empfehlen könntest oder bleibt mir da nur das Lernen aus der Praxis (was ja leider etwas schwierig ist, wenn für NL200 live die BR fehlt und die Praxis dann nur aus i.d.R. wenig ambitionierten NL20 Homegame-Spielern besteht)?


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Renne01
Beigetreten: 15.05.2007
Elite Grinder

Live kannst du unter 20k Bankroll vergessen, weil das niedrigste Limit oft NL400 ist. Dh. du musst deine BR vorher via Onlinepoker aufbauen. Gerade wenn du Pro oder Semipro (falls du deine Unterhosen nicht an den Mann oder die Frau kriegst) werden willst, ist vernünftiges BRM elementar wichtig, dh. so 100 Buyins minimum, besser 200 Buyins. Nur auf den Micros ist BRM vernachlässigbar, weil man ein paar Hunnies idR. leicht nachschießen kann.

Überleg dir vorsorglich Alternativen zu Poker, für den worst case, dass du nicht gut u/o stabil genug bist oder dass Poker ausstirbt. Versuch mit nem Brainstorming Ideen zu finden. Und check mal die Rechtslage in Estland ab bzgl. Glücksspiel, Besteuerung udg.


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Renne01
Beigetreten: 15.05.2007
Elite Grinder
katharz
Beigetreten: 28.10.2007
Legacy Member

gibt es bei dir keine privaten 1/1 runden in der nähe? da könntest du mmn mit ner 5k br locker anfangen.
aus erfahrung oftmals voll mit freiern.
oder was ist mit nem dealerjob in privaten runden. kenne einige leute die 50-60€ die stunde beim dealen machen nur durch tipp.
online ist es aus eigener erfahrung wirklich schwierig geworden.


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Xantos
Beigetreten: 07.09.2005
Legacy Member

Würde dir empfehlen, dich jetzt heute schon über den Jobmarkt in Estland zu informieren & die Sprache zu erlernen.
Vielleicht hast du mit Sprachkenntnissen (Englisch + Deutsch), deutschem Abitur und einer gewinnenden Persönlichkeit ja gute Karten?

Parallel am besten dann eine Tätigkeit, damit dein Lebenslauf keine krasse Lücke hat.
Zur Not Taxifahren, idealerweise aber etwas, was zur realistischen Karriere in Estland passt.
Bspw. Call-Center?


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Diddy81
Beigetreten: 14.09.2005
Oldschool Grinder

Habe mal ein paar Fragen an dich:

1) Warum hast du damals Poker aufgegeben?

2) Ist die einzige Motivation für dich Poker zu spielen "Geld verdienen" oder macht dir das Spiel auch Spaß? Etwas anders gefragt: Wenn es einen Job in der normalen Arbeitswelt geben würde, mit dem du auf ein ähnliches Gehalt kommen würdest, würdest du lieber Pokern oder Job?

3) Habe so ein bisschen herausgelesen, dass du denkst, dass du mit 38 Jahren keinen guten Job mehr bekommen kannst. Welche Erfahrungen bzw. welche Überlegungen haben dich zu dieser Annahme geführt?


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