Nein, mit Äquivalenzklassen meint er nicht die 3 Eigenschaften. Eine Äquivalenzklasse ist eine Menge.
Schau Dir mal folgende Relation auf Z an: x R y <==> 2 | (x-y) (lies: 2 teilt (x-y), das bedeutet es existiert eine ganze Zahl a so dass (x-y) = 2*a ist).
Das ist eine Äquivalenzrelation, denn:
(1) Reflexivität: 2 | 0 ==> 2 | (x-x) ==> x R x.
(2) Symmetrie: Es gelte x R y ==> 2 | (x-y) ==> es existiert eine Zahl a aus Z mit (x-y) = 2*a ==> (y-x) = 2 * (-a) ==> 2 | (y-x) ==> y R x.
(3) Transitivität: Es gelte x R y und y R z ==> 2 | (x-y) und 2 | (y-z) ==> Es ex. a mit (x-y) = 2*a und es ex. b mit (y-z) = 2*b ==> (x-z) = (x-y) + (y-z) = 2*a + 2*b = 2*(a+b) ==> x R z.
Was sind die Äquivalenzklassen dieser Relation?
x steht in Relation zu y genau dann, wenn die Differenz von x und y gerade ist. Damit die Differenz gerade ist, müssen x und y beide gerade oder beide ungerade sein. Es gibt also nur 2 Äquivalenzklassen:
1) Die geraden Zahlen {2*a mit a aus Z}. Hier ist die 0 ein Repräsentant.
1) Die ungeraden Zahlen {2*a+1 mit a aus Z}. Hier ist die 1 ein Repräsentant.