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Beamtenjob - Anyone?

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NiceToMeetYou
Beigetreten: 01.07.2007
Oldschool Grinder

Original von brontonase

Original von annobln
Wer sagt denn, dass du in der Privatwirtschaft in so eine Position gekommen wärst? Der Vergleich hat was von Äpfel und Birnen. 80.000 verdienen idR Teamleiter von großen Teams oder Abteilungsleiter im Mittelstand.

#

hier reden alle von freier Wirtschaft und himmelhohe Gehälter

euch muss erst mal klar werden das die Wirtschaft nicht nur aus den DAX und MDAX Unternehmen besteht, es gibt auch viele kleinere firmen wo man eben nicht soviel verdient wie bei den "großen".

#

zumal von 80k als Beamter ja netto auch nochmal wesentlich mehr übrig bleibt als bei nem normalen Angestellten. Habs jetzt nicht genau ausgerechnet, vermute aber, dass man in der freien Wirtschaft schon so 100-120k verdienen müsste, um aufs gleiche netto zu kommen. Ausgaben für private Altersvorsorge etc, die sich der Beamte ja sparen kann, noch nicht eingerechnet.


Antwort
Zitat
FiftyBlume
Beigetreten: 06.06.2010
PokerStrategist

Original von NiceToMeetYou

Original von brontonase

Original von annobln
Wer sagt denn, dass du in der Privatwirtschaft in so eine Position gekommen wärst? Der Vergleich hat was von Äpfel und Birnen. 80.000 verdienen idR Teamleiter von großen Teams oder Abteilungsleiter im Mittelstand.

#

hier reden alle von freier Wirtschaft und himmelhohe Gehälter

euch muss erst mal klar werden das die Wirtschaft nicht nur aus den DAX und MDAX Unternehmen besteht, es gibt auch viele kleinere firmen wo man eben nicht soviel verdient wie bei den "großen".

#

zumal von 80k als Beamter ja netto auch nochmal wesentlich mehr übrig bleibt als bei nem normalen Angestellten. Habs jetzt nicht genau ausgerechnet, vermute aber, dass man in der freien Wirtschaft schon so 100-120k verdienen müsste, um aufs gleiche netto zu kommen. Ausgaben für private Altersvorsorge etc, die sich der Beamte ja sparen kann, noch nicht eingerechnet.

Naja, wenn man vergleicht, dann sollte man auch ähnliche Positionen vergleichen - 80k als Beamter müsste A16 mit höchster Erfahrungsstufe sein.

D.h. auch, dass man

a) locker 15+ Jahre Berufserfahrung hat

b) Personalverantwortung hat, die nicht ohne ist - kommt natürlich auf die Personalstruktur der Behörde an, vergleichbar zu einer Entwicklungsabteilung(also überwiegend Ingenieure) mit 50+ Mitarbeitern

In der freien Wirtschaft verdient man da schon etwas mehr...

Besoldungsgruppe B wäre i.d.R. Dienststellenleiter mit mehreren hundert Mitarbeitern unter sich....

@Nighthawk:

Berufliche Vorerfahrung wird i.d.R. anerkannt, sodass man mit entsprechender Berufserfahrung auch in den höheren Erfahrungsstufen landet.


Antwort
Zitat
NiceToMeetYou
Beigetreten: 01.07.2007
Oldschool Grinder

ok in einer solchen Position verdient man in der Wirtschaft tatsächlich etwas mehr. Wenn man allerdings den Stundenlohn ausrechnet, wage ich das schon wieder zu bezweifeln.

Hat halt letztlich alles sein Für und Wider, das jeder für sich selbst abwägen muss.


Antwort
Zitat
keerow
Beigetreten: 03.04.2010
Poker Player

Jeden monat sicheres geld, volles gehalt auch im krankheitsfall, man nimmt gedanklich wenig arbeit mit nach hause, um 1700 stift fallen lassen und entspannt nach hause fahren, keine angst vor wirtschaftskrise, sichere rente, im vergleich mit vielen anderen jobs gutes gehalt und gute rente.
Super bonität für kredite.

Im mittleren dienst als Bundesbeamter 25 jahre ohne kinder steuerklasse 1 verdien ich ca 1800€ netto bei ner 42 stunden woche kann man ja in den gehalts/besoldungstabellen nachlesen. Ich hab keinen grund mich zu beschweren


Antwort
Zitat
Hiob07
Beigetreten: 06.02.2007
PokerStrategist

Work-Life-Balance ist halt einfach viel besser.

Bin in 2 Jahren mit meinem Ref als Berufsschullehrer fertig.

- Einstiegsgehalt A13 (durch bissel Berfusefrahrung so 3,7k brutto)
- 24 Unterrichtsstunden = 18 Zeitstunden (aber halt + Vor- Nachbearbeitung)
- 12 Wochen Ferien im Jahr

:)


Antwort
Zitat

Original von Hiob07
Work-Life-Balance ist halt einfach viel besser.

Vielleicht für dich, das mag stimmen.
Manch einem reicht sowas aber nicht, er möchte gefordert werden, Erfolg haben, selbstständig arbeiten und mehr Geld verdienen.

Trotzdem interessant von jemanden zu hören, der erst in zwei Jahren anfängt zu arbeiten.


Antwort
Zitat
FiftyBlume
Beigetreten: 06.06.2010
PokerStrategist

Original von feymo2112

Original von Hiob07
Work-Life-Balance ist halt einfach viel besser.

Vielleicht für dich, das mag stimmen.
Manch einem reicht sowas aber nicht, er möchte gefordert werden, Erfolg haben, selbstständig arbeiten und mehr Geld verdienen.

Trotzdem interessant von jemanden zu hören, der erst in zwei Jahren anfängt zu arbeiten.

Mehr Geld verdient man aber nicht so einfach ;)

Erfolg kann man auch haben...und Selbstständigkeit ist ja was ganz anderes...

Wenn mans vergleichen will ist die Referenz ein Angestelltenverhältnis ;)


Antwort
Zitat
xEr
xEr
Beigetreten: 26.05.2005
PokerStrategist

Bin doch immer wieder erstaunt für wie viele Leute es anscheinend selbstverständlich mal eben in der freien Wirtschaft Führungskraft zu werden. Und dann nicht bei einem mittelständischen Unternehmen, wo man selbst mit 50 "Untergebenen" keine Reichtümer verdient, sondern selbstverständlich bei nem DAX Konzern, wo es dafür gleich mal ein Gehalt mit > 100k brutto gibt. Ich kenne ein mittelständ. Unternehmen mit über 300 Mitarbeitern wo der Geschäftsführer vor 10 Jahren 120k brutto verdient hat. Die allermeisten leute, mögen sie auch noch so talentiert sein und gut arbeiten, erreichen so eine Position allerdings nie. Und Privatleben hat man dann auch fast gar keins mehr.


Antwort
Zitat
MalagaNt
Beigetreten: 10.04.2006
Oldschool Grinder

Ja, zumal zwischen Führungskräften von Behörden und Führungskräften in der freien Wirtschaft schon ein Unterscheid besteht was Können und Wollen angeht.

Ja, es mag Ausnahmen geben.


Antwort
Zitat
Hiob07
Beigetreten: 06.02.2007
PokerStrategist

Original von feymo2112

Original von Hiob07
Work-Life-Balance ist halt einfach viel besser.

Vielleicht für dich, das mag stimmen.
Manch einem reicht sowas aber nicht, er möchte gefordert werden, Erfolg haben, selbstständig arbeiten und mehr Geld verdienen.

Trotzdem interessant von jemanden zu hören, der erst in zwei Jahren anfängt zu arbeiten.

Wenn man nicht die Fresse halten kann, einfach mal Ahnung haben.

Ich habe schon im Controlling in einem mittelständigen Unternehmen gearbeitet und bin zur Zeit am Berufskolleg neben dem Studium als angestellter Berufsschullehrer (nach TV-L, logischer Weise kein A) in Teilzeit am arbeiten.

Daher kann ich beides sogar gut miteinander vergleichen.Darüber hinaus ist es auch mein Ziel sehr schnell den Studiendirektor zu machen (A 15), weil ich für diesen Job schon recht motiviert bin, weil ich auch - jetzt schon - sehr gut darin bin :)

But nice try


Antwort
Zitat
FiftyBlume
Beigetreten: 06.06.2010
PokerStrategist

.

Um das noch zu ergänzen:

Studiendirektor ist nicht ohne, das müsste in Richtung stellv. Schulleiter gehen - kann sich ja jeder ausrechnen, wie viele Lehrer das werden :P


Antwort
Zitat
Heinz021
Beigetreten: 27.09.2007
BlackMember

oh, mann, was ich hier lesen muss, kein wunder, dass keiner beamte mag!

warum, weil jeder scheiss neidisch ist!

rechnet man den happiness EV mit rein, der sich aus dem mehr an freizeit und das weniger an stress ergibt, gibts wohl kaum nen vergleichbar guten job in der wirtschaft (außer man ist jemand der für seine arbeit lebt)

würdet ihr sagen, dass es die beamten in AT besser, schlechter oder gleich gut haben wie die kollegen in DE?


Antwort
Zitat
Hiob07
Beigetreten: 06.02.2007
PokerStrategist

.

Nö, aber auch genauso wenig keine Ahnung von der Arbeitswelt. Man kann auch als Beamter zielstrebig, motiviert, engagiert und erfolgreich sein :) Hier wird mehr geschrieben als gelesen und gedacht

@FBlume: Ja, StD ist viel Arbeit. Da ist man auch mal von den sechs Wochen Sommerferien bis zu drei Wochen in der Schule. Man leitet halt ein Ressort/Schulzweig z.B. Abteilungsleitung berufliches Gymnasium oder Abteilungsleiter Berufsschule.


Antwort
Zitat
3nJ0yIT
Beigetreten: 06.07.2011
Poker Player

Auch wenn das Buch einige aus der letzten Diskussion hier kennen, muss ich es wieder in Erinnerung wecken:

"Faktor 2 - Was Beamte wirklich verdienen"

http://www.amazon.de/Faktor-Was-Beamte-wirklich-verdienen/dp/3000290702/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1395176481&sr=8-1&keywords=faktor+2+beamte

Hier werden alle Vorteile von Beamten aufgeführt und monetär, so gut es geht, bewertet. Und für was Faktor 2 steht, kann sich jeder selbst denken :O

Finde auch immer amüsant, wenn sich A13er bis A15er mit Abteilungsleitern oder gar Bereichsleitern in der freien Wirtschaft vergleichen wollen. Es mag einzelne geben, die das Zeug dazu hätten, aber der Großteil ist einfach nicht dafür geeignet. Und dann solche Positionen als Referenz für deren Verdienst hernehmen, etwas lächerlich imo.

Witzig fand ich von einer Bekannten (28 Jahre und frisch aus dem Referendariat als A13 aufs Gymnasium, Fächer Religion und Deutsch) die Aussage "Ich bekomme nur 3600 Euro und davon werden auch noch 700 abgezogen und dann nochmal 150 Euro Krankenkasse, dass ist ja Abzocke" ...

als ich ihr dann sagte, dass sie mit diesem Gehalt, immerhin ca. 45000 Euro Brutto, in der freien Wirtschaft am Ende knapp 2200 Euro raus hätte OHNE die ganzen Vorteile die sie hat, wollte sie auch mit dieser Diskussion "blabla Könnte in der freien Wirtschaft viel mehr verdienen". Und vorab (wegen "Der Beamte hat ja aber auch studiert") für 45000 Euro Brutto muss man heutzutage zwingend mindestens einen Master haben um in solche Regionen des Einstiegsgehalts vorzudringen. Aber in diesen Fragen sind sehr viele Beamte (kenne einige, Kassel ist quasi ne Beamtenstadt) weit von jeder Logik und Realität entfernt.

Nachtrag:
Und wenn ich weiß, dass diese Person ohne ihr Zutun im Laufe der Zeit bei ca. 3500 Euro (abzgl. 100-200 KK-Beitrag) Netto landen wird.

Und obendrauf dann:

  • Familienzuschlag
  • Kinderzuschlag
  • unkündbar ist
  • Volle Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall auch über 6 Wochen hinaus, theoretisch unbegrenzt bekommt
  • nach 5 Jahren einen Anspruch auf eine Mindestpension von ca. 1500 Euro hat, wenn sie dienstunfähig wird, ohne auch nur einen Cent davon privat abzusichern
  • Sabbaticals mit garantierter Rückkehrmöglichkeit
  • eine Pension die im Vergleich zur gesetzlichen Rentenversicherung jeden Rahmen sprengt
  • tbc

bekommt

,dann schüttelt man einfach nur noch mit dem Kopf.


Antwort
Zitat
FiftyBlume
Beigetreten: 06.06.2010
PokerStrategist

Original von 3nJ0yIT
Auch wenn das Buch einige aus der letzten Diskussion hier kennen, muss ich es wieder in Erinnerung wecken:

"Faktor 2 - Was Beamte wirklich verdienen"

http://www.amazon.de/Faktor-Was-Beamte-wirklich-verdienen/dp/3000290702/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1395176481&sr=8-1&keywords=faktor+2+beamte

Hier werden alle Vorteile von Beamten aufgeführt und monetär, so gut es geht, bewertet. Und für was Faktor 2 steht, kann sich jeder selbst denken :O

Kenne das Buch, die Zahlen dadrin stimmen aber nur bedingt, bzw. es wird sehr großzügig gerechnet und soweit ich mich erinnere auch einiges "geschönt". Trotzdem ganz nett um mal zu sehen, dass es nicht nur das Nettogehalt ist...

Finde auch immer amüsant, wenn sich A13er bis A15er mit Abteilungsleitern oder gar Bereichsleitern in der freien Wirtschaft vergleichen wollen. Es mag einzelne geben, die das Zeug dazu hätten, aber der Großteil ist einfach nicht dafür geeignet. Und dann solche Positionen als Referenz für deren Verdienst hernehmen, etwas lächerlich imo.

Du hast überall Deppen dabei, wenn ich jetzt mal den technischen Dienst als Referenz nehme, dann sind die Leute definitiv nicht schlechter als draußen;)

A15 hat in aller Regel ne niedrige 2-stellige Zahl an Akademikern unter sich - entsprechend so zwischen Team-/Abteilungsleiter einzuordnen.

Es is halt lächerlich zu sagen: Mimimi, mein Schulleiter war aber ein Idiot, deswegen ist der maximal mit ner Aushilfskraft zu vergleichen^^

als ich ihr dann sagte, dass sie mit diesem Gehalt, immerhin ca. 45000 Euro Brutto, in der freien Wirtschaft am Ende knapp 2200 Euro raus hätte OHNE die ganzen Vorteile die sie hat, wollte sie auch mit dieser Diskussion "blabla Könnte in der freien Wirtschaft viel mehr verdienen". Für 45000 Euro Brutto muss man heutzutage zwingend mindestens einen Master haben um in solche Regionen des Einstiegsgehalts vorzudringen. Aber in diesen Fragen sind sehr viele Beamte (kenne einige, Kassel ist quasi ne Beamtenstadt) weit von jeder Logik und Realität entfernt.

Da muss ich dir voll zustimmen, ich kenne auch bei uns viele, die das ständig sagen und offensichtlich keinen Plan haben - das traurige ist, dass es nicht "das gras auf der anderen seite ist grüner" ist, sondern tatsächlich die feste Überzeugung.

45.000 brutto ist auch nicht abwegig für gute Bachelorabsolventen in gefragten Bereichen - das bekommt man halt nicht in Klein-Treptow im Osten.

Das wäre auch ein Punkt, der es schwer macht, das Gehalt zu vergleichen - Beamte werden überall gleich bezahlt, es gibt keinen Metropolenzuschlag(den z.B. die Sparkasse teilweise hat).

Was insgesamt zum schlechten Bild beiträgt: Man kann die Leute nicht mehr rauswerfen, d.h. wer sich gut verkaufen kann, kann sich nach 3 Jahren ausruhen - in der freien Wirtschaft ist das dann doch etwas schwieriger.


Antwort
Zitat
3nJ0yIT
Beigetreten: 06.07.2011
Poker Player

Ja, es scheint weit verbreitet zu sein unter dieser "Spezies"

Ich kenne so ca. 15 Personen im Beamtendienst und davon sind vielleicht 2-3 wo man sagen könnte, ja ihr hättet ne Chance auf diese Stellen in der freien Wirtschaft. Aber nur eine Chance, keine Garantie, weil es erstens überhaupt nicht so viele Abteilungsleiterposten oder höher gibt und zweitens sie auch lange nicht die Einzigen wären die dann Schlange stehen würden.


Antwort
Zitat

Original von Hiob07

Original von feymo2112

Original von Hiob07
Work-Life-Balance ist halt einfach viel besser.

Vielleicht für dich, das mag stimmen.
Manch einem reicht sowas aber nicht, er möchte gefordert werden, Erfolg haben, selbstständig arbeiten und mehr Geld verdienen.

Trotzdem interessant von jemanden zu hören, der erst in zwei Jahren anfängt zu arbeiten.

Wenn man nicht die Fresse halten kann, einfach mal Ahnung haben.

Ich habe schon im Controlling in einem mittelständigen Unternehmen gearbeitet und bin zur Zeit am Berufskolleg neben dem Studium als angestellter Berufsschullehrer (nach TV-L, logischer Weise kein A) in Teilzeit am arbeiten.

Daher kann ich beides sogar gut miteinander vergleichen.Darüber hinaus ist es auch mein Ziel sehr schnell den Studiendirektor zu machen (A 15), weil ich für diesen Job schon recht motiviert bin, weil ich auch - jetzt schon - sehr gut darin bin :)

But nice try

Vielen Dank.
Jetzt weiß ich auch, warum du dich für eine unkündbare Beamtenlaufbahn entscheidest.
Softskills, Kritikfähigkeit und Krisenmanagement scheinen nicht deine Stärke zu sein


Antwort
Zitat
Heinz021
Beigetreten: 27.09.2007
BlackMember

Original von Heinz021

würdet ihr sagen, dass es die beamten in AT besser, schlechter oder gleich gut haben wie die kollegen in DE?

beamten experte von seite 1, schreib dazu bitte noch was


Antwort
Zitat
annobln
Beigetreten: 29.07.2007
Oldschool Grinder

Also ich kenne mittlerweile ein paar bei uns in der Firma die vorher in einem staatlichen Unternehmen gearbeitet haben (Namen sage ich mal lieber nicht, weil Einzelfälle). Die meinten sie waren heilfroh dort raus zu sein, weil das mit der Arbeitsmoral nicht nur so ein Vorurteil ist, sondern durchaus etwas dran. Wenn man was erreichen will wird man oft ausgebremst. Es gibt verbeamtete Kollegen die mittlerweile in den oberen A-Stufen angekommen sind und sich einen Scheiss kehren ob Projekt XY erfolgreich und schnell zu Ende geführt wird oder nicht. Das stelle ich mir als motivierter Akademiker schon sehr deprimierend vor.

Klar sind nicht alle so, aber der Kollege der extra um 6 kommt um in Ruhe 2 Stunden seine Zeitung zu lesen bevor die meisten kommen war nur eine Story von vielen. Aber es gibt sicherlich auch Beamtenjobs die viel anstrengender (psychisch wie auch physisch) sind wie bspw. Polizei / Feuerwehr etc. und dagegen einen Hungerlohn verdienen.


Antwort
Zitat
krush22
Beigetreten: 19.12.2008
Oldschool Grinder

Was hier geschrieben wird ist teiweise nur mit starken Kopfschütteln zu ertragen.....

Das Beamte so viel besser verdienen, nicht arbeiten, eh nur Freizeit haben stimmt einfasch nicht!

Es ist deutlich differenzierter.

Als erstes fangen wir mal bei den Führungspositionen an:

Ja, Führungskräfte bekommen beim Staat deutlich weniger, der Leiter des Finanzamts ist glaub ich A16 und der hat 300 Leute unter sich, darunter etliche Volljuristen. A16 ist in den meisten bundesländern je nach Erfahrungsstufe 5-6k Brutto im Monat. Da verdient eine vergleichbare Führungskraft in der freien Wirtschaft sicherlich das doppelte Brutto. Aber der wird ziemlich sicher auch deutlich mehr arbeiten.

Dann gehen wir mal eine Stufe runter bzw zwei. Im gehobenen Dienst wird man auch sicher nicht mehr verdienen als vergleichbar draußen, dafür ist abher der Job eben sicherer und auch absolut schön von 8 bis 5 oder so, zumindest in den meisten bereichen. Es gibt aber auch vergleichbares bei grioßen UN, die Stellen sind auch dort sehr sicher und es wird auch da nicht übermäßiges erwartet. Übrigens arbeiten Beamte oftmals mehr Stunden als andere angestellte rein vom Vertrag, bspw hat das land Hessen eine 42h Woche. Die meisten Angestellten arbeiten nur 37,5 oder sowas.

Deutlich schwieriger zu bewerten sind eben die anderen vorzüge, und die sind vior allem dann interessant wenn man ein Familienmensch ist. Kredite für den hausbau sind günstiger, Versicherung, und man bekommt schön Kinderzuschlag wenn man Kinder zeugt. Und genau hier liegt mMn der goße vorteil vom Beamtenstatus.

Das mit einzelnen Kollegen hat man überall, immer dieses Vorurteil das gäbe es nur im öffentklichen Dienst, auch wenn es hier vermutlich aufgrzund der Anreizstruktur noch etwas ghäufiger vorkommt.

Als Fazit: Wer schnell karriere machen will und für die Arbeit leben will ist definitiv als Beamter/ im öffentlicher Dienst falsch untergebracht. Für Familienmenschen ist es aber 100% das richtige. Für alle anderen ist es je nach Präferenz zu wählen, die Unterschiede sollten aber klein sein.


Antwort
Zitat
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