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[Geschlossen] Chemie vs Physik

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HamburgmeinePerle
Beigetreten: 31.01.2009

ich hoffe, das ist das richtig Forum.

Ich habe nächstes Jahr Abitur und habe Chemie und Physik als 4-stündige Fächer gewählt.

Nur gibts da so ne komische Regelung, dass man 2 Wochen nach Beginn des 13. Schuljahres entscheiden muss, welche Fächer man schriftlich macht, dabei muss ich jetzt eines der beiden obigen wählen.
Finde das ziemlich ätzend, weil ich ja nur über die Hälfte dessen, was im Abitur relevant ist, Bescheid weiß und keine Ahnung habe, ob ich das im 13. Schuljahr noch verstehe.

Ich bin in beiden Fächern sehr gut (Chemie 15, Physik 13 Punkte im 2. Hj.), habe jetzt sozusagen die "Qual der Wahl".

Ich muss dazu sagen, dass Mathe mein Lieblingsfach ist, das spricht wohl für Physik denk ich?! Oder muss man auch in Chemie viel rechnen in 13?
Wenn ich etwas verstanden habe, dann ist es kein Problem, aber wenn ich was nicht verstehe wird es schwer, dass ich mir das aneignen kann.
Bisher habe ich wie gesagt fast alles verstanden, vorallem in Chemie, in Physik hatte ich manchmal kleinere Probleme, die sich dann aber auch gelegt haben, als ich mich auf ne Klausur vorbereitet habe.

Ich liste jetzt mal auf, was für welches Fach spricht:

Pro Chemie:

1. bessere Note
2. deutlich besserer Lehrer
3. ich verstehe bisher alles
4. in Physik verstehe ich oft etwas nicht, ich schaffe esdann zwar für die Klausuren, aber das kostet sehr viel Zeit, beim Abi wirds dann noch viel mehr...

Pro Physik:

1. vermutlich mehr rechnen
2. wollte Chemie eigentlich seit der 9. Klasse (als ich es zum ersten Mal hatte) abwählen, habe daher nicht so virel mitbekommen, erst ab der 11. Klasse hab ich so ziemlich alles verstanden.
3. ich komme mit Formeln sehr gut zurecht (umstellen, rechnen, s.o.) und kann sie mir gut merken
4. es könnte mir viel bringen, wenn ich nur die Formeln auswendig weiß und den Sachverhalt dahinter nicht verstehe, sodass sich aus den gegebenen Werten die zu anwendende Formel erschließen lässt (?)

Ist jetzt sicherlich schwierig, mir da Tipps zu geben, aber kann mir jemand sagen ob

a) eines der Fächer oder beide deutlich schwieriger werden in 13 als in 12?
b) jemand schon in einem der Fächer oder beiden schriftliches Abitur gemacht hat (je kürzer es zurückliegt desto besser) und ob er mir was über die Schwierigkeit der Abiklausur selbst was sagen kann?
c) in welchem Fach man eher total versagt, wenn man etwas nicht versteht?
d) für welches Fach der Lernaufwand größer ist? (allerdings niedrigere Priorität als a) b) und c))

wäre schön, wenn mir jemand möglochst viele dieser Fragen beantworten lönnte, auch wenns natürlich sehr schwierig ist, weil jeder individuele Fähigkeiten hat.


18 Antworten
chessmasterD
Beigetreten: 07.08.2006

Nimm einfach das Fach, das du mehr magst bzw das, welches deinen Studiumsplänen am nähesten kommt.


Hört sich für mich nach Chemie an, wegen dem deutlich besseren Lehrer. Signifikant schwerer werden beide Fächer nicht.


Also ich hatte jeweils Physik und Chemie im Abi 08 als Leistungskurse (Bayern) und muss sagen, dass in Chemie im Abitur viel mehr Abstraktionen oder auch komplett neue Sachen drankommen können als z.B. in Physik. Darum fand ich die Vorbereitung auf Physik auch einfacher als die auf Chemie.


dyo
dyo
Beigetreten: 27.02.2007

Original von HamburgmeinePerle
c) in welchem Fach man eher total versagt, wenn man etwas nicht versteht?

Das spricht meiner Erfahrung nach stark fuer Chemie, da man in Physik eben wirklich schnell total untergeht, wenn man etwas nicht versteht. ;)


JayMcCay
Beigetreten: 05.01.2007

Original von HamburgmeinePerle
ich hoffe, das ist das richtig Forum.

Ich habe nächstes Jahr Abitur und habe Chemie und Physik als 4-stündige Fächer gewählt.

Nur gibts da so ne komische Regelung, dass man 2 Wochen nach Beginn des 13. Schuljahres entscheiden muss, welche Fächer man schriftlich macht, dabei muss ich jetzt eines der beiden obigen wählen.
Finde das ziemlich ätzend, weil ich ja nur über die Hälfte dessen, was im Abitur relevant ist, Bescheid weiß und keine Ahnung habe, ob ich das im 13. Schuljahr noch verstehe.

Ich bin in beiden Fächern sehr gut (Chemie 15, Physik 13 Punkte im 2. Hj.), habe jetzt sozusagen die "Qual der Wahl".

Ich muss dazu sagen, dass Mathe mein Lieblingsfach ist, das spricht wohl für Physik denk ich?! Oder muss man auch in Chemie viel rechnen in 13?
Wenn ich etwas verstanden habe, dann ist es kein Problem, aber wenn ich was nicht verstehe wird es schwer, dass ich mir das aneignen kann.
Bisher habe ich wie gesagt fast alles verstanden, vorallem in Chemie, in Physik hatte ich manchmal kleinere Probleme, die sich dann aber auch gelegt haben, als ich mich auf ne Klausur vorbereitet habe.

Ich liste jetzt mal auf, was für welches Fach spricht:

Pro Chemie:

1. bessere Note
2. deutlich besserer Lehrer
3. ich verstehe bisher alles
4. in Physik verstehe ich oft etwas nicht, ich schaffe esdann zwar für die Klausuren, aber das kostet sehr viel Zeit, beim Abi wirds dann noch viel mehr...

Pro Physik:

1. vermutlich mehr rechnen
2. wollte Chemie eigentlich seit der 9. Klasse (als ich es zum ersten Mal hatte) abwählen, habe daher nicht so virel mitbekommen, erst ab der 11. Klasse hab ich so ziemlich alles verstanden.
3. ich komme mit Formeln sehr gut zurecht (umstellen, rechnen, s.o.) und kann sie mir gut merken
4. es könnte mir viel bringen, wenn ich nur die Formeln auswendig weiß und den Sachverhalt dahinter nicht verstehe, sodass sich aus den gegebenen Werten die zu anwendende Formel erschließen lässt (?)

Ist jetzt sicherlich schwierig, mir da Tipps zu geben, aber kann mir jemand sagen ob

a) eines der Fächer oder beide deutlich schwieriger werden in 13 als in 12?
b) jemand schon in einem der Fächer oder beiden schriftliches Abitur gemacht hat (je kürzer es zurückliegt desto besser) und ob er mir was über die Schwierigkeit der Abiklausur selbst was sagen kann?
c) in welchem Fach man eher total versagt, wenn man etwas nicht versteht?
d) für welches Fach der Lernaufwand größer ist? (allerdings niedrigere Priorität als a) b) und c))

wäre schön, wenn mir jemand möglochst viele dieser Fragen beantworten lönnte, auch wenns natürlich sehr schwierig ist, weil jeder individuele Fähigkeiten hat.

Ich denke du machst in Bawü Abi, richtig?

Folgendes:
In den Physikabis wird in naher Zukunft sehr wenig zu rechnen sein, 09 wars schon extrem so und es wird sich dahin auch entwickeln. In Physik geht es im Abi vorallem um verstehen, d.h. beschreiben und erklären, vorallem quantenphysikalische Vorgänge muss man da erklären können. Rechnungen beschränken sich auf leichteste Formeln, ewig lange Herleitungen wie früher, wird es nicht mehr geben...

Chemie Abi kann ich nich richtig einschätzen, aber nen Kumpel von mir meinte, Rechnen wär dabeigewesen, also so stöchiometrische Berechnungen, aber vorallem Reaktionsgleichungen etc. sind sehr wichtig.

Alles in allem:

Wenn du nicht sehr gut in Deutsch bist, d.h. deine Gedanken schlecht in Worte fassen kannst, würd ich dir fast eher von Physik abraten...


Ich habe vor 3 Jahren Chemie LK Abi gemacht.

Man muss es definitiv koennen fuer ne gute Note, aber es ist fuer jede Geschmacksrichtung was dabei.


alexanderhirth
Beigetreten: 14.11.2007

Da die Klausuren ja länderintern / schulübergreifend geregelt sind, solltest du das Fach nehmen, in dem du nach objektiver Sicht besser bist.

Was dich u.U. auch weiterbringen könnte wäre ein Blick in die Abi-Vorbereitungsbücher der entsprechenden Kurse... dort sind die Abiklausuren der letzten X Jahre abgedruckt.


HamburgmeinePerle Themenstarter
HamburgmeinePerle
Beigetreten: 31.01.2009

Original von JayMcCay

Original von HamburgmeinePerle
ich hoffe, das ist das richtig Forum.

Ich habe nächstes Jahr Abitur und habe Chemie und Physik als 4-stündige Fächer gewählt.

Nur gibts da so ne komische Regelung, dass man 2 Wochen nach Beginn des 13. Schuljahres entscheiden muss, welche Fächer man schriftlich macht, dabei muss ich jetzt eines der beiden obigen wählen.
Finde das ziemlich ätzend, weil ich ja nur über die Hälfte dessen, was im Abitur relevant ist, Bescheid weiß und keine Ahnung habe, ob ich das im 13. Schuljahr noch verstehe.

Ich bin in beiden Fächern sehr gut (Chemie 15, Physik 13 Punkte im 2. Hj.), habe jetzt sozusagen die "Qual der Wahl".

Ich muss dazu sagen, dass Mathe mein Lieblingsfach ist, das spricht wohl für Physik denk ich?! Oder muss man auch in Chemie viel rechnen in 13?
Wenn ich etwas verstanden habe, dann ist es kein Problem, aber wenn ich was nicht verstehe wird es schwer, dass ich mir das aneignen kann.
Bisher habe ich wie gesagt fast alles verstanden, vorallem in Chemie, in Physik hatte ich manchmal kleinere Probleme, die sich dann aber auch gelegt haben, als ich mich auf ne Klausur vorbereitet habe.

Ich liste jetzt mal auf, was für welches Fach spricht:

Pro Chemie:

1. bessere Note
2. deutlich besserer Lehrer
3. ich verstehe bisher alles
4. in Physik verstehe ich oft etwas nicht, ich schaffe esdann zwar für die Klausuren, aber das kostet sehr viel Zeit, beim Abi wirds dann noch viel mehr...

Pro Physik:

1. vermutlich mehr rechnen
2. wollte Chemie eigentlich seit der 9. Klasse (als ich es zum ersten Mal hatte) abwählen, habe daher nicht so virel mitbekommen, erst ab der 11. Klasse hab ich so ziemlich alles verstanden.
3. ich komme mit Formeln sehr gut zurecht (umstellen, rechnen, s.o.) und kann sie mir gut merken
4. es könnte mir viel bringen, wenn ich nur die Formeln auswendig weiß und den Sachverhalt dahinter nicht verstehe, sodass sich aus den gegebenen Werten die zu anwendende Formel erschließen lässt (?)

Ist jetzt sicherlich schwierig, mir da Tipps zu geben, aber kann mir jemand sagen ob

a) eines der Fächer oder beide deutlich schwieriger werden in 13 als in 12?
b) jemand schon in einem der Fächer oder beiden schriftliches Abitur gemacht hat (je kürzer es zurückliegt desto besser) und ob er mir was über die Schwierigkeit der Abiklausur selbst was sagen kann?
c) in welchem Fach man eher total versagt, wenn man etwas nicht versteht?
d) für welches Fach der Lernaufwand größer ist? (allerdings niedrigere Priorität als a) b) und c))

wäre schön, wenn mir jemand möglochst viele dieser Fragen beantworten lönnte, auch wenns natürlich sehr schwierig ist, weil jeder individuele Fähigkeiten hat.

Ich denke du machst in Bawü Abi, richtig?

Folgendes:
In den Physikabis wird in naher Zukunft sehr wenig zu rechnen sein, 09 wars schon extrem so und es wird sich dahin auch entwickeln. In Physik geht es im Abi vorallem um verstehen, d.h. beschreiben und erklären, vorallem quantenphysikalische Vorgänge muss man da erklären können. Rechnungen beschränken sich auf leichteste Formeln, ewig lange Herleitungen wie früher, wird es nicht mehr geben...

Chemie Abi kann ich nich richtig einschätzen, aber nen Kumpel von mir meinte, Rechnen wär dabeigewesen, also so stöchiometrische Berechnungen, aber vorallem Reaktionsgleichungen etc. sind sehr wichtig.

Alles in allem:

Wenn du nicht sehr gut in Deutsch bist, d.h. deine Gedanken schlecht in Worte fassen kannst, würd ich dir fast eher von Physik abraten...

vielen dank für die Antwort.

Ja, ich mache Abi in Baden-Württemberg, wie hast du das rausgekriegt, ist das so unterschiedlich in den verschiedenen Bundesländern?

Ich bin nicht sonderlich gut in Deutsch, das liegt aber daran, dass Deutsch ja fast nichts mehr mit Grammatik und Rechtschreibung zu tun hat, ist ja zu 80% interpretieren und das kann ich halt nicht^^

ich kann schon gut meine Gedanken in Worte fassen, trotzdem wäre mir rechnen deutlich lieber, da ich schon manchs nicht verstehe in Physik, aber das ist ja interessant, dass man weniger rechnen wird in Physik in Zukunft?!

Warum nimmst du an, dass man in Physik in Zukunft mehr verstehen und erklären muss als rechnen? Hast du da genauere Informationen, weil nur dass es einmal so war, heißt ja nicht, dass es in Zukunft sich weiter in diese Richtung entwickeln wird oder?

Also bis jetzt Chemie > Physik nach den Meinungen, die ich von euch gehört habe und auch nach meiner eigenen Einschätzung bisher.

Danke für die hilfreichen Antworten bisher!

Sonst noch Meinungen?


a) und b) is zu lange her, bzw. nicht zutreffend, aber aussem Studium würde ich sagen, dass wenn dir umstellen und rechnen liegt, du Physik nehmen solltest. Speziell als Antowrt auf c) denke ich, dass du da noch viel machen kannst in Physik. Hängt doch sehr vieles zusammen.
Chemie wird inner 13 auch viel Rechnen sein, aber ziemlich einfache Sachen wie Konzentrationen/pH-Wert etc.; auf jeden Fall sehr überschaubar.

Wenn der Lehrer aber wirklich gut ist in Chemie und dich auch leiden kann, solltest du aber dennoch nochmal überlegen, denn wenn du was nicht verstehst, ist der schnellste Weg es zu raffen immernoch die Frage an den, der es weiß.


hi also hört sich nach chemie an meineswissens ist das abi da auch etwas einfacher weil nicht so tricky aufgaben gestellt werden können sondern eher alles gleich funktioniert.

add mich ma im icq ich hab von der uni so ne zusammenfassung über den oberstufenkurs 26 Seiten ziemlich gut das teil imo.

icq: 288205773

Original von chessmasterD
Nimm einfach das Fach, das du mehr magst bzw das, welches deinen Studiumsplänen am nähesten kommt.

fürs studium is die fachwahl total wayne das auf der uni eh so schnell geht, dass es egal ist was man als LK(bzw profil- und neigungsfach) hatte.
Chemie zum beispiel dauert es genau eine woche in der der LK-stoff wiederholt wird und dann gehts in dem Tempo weiter also hast du eine woche vorsprung...


-doppelpost


JayMcCay
Beigetreten: 05.01.2007

Original von HamburgmeinePerle
Ja, ich mache Abi in Baden-Württemberg, wie hast du das rausgekriegt, ist das so unterschiedlich in den verschiedenen Bundesländern?

Ich bin nicht sonderlich gut in Deutsch, das liegt aber daran, dass Deutsch ja fast nichts mehr mit Grammatik und Rechtschreibung zu tun hat, ist ja zu 80% interpretieren und das kann ich halt nicht^^

ich kann schon gut meine Gedanken in Worte fassen, trotzdem wäre mir rechnen deutlich lieber, da ich schon manchs nicht verstehe in Physik, aber das ist ja interessant, dass man weniger rechnen wird in Physik in Zukunft?!

Warum nimmst du an, dass man in Physik in Zukunft mehr verstehen und erklären muss als rechnen? Hast du da genauere Informationen, weil nur dass es einmal so war, heißt ja nicht, dass es in Zukunft sich weiter in diese Richtung entwickeln wird oder?

Also bis jetzt Chemie > Physik nach den Meinungen, die ich von euch gehört habe und auch nach meiner eigenen Einschätzung bisher.

Danke für die hilfreichen Antworten bisher!

Sonst noch Meinungen?

Naja, war leicht, da du von 4-stündig gesprochen hast =)

in den ganzen andern Ländern gibts ja noch LKs und GKs...

Also wenn du dir die Abis in Physik anfang der 90er anguckst und dann mit denen ab 2004 lässt sich schon ein extremer Unterschied feststellen. Das simple Rechnen ist total in den Hintergrund gerückt. Meine Freunde die in Physik 09 Abi gemacht haben, haben das auch bestätigt, dass man höchstens mal mit 2 Formeln arbeiten muss, um dann Zahlen einzusetzen, also sehr leicht. Das Beschreiben und Erklären ist das schwierige.
Das die Entwicklung zum Erklären gehen würde, hat auch mein Oberstufenlehrer gemeint gehabt. Dieser Punkt und der Unterschied der Abiaufgaben zu den 90er Jahren, müsste vermutlich reichen, um mein Argument zu unterlegen.

Bei Chemie war es so, dass der eine, der bei uns im Chemie im Abi war, erstmal total schockiert war, als er sein Abivorbereitungsbuch in Chemie gekauft hatte, wie schlecht ihn seine Lehrerin vorbereitet hatte, weil ihm vieles unbekannt vorkam. Wenn du nen guten Lehrer in Chemie hast, dann sollte das gehen, ich würd dir halt auf jeden Fall empfehlen das Starkbuch für Abi2010 zu kaufen, da kann man sehr viel mit anfangen.

Ich möcht dir die Entscheidung nicht abnehmen. Mach einfach das, was dir sinnvoller erscheint und was du vielleicht in Zukunft auch beruflich oder studientechnisch machen willst, weil wenn man sich intensiv auf Chemie oder Physik fürs Abi vorbereitet, fällt das andere Fach ziemlich zurück...


troX21
Beigetreten: 08.12.2007

Ich habe 2008 Chemieabi in SH geschrieben, war das erste mal Zentralabi in SH und die Abiklausur war erschrocken wenig von den Aufgaben her, allerdings auch viel Beschreiben und Erklären. (Hatte Kunststoffe und Kohlenhydrate)


Original von JayMcCay
Also wenn du dir die Abis in Physik anfang der 90er anguckst und dann mit denen ab 2004 lässt sich schon ein extremer Unterschied feststellen. Das simple Rechnen ist total in den Hintergrund gerückt. Meine Freunde die in Physik 09 Abi gemacht haben, haben das auch bestätigt, dass man höchstens mal mit 2 Formeln arbeiten muss, um dann Zahlen einzusetzen, also sehr leicht. Das Beschreiben und Erklären ist das schwierige.
Das die Entwicklung zum Erklären gehen würde, hat auch mein Oberstufenlehrer gemeint gehabt. Dieser Punkt und der Unterschied der Abiaufgaben zu den 90er Jahren, müsste vermutlich reichen, um mein Argument zu unterlegen.

Tut mir Leid, aber das kann ich so nicht stehen lassen. Ich bin genauso wie OP angehender Abiturient aus BaWü und habe ebenfalls Physik als Kernkompetenzfach und werde aller Voraussicht nach auch dort meine schriftliche Prüfung absolvieren. Zugegebenermaßen ich kann die Abituraufgaben aus den 90ern schlecht bewerten. Wir haben nur hin und wieder im Unterricht eine Aufgabe daraus gerechnet, weswegen ein Gesamturteil schwer fällt, aber was die Aussage betrifft: "Nur noch 2 Formeln und nur ganz simples Rechnen, hauptsächlich beschreiben" habe ich doch eine ganz andere Meinung. Wir bearbeiten seit Anfang vorigen Schuljahrs das stark-Abiturprüfungsbuch 2009 und natürlich ist nicht alles nur Rechnerei und natürlich muss man sich einmal eine Formel herleiten oder einen Versuch erklären, aber alles in allem muss man praktisch in fast jeder Aufgabe eine Rechnung durchführen. Ich habe mir eben zur Bestätigung noch einmal die Prüfung von 2008 angesehen und da wüsste ich nicht, wie ich mit nur zwei Formeln auf eine vernünftige Punktzahl gekommen wäre.

Ich will es nicht als Unsinn bezeichnen, was JayMcCay geschrieben hat, denn es ist Fakt, dass die Prüfung keine zweite Mathematikprüfung ist, sondern OP zu einem Physikabi zu ermutigen, weil der Rechenanteil in der Physik nach wie vor nicht ganz irrelevant ist und man sich meiner Meinung nach auch sehr gut auf die beschreibenden Elemente vorbereiten kann.


JayMcCay
Beigetreten: 05.01.2007

Original von Lynx7891

Original von JayMcCay
Also wenn du dir die Abis in Physik anfang der 90er anguckst und dann mit denen ab 2004 lässt sich schon ein extremer Unterschied feststellen. Das simple Rechnen ist total in den Hintergrund gerückt. Meine Freunde die in Physik 09 Abi gemacht haben, haben das auch bestätigt, dass man höchstens mal mit 2 Formeln arbeiten muss, um dann Zahlen einzusetzen, also sehr leicht. Das Beschreiben und Erklären ist das schwierige.
Das die Entwicklung zum Erklären gehen würde, hat auch mein Oberstufenlehrer gemeint gehabt. Dieser Punkt und der Unterschied der Abiaufgaben zu den 90er Jahren, müsste vermutlich reichen, um mein Argument zu unterlegen.

Tut mir Leid, aber das kann ich so nicht stehen lassen. Ich bin genauso wie OP angehender Abiturient aus BaWü und habe ebenfalls Physik als Kernkompetenzfach und werde aller Voraussicht nach auch dort meine schriftliche Prüfung absolvieren. Zugegebenermaßen ich kann die Abituraufgaben aus den 90ern schlecht bewerten. Wir haben nur hin und wieder im Unterricht eine Aufgabe daraus gerechnet, weswegen ein Gesamturteil schwer fällt, aber was die Aussage betrifft: "Nur noch 2 Formeln und nur ganz simples Rechnen, hauptsächlich beschreiben" habe ich doch eine ganz andere Meinung. Wir bearbeiten seit Anfang vorigen Schuljahrs das stark-Abiturprüfungsbuch 2009 und natürlich ist nicht alles nur Rechnerei und natürlich muss man sich einmal eine Formel herleiten oder einen Versuch erklären, aber alles in allem muss man praktisch in fast jeder Aufgabe eine Rechnung durchführen. Ich habe mir eben zur Bestätigung noch einmal die Prüfung von 2008 angesehen und da wüsste ich nicht, wie ich mit nur zwei Formeln auf eine vernünftige Punktzahl gekommen wäre.

Ich will es nicht als Unsinn bezeichnen, was JayMcCay geschrieben hat, denn es ist Fakt, dass die Prüfung keine zweite Mathematikprüfung ist, sondern OP zu einem Physikabi zu ermutigen, weil der Rechenanteil in der Physik nach wie vor nicht ganz irrelevant ist und man sich meiner Meinung nach auch sehr gut auf die beschreibenden Elemente vorbereiten kann.

Es geht darum, dass man keine Formel mehr herleiten muss mit ewig vielen unbekannten Variablen, das beschränkt sich auf das nötigste.

Als Beispiel eine Aufgabe aus 08:

c)

In einer Versuchsapparatur treffen Elektronen mit der Geschwindigkeit 1,00*108 ms-1 auf den Doppelspalt aus Teilaufgabe b). Dahinter werden sie auf einem geeigneten Schirm registriert.

* Welche de-Broglie-Wellenlänge ist den Elektronen zuzuordnen?
* Warum ist der verwendete Doppelspalt für ein Interferenz-Experiment mit diesen Elektronen nicht gut geeignet?
* Welche experimentellen Abwandlungsmöglichkeiten gibt es, so dass die Interferenz beobachtbar wird?

Nun befindet sich in einer entsprechend verbesserten Versuchsanordnung immer nur ein Elektron.

* Beschreiben Sie, welche Versuchsergebnisse bei kurzer bzw. bei langer Beobachtungsdauer zu erwarten sind.
* Erläutern Sie die Versuchsergebnisse aus quantenphysikalischer Sicht.

Genau so Aufgaben wird es in Zukunft geben, ich will nicht sagen, dass Rechnen total vernachlässigt wird, klar muss man von jedem Thema die Formeln kennen und damit auch bisschen Algebra betreiben...

aber debroglie-wellenlänge = h/p = h/mv ist ja wohl jetzt nicht sonderlich schwer gewesen.


Gut, du nimmst jetzt das Extrembeispiel heraus. In quasi all den anderen Aufgaben muss man etwas mehr berechnen und ich will ja auch nicht bezweifeln, dass der Anteil an den rechnerischen Aufgaben gesunken ist, aber nichtsdestotrotz muss man kein schlechtes Gewissen haben, wenn man in Deutsch nicht zweistellig ist. Das hat meiner Meinung nach sehr wenig damit zu tun, wenn man nicht gerade in Rechtschreibung superschlecht ist (das wird doch soweit ich weiß auch mit bewertet ab einem bestimmten Grad an Fehlern). Es geht nur um das Verständnis und viele Versuche, die erläutert werden müssen, sind aus dem Unterricht bekannt. Man stößt also nicht auf komplett neue Sachen und kann sich im Notfall auch gewisse Dinge über Formeln herleiten. Das schätze ich am Physikabitur, dass man einfach ein gewisses Spektrum an Aufgaben und Versuchen hat, die im Abitur drankommen können. Wenn man dieses Spektrum beherrscht, dann ist die Gefahr einer bösen Überraschung doch schon verschwindend gering.

Da ich Chemie 4-stündig nicht bewerten kann, werde ich OP auch keine eindeutige Empfehlung aussprechen. Beide Fächer gehören, soweit ich weiß, Jahr für Jahr zu denen mit den besten Prüfungsergebnissen, weswegen ich mir da auch relativ wenig Sorgen machen würde. Vermutlich würde ich das Fach wählen, bei dem mir das Lernen mehr Spaß bzw. weniger Ärger bereitet ;)


hatte vor 3 jahren auch die qual der wahl und habe mich für Chemie entschieden.

Ich denke, dass man in der Physik für 13pkte. (und mehr) wesentlich mehr tun muss als in chemie. Falls man in der prüfung etwas nicht exakt weiß, kann man in der chemie, sofern man die grundlagen verstanden hat, einiges gut umschiffen.
Wenn in der Physik die Formel gefragt ist und man sie einfach nicht weiß, bzw. nicht herleiten kann, sei es nur weil man auf dem schlauch steht, ist es schon schwieriger.
Ich denke auch, dass die Stoffmenge in der Physik etwas mehr ist, als in der Chemie.


also meine erfahrung sagt mir, dass wenn man in chemie bis 13 alles verstanden hat, alles danach mehr oder weniger nur noch darauf aufbaut.
in chemie wird meine ich weniger das zusammenhaengende denken benoetigt als in physik. ich koennte mir vorstellen, dass in physikaufgaben mehrere themen von bis in einer dran kommen koennen. in chemie war es bei mir so, dass du das thema der aufgabe sofort erkannt hast und dir alles was damit zusammenhaengt ins gedaechtnis rufen konntest.
das orbitalmodell ist soweit ich weiss nicht abiturrelevant. wenns dazu kommt wirds noch mal ein tick kompliziert, auf schulniveau aber immernoch einigermassen zu verstehen.

fuer chemie sind nur grundkenntnisse in mathe von noeten, denke das was du bisher gemacht hast, konzentrationen, stoffmengen usw ausrechnen...mehr kommt nicht dazu...

der wichtigste punkt ist aber wohl, dass du dir den weg fuer die zukunft ebnest. physik wird ein knaller im studium, ich weiss es von meinen kollegen. da reicht es nichtmehr in der schule ein ueberflieger gewesen zu sein. also ueberleg dir was du lieber machen moechtest spaeter, warscheinlich das, was dir jetzt am meisten spass macht...


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