Moin! Bin immer wieder auf der Suche nach coolen Präsi, bei denen man Umsetzungsideen übernehmen/klauen kann.
Oder Internetseiten, wo man sich Eindrücke holen kann. Wie gesagt: Inhalt egal, Umsetzung interessiert.
Vielleicht gibt´s ja paar schöne Sachen!
Je nach dem was du studierst gibt es eigtl. keine wirkliche Alternative zu Latex. Und eine sauber getexte Präsentation sieht doch klasse aus.
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Wenn du sehr komplizierte Sachverhalte erklären willst, macht es Sinn die visuellen Eindrücke zu verstärken, sodass die Zuschauer auf mehreren Ebenen angesprochen werden. Ansonsten sind Softskillz beim Präsentieren weitaus wichtiger und ich würde, was die Powerpoint-Präsentation angeht, eher konventioneller und weniger innovativ herangehen. Effizient und effektiver. Wenn man die Skills hat und Ambition sich damit auseinanderzusetzen ist LaTex sicher ne gute Wahl. Aber oft werden da auch die kuriosesten Sachen gemixt, sodass dieses Programm auch den Harakiri auslösen kann.
Latex ist Mist, wenn man nur ne Praesentation anfertigen will. Die vorgefertigten Layouts sind allesamt kacke (das modern theme mal ausgenommen) und eigene Designs zu kreieren ist aufwendig und kompliziert (habt ihr mal versucht, Kreise oder andere Nicht-Standardformen als Trennelemente zu nehmen? Das geht garnicht!).
Wie Brewstar schon schreibt, sind die Folien bei einem Vortrag eher sekundaer wichtig. Gute Folien zeichnen sich vor allem aus durch:
1. Konsistentes und einfaches design
2. nicht ueberladen mit inhalt.
Die guten visuellen Highlights, die ich bisher gesehen habe, sind immer Themenbezogen gewesen. Beispiel:
- Bei einem Vortrag ueber Network Dynamics (es ging viel um graphen (edges und vertices)) ist die Ueberschriftleiste durch einen Vertex mit edge von dem Inhalt getrennt gewesen. Aehnliche Elemente waren auch in den Folien vorhanden.
- Statt einem konstanten Hintergrund der Folien wurden immer Bilder benutzt, um die Aussage zu unterstuetzen.
"LaTeX ist Mist" würd ich so unterschreiben. Ich bin ein großer Fan von LaTeX, nutz das an jeder sich bietenden Gelegenheit, aber für Präsentationen bin ich da wieder völlig von abgerückt. Das Problem ist, dass es einen in die falsche Richtung erzieht. Es ist mit LaTeX relativ einfach, ne hochgradig durchstrukturierte Präsentation mit vielen Formeln und vielen Stichpunkten zu machen. Ne Folie mit einigen Bildern, die noch dazu miteinander verknüpft werden (Pfeile, Hervorhebungen, ...) ist enorm aufwändig. Es dauert da einfach ewig, gute Präsentationen zu machen, und ich kann einmal erstelle Folien meist auch nicht wiederverwenden. Bei jeder anderen Software kopiert man die Folie und passt die Elemente an das neue Layout an. Aber gerade dieses "anpassen" ist bei LaTeX wieder der Hauptaufwand...
Was aber sehr gut ist: Das Kapitel mit Tipps zum guten Präsentieren in der LaTeX Beamer Doku...
Als Beispiele für gute Präsentationen würd ich mir mal eher gute Redner anschauen, da lernst du viel mehr, als an der Präsentation an sich. Steve Jobs wäre da ein herausragendes Beispiel. Wichtigster Punkt in meinen Augen ist, dass das Hauptaugenmerkt auf dem Vortrag selber liegt, die Folien sind nur zur Unterstützung da. Die meisten Präsentationen, bei denen das andersrum ist (Folien, die halt Stück für Stück erklärt werden), sind nicht so toll. Allein mit dem Gedanken im Kopf ist auch klar, dass die meisten der tollen visuellen Effekte nicht benötigt werden sondern, wie schon gesagt wurde, nur dann wirklich hilfreich sind, wenn sie die Message unterstützen.
Damit hier auch noch ein Videolink drin ist:
Zwar eher Comedy, aber man kann da definitiv ein paar Sachen rausziehen, wie mans nicht machen sollt...
Grundsätzlich hast du schon Recht, ich hab bei Präsentationen in erster Linie an Seminare in der Uni gedacht und wenn du da den aufwendigen Beweis präsentieren musst, dann helfen dir halt auch keine bunten Bilder. In anderen Situationen ist das sicherlich anders. Wobei ich tatsächlich irgendwo gelesen habe, dass auch in der Mathematik die besten Präsis häufig mit Powerpoint gemacht wurden, weil die Leute da keinen Bock haben, aufwendige Formeln abzubilden.
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Wenn dein Seminarvortrag aus nem aufwändigen Beweis besteht und du den dann nicht an der Tafel führen darfst, dann ist der Prof doof...
Ich hab noch nie nen Vortrag gesehen, wo ich auch nur ne längere Herleitung, die in ner Präsentation vorkam, nachvollziehen konnte. Weder von Studenten noch von Doktoranden oder Profs. Die gehen da alle viel zu schnell drüber weg, während ich versuche, die Formeln nachzuvollziehen, sind die ganzen Erklärungen schon abgeschlossen.
Viele Beweise kann man aber auch so umbauen, dass man möglichst wenig Formeln braucht. Auch abstrakte Konzepte lassen sich teilweise sehr gut visualisieren. Wie du gesagt hast, da hilft dann auch Powerpoint, weil man da keinen Bock auf die Formeln hat (wobei das sehr sehr viel besser geworden ist was das angeht). Und ich bleib dabei: Wenn das alles nicht geht und man in nem Seminar hockt, wo der Prof einfach nur Beweise vorrechnen lassen will, aber das an der Tafel nicht drin ist, dann taugt das Seminar nix. In dem Fall kann man sichs dann natürlich auch angenehm machen und LaTeX nehmen, das ist dann auch schon egal...
Schöne Stilelemente findest du in Präsentationen der großen Beratungen (BCG, McKinsey, Berger ...) Auch oft gut für Ideen sind Studien (Fraunhofer, acatech ...)
Danke für die Anregungen. Ich suche jetzt nicht konkret, mir fällt es nur allgemein nicht so einfach, schöne Folien zu erstellen. Das Video von oben zeigt es ganz nett, was man nicht machen sollte, aber es fehlen jegliche Lösungsvorschläge.
Wie kommt man den an Folien der Beratungshäuser?
Im Endeffekt geht der Trend heutzutage zu sehr simplen präsentationen. Animationen, viele Farben gehörten eher in die Zeit, als man Powerpoint entdeckt hat und man Leute damit noch fancy beeindrucken konnte. Heutzutage weiß in der Wissenschaft jeder wie das geht, es wirkt daher auch einfach nur noch tryhard und in 9/10 fällen macht es die präsentation eher schlechter als besser.
Das wichtigste ist imo:
- Folien eher Bilder/Abbildungslastig halten
- Nur sehr wenig Text auf Folien
Das Ganze hat den Sinn, dass es total dum rüberkommt, wenn da vorne einer steht und der geefühlt nur die Folie vorliest. Ne Präsentation soll dich unterstützen und nichr zu 90% das was du sagst wieder abbilden.
Genauso wichtig ist es auch, dass du die Präsentation nicht auswendig lernst, weil man das sofort merkt und das dann die Aufmerksamkeit sofort riesig senkt