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Corps Studentenverbindungen

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Jm. hier ne Ahnung was Studentenverbindungen angeht?
Vorteile/Nachtteile etc. pp
Wurde letztlich zu nem Treffen geladen, werd auf jedenfall hingehen, gibt Freibier und freies Essen, fraglich ist nur wies in der Zukunft aussieht.
Ist man einmal Mitglied kommt man da nichtmehr raus oder?
Grüße


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68 Antworten
toolz555
Beigetreten: 04.01.2007

Ich war schon bei einigen solcher Veranstaltungen und wenn du nicht der absolute Totalversager bist, gehste da hin, trinkst Bier, lachst dich über die Idioten schlapp und gehst betrunken nach hause...


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limpinbarney
Beigetreten: 12.02.2009

Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die...

Bin sogar in 2 Corps (hab an 2 Studienorten studiert). Das ist ne super Sache. Wo studierst Du denn? Kenne mich in der "Szene" ganz gut aus und kann Dir vielleicht ne Empfehlung zu nem bestimmten Corps geben (bspsw. gibts in München 18 Corps und noch doppelt soviele andere Verbindungen)

So richtig Vor- und Nachteile gibts da nicht. Das ist ne ganz individuelle Sache. Entweder man mag die Sache oder hasst sie.

Eine Verbindung kannst Du Dir wie einen Studentenclub vorstellen. Ziel ist es, gemeinsam Spaß zu haben und sich gegenseitig zu unterstützen.

Dabei gilt das Lebensbundprinzip. D.h. man wird als Student Mitglied und bleibt es (in der Regel) ein Leben lang. Die Berufstätigen (werden Alte Herren genannt) fungieren dabei als Finanziers. Kostet ungefähr einen Fitnessstudiobeitrag pro Monat. Vorteil ist, man hat immer irgendjemanden wo sitzen. Entweder als Arzt/Rechtsanwalt/Geschäftsführer etc. auf die man immer zugreifen kann.
Ich hab mir bspw. ohne Probleme nen Attest für eine nicht geschriebene Klausur besorgt ("Schreib mir mal"-"Kein Problem, da") oder geh zum Augenarzt ohne ne Praxisgebühr zu zahlen.
Ist in etwa dasselbe wie in jedem Fussballverein, nur dass in einer Verbindung halt nur Akademiker sind.

Es gibt immer welche, die nachher austreten, ist aber selten. Zahlen musst Du halt ein Leben lang. Wenns mal nicht geht (Arbeitslosigkeit o.ä.) ists auch gut. Wenn Du so willst, besteht eine moralische Verpflichtung dabeizubleiben. Es wurde Dir schliesslich auch ein Haufen bezahlt (so ne Art umgekehrter Generationenvertrag).

Finanziert werden gemeinsame Ausflüge, die (in der Regel vorhandene) Villa mit günstigen Mieten um 150€ oder Weiterbildungsseminare.

Erwartet wird, dass man sich aktiv!! einbringt. Also die ganze Sache in irgendeiner Sache voranbringt. Mitläufer haben dort in der Regel nichts verloren. Da gibt es im Semester viele Sachen zu tun: Machen wir einen Glühweinstand/wer besorgt was/ wer kümmert sich um den Partyservice für die nächste Veranstaltung?/Haus aufräumen/wann steigt die nächste Party?/Wer besorgt wo den Mietwagen für den Ausflug/ haben wir ein Gastgeschenk? (für die gastgebende Verbindung) usw.

Das Corps ist basisdemokratisch organisiert. D.h. die aktiven Studenten entscheiden, was gemacht wird. Alte Herren haben nur sehr begrenztes Mitspracherecht (vor allem was das Haus und Geld betrifft). Jedes Semester werden 3 Chargen/Ämter gewählt. Diese haben alle unterschiedliche Aufgaben und sind sozusagen der Vorstand der Verbindung. Das sind 1. Vorsitzender/Sitzungsleiter, Fechtwart/Veranstaltungsorganisator, Schriftwart/Protokollführer

Pflicht ist weiterhin die Mensur. D.h. Du musst mindestens 1 mal mit scharfer Klinge mit einem anderen Verbindungsstudenten gefochten haben. Das hört sich extrem an, ist aber nur halb so wild. Grund ist die Tradition (was ja das ganze Verbindungswesen ausmacht) und Mitläufern vorzubeugen.

Entscheidend ist halt, ob Dir die Leute passen. Ist wie in jedem Fussballclub, da gibts welche mit Idioten :f_confused: und welche ohne.
Und mit Totalversager hat das mal gar nichts zu tun. Gibt Verbindungen, in denen jeder 3te nen Dr. hat und mehrere Profs. Manche würden sich wundern, wie viele Profs in einer Verbindung sind.
Metzelder, Thomas Gotschalk, Carstensen sind bspw. auch in einer Verbindung.

Die ganze Sache ist halt ideal, wenn man neu in der Unistadt ist und noch niemanden kennt. Haben hier nen Belgier, der bei uns einzog und hier jetzt Freundschaften geschlossen hat, mit denen er sich über mehr als Germanistik unterhalten kann.
Das geht auch mit jeder WG oder auf persönliche Initiative, aber warum kompliziert, wenns auch einfach geht...

gibt auch ne HP www.die-corps.de


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happyhumping
Beigetreten: 18.12.2007

Hab viele Leute aus Verbindungen gesehen bzw kennen gelernt und ich sag nur no thx


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limpinbarney
Beigetreten: 12.02.2009

Wie ich geschrieben habe, für den einen ist es was, für den anderen nicht.

Aber bei über 50000 Verbindungsstudenten alle über einen Kamm zu scheren ist imo falsch.
Wäre genauso wie alle Fussballer sind Idioten (auch wenns ein bisschen mehr sind). Kenne in der Hochschulgruppe Amnesty International auch nur Iditioten. Trotzdem find ichs nicht schlecht, weil die Sache an sich gut ist.


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bei denen wo ich mal war, die waren frauen ned aufgeschlossen...

da durfteste ned poppen undso

hoffe ned das das auf alle zutrifft, informier dich da auf jedenfall


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limpinbarney
Beigetreten: 12.02.2009

-->Gefährliches Halbwissen oder lvl?

Richtig ist: Frauen dürfen in der Regel nicht aufgenommen werden. Das ist ein heikles Thema, das auch innerhalb der Verbindungen diskutiert wird. Nach meiner Erfahrung sind es vor allem die aktiven Studenten, die das nicht wollen.
Viele wollen sich keinen Ärger ins Haus holen und da wäre noch das Problem mit eventuellen Narben vom Fechten.

Es gibt aber immer mehr Frauenverbindungen, die gibt es seit ca. 15 Jahren. Btw. meine Verbindung wurde 1880 gegründet.
Auch viele Sportlerverbindungen nehmen Frauen auf.

Das mit nicht poppen ist halt völliger Quatsch und wäre auch nicht zu kontrollieren. Wir leben doch nicht im 18. Jhr.!


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limpinbarney
Beigetreten: 12.02.2009

Da gibts hier schon was...heftige flames lol

Das beantwortet wohl einige Deiner Fragen:

Was ist ein Studentenkorps?


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funat1c
Beigetreten: 07.03.2007

Würd dir empfehlen, es dir anzugucken und dir dann ne eigene Meinung zu bilden, von anderen kannst du zu dem Thema meist keine vernünfitg differenzierte Hilfe erwarten... Wobei man nach dem Besuch eines Corps eigentlich auch noch kein allgemeines Urteil fällen kann... Kommt halt wie gesagt auf die Leute an..

@limpinbarney: bei den meisten blauen corps ist es so, dass poppen adh $$ kostet...


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Jaymalic
Beigetreten: 30.07.2006

Lol, Fechten mit scharfer Klinge... eventuelle Narben... Sach ma, gehts noch?


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ich kenn relativ viele leute sowohl in corps, schlagenden (fechten) als auch nicht schlagenden (nicht fechten :) verbindungen und es ist einfach wie immer: manche leute magste und manche nicht. trotzdem geh ich die öfter besuchen bzw komme zu deren veranstaltungen und trinke einen mit denen.

zwischen besuch und eintritt liegen einfach welten.

schaus dir einfach an manche mögens manche nicht. mich persönlich hat nur die fechtscheisse davon abgehalten und diese situationen in denen du dich gezwungenermaßen besaufen musst.


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limpinbarney
Beigetreten: 12.02.2009

@limpinbarney: bei den meisten blauen corps ist es so, dass poppen adh $$ kostet...

Das wäre mir neu

ich kenn relativ viele leute sowohl in corps, schlagenden (fechten) als auch nicht schlagenden (nicht fechten verbindungen und es ist einfach wie immer: manche leute magste und manche nicht. trotzdem geh ich die öfter besuchen bzw komme zu deren veranstaltungen und trinke einen mit denen. zwischen besuch und eintritt liegen einfach welten. schaus dir einfach an manche mögens manche nicht. mich persönlich hat nur die fechtscheisse davon abgehalten und diese situationen in denen du dich gezwungenermaßen besaufen musst.

this.

Wollte meinen Bruder halt auch in ne Verbindung bringen. Der hat sogar bei einer gewohnt. Wollte aber nie eintreten. Für ihn wars halt nichts....Aber er hat sichs zumindest angeschaut und selbst geurteilt.

Lol, Fechten mit scharfer Klinge... eventuelle Narben... Sach ma, gehts noch?

Das hab ich mir am Anfang auch gedacht. Nach 2 Monaten haste dich dran gewoehnt, das erste Blut gesehen...und auf einmal ist es das Normalste der Welt.
Ausserdem trainiert man ja auch, damit man nichts abbekommt. Gibt da so nen Spruch "Schweiss spart Blut" :rolleyes:

Für manche ist die ganze Sache schon Familientradition. Die machen das zum Teil, weil sie es von Kindheit auf kennen...quasi schon als kleiner Bub da umhergesprungen sind. Wir haben einen, der ist die 5. Generation als Verbindungsstudent in seiner Familie.


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ja ich kann nur auch nur sagen dass du dirs anschauen solltest, hab mein erstes semester in ner verbindung(nichtschlagend) verbracht und bin danach in ein wohnheim.

gibt natürlich unschlagbare vorteile, wie:
-saugünstige wohnung in nem(meistens) richtig geilen haus in geiler lage
-immer leute um dich die einen meist problemlos aufnehmen
-viele partys mit vielen verschiedenen leute
-ausflüge an verschiedenste orte in der region
-viel kontakt zu ältern studenten
-kontakt zu alten herren(erfahrung,seilschaften(bei uns war ein alter herr glaub landwirtschaftsminister in B-W))

aber auch einige gravierende nachteile:
-der heftigste für mich: die verbindung versucht dich zu "vereinnahmen": wenn du neu dort bist hast du erst mal 4 termine in der woche wo du da sein musst, davon mind. ein fr/sa, d.h. kontakt zu studienkollegen aufnehmen erschwert sich massiv
-schon viele seeehr komische leute, kam mir nach ner weile schon vor wie so ein treffpunkt für kerle, die in der "normalen welt" unfähig waren, neue leute kennenzulernen oder sich nen haufen suchen, bei dem sie auch was zu sagen haben weils sie sonst zu nix bringen
-kontakt zu frauen sehr eingeschränkt(mMn, weil wenn man mal eine mitgebracht hat dann wurde sie gleich so ca. von allen umgarnt)

allgemein sind verbindungen generell wohl politisch eher solide mitte-rechts anzusiedeln(gibts auch weiter rechts möglich)

bueno, etz fällt mir erst mal nix mehr ein, ich bin einerseits froh darüber diese erfahrung gemacht zu haben, hab auch einiges gelernt, aber auch sehr froh dass ich wieder ausgezogen bin, trotz doppelter miete, und ein "normales" studentenleben geniessen kann
greetz echo


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Scheubi
Beigetreten: 14.01.2008

.


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TheOneAndOnlyMarkus
Beigetreten: 20.02.2006

Ich hab keine Ahnung davon, aber für mich hört sich dass immer stark nach Sekte an ^^


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venusflytrap
Beigetreten: 21.12.2007

Du sagst auf der einen Seite die haben da ziemlich was drauf etc, auf der anderen Seite sind sie aber scheinbar doch auf das Vitamin B der "alten Herren" angewiesen? Wer was auf dem Kasten hat braucht sowas meiner Meinung nicht.

Denk mal über alles was in so einer Verbindung so abläuft nach (v.a. das was halt regelmässig von so vielen kritisiert wird) und les dir was über kognitive Dissonanz durch. Bei Leuten die ihre (vor allem die sehr konservativen, schlagenden, eingeschworenen) Verbindungen verteidigen schwingt das für mich immer so mit.

Und warum sollte die Kritik an Verbindungen so groß sein, wenn da wirklich alles Okay wäre? Am übermäßigen Saufen/Feiern liegts bestimmt nicht, dann wären Fußballvereine auch in der Diskussion. Bleiben noch die zwei anderen großen oft angeführten Kritikpunkte: oft in der rechten Ecke anzusiedeln und die einfach unnötige Weitergabe von "Vorteilen" an allen möglichen Ecken und Enden.

Aber wie immer gibt es da auch Ausnahmen (habe schon mit sehr vielen Verbindungen in versch. Städten Erfahrungen gemacht) und muss sagen, es gab auch die ein oder andere Verbindung in der mir das meiste echt koscher vorkam. Das waren aber vor allen Dingen sehr kleine (oft sportliche) Verbindungen die maximal ein Clubhaus (keine große Villa mitten in der Stadt) hatten und bei denen die (meistens da dann gar nicht für die Finanzierung verantwortlich) alten Herren nur einmal im Jahr am organisierten Fest teilnahmen und sonst mit der ganzen Sache nichts zu tun hatten. Halt eher ein Verein von Studenten der sich zum Sport trifft.


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funat1c
Beigetreten: 07.03.2007

Du sagst auf der einen Seite die haben da ziemlich was drauf etc, auf der anderen Seite sind sie aber scheinbar doch auf das Vitamin B der "alten Herren" angewiesen? Wer was auf dem Kasten hat braucht sowas meiner Meinung nicht.

1+1 = 2

Und warum sollte die Kritik an Verbindungen so groß sein, wenn da wirklich alles Okay wäre? Am übermäßigen Saufen/Feiern liegts bestimmt nicht, dann wären Fußballvereine auch in der Diskussion. Bleiben noch die zwei anderen großen oft angeführten Kritikpunkte: oft in der rechten Ecke anzusiedeln und die einfach unnötige Weitergabe von "Vorteilen" an allen möglichen Ecken und Enden.

Denke es ist allgemein bei Menschen immer eine negative Grundeinstellung gegenüber dem besteht, was sich selbst etwas abschottet und was sie nicht ganz durchschauen können, kann auch durchaus verstehen, wenn es bei manchen etwas Erinnerungen an eine Sekte wirkt... Grade wenn es dann noch eher konservativ eingestellt ist und sich überwiegend aus einkommensstärkeren Umfeld rekrutiert, ist halt auch nen super Feindbild für linke Gruppen... Die Tage wurde hier auch mal wieder in nen Corpshaus eingebrochen und ein bisschen was kaputt gemacht...


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limpinbarney
Beigetreten: 12.02.2009

Muss sagen, alles sehr konstruktiv hier...

Du sagst auf der einen Seite die haben da ziemlich was drauf etc, auf der anderen Seite sind sie aber scheinbar doch auf das Vitamin B der "alten Herren" angewiesen? Wer was auf dem Kasten hat braucht sowas meiner Meinung nicht.

Das ist ein oft gebrachter Kritikpunkt. Niemand ist auf Vitamin B angewiesen, das ist ein Bonus. Ausserdem ist das kein Automatismus. Wer innerhalb der Verbindung nicht "netzwerkt", hat auch kein Vitamin B.

Ich bin btw der Ansicht, das niemand ohne Vitamin B im Beruf weit nach vorne kommt. Einen Gönner brauchst Du immer, der dich die Karriereleiter nach oben schiebt...der Beste zu sein heisst nicht, dass Du den besten Job bekommst.

-der heftigste für mich: die verbindung versucht dich zu "vereinnahmen": wenn du neu dort bist hast du erst mal 4 termine in der woche wo du da sein musst, davon mind. ein fr/sa, d.h. kontakt zu studienkollegen aufnehmen erschwert sich massiv -schon viele seeehr komische leute, kam mir nach ner weile schon vor wie so ein treffpunkt für kerle, die in der "normalen welt" unfähig waren, neue leute kennenzulernen oder sich nen haufen suchen, bei dem sie auch was zu sagen haben weils sie sonst zu nix bringen -kontakt zu frauen sehr eingeschränkt(mMn, weil wenn man mal eine mitgebracht hat dann wurde sie gleich so ca. von allen umgarnt)

Das kann man so stehen lassen, ist aber vom Einzelnen abhängig. So ne Verbindung kostet einfach Zeit.
Ich habe bespw. eigentlich gar keinen Kontakt mehr zu ehemaligen Kommilitonen. Bei mir im Studiengang wars aber auch etwas krass. Da ist fast jeder ausnahmslos am Wochenende/nach Vorlesungsende nach Hause gefahren. Die meisten wohnten in der Region (also bis 60km entfernt) und nicht in der Stadt.
Wir hatten hier nen Fuchs (junges Mitglied), der hat sogar die Uni gewechselt, weil es bei ihm genauso war.


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Original von Scheubi
Wirklich rechte Verbindungen gibt es eigentlich kaum. Ich habe jedenfalls keine gefunden, die für mich weit genug "rechts" war. Meist steht wohl doch eher der Alkohol im Vordergrund. Das muss nichts schlechtes sein, wirkliche Tradition findet man aber doch eher selten, meist ist das ganze eben nur ein wenig Schaulaufen. So gibt es doch einige, die sich mit Schwarz-Weiß-Rot schmücken und damit auch ihr Haus beflaggen, allerdings dann doch wieder modern sind und sich nicht auf die Traditionen unseres Kaiserreichs besinnen.
Letztlich findet man dort eben Konservative, was viele heute schon erschreckt.

Ach du je...


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SillyWalks
Beigetreten: 09.02.2008

Bei dem Thema wird leider immer leicht über einen Kamm geschoren.

Ich bin selbst in einer Verbindung, einer Sport-Verbindung um genau zu sein. Wir sind nicht-schlagend, tragen keine Farben und nehmen sowohl Frauen als auch Männer auf. Konfession, Herkunft oder politische Einstellung spielen auch keine Rolle, wobei wir zusammengefasst eher Richtung Mitte-Links tendieren.

kleines Beispiel: von 21 Verbindungen in Frankfurt sind gerade mal 6 schlagend, davon 2 Corps und eine Burschenschaft.
Trotzdem tendiert die allgemeine Wahrnehmung eher in die Richtung "rechte Burschenschaften". Das liegt einerseits daran, dass extreme Beispiele, die es ja leider gibt, viel mehr in den Focus gerückt werden und dann schnell verallgemeinert wird.
Andererseits wird hier vor allem von der asta Stimmung gemacht mit völlig reißerischen Texten und Vorträgen. Versuche, konstruktiv und kritisch mit diesen Menschen zu diskutieren, sind an unfassbarer Ignoranz und Intolleranz gescheitert.

noch ein Beispiel: unsere damalige Vorsitzende (obv. weiblich, halbe Belgierin, Lesbe ;D) hat mit der asta-Vorsitzenden über Verbindungen geredet. Als sie ansprach, dass sie selbst einer angehört, ist die Vorsitzende schreiend in ihr Büro gelaufen und hat sich dort eingeschlossen... _confused:

Der angesprochen Zeitaufwand ist natürlich eine Sache, liegt auch daran, dass so gut wie alles selbst organisiert wird und wie in jedem anderen Verein Vorstandsämter besetzt und deren Aufgaben erfüllt werden müssen. Da muss dann jeder für sich selbst entscheiden, ob ihm die Sache so viel bedeutet, dass er Zeit und Arbeit investieren will. Deswegen ist es auch durchaus gerechtfertigt, wenn man anderswo Vorteile erfährt, geschenkt wird einem trotzdem nichts.


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