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Hausaufgaben mit Kiddies? Lehrer anyone?

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josch2001
Beigetreten: 25.03.2006
BlackMember

Hatte vor kurzem das Vergnügen mit meinem 8 jährigen Neffen die Hausaufgaben zu machen. Dabei stellte sich die Frage wann ich denn am besten korrigierend eingreifen sollte.
Bsp Mathe: 2x3 Additionsaufgaben. Beim zweiten Satz war nur eine Zahl vorgegeben und man musste die zweite Zahl so wählen, dass die Ergebnisse mit denen aus den ersten Aufgaben identisch sind. Dabei konnte man frei wählen welche Aufgaben man als "Partner" nimmt. Bei den ersten beiden Aufgaben war das kein Problem, aber bei der letzten Aufgabe war die eine Zahl schon so hoch, dass sie nur für eine Aufgabe aus dem ersten Satz geeignet war.

Das hat der Fratz natürlich nicht gespannt und als er begann die zweit Aufgabe zu lösen habe ich ihn schon daraufhingewiesen, dass er sich erst mal die dritte Aufgabe ansehen soll.
Deshalb die Frage: Macht es eher Sinn etwas zu unterstützen oder soll man die Jungs besser auflaufen lassen sodaß sie aus ihren eigenen Fehlern lernen können. Schliesslich sollen ja sie die Hausaufgaben machen und nicht die Eltern o.ä..
Ein anderes Extrem wäre überhaupt nicht zu korrigieren damit die Lehrer wissen, wo die Fehler/Schwächen liegen. Aber das ist glaube ich mal nicht Sinn der Hausaufgaben, besonders nicht in dem Alter.


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16 Antworten

Meine Eltern sind Einwanderer, die 6 Jahre zur Schule gegangen sind und mir schon ab der 1. Klasse dementsprechend ganz genau 0 in Sachen Hausaufgaben helfen konnten. Nachhilfelehrer gabs keine. Eigentlich traurig.

Ich glaube das ist aber der Grund warum ich letztes Jahr den Ing. Bachelor an einer TU mit 1,5 abgeschlossen habe. Wenn er sonst ganz gut ist, würd ich ihn Fehler machen lassen. Wenn nicht, muss er eher gefördert werden.

Hidden bragg inside

---


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domano
Beigetreten: 04.08.2006
Oldschool Grinder

würde ihn machen lassen, wenn er was grundlegendes nicht versteht wird er schon kommen und sagen: josch plz? würde auch nur in seinen schwachen fächern unterstützen wenn er ganz gut rechnen kann soll ers halt machen, auf keinenfall nebendran sitzen und ihn bei jeder kleinigkeit korrigieren das bringt garnix außer dass er nicht mehr selbst denken wird.


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PowerGamer
Beigetreten: 11.12.2007
PokerStrategist

Obv. musst du ihn auflaufen lassen ...

Wenns öfter vorkommt ihm dann halt deine best practices sagen von wegen wie man das schon früh sieht.


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Rubnik
Beigetreten: 12.02.2006
Oldschool Grinder

Ich finde, bei der von dir beschriebenen Aufgabe ist es schon sinnvoll Ihn von vornherein auf die richtige Taktik hinzuweisen sobald Du bemerkst, dass er da einen Fehler in der Herangehensweise macht.
Es bringt Ihn ja für die Aufgabe nicht weiter, wenn er erstmal eine ganze Weile in der Arithmetik festhängt, da er die ja wahrscheinlich schon beherrscht.

EDIT: das markierte impliziert btw. dass er es natürlich versuchen soll, aber eben nicht unnötig lange.


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domano
Beigetreten: 04.08.2006
Oldschool Grinder

naja er wird ja da nun nicht tagelang dran rechnen, und oft findet man bessere lösungen von selbst wenn man einen aufgaben typ ein paar mal macht. würd mich btw auch garnicht neben dran setzen sondern ihn alleine machen lassen. am ende kann man ja mal drüber gucken


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Hi!

Also ich versteh zwar absolut nicht wie die Aufgabe aussieht aber ich würde mir zuerst mal die Aufgabe ansehen und ihn darauf hinweisen, dass er zuerst nachdenken soll, bevor er es angeht und auf eventuelle Tücken hinweisen.
Meine berufliche Erfahrung hat mich gelehrt, dass einfach mehr gelernt wird, wenn man die Fehler selbst macht und nicht alles vorgekaut wird.
Bin zwar kein Mathe-Lehrer aber lasse meine Schüler eher unter Anleitung selbst draufkommen, als sie immer zu berichtigen und ihnen alles vorzukauen.

Und wichtig: versuche nicht den Denkprozess zu stören. Wenn du merkst, dass er noch tüftelt, dann lass ihn. In Zeiten der Resignation, korrigier ihn.

Das bekommt man ziemlich schnell raus ;)


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Zitat
larseda
Beigetreten: 06.08.2006
Elite Grinder

Original von Rubnik
Ich finde, bei der von dir beschriebenen Aufgabe ist es schon sinnvoll Ihn von vornherein auf die richtige Taktik hinzuweisen sobald Du bemerkst, dass er da einen Fehler in der Herangehensweise macht.
Es bringt Ihn ja für die Aufgabe nicht weiter, wenn er erstmal eine ganze Weile in der Arithmetik festhängt, da er die ja wahrscheinlich schon beherrscht.

find ich den falschen ansatz
dann hast du den typischen schüler ...
er wird dann keine aussagen mehr treffen sondern immer nur im konjunktiv reden und dabei auf deine reaktion achten
wenn du possitiv reagierst, dann gehts zum nächsten konjungtiv

@op
lass ihn scheitern ... bzw noch besser ... scheitere mit ihm
lös mit ihm die aufgaben und bestätige ihn dabei ...
wenn dann die aufgabe nicht mehr lösbar ist, dann tu total überrascht
normal sollte er dann nen ehrgeiz entwickeln das problem zu lösen ... da du ihm ja 1. gezeigst hast, es ist nen problem und 2. er etwas schaffen kann, was du nicht kannst

würde auch immer den ball bei ihm lassen ...
es sind seine aufgaben und darf auch nen 8. jähriger ma chef spielen
aber er soll es dir ma erklären ... und dann stellst du paar dumme fragen
der weg ist das ziel ...


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Zitat

Original von Dangelo
Meine Eltern sind Einwanderer, die 6 Jahre zur Schule gegangen sind und mir schon ab der 1. Klasse dementsprechend ganz genau 0 in Sachen Hausaufgaben helfen konnten. Nachhilfelehrer gabs keine. Eigentlich traurig.

Ich glaube das ist aber der Grund warum ich letztes Jahr den Ing. Bachelor an einer TU mit 1,5 abgeschlossen habe. Wenn er sonst ganz gut ist, würd ich ihn Fehler machen lassen. Wenn nicht, muss er eher gefördert werden.

Hidden bragg inside

---

Da bist du aber auf jeden Fall die Ausnahme


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Rubnik
Beigetreten: 12.02.2006
Oldschool Grinder

@larsedas post:
Du hast recht, man soll Ihn schon scheitern lassen. Worauf Ich hinaus wollte war es dass Ich es nicht gut fände, Ihn unnötig lange in einer falschen Vorgehensweise "leiden" zu lassen.

Da hab Ich mich in meinem post natürlich völlig falsch ausgedrückt.


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sorcer
Beigetreten: 23.10.2007
Elite Grinder

Original von harleyreimer

Original von Dangelo
Meine Eltern sind Einwanderer, die 6 Jahre zur Schule gegangen sind und mir schon ab der 1. Klasse dementsprechend ganz genau 0 in Sachen Hausaufgaben helfen konnten. Nachhilfelehrer gabs keine. Eigentlich traurig.

Ich glaube das ist aber der Grund warum ich letztes Jahr den Ing. Bachelor an einer TU mit 1,5 abgeschlossen habe. Wenn er sonst ganz gut ist, würd ich ihn Fehler machen lassen. Wenn nicht, muss er eher gefördert werden.

Hidden bragg inside

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Da bist du aber auf jeden Fall die Ausnahme

Meiner Eltern sind keine Einwanderer, ansonsten das gleiche bei mir (brauch aber noch 1 sem bis zum Bach.).
Kommt mMn auf die æusseren Einfluesse an. Meine Freunde (KiGa-Freunde, mit denen ich dann bis zum Abi durchgezogen habe) kamen alle aus bildungsstarken Familien und wir haben uns gegenseitig gepushed. Wuerde ihn definitiv auflaufen lassen und erst wenn er wirklich ungeduldig wird und den Spass an der Mathematik zu verlieren scheint mit leichteren Aufgaben wieder "fuettern". Solang das nicht passiert, soll er erstmal aus Fehlern lernen.


Antwort
Zitat
larseda
Beigetreten: 06.08.2006
Elite Grinder

Original von Rubnik
@larsedas post:
Du hast recht, man soll Ihn schon scheitern lassen. Worauf Ich hinaus wollte war es dass Ich es nicht gut fände, Ihn unnötig lange in einer falschen Vorgehensweise "leiden" zu lassen.

Da hab Ich mich in meinem post natürlich völlig falsch ausgedrückt.

der weg ist das ziel
scheitern muss man lernen ... bzw wie man mit missverfolg umgeht und das es sinnvoll sein kann, wenn man dran bleibt

alles dinge die selbst viele erwachsenen nicht können ...
wobei das angeblich auch genetisch bedingt ist
gibt ja diesen marshmallow test für 3j ...


Antwort
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FiftyBlume
Beigetreten: 06.06.2010
PokerStrategist

Larseda hats schon ziemlich gut getroffen:

Einfach warten bis er nachfragt und dann gemeinsam die Lösung finden...


Antwort
Zitat

Original von Rubnik

gibt ja diesen marshmallow test für 3j ...

zu gut...ich würds auch nichts schaffen


Antwort
Zitat
Nakaschi
Beigetreten: 17.02.2008
Oldschool Grinder

In meiner Zeit als Nachhilfelehrer habe ich sehr gute Erfahrungen damit gemacht, mir die Aufgabe von meinem Nachhilfeschüler erklären zu lassen. Durch meine Fragen konnte ich dann steuern, wohin die Reise gehen könnte. Auf jeden Fall waren die meisten ziemlich motiviert, mir was zu erklären und durch das "lehren" hat sich das Wissen ziemlich schnell gesetzt. Ausserdem verlieren schüchterne Schüler etwas die Angst, wenn sie in der Schule was gefragt werden.


Antwort
Zitat
kingduff
Beigetreten: 10.10.2006
Oldschool Grinder

scheitern muss man lernen ... bzw wie man mit missverfolg umgeht und das es sinnvoll sein kann, wenn man dran bleibt

Ich glaube nicht, dass man einem 8 Jährigen das Scheitern lernen soll, er soll ja gerade nicht scheitern, sondern die Aufgabe selber lösen und so Selbstvertrauen und Spass an der Sache gewinnen. Das geht meiner Ansicht nach eher über Erfolg als über Scheitern von vornherein. In diesem Alter sind Kinder selten so ehrgeizig, dass sie sich wirklich hinter ein Matheproblem klemmen.

Beste Line imo:

Den kleinen erstmal selber knobeln lassen. Wenn du denkst, dass er nicht mehr weiterkommt, bzw. wirklich zu scheitern droht, dann mit Hilfen eingreifen, um ihn wieder auf die richtige Spur zu setzten. Wann dieser Zeitpunkt ist, hängt natürlich ganz stark vom Charakter ab. Das ganze selber immer ganz ruhig erklären und nicht ungeduldig werden.
Was natürlich gut ist, wenn er von selber gezielt nachfragt, wenn nicht ist es halt an dir die richtigen Fragen zu stellen.


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NiceToMeetYou
Beigetreten: 01.07.2007
Oldschool Grinder

Finde die line ganz gut, ihn erstmal selbst probieren zu lassen und wenn er es nicht schafft, gezielte Fragen stellen so dass er letztlich immernoch das Gefühl behält, selbst auf die Lösung gekommen zu sein.


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