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[Geschlossen] PoWi Ersti ist unsicher bei Hausarbeit

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raisealways
Beigetreten: 23.09.2006
PokerStrategist

Liebes Plenum,

im Rahmen meines PoWi Studiums (1.FS) soll ich in meinem Einführungsseminar eine 8-10 Seiten Hausarbeit schreiben.Abgabetermin ist mitte Januar also habe ich noch genug Luft.Nun konnten wir diese Woche schon einen kleinen Teil der Arbeit dem Dozenten zeigen und Fragen stellen.

Formal ist die Arbeit in Ordnung gewesen,also was das richtige zitieren,Seitenabstände etc angeht.Inhaltlich sagte er mir und vielen anderen ich "solle eine klarere und stringenter Argumentationslinie verfolgen."
Bin wohl beim schreiben ein wenig unstrukturiert vorgegangen und habe mich zum "abschweifen" verleiten lassen. :(

Nun bin ich ein bischen unsicher bezüglich meines weiteren Vorgehens und da der Dozent uns logischerweise nicht die ganze Arbeit erklären kann,darf und will wolle ich mal fragen ob hier evt. ein paar höhere Semester aus der Politik bzw. Geselschaftswissenschaft sind die mal über meine Gliederung schauen könnten und 2-3 Fragen beantworten könnten.

Meine Fragestellung ist in etwa so formuliert:
Sind Elemente der direkten Demokratie (Volksentscheide),nach schweizerischen Vorbild, ein legitimes Mittel in der BRD gegen Politikverdrossenheit?

-Einleitung (stelle mein Thema vor,gebe die Fragestellung an und erkläre mein weiteres vorgehen)
-Hauptteil
1. rep. Demokratie(Enstehung,Definition,Pro-Contra,Ziele und Motive???)
2.direkte Demokratie(Enstehung,Definition,Pro-Contra,Ziele und Motive???)
3.abgrenzung von Politik und Parteinverdrossenheit
4.Protest als neue Möglichkeit der Partizipation Beispiele Stuttgart 21 und Gorleben
5.??

Schluss:Fazit,Ausblick

Bin allg. halt sehr unsicher in welcher Größenordnung ich zitieren soll oder meine eigenen worte nehmen soll,was alles in die Vorstellung von Punkt 1 und 2 gehört.

Wäre schön wenn hier jemand wäre der mir `nen kleinen Denkanstoss geben könnte oder einen tipp wie ich sicherer werde weil ich das Thema eig. sehr interessant finde :)


6 Antworten
michimanni
Beigetreten: 03.08.2006
Elite Grinder

Moin raisealways,

wie wäre es denn, wenn Du mal einen kurzen Teil der Arbeit hier einstellen würdest, damit man sich mal anschauen kann, was Dein Dozent meint? Generell finde ich das Thema auch interessant, aber sicherlich aber eine große Aufgabe, weil da viele Facetten beleuchtet werden können/sollten.

Gruß,
michimanni


michaelg5pro
Beigetreten: 19.12.2006
PokerStrategist

Bin allg. halt sehr unsicher in welcher Größenordnung ich zitieren soll oder meine eigenen worte nehmen soll

Kannte ich, kenne ich noch immer und hat mir zeitweise den Kopf weggetiltet, aber führe ich hier mal lieber nicht weiter aus.

Ich helfe gerne noch weiter, möchte vorerst nur auf eine Sache zu sprechen kommen, nämlich: wie ist deine Fragestellung gemeint? Die Nachfrage deshalb, weil du nach der Legitimität eines Mittels für ein bestimmtes Ziel fragst. Denn: Legitimität als sozialwissenschaftliches Konzept ist ziemlich ausdifferenziert, weswegen sich die Frage stellt, ob es auch genau so in der Arbeit erscheinen soll.

Ich würde fast sagen: nein . Also vielleicht etwas andere Wortwahl in der Fragestellung (vielleicht: Perspektiven oder einfach das "legitim" weg, und nur "als Mittel gegen").
Andererseits: Legitimität passt enorm zu dem Thema als solches, allerdings eher insofern, dass Entscheidungen durch direktdemokratische Verfahren zu mehr Legitimität führen, dies auch so wahrgenommen wird, dadurch z.B. Vertrauen wieder erhöht wird, und es somit ein effektives Mittel gegen Politikverdrossenheit sein könnte.

Aber mach Dir nicht so einen Kopf, das soll nur eine kurze Arbeit zum Einüben von Techniken sein (nehme ich an?).
Das mit der klaren, stringenten Argumentationslinie ist übrigens wirklich heftig wichtig und sollte sich auch in der Gliederung wiederspiegeln.
Du willst auf deine Frage ein Ergebnis liefern.

Im Hauptteil führst du nun Begriffe ein, stellst gegenüber und anhand der Fragestellung müsste doch noch auch irgendwo kommen, inwieweit nun die direktdemokratische Dinge auf Politikverdrossenheit wirken.

Bei den beiden Demokratiektageorien kann man vielleicht auch sich nur auf Definition und Contra (zum Beispiel Probleme repräsentatriver Demokratien) beschränken. In der Definition kann man mitunter den Rest einbauen (Ziele, Entstehung etc.) Der Grund für diesen Vorschlag ist: man hat zwar dann wunderschön systematische Gliederungspunkte und deckt etwas relativ ausführlich ab, aber es ist einerseits dann zum teil auch zu deskriptiv und bietet in meinen Augen zu viel Raum für nicht wirklich nötiges. Zuletzt fühlt man sich dann beim Schreiben noch unter Druck gesetzt, irgendso ein Randthema perfekt abzuwickeln (Über Entstehung von Regierungssystemen lassen sich mehrbändige Werke schreiben. Aber Wieviel bringt das Einbringen von Erkenntnissen über die Entstehung von Demokratietyp 1 für die konkrete Fragestellung?)

Für "Kuddelmuddel" könnte auch sorgen, wenn die Fragestellung sich auf sehr konkrete Erscheinungen bezieht, die Ausführungen in der Arbeit dazu dann aber im Verhältnis zu viel allgemeines enthalten. Das könnte hier so sein, wenn unter 1. und 2. nur anhand der Modelle der Systeme gearbeitet wird. Die Fragestellung jedoch ist sehr konkret BRD und CH (zumindest als Vorbild)

Also, neben dem roten Faden, also der stringenten Argumentationslinie, folgender, damit zusammenhängender Tipp: Was man bringt muss funktional für die Fragestellung, es muss ihr dienen.
Das bedeutet nicht, dass Gliederungspunkte, die noch nichts für die Ergebnisse einer Fragestellung liefern, nicht funktional sind. Es gilt schließlich auch Verständnis zu erzeugen, und es ist auch unabdingbar, zu erläutern, was man mit welchen Begriffen genau meint.

Und - im Rahmen der Fragestellung - Vorsicht mit den Überlegungen von Punkt 4. Passen fast auch sehr gut, aber kann auch gut an der Fragestellung vorbeigehen. Eine Option wäre, falls man in der Arbeit nun ganz kurz den rechtlichen Rahmen der BRD über Plebiszite absteckt (sind bei Fragen der Eisenbahn zum Beispiel kaum möglich), und sagt, es gibt eben rechtliche Probleme mit direktdemokratischen Wegen, aber man könne zumindest mittels Foren von Einbindung der Bevölkerung mehr erreichen, gerne so wie bei S21 aber bitte vorher. Mit allen Betroffenen und mit den Tatsachen offengelegt.

Oder auch: Zivilgesellschaft stärken. Oder wir brauchen in unserer Demokratie einfach mehr offenen Austausch. etc.

Das sind nun Punkte die wohl am besten zum Schluss / im Ausblick passen würden. Vielleicht mal schauen, was in diesen ganzen Talk-Runden nach der S21-Schlichtung die Leute gesagt haben.
Sonst mal etwas zu Demokratietheorien aufschlagen und unter "deliberative Demokratie" schauen.


raisealways Themenstarter
raisealways
Beigetreten: 23.09.2006
PokerStrategist

Ah ja so eine Antwort hatte ich mir in etwa vorgestellt :-)

Skype??


michaelg5pro
Beigetreten: 19.12.2006
PokerStrategist

Über Skype können wir uns mal austauschen, dieses Jahr noch am besten morgen oder übermorgen. Skype: michael-moin


raisealways Themenstarter
raisealways
Beigetreten: 23.09.2006
PokerStrategist

Original von michaelg5pro
Über Skype können wir uns mal austauschen, dieses Jahr noch am besten morgen oder übermorgen. Skype: michael-moin

geadded^^


Bommel64
Beigetreten: 06.01.2009
PokerStrategist

thumbs up für Michael. Auch wenn ich keine Ahnung hab lob ich dein Engagement. Das macht eine Community aus ;)


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