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[Geschlossen] Sind hier Maschinenbauer?

12 Beiträge
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Valmont54
Beigetreten: 20.11.2007
PokerStrategist

HI Leute,

ich bin nun am Ende meines Studiums des Maschinenbaus, muß nur noch Diplomarbeit schreiben.
Irgendwie frage ich mich aber, was ich die Jahre über gelernt habe. Kann mir irgendwie nicht vorstellen bald als Ingenieur zu arbeiten.
Vorallem waren die einigsten Programm mit denen wir gearbeitet haben Pro/E und Wildfire ( CAD ).
Ich habe in Mannheim studiert an der HS, bei uns wurde leider nur sehr viel Theorie gemacht.
Sind hier welche die auch Maschbau studiert haben oder gerade dabei sind?

Würde mich mal interessieren, wie es bei euch so war.


11 Antworten
hendr1k
Beigetreten: 15.01.2007
Oldschool Grinder

Ich studiere Mechatronik, und brauche noch 3 Klausuren + Diplomarbeit.

Habe auch Pro/E und Ansys gemacht sowie C/C++ und das Gefühl, dass ich eigentlich nicht wirklich viel gelernt habe, bzw. viel hängen geblieben ist.

Man lernt halt für die Klausuren und vergisst einen Großteil direkt wieder, zumal das meiste echt unwichtig ist :-D.

Ich denke mal, dass man im Beruf neu anglernt wird und dann quasi wieder bei 0 beginnt, aber einiges an Grundlagen mitbringt.


Wart ihr beide an einer FH oder Uni?

Ich schreibe grade meine Abschlußarbeit und komme mir sehr gut vorbereitet vor. Studiere an der Uni Stuttgart Verfahrenstechnik und war eigentlich das ganze Studium über an einem Institut in den Arbeitsalltag dort integriert und denke, dass mir das viel gebracht hat ... werde aber glaube ich noch nen Doktor dranhängen, hrhr :)


JoSeN
Beigetreten: 16.03.2006
Elite Grinder

Uni Karlsruhe ftw

Brauch noch mein Industrie Praktikum und muß mein zweites Hauptfach noch prüfen lassen bis ich endlich meine Dipl. Arbeit schreiben kann.

Ich war/bin seit dem 4. Semester durchgehend an diversen Instituten angestellt und habe somit einige Erfahrungen sammeln können.

Was so Progs angeht habe ich mit AutoCAD, ProE/ProE Wildfire, Catia, Ansys CFX, Sparc, Matlab und Tecplot.

Fühle mich eigtl schon gut vorbereitet, wobei aber zu einem Großteil mein 1. Hauptfach beigetragen hat (mehr oder weniger eigenständiges Entwicklungs / Konstruktions Projekt - sind auch ein paar Patente dabei rumgekommen).

Wenn sich die Situation nicht geändert hat bis ich fertig bin und ich keinen Job finde auf den ich Lust habe werde ich ein Aufbaustudium zum Patentrechtsanwalt anfangen.


Bei uns war man sogar schon vom 1. Sem. an Instituten, dass die Sachen dann auch gleich als Patent angemeldet werden, sollte ja Standard sein, da lässt sich jawohl keiner Lumpen ...

Aber wieso keinen Job finden, hier bei uns hängen ständig Leute von Porsche, BASF, Bayer oder sonst was ab und suchen Leute die bald fertig sind. Also, Chemie-/Verfahrenstechniksparte läuft wirtschaftlich noch richtig gut.


hendr1k
Beigetreten: 15.01.2007
Oldschool Grinder

ich bin an der fh, naja ich hoffe die diplomarbeit zeigt den weg


Ja, bestimmt, Ausarbeitungen machen eigentlich zu 90% echt Bock und dann weißt du zumindest ob die Richtung in die die Dipl.arbeit ging dein Ding ist. Konntet ihr nicht früher schon paar Ausarbeitungen an Instituten schreiben um mal reinzuschnuppern oder so? Kann ich jedem nur raten.

Gruß


hendr1k
Beigetreten: 15.01.2007
Oldschool Grinder

Nee gar nicht, ist eine kleine fh. es wurden vorlesungen von großen Instudriefirmen bei uns gehalten Eon/Flender (Größter Getriebehersteller der Welt).

Das einzige war sonst ein Konstruktionsprojekt mit 5 Mann ala Bauen sie einAuto,dass:

-nicht viel wiegt
-am Strand fahren kann und Boote zieht
-günstig ist

Da hat man viel gelernt,naja so ist das


Valmont54 Themenstarter
Valmont54
Beigetreten: 20.11.2007
PokerStrategist

Naja wie gesagt wir haben nur mit Pro/E und Wildfire gearbeitet und das mußten wir uns eigentlich noch selbst beibringen. Die Prof konnte man dazu auch nicht befragen, da die nur die Grundlagen wußten.
Wir hatten Konstruktion 1 bis 4, die auf 4 Semester aufgeteilt waren. In jedem Semester mußten wir eine Konstruktion in Wildfire machen und dazu eine Ausarbeitung und Berechnungen machen. Das waren so Projekte wie EinArmscheibenWischer oder Gehäuse mit Getriebe für Bohrmaschine.

Mich wundert es halt nur das wir nix mit Catia gemacht haben, da dies sehr viele Unternehmen benutzen.
Wir hatten meist minimum 3 Vorlesungen pro Tag, meist 4-5. Wenn man dann noch Lernen will oder irgendwelche Hausarbeiten oder Projekte machen muß, dann war bei uns eigentlich gar keine Zeit um in einem Institut zu arbeiten.


Doninhas
Beigetreten: 18.08.2007
PokerStrategist

Ich bin erst im 4. hab aber schon einiges gelernt. ZB entwickel ich gerade für einen Lehrstuhl ein Makro mit CATScript für Catia.

Wenn man sich hier oder da mal einen HiWi Job sucht, lernt man einfach sau viel. Mehr als für jede doofe Klausur. Kanns nur jedem empfehlen.

Und wegen Job: Wenn du in die Firma kommst, gehts eh erstmal auf Fortbildung, damit du das lernst, was du konkret für den Job brauchst ;)


stormking666
Beigetreten: 17.01.2008
Elite Grinder

Ich studiere Maschienenbau an der FH in Frankfurt und habe das aber über den zweiten Bildungsweg in angriff genommen.
Nach einer Ausbildung zum Energieelektroniker auf Maschbau gewechselt weil ich bei Siemens im Mittelspannungsbereich im Prüflabor gelandet bin und da die meisten interessanten arbeiten eher bei den dynamischen Antrieben liegen (also Maschienenbau)

Aber viele von den Scheinen braucht man wirklich nicht. Die Grundlagen sind klar wichtig und danach halt je nachdem was man später im Beruf macht auch die Vertiefungen aber alles von dem ganzen Kram kann sich sowieso kaum ein Mensch merken


lall0r
Beigetreten: 07.07.2006
PokerStrategist

Original von Valmont54
Mich wundert es halt nur das wir nix mit Catia gemacht haben, da dies sehr viele Unternehmen benutzen.

wasn bullshit. catia5 wird von den wenigsten unternehmen eingesetzt, außer im bereich automobil/luftfahrt so ziemlich von keinem.
der weitaus größte teil nutzt was in der preisklasse von autocad/inventor und solidworks.
--------

und zum thema "was hab ich gelernt"... fang doch mal an das auf einer abstrakten eben zu betrachten und va zu verstehen.

beispiel dein "pro/e-problem":
die uni ist nicht dazu da um zu lernen wie man ein programm bedient, die is eher dazu da die konzepte zu verstehen, die hinter parametrischem konstruieren usw. stehen.
ob du das mit catia,pro/e oder inventor lernst is so egal, im berufsleben musst dich eh auf dem system einarbeiten das dein arbeitgeber einsetzt, und das wird sich im berufsleben sicher eh 5-10x ändern.

//
maschinebau-studium im märz beendet, fachrichtung: produktionstechnik & logistik.
diplomarbeit in der industrie geschrieben und in der gleichen firma nun festanstellung bekommen.

was ich tue? prozessoptimierung in der fertigung (industriekeramik) (=fortführung der diplomarbeit)
was ich im studium dafür gelernt hab?
keramik: nicht eine vorlesung
produktionsprozesse: 100% der zeit gings um montageprozesse => nutzlos
qualitätsmanagement: viel geblubber
prozessoptimierung: außer abrisse über toyota produktions-system / lean management recht wenig, selbstgewählt materialflusssimulation sehr viel
=> davon praktisch anwendbar?: aufgrund der unternehmensgröße fast garnix
=> was bleibt?: die fähigkeit analytisch zu denken, sich in unbekannte sachverhalte einzuarbeiten und individuelle lösungen zu finden die zum großteil in excel & vba (selbststudium) umgesetzt werden.

... evtl beantwortet das ein paar fragen, ansonsten bleibt der tip
=> mach nen praktikum.


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