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Techniker und Texte formulieren... :-/

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Max913
Beigetreten: 06.07.2008

Hey

und zwar studier ich Maschinenbau und schreibe derzeit an meiner Bachlorarbeit...bzw ich versuche es^^ Hab nämlich iwie ziemliche Probleme beim Formulieren von Texten. Irgendwelchen Humbug berechnen, Werkstoffe, Getriebe alles kein Problem aber sobalds ans Schreiben von Texten geht endet das immer ziemlich kläglich bei mir.

Hab zB. keine Ahnung wie ich ein Kapitel beginnen soll bzw. wie ich zum Thema hinführe; was kommt in den Hauptteil und wie formulier ich es so das ich nicht nach 3 Sätzen schon wieder fertig bin... ?(

In der BA soll ich ausserdem einige Varianten ausarbeiten um dann die beste auszuwählen. Allerdings sind die Konzepte relative ähnlich und unterscheiden sich nur in Kleinigkeiten, deswegen hab ich da immer das problem das ich fast das gleiche Schreibe wie bei den vorherigen Varianten :-///

Könnt ihr mir iwie helfen bzw Tipps geben wie´s besser klappt???


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9 Antworten
xEr
xEr
Beigetreten: 26.05.2005

Einfach ein paar gute Bachelor-/Master-/Diplomarbeiten über ähnliche Themen lesen und schauen wie so typische Formulierungen gewählt werden und wie man generell eine solche Arbeit aufbaut.

Generell klar und deutlich formulieren, relativ kurze Sätze. Zu Beginn eines Kapitels kurz erläutern, welche Rolle dieses Kapitel in Bezug auf das Thema der Bachelorarbeit hat. Also was den Leser auf den folgenden Seiten erwartet und warum jetzt Berechnung XYZ durchgeführt wird.
Versuche lassen sich gut nach dem bekannten Muster Versuchsaufbau/Versuchsbeschreibung/Darstellung+Interpretation der Ergebnisse darstellen.
Wenn du mit bestimmten Werkstoffen arbeitest, kannst du erst mal die Eigenschaften der Werkstoffe beschreiben.

Ansonsten einfach schreiben..da kommt viel mehr zusammen als man glaubt. Ich dachte bei meiner BA anfangs auch ich bekomme kaum 30 Seiten zusammen, am Ende musste ich schon arg kürzen und bin bei ~ 55 Seiten gelandet.


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1u21
Beigetreten: 23.11.2006

Ich hatte das gleiche Problem bei meiner BA und meiner SA.

Mir hat es einfach geholfen meine Gedanken erstmal ans Whiteboard oder auf einen Zettel stichpunktartig niederzuschreiben und nach 1-2 Stunden prüfen, ob die Schritte so passen oder etwas fehlt/unnötig ist. Diese Schritte dann entsprechend einfach verständlich ausschreiben, am Ende eine Vorversion ausdrucken und die selber lesen. Es ist schon krasser Unterschied, ob man vorm Rechner sitzt oder es auf Papier stehen hat. Das einfach ein paar Mal mit zeitlichen Abstand lesen und du wirst viele Sachen finden, die besser gemacht werden können.
Formelzeichen solltest du entsprechend erklären, wenn es Materialeigenschaften oder andere Angaben sind. Naturkonstanten einfach als solche benennen.

Fang am besten auch nicht mit dem ersten Kapitel an. Ich hab bei dem ersten Kapitel immer noch Probleme und schreibe es als letztes Kapitel. Stand der Technik ist immer ein guter Anfang, da man einfach frei runterschreiben kann, was gerade aktuell ist. Deine eigenen Gedanken und Ideen bringst du dann im nächsten Kapitel ein. Leg während des Schreibens einen Zettel neben den Rechner hin und schreib alles auf, was dir in der Zwischenzeit einfällt.

Weitere wichtige Hilfe: Frag mal im Freundeskreis nach, wer gut in der deutschen Sprache ist und auf Grammatik uws. achten kann. Wir Techniker haben es nicht so mit Satzbau

Mir hat es geholfen und meine Projektarbeit brauchte meine Freundin fast gar nicht gegenzulesen und es sprang eine 1,3 raus. Du bist also nicht verloren.

Bei den Wiederholungen kannst du einen Grundprozess beschreiben, in dem alles Identische erklärt wird. Bei den Unterschieden kannst du dann in einem kurzen Absatz erklären, was anders ist.


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StephanN
Beigetreten: 18.08.2007

Ohja das Problem kenne ich, hab nun zum Glück schon 20 Seiten und bin jetzt motivierter, da es dem Ende zu geht. =)

Ich hab mich auch am Anfang schwer getan, gerade weil es frustrierend ist, so lange für 2-3 Seiten zu brauchen und dann kann man selber nicht mal mehr diesen roten Faden erkennen. Hab vieles deshalb auch 2 mal schreiben müssen.

Die Frage die sich mir stellt: Wie sieht es mit Korrektur lesen aus?

Mein Vater ist als Lehrer ganz gut in Rechtschreibung und ich denke mal das müsste reichen, wenn er die Arbeit korrigiert.


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1u21
Beigetreten: 23.11.2006

Praktisch ist es, wenn er die auch versteht. Dann hast du wirklich gut geschrieben.


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Zitat
Insaniac
Beigetreten: 17.09.2007

Original von 1u21
Praktisch ist es, wenn er die auch versteht. Dann hast du wirklich gut geschrieben.

this!
Kollege von mir schickt mir manchmal Auszüge von sich (Geowissenschaften), wenn ichs verständlich finde, sollte es ok sein
ist auf jeden Fall gut Freunde, die auch etwas interessiert sind, drüberlesen zu lassen

zwecks Formulierungen einfach "inspirieren" lassen
allerdings ist auch nicht schlimm, wenn dein Text etwas holprig klingt, die Profs wissen doch, dass MINT-Studenten i.d.R. keine Poeten sind ;)
solang der wissenschaftliche Anspruch nicht flöten geht


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Max913 Themenstarter
Max913
Beigetreten: 06.07.2008

okay...erst mal danke für die Antworten :)

werd jetzt weiterschreiben und hoffe es läuft besser^^


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Original von StephanN
Ich hab mich auch am Anfang schwer getan, gerade weil es frustrierend ist, so lange für 2-3 Seiten zu brauchen.

Ich weiß ja nicht wie deine Quote so ist, aber an nem typischen 15h Tag für meine Diplomarbeit (Physik) hab ich 1-2 Seiten hinbekommen. Das war in etwa auch die Ausbeute von meinen Kommilitonen. In sehr theorielastigen Arbeiten lag der Schnitt deutlich darunter.

Die Frage die sich mir stellt: Wie sieht es mit Korrektur lesen aus?

Bei mir hat die Arbeit mein Betreuer auf inhaltliche Ungenauigkeiten gegengelesen. Rechtschreibung und Grammatik hab ich in zwei Stufen überprüft. Zum einen direkt in der Latex-Umgebung mittels standard en_us.dic, zum anderen anschließend über den PDF-Import von Word 2013. Gibt zwar viele false positives in der Rechtschreib- und Grammatik-Prüfung, aber hilft nochmal etliche Fehler auszumerzen. Solltest du in Word direkt schreiben, dürfte die integrierte Prüfung ausreichend für deinen Zweck sein. Letztenendes ist das ne naturwissenschaftliche Arbeit und n paar Rechtschreibfehler und sprachliche Fehler sind dort durchaus zu verschmerzen.

Wenn das noch dein Vater nochmal Korrektur lesen sollte, ist das wirklich mehr als ausreichend.

Wesentlich wichtiger ist es verständlich zu schreiben. Also ne solide Struktur reinbringen und nie erwarten, dass der Leser eh weiß über was du redest oder erwarten, dass er die Arbeit am Stück liest. Sollte irgendeine Erklärung mehr als 1-2 Seiten zurückliegen, solltest du das entsprechend zwingend nochmal kurz beschreiben und auf die ausführliche Erklärung verweisen. Zu guter letzt musste ich v.a. lernen, eine sehr vereinfachte Sprache zu benutzen. Es macht nichts, wenn immer wieder die immergleichen Formulierungen und Ausdrücke benutzt werden.


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sarc
Beigetreten: 06.06.2008

Theoriekapitel erst schreiben, wenn der Hauptteil fertig ist, damit du nur das reinbringst, was du wirklich brauchst. Und wenn du in drei Sätzen fertig wärst, dann solltest du das so machen - mit irgendwelchem Füllzeug aufblasen ist überhaupt nicht gut. ;)

Und ja, wenige Seiten an nem Tag ist durchaus normal. Hatte selber Tage mit 10+ Seiten und danach dann ne Woche, um diese Seiten vernünftig umzuformulieren...


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Also ich finde, es kommt darauf an, wie viel Literatur man braucht. Wenn man Versuche auswertet/irgendwas über Konstruktionen schreibt, schaff ich schon 5+ Seiten am Tag. Beim Stand der Technik aber wohl eher max. 2 Seiten.


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