Hallo, mein Sohn wechselt dieses Jahr auf´s Gymnasium.
Dort hat er die Wahl zwischen Latein, Französisch und Japanisch als 2. Fremdsprache. Welche ist da, für den zukünftigen Bildungsweg, eher zu empfehlen?
als ob man das pauschal beantworten könnte....
französisch ist eine gesprochene sprache, wenn er generelle hemmungen hat sich außerhalb seiner komfortzone zu bewegen, dann ist das vll nicht das richtige.
latein ist halt sehr viel auswendig lernen, vorallem was die fälle usw angeht. da man es nicht spricht, entwickelt man kaum ein spraachgefühl
japanisch lol, wird schwer da kompetente nachhilfe zu finden, falls es probs macht
er soll das machen was ihn am meisten interessiert. diese "was bringt mir am meisten" einstellung ist doch nur noch zum kotzen
Original von MrMarv89
japanisch lol, wird schwer da kompetente nachhilfe zu finden, falls es probs macht
Heutzutage ist das auch nicht mehr so schwer...
Was will er denn später machen?
Ich halte Latein und Französisch fast für austauschbar, für eine spätere Anwendung ist natürlich nur Franz. interessant, aber die Bedeutung der Sprache ist zurückgegangen (andererseits lernen es auch immer weniger). Für die Bildung taugen beide was.
Japanisch ist nicht schlecht, weil es etwas auffällt, vielleicht auch anders motiviert als die anderen beiden und der Anspruch in der Schule geringer ist (außer der Lehrer ist nicht ganz normal).
Würde es aber nur nehmen, wenn es ein Muttersprachler unterrichtet (davon gehe ich aus).
Original von Krach-Bumm-Ente
er soll das machen was ihn am meisten interessiert. diese "was bringt mir am meisten" einstellung ist doch nur noch zum kotzen
#2
gibt für alles ordentliche gründe, aber im endeffekt ist das sowieso ne unwichtige entscheidung. ich mein, ich hab damals auch 3te fremdsprache statt chemie gewählt aus dem grund, dass das halt alle meine kollegen genommen haben.
ps: bin aber hetero
Japanisch ist nicht schlecht, weil es etwas auffällt, vielleicht auch anders motiviert als die anderen beiden und der Anspruch in der Schule geringer ist (außer der Lehrer ist nicht ganz normal).
Würde es aber nur nehmen, wenn es ein Muttersprachler unterrichtet (davon gehe ich aus).
this
außerdem, WENN etwas wächst (wirtschaftlich) , dann Japan/China....
dennoch das machen was einem gefällt!
latein ohne wenn und aber. hab als schüler nie verstanden, warum ich das mache sollte, aber mittlerweile ist es mir klar.
zum einen ist latein grundlage für romanische sprachen, also fällt es später leichter, zb französisch zu lernen. ausserdem bekommt man mittels lateinunterricht ne ordentliche portion von allgemeinbildung, geschichte und kultur europas mit auf den weg.
japanisch ist nat. auch ne klasse sache, weil es zZ eher selten ist.
ich würd ihn aber selbst entscheiden lassen. recherchier noch ein wenig, dann leg ihm die pro und contra punkte jeder sprache dar und lass ihn wählen.
also wenn ich jetzt vor der wahl stehen würde eine der drei sprachen lernen zu dürfen, würde ich mich klar für japanisch entscheiden, einfach weils wir mir spaß machen würde.
das sollte auch entscheidungskriterium nummer 1 sein und nicht "was bringt mich am weitesten". latein hatte ich selber als 2. fremdsprache gewählt in der 7. und bin damit nicht glücklich geworden und nutzen ziehe ich auch keinen daraus. französisch habe ich nie ausprobiert, würde ich aber vor latein wählen mittlerweile.
Ja klar muß er selber entscheiden, aber ich denke als fast 12jähriger wußte keiner von uns was er später mal machen wollte. Ich persönlich denke auch das japanisch keine schlechte Wahl ist.
Französisch ist wohl neben englisch die meistverbreiteste Sprache. Ja chinesisch auch, aber das steht ja nicht zur Wahl.
Also für japanisch steht wohl, dass es recht exotisch ist und dadurch sehr interessant sein könnte.
Französisch in einigen Ländern gesprochen wird und es einem, im Alltag immer mal weiter helfen kann.
Gibt es da noch mehr Meinungen?
Original von Alexk30
Ja klar muß er selber entscheiden, aber ich denke als fast 12jähriger wußte keiner von uns was er später mal machen wollte. Ich persönlich denke auch das japanisch keine schlechte Wahl ist.
Das ist die Sache. Wenn er Diplomat werden möchte, würde man sagen nimm Französisch. Wenn er Historiker oder Geisteswissenschaftler wird eher Latein. Aber das kann man eben noch nicht abschätzen. Für den Großteil der Berufe ist es sowieso egal. Also lieber nach Neigung entscheiden.
Französisch ist wohl neben englisch die meistverbreiteste Sprache. Ja chinesisch auch, aber das steht ja nicht zur Wahl.
Garantiert nicht. Spanisch ist auf jeden Fall verbreiteter. Arabisch vermutlich auch und vielleicht auch Hindi.
wenn man gut in mathe bzw. logischem denken ist, für den kann latein einfach nuts sein.
die sprache ist halt einfach extrem logisch aufgebaut, viele leute, die eigentlich kein sprachtalent haben, sind trotzdem in latein extrem gut. wenn man da halt am anfang die bascis richtig lernt, hat man später in der oberstufe ein fach, wo man nix mehr für tun muss, hat mein latein-lehrer immer gesagt. hatte es aber auch nur als 3. fremdsprache, hat mir persönlich aber besser gefallen als französisch.
japanisch ist sicherlich auch cool. ich habe erst während dem studium angefangen, chinesisch zu lernen und hätte mir im nachhinein gewünscht, schon früher damit angefangen zu haben. denke auf jeden fall dass kenntnisse in chinesisch oder japanisch für viele berufe später ein plus sein können.
mal ein paar sachen, die mir noch so einfallen.
latein:
- man lernt sich im deutschen deutlich besser auszudrücken und lernt subtile unterschiede in texten zu verstehen.
- grundgerüst an grammatikkonstruktionen, die einem bei anderen sprachen extrem weiterhelfen
- allgemeinbildung
japanisch:
- qualität der lehrer?
- probleme wenn man auf ne andere schule muss
- auch in 98% der fälle nicht wirklich mehr praktische relevanz als latein
- langsamer fortschritt, weil halt viel mehr auf basics geachtet werden muss (schriftzeichen, etc.)
französich:
- einfach auch mal im RL anzuwenden
- ne gute basis für andere romanische sprachen
Original von Brainiac265
wenn man gut in mathe bzw. logischem denken ist, für den kann latein einfach nuts sein.
die sprache ist halt einfach extrem logisch aufgebaut, viele leute, die eigentlich kein sprachtalent haben, sind trotzdem in latein extrem gut.
Trotzdem muss man das ganze Zeug auch immer mitlernen. Einen großen Rückstand holt man nicht mehr so leicht auf. Das kommt einem mathematisch begabten Schüler nicht unbedingt entgegen, falls er es eher gewohnt ist, Mathe zu verstehen und in Lernfächern nur kurzfristig für die nächste Schulaufgabe zu lernen.
Original von Brainiac265
japanisch ist sicherlich auch cool. ich habe erst während dem studium angefangen, chinesisch zu lernen und hätte mir im nachhinein gewünscht, schon früher damit angefangen zu haben. denke auf jeden fall dass kenntnisse in chinesisch oder japanisch für viele berufe später ein plus sein können.
Ich bin auch der Meinung, dass es ein Vorteil ist. Aber eher weil man auch ein Grundverständnis der Kultur (und das heißt auch der Umgangsformen) sowie Grundlagen hat, mit denen er ein paar höfliche Sätze austauschen kann oder auf die er - wenn es wirklich notwendig ist - aufbauen kann.
Der Vorteil im Beruf durch die Sprachkenntnisse wird überschätzt, da man gerade in asiatischen Sprachen sehr lange braucht, um auf ein Niveau zu kommen, das man für die alltägliche Kommunikation braucht (für den Beruf können die Anforderungen je nach Fachgebiet und Position im Unternehmen noch viel höher liegen). In sehr vielen - insbesondere den meisten europäischen Sprachen - geht das viel viel schneller.
Original von Brainiac265
wenn man gut in mathe bzw. logischem denken ist, für den kann latein einfach nuts sein.
Yep.
die sprache ist halt einfach extrem logisch aufgebaut, viele leute, die eigentlich kein sprachtalent haben, sind trotzdem in latein extrem gut.
Mich wundert eher das Gegenteil.
Viele an sich Sprachbegabte, haben Probleme bei sowas wie Latein/Altgriechich/Hieroglyphen (selbst einfach koptische Begriffe, was ja eine lebendige Sprache ist, fällt denen oft schwer).
wenn man da halt am anfang die bascis richtig lernt, hat man später in der oberstufe ein fach, wo man nix mehr für tun muss, hat mein latein-lehrer immer gesagt.
Ja, keine Ahnung, aber für das Latinum muß man eh nur 2,3 Wochen Lernen. Das hat mit Basics nicht viel gemein. Latein sind halt ~800 (für's kleine), 1500 (für's große L.) Fremdwörter plus viel regelmäßige Grammatik, die aber als Deutscher nicht all zu fremd ist. Also, das ist eh leicht, viel leichter, als Interesse an den Aussprache-Übungen für Nasale in Französisch zu simulieren.
hatte es aber auch nur als 3. fremdsprache, hat mir persönlich aber besser gefallen als französisch.
Habe es mir nur selber beigebracht. Insofern kann ich den Schulalltag nicht beurteilen. Wie gesagt, Latein hilft halt überall, Französisch ist viel schwieriger. Selbst eingesetzt erkennen die ja den deutschen Akzent und scheiden einen dann am Pokertisch. Mittlerweile versuche ich eher italienisch ausreichend zu lernen, um genau das zu verhindern.
japanisch ist sicherlich auch cool. ich habe erst während dem studium angefangen, chinesisch zu lernen und hätte mir im nachhinein gewünscht, schon früher damit angefangen zu haben. denke auf jeden fall dass kenntnisse in chinesisch oder japanisch für viele berufe später ein plus sein können.
Das Hauptstudium dominiert aber all diese Berufe.
Also, wegen Karriere die Auswahl zu treffen, failt hier. (Klar, wir lernen tschechisch oder estnisch nicht, aber Französich, Latein oder Japanisch sind alle gut).
Mein Vorschlag wäre, warum nicht alle drei.
Ich bin im selben Alter meinem Direktor auf die Nerven gegangen, weil ich Alt-Griechisch lernen wollte (hatte einen Daeniken-Fimmel, aber wollte auch die Inschriften lesen). Latein wollte ich nur deswegen nicht lernen, weil es 2x die Woche in der 0.Stunde war und bei >10km Schulweg fetzt das halt nicht. Heutzutuge muss man das halt nachmachen, obwohl es nervt als 30+jähriger sich mit dem Schulamt herumzuschlagen. Zumal ich nicht lügen kann, wenn ich denke der hat keine Ahnung, sage ich es ihm halt. Und die Kontakt-Person ist hierbei ein Theologe, meh, ihr wisst ja was ich von Religion halte. Problem ist, der ist wirklich gläubig. O.K., ich schweife ab, aber mir fällt beim besten Willen kein Grund ein, nicht alle 3 Fremdsprachen zu lernen. Wenn der Sohn nicht will, dan halt keine, meines Wissens braucht man im Abi eh nur 2 und keine 3. Fremdsprache.
OK! Vielen Dank erstmal. Letzlich kann er bei dieser Auswahl also nehmen was ihn am meisten interessiert. Bei japanisch ist die Fortsetzung nach dem Gymnasium ein berechtigter und guter Einwand. Das wird wohl nicht in allen Uni´s angeboten werden.
Die Frage ist wie weit kann man die Sprache nach 6-7 Jahren erlernen?! Die Lehrerin ist Japanerin. Wieviele Stunden pro Woche weiß ich noch nicht. Aber schätze mal, mehr wie 2 werden es wohl nicht werden.
Vergleiche es einfach mit Deinem Schul-Englisch.
Zum Brötchen bestellen oder so reicht's wohl beim Bäcker (vrsg. die haben Brötchen in Japan, k.A.), darüber nicht.
Letzten Endes lernt man das meiste, egal welche Sprache nicht in der Schule, sondern in dem man im betreffenden Land lebt.
Alternativ indem man sich zmdt. das Fernsehen hineinzieht, da hat man aber sowohl bei Französisch wie Japanisch beste Chancen. Für Latein braucht es hingegen viel Engagement (gibt durchaus auch lateinische Radiosende).
Original von Alexk30
OK! Vielen Dank erstmal. Letzlich kann er bei dieser Auswahl also nehmen was ihn am meisten interessiert. Bei japanisch ist die Fortsetzung nach dem Gymnasium ein berechtigter und guter Einwand. Das wird wohl nicht in allen Uni´s angeboten werden.
Inzwischen dürfte es an wohl jeder Uni (die ganz kleinen Standort ausgenommen) auch Japanisch geben. Fraglich ist eher, ob auch Kurse für Fortgeschrittene angeboten werden. Aber es gibt ja auch andere Möglichkeiten.
Original von Alexk30
Die Frage ist wie weit kann man die Sprache nach 6-7 Jahren erlernen?! Die Lehrerin ist Japanerin. Wieviele Stunden pro Woche weiß ich noch nicht. Aber schätze mal, mehr wie 2 werden es wohl nicht werden.
Im Sprachunterricht an der Schule lernt man nicht viel, zumindest nicht das richtige. Wahrscheinlich wird das Tempo in Japanisch geringer sein. Aber zumindest auf einem fortgeschrittenen Niveau (B1?) dürfte man sein.
Die Alltagstauglichkeit von Französisch würd ich aber auch anzweifeln. Wie oft kann man französisch hier schon brauchen? Ab und zu für nen Urlaub?
Außerdem wissen wir alle, dass die 2. Fremdsprache normal das Fach ist, wo die meisten Probleme haben, v.a. wegen Motivation. Bei uns konnten ein paar wenige wirklich gut französisch, weil es sie interessiert hat. Die haben das dann auch bis zum Abi behalten. 90% haben es so früh wie möglich abgewählt und sich mit 3en und 4ern durchgequält.
In Latein steht nicht nur die Sprache im Vordergrund, sondern auch die römische Kultur. Bei uns wurde die Hälfte der Unterrichtszeit auf Deutsch über die Kultur damals gesprochen, wir haben in Interpretationsklausuren bereits ins Deutsche übersetzte Texte bekommen und dazu Interpretationsaufgaben. Man lernt etwas über den Stil einer Sprache, verbessert sein Allgemeinwissen enorm und kommt in den Genuss Texte von den ganzen Philosophie-Heinis zu lesen was mir damals echt Spaß gemacht hat.
Konjugieren und deklinieren hab ich gehasst, Interpretationen fand ich aber richtig interessant. Hab Latein auch mit nem weinenden Auge abgewählt!
Bei Französisch war das anders, die, die es abgewählt haben waren alle froh darüber, die die es richtig konnten haben es weiter gemacht. Und das waren so 5 Mädels...