als ernstgemeinte Antwort: Mach einfach das, wonach du dich eher fühlst.
Ich habe auch ewig überlegt, ob ich noch an der Uni bleiben will, noch promovieren will oder ob ich lieber gleich in die Wirtschaft gehe.
Ich hab mich dann dafür entschieden in die Wirtschaft zu gehen und muss sagen, dass es für mich genau das richtige war. Aber das liegt sicher nicht daran, dass ich während der Zeit an der Uni weniger verdienst hätte. Ich finde es auch nicht schlimm, dass ich jetzt keinen Titel habe und im Schnitt weniger verdiene, als ich es mit Titel würde (na ja, zumindest statistisch, wie es gelaufen wäre, weiß ich ja nicht).
Ich denke, dass der Titel sicherlich ein Türöffner sein kann und deine Chance aufs Weiterkommen erhöhen kann. Das muss aber keineswegs so sein.
Insgesamt denke ich, dass es ungefähr eine breakeven Rechnung ist oder der Titel dir im Schnitt mehr bringt. Das lässt sich aber nicht so leicht pauschalisieren.
Mir persönlich waren die drei/vier Jahre einfach zu lange und der Abschnitt Uni war irgendwie gefühlsmäßig zuende. Das war zwar schade, aber irgendwie musste es weitergehen. Ich brauchte eine Arbeit, in der ich wirklich was schaffe und nicht nur meinen Prof als Ansprechpartner habe, weil sonst keiner in dem Thema bescheid weiß, außer vielleicht noch ne Handvoll Leute in Deutschland.
In Zahlen war es sicher ne knappe Entscheidung, so 55-45, aber ich bereue es nicht und bin froh irgendwann nicht mehr überlegt zu haben, sondern einfach das gemacht zu haben, wonach ich mich zu der Zeit gefühlt habe.