Original von pg89
Hab letztens erst das Thema mit einer befreundeten Personalerin gehabt. Sie meinte, sie verhandelt grundsätzlich nicht übers Gehalt. Entweder es passt und der Kandidat wird zu seinem Wunschgehalt eingestellt oder man sagt ihm ab. Einzige Ausnahme ist, wenn er ganz knapp über einer internen Grenze liegt, das darf dann aber wirklich nur um 2 oder 3 Prozent gehen.
So kenne ich das auch aus meinen Bewerbungen. Gab nur eine Firma als Ausnahme, die dann am Ende 10k weniger geboten hat, ansonsten gab es bei einer Zusage auch das genannte Gehalt. Bei meiner jetzigen Firma wurde ich auch bei einer 35 Stunden Woche nicht heruntergehandelt (mein genanntes Gehalt war für eine 40 Stundenwoche), mit einer ähnlichen Begründung: das ist das Gehalt was ich für meine Lebenskosten kalkuliere und entweder das kann bezahlt werden oder nicht. Wenn ich nach 1,2 Jahren merke, dass mir die mehr Freizeit nichts bringt, verliert die Firma am Ende mehr Geld.
Original von GeraldG
Original von Divinity
Darf man fragen um was für einen Beruf es geht?
Für welche Stellen muss man 3 Bewerbungsgespräche führen?
für höhere Stellen schon üblich, inklusive cases oder bei nerds hackathons
Ich hatte auch mindestens 2 Gespräche: meist ein telefonisches vorab, ob ein sich ein persönliches "überhaupt" lohnt. Dann ein persönliches und manchmal noch ein zweites persönliches mit Leuten aus der höheren Hierarchie, wenn diese nicht schon beim zweiten dabei waren. Wobei das zweite persönliche eher selten war, wenn es bereits ein telefonisches Interview vorher gab.
Zum eigentlichen Thema (wobei ich kein Personaler oder ähnliches bin und auch das Glück habe, in einem Beruf zu arbeiten, der aktuell eher mehr Bewerber als Stellen hat):
Würde sagen, dass es stark auf den Beruf drauf ankommt und wie sehr dich das stören wird. Stört es dich stark, dass du 5% drunter bist, würde ich es ansprechen, auch auf die Gefahr hin, dass du daraufhin eine Absage bekommst. Es bringt keinem was, wenn du dich in der Firma dann ständig über die 5% ärgerst.
Man kann es dahingehend verpacken, dass du nach der Probezeit dein eigentliches Wunschgehalt möchtest.
Wenn die Firma dann am Ende deswegen absagt, würde ich mich auch nicht allzu sehr ärgern, dann gibt es wahrscheinlich auch intern ähnliche Abläufe (Stichwort Budget für Fortbildungen, ect.).