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Zitierweise für längere Abschnitte

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Paddysrest
Beigetreten: 21.09.2009
Elite Grinder

Hallo,

ich bin bald mit dem 5. Semester fertig (Geographie) und sitze mal wieder an einer Hausarbeit.

Normalerweise laufen die mit endlos viel Literatur ab etc. Diesmal aber SOLL ich mich auf max 3-4 Paper beschränken und die dortigen Methoden vergleichen. Diese sind alles Zeitschriftenartikel und relativ neu.

Spoiler

Thema: Synergetic use of optical- and radardata for fire scar detection in the Mediterranean region

Das wird beim schreiben halt dann so laufen, dass ich ganze Kapitel nur über eine Quelle schreibe. Jetzt stellt sich für mich die Frage nach der Zitierweise. Hab auch mal gegooglet aber nix wirkliches gefunden.

Ich könnte starten mit: "Nach XY (2012) ist das so und so" und dann hinter den Sätzen immer die Seitenzahlen angeben?
Das Problem dabei ist, dass ich eben nur schwer meine eigenen Sätze (die Zwischensätze) kennzeichnen kann und im Text nur paar Seitenzahlen stehen. Bzw ich dann hinter jedem Satz, der nicht von mir ist, eine Seitenzahl klatschen müsste.
Hinter jedem Satz den vollen Kurzbeleg mit Autor zu klatschen, wenn es immer nur der gleiche ist, ist auch nicht wirklich schlau.

Im zugehörigen Buch unserer Uni übers zitieren ist dieser Fall auch nicht direkt geregelt.
Prof sagt auch, ich muss halt sehen wie das am besten und gleichzeitig korrekt hinhaut.

Beste Grüße,
Paddy


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4 Antworten
Ennats
Beigetreten: 15.03.2012
PokerStrategist

Wenn man ennerhalb eines Absatzes immer wieder auf dieselbe Quelle zugreift ohne zwischenzeitlich andere Quellen zu zitieren benutzt man idR das Kürzel "ebd" für ebenda. Heißt dann soviel wie "identisch zu der zuletzt genannten Quelle".
Beim ersten Mal wird die Quelle ausführlich zitiert [Name, Titel, Seite], die darauffolgenden Male nur noch mit (ebd., 123)

Beispiel:
Warum müssen Sie Quellen in wissenschaftlichen Arbeiten angeben? Wissenschaftliche Arbeiten unterscheiden sich von Prosa- und Alltagstexten vor allem durch das formale Kriterium der Nachprüfbarkeit der gemachten Aussagen. Um dem Anspruch der Nachprüfbarkeit gerecht zu werden, sind Sie in der Pflicht, dem Leser/der Leserin den Zugang zu den verwendeten Quellen, die Sie für Ihre Argumentation verwendet haben, zu eröffnen (vgl. S ESINK 1990, 97). Quellenangaben sind außerdem erforderlich um Ihre eigenen Gedanken und Ideen von denen anderer Autoren abzugrenzen bzw. um zu verdeutlichen, dass Sie sich auf die Erkenntnisse und Ideen anderer Wissenschaftler berufen und diese nicht selbst erfunden oder erdacht haben. Dies ist ein „Ausdruck der Anerkennung und des Dankes“ gegenüber der wissenschaftlicher Leistung anderer vor Ihnen (ebd., 98). Versäumen Sie dies, so kann Ihnen dies im schlimmsten Fall als Täuschungs- und Betrugsversuch ausgelegt werden (Plagiat). Beides, fremde und eigene Gedanken, sowie „Tatsachenfeststellungen und Reflexionen“ müssen „jeweils eindeutig voneinander unterscheidbar sein“ (ebd., 96).


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Paddysrest Themenstarter
Paddysrest
Beigetreten: 21.09.2009
Elite Grinder

Danke. Hatte vergessen zu erwähnen, dass ich dies immer so mache und auch so gemacht hätte als ich oben geschrieben hab "Seitenzahl".

Also wäre dann: "ebd.:97". oder so geworden.

Da ich aber finde, dass xx "ebd." und sonst nix, ziemlich bescheiden aussehen, möchte ich das iwie anders angehen.


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TheoTuppes
Beigetreten: 25.10.2008
PokerStrategist

Vor einem ähnlichen Problem stand ich vor Urzeiten (ebenfalls Geographie) auch mal.

Eine wirklich elegante Lösung gibt es da leider nicht, allerdings gibt dir die Themenstellung da zwei, evtl. mehr Anhaltspunkte.

Der erste ist die "Durchmischung" der spärlichen Quellen.

D.h. du suchst dir Aspekte aus allen Quellen raus, die allesamt einen gemeinsamen Nenner betreffen., der im Idealfall so spezifisch ist, dass du eben nicht grössere Blöcke zitierst.
Damit zitierst du nicht "im Block" ständig dieselbe Quelle.

Weiterhin diskutierst du diese Gemeinsamkeiten (oder besser es gibt kontroverse Ansätze) und formulierst deine eigene Meinung ausreichend (von mir aus auch ausschweifend *g*) aus.

Diese eigenen Kommentare, sofern sie nicht aus den Artikeln stammen bzw. weit genug abgewandelt wurden, gehen ja dann als deine Eigenleistung durch.

Nicht zu vergessen, dass du im Fazit, das du dann ziehst, komplett frei bist und fast ohne die Quellen auskommst.

Zu guter letzt - ich weiss nicht, ob die Art der Quellenangabe vorgeschrieben ist - solltest du in diesem Fall auf Fußnoten am Ende des Gesamttextes zurückgreifen.
Im Text stur durchnummerieren und am Ende dann die 3 oder 4 Quellen nacheinander auflisten und die jeweiligen Fußnoten den Fundstellen zuordnen.
Ich persönlich fand das immer ansehnlicher (weil man nicht auf jeder Seite unten dasselbe stehen hatte und erst am Ende die Verweise hatte).

Leider kann ich, nur aufgrund des genannten Themas, keine spezifischeren Tips geben.


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Paddysrest Themenstarter
Paddysrest
Beigetreten: 21.09.2009
Elite Grinder

Beim Thema werden eben verschiedene Ansätze vorgestellt und am Ende verglichen. Da kann ich dann leider nur den einen Autor verwenden und nichts vom anderen mit einbringen, da der dann später noch kommt.

Fußnoten sind in unserer Zitierweise nicht so gerne gesehen. Eher einfach Kurzbeleg im Text ala (Mustermann 2000:567)

Was ich halt konkret vermeiden will ist, dass ich nach jedem 2. Satz ein "ebd.:7" mit gleicher Seite schreiben muss, da der Satz davor von mir war.

Das wird dann halt ganz schön oft passieren und nicht gut aussehen imo. Wäre aber wohl meine momentane Herangehensweise.

Danke für deine Tipps!


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