Was ein Wochenende

Seit dem letzten Update bin ich auf NL50 unterwegs und habe zusätzlich 200$ Rakeback erhalten. Das fühlt sich großartig an!
Um ehrlich zu sein, ist NL50 genauso nittig und passiv wie die Limits davor. Ich wünschte, andere Blogger, die strikt nach der Einsteigerstrategie spielen, würden mal richtig Volumen machen. Ich bin überzeugt, dass man mit nur wenigen Anpassungen auch auf NL50 erfolgreich sein kann.
Das Wichtigste ist, nicht zu tilten und keine minus EV-Abweichungen aus dem Bauch heraus zu machen. Stattdessen sollte man wie ein braver Angestellter solide seine Strategie durchziehen.
Daran ist es bei mir ja immer gescheitert. Viel zu oft habe ich aus dem Bauch heraus Entscheidungen getroffen und diese damit gerechtfertigt, dass ich so etwas Ähnliches ja schon in GTO-Solvern gesehen hätte.
Momentan spiele ich allerdings nur eine kleine Sample Size. Mal schauen, wie es weitergeht. Mental habe ich mich bereits darauf eingestellt, dass ich früher oder später wieder absteigen muss. Ich habe nicht viel an meinem Spiel angepasst und kann mir daher nicht vorstellen, dass ich auf einmal breakeven oder sogar winning auf NL50 sein sollte, nachdem ich letztes Jahr nicht über NL10 hinausgekommen bin. Falls es doch so sein sollte, umso besser.

Kurzes Update:
Bankroll bei 1500 Dollar.
Gestern habe ich einen Versuch auf NL100 gemacht und zwei Buy-ins eingesetzt. Dabei habe ich auf zwei regulären Tischen gespielt :f_drink:. Leider musste ich feststellen, dass das Spielen an nur zwei Tischen nichts für mich ist. Ich verstehe nicht, wie manche Spieler das durchhalten. Es passiert einfach zu wenig für meinen Geschmack.
Also geht es zurück auf NL50. Diese super aggressiven Shots liegen mir nicht wirklich. Mehrfach wurde mir empfohlen, sie zu versuchen, da es statistisch gesehen die beste Methode sein soll, schnell die Limits zu erklimmen und sich an die höheren Limits zu gewöhnen. Dabei geht es nicht einmal darum, den Shot zu gewinnen und auf dem höheren Limit zu bleiben. Vielmehr soll man sich an die höheren Beträge und Spieler gewöhnen, sodass es einem später leichter fällt, wenn man langfristig aufsteigt.
Also werde ich lieber noch etwas auf NL50 grinden und dort bei einer Bankroll von 750 Dollar wieder absteigen oder bei 2500 Dollar mit 10 Buy-ins einen weiteren Shot auf NL100 wagen.
Ich frage mich, warum bei mir immer noch "Bankroll Challenger" steht. Schließlich habe ich meine beiden Challenges im Laufe der Zeit erfolgreich abgeschlossen
Oh wow was ist da passiert? Downswing auf NL50? Muss mir deinen Blog mal nochmal in Ruhe gesamt durchlesen, finde ich sehr spannend!
Aua! Manchmal läuft man permanent in die Nuts halt. Kenne ich.
Keine Chance den Hatern!
ich hab`s geschafft. Regrind beendet.

Hier noch ein paar schöne Hände vs Fish Profile. Die mich noch einmal darin bestätigen, gegen Fish Profile keine Laydowns zu machen.



GG Poker PVI-System in Aktion
Beworbenes Rakeback bei mir: 35% Flat jede Woche.
In den letzten Wochen lag das Rakeback auf NL50 noch bei 30%. Der PVI (Player Value Index) variiert jedoch je nach Limit und Spielvariante. Ein neues Limit bedeutet einen neuen PVI.
Nach nur wenigen Wochen auf NL50 wurde mein PVI bereits angepasst, und mein tatsächliches Rakeback ist auf nur noch 14% gesunken – das sind lediglich 40% des beworbenen Wertes.
Tatsächlich kann es noch weiter abwärts gehen. Aufgrund des PVI kann das tatsächliche Rakeback sogar auf bis zu 15% fallen.
Wochengraph: Schöner Upswing
Die fallende Redline gegen Ende lässt sich damit erklären, wenn man 6 Tische gleichzeitig spielt, nebenbei einen Film schaut und obendrauf noch übermüdet ist.
Lieber Spinshot,
ich möchte diesen Blog dazu nutzen, meine Gedanken und Erlebnisse im Poker zu teilen und in einem positiven Umfeld mit Gleichgesinnten zu interagieren. Für mich steht der Austausch mit anderen Poker-Spielern im Vordergrund, die ebenfalls motiviert sind, sich weiterzuentwickeln und zu unterstützen.
Deshalb möchte ich eine Sache klären: Da du jemand bist, der hauptsächlich im Off-Topic-Bereich aktiv ist oder vielleicht dazu neigst, eher negative Kommentare zu hinterlassen, bitte ich dich höflich, nicht mehr in meinem Blog zu schreiben. Dieser Blog soll ein Ort für konstruktiven Austausch und freundliche Interaktionen sein, wo wir uns gegenseitig pushen und inspirieren können. Negative Energie oder Giftigkeit möchte ich hier vermeiden.
Das ist keine persönliche Attacke gegen irgendjemanden, sondern lediglich der Wunsch, diesen Blog so zu gestalten, dass er für alle, die sich ernsthaft mit Poker beschäftigen, eine positive und wertvolle Ressource bleibt.
Vielen Dank für dein Verständnis und deine Unterstützung!
Liebe Grüße,
Superior1712
Ich bin gerade so nah dran, einen weiteren Meilenstein zu erreichen. Meine Bankroll ist jetzt bei rund 1.900$ – für mich ist das fast unglaublich, da ich so lange auf den Micros gegrindet habe und nie über NL25 hinausgekommen bin.
Nun habe ich fast 100.000 Hände auf NL25 und NL50 gespielt. Auf NL25 mit einer soliden Winrate, während ich auf NL50 im Großen und Ganzen breakeven spiele, bevor man das Rakeback berücksichtigt.
Was hat mir geholfen? Um ehrlich zu sein, kann ich das nicht ganz genau sagen. Tatsächlich meinte Paxis mal, dass ich fundamental etwas falsch machen muss und/oder die Fische nicht richtig exploite. Ich denke, er lag damit ziemlich richtig.
Mein Mindset und Mental Game haben sich ebenfalls stark verbessert. Ich mache wieder viel Sport und bin dadurch ausgeglichener. Ich habe jetzt für jeden Spot einen grundlegenden Plan und halte mich so gut es geht daran, ohne einfach impulsiv Buttons zu drücken. Dadurch tilte ich direkt an den Tischen weniger, weil ich nicht mehr ins Chaos verfalle und sauer auf mich selbst werde, wenn ich nicht weiß, was ich tun soll.
Was könnte noch besser werden?
Ich sollte aufhören, täglich auf meine Ergebnisse zu schauen. Momentan tue ich das, obwohl ich weiß, dass Poker eine hohe Varianz beinhaltet und rein statistisch gesehen jeder zweite Monat ein Losing-Monat für mich sein müsste – bei 30.000 Händen im Monat und ohne wirklich große Winrate.
Mit den Ergebnissen kommt auch meine Stimmung ins Spiel. Ich stresse mich selbst, weil ich „besser“ sein möchte, als ich eigentlich bin. Das möchte ich ändern. Hier möchte ich auf einen Blogpost von Patrick Howard verweisen, einem High-Stakes-Spieler und Coach: When and How to Check Results . Er empfiehlt, nur einmal im Monat seine Ergebnisse und die Datenbank zu überprüfen.
Hier sind übrigens noch einige Hände zum Thema „Fish Exploit“ für euch! Aka: "dont fold vs fish profil"



Aufgeräumt.
Wenn ein User im eigenen Blog darum bittet, dass ein anderer User nicht mehr in diesem aktiv ist, dann gilt es dies zu respektieren. Dafür brauch es auch keine Begründung, da dies unter das Hausrecht des Blogbetreibers fällt. Damit keine Missverständnisse entstehen, habe ich die Regeln des Blogbereich bezüglich "Hausrecht", genauer beschrieben. Das war vorher Missverständlich erklärt.
@Spinshot
Nein, das Umgehen von Anbieterrichtlinien bekommt hier keine Bühne. Dahingehend hattest du das Thema aber selbst eröffnet. Eine Beschreibung wie man Anbieterrichtlinien umgehen könnte, würde hier nicht akzeptiert werden und gelöscht. Sobald die Moderation den Beitrag entdeckt.
MfG Spiike
Überprüfung meines Spiels: Schwächen entdeckt
Gestern Abend habe ich mir in Hand2Note mehrere Spots angesehen und einige Bereiche gefunden, in denen ich Geld verliere.
Eine meiner "fischigeren" Schwächen, die ich entdeckt habe, ist, dass ich mich von starken Händen nicht trennen kann, wenn die Action oder die Board-Runouts diese später schwächer machen.
Zum Beispiel habe ich bemerkt, dass ich mit Flushes als Out-of-Position-Spieler in Single-Raised Pots tatsächlich Geld verliere, wenn mein Gegner in Position den Turn oder River raist. Wie kann das sein? Die verlierenden Hände in dieser Kategorie folgen einem Muster – es ist nicht der Nut Flush, und das Board paart sich.
Ich erkenne, dass meine Hand nicht mehr die Nuts ist, und gehe in den Check-Modus über. Allerdings spiele ich anstatt irgendwann Check/Fold zu spielen, Check/Call bis zum Stack-off. Als ich diese Hände mit einem Solver überprüft habe, stellte sich heraus, dass ich nach GTO viele dieser Hände hätte folden müssen und mir dadurch viele Big Blinds hätte sparen können.
Beispiel: CO vs. BB (Hero)
CO c-bettet.
BB check/raist den Flop mit einem Bube-hoch-Flushdraw.
Der Turn paart sich und der Flush kommt an.
Hero checkt.
CO bettet den Turn und shovt auf dem River.
Hero callt runter.
Die richtige Spielweise wäre gewesen, den Turn mit dem schwachen Flush zu check/folden oder alternativ den Turn klein anzuspielen und den River zu check/folden.
Es gab noch viele weitere solche Beispiele, die ich jetzt nicht mehr aus dem Kopf niederschreiben kann.
Was kann ich verbessern?
Mehr in Ranges denken! Mit etwas Logik kommt man von alleine darauf, wie sich die eigene Handstärke gerade zum Bluff-Catcher degradiert hat.
Eine Frage dazu. Wie hast du die angezeigte Winrate interpretiert? Es kann sein, dass dir zwar eine negative Winrate für den betrachteten Spot angezeigt wird, das Play aber trotzdem richtig war. Was meine ich damit? Angenommen du hättest am Turn gefoldet, dann verlierst du das gesamte vorher investierte Geld, bspw. -10bb. Wenn du jetzt nach Turncall mit Flush filterst, dann wird dir bspw. -5bb angezeigt. Man könnte jetzt fälschlicherweise daraus schließen, dass man das Play vermeiden sollte, obwohl man mit dem Call +5bb rekuperiert hat.
Bei PokerTracker 4 (PT4) verstehe ich, dass man die Winrate für bestimmte Spots nicht isoliert betrachten kann, da diese immer negativ sein wird, wenn man beispielsweise aufgrund der Pot Odds callt und es keinen Vergleich zum fold gibt.
In Hand2Note (H2N) scheint die Profitübersicht jedoch umfassender zu sein. Sie sollte den Spot selbst, den weiteren Handverlauf und auch den Vergleich mit dem Fold einbeziehen, also den tatsächlichen EV. Das kann man daran erkennen, dass man beispielsweise am Flop mit einigen Händen ein negatives EV hat, weil man später am Turn oder River Fehler macht – obwohl der Flop-Call an sich korrekt war. Ebenso kann der Graph bei Bluffcatch-Entscheidungen am River, wie zum Beispiel mit Midpair, nach unten zeigen, obwohl der EV dieser Entscheidung positiv ist.
Das lässt mich darauf schließen, dass H2N diese Aspekte alle korrekt berücksichtigt.
Hast du andere Erfahrungen gemacht? Ich gehe jedenfalls davon aus, dass wenn ich im Filter "vs. Turn Raise in SRP" einige Hände mit negativem EV sehe, diese tatsächlich auch negativ sind und es sich nicht um einen Rechenfehler handelt.
Ob und wie die Winrate berechnet wird, könnte man kontrollieren in dem man mit einem zusätzlichen Filter das Ergebnis auf 1-2 Hände reduziert. Dann kann man es händisch überprüfen.
Reden wir von negativen Winnings oder EV? Mir ist nämlich nicht ganz klar, wie ein Tracker den EV in Non-Allin-Spots berechnen soll?
Wie funktioniert Action Profit
Hier kann man es nachlesen:
Es geht um den tatsächlichen EV einer Aktion. In Hand2Note kann man nach Aktionen, Handkategorien, Boards usw. filtern.
Natürlich hängt alles immer von der Sample-Size ab, ob es Sinn macht, sich solche Spots genauer anzusehen. Mein Beispiel mit dem Flush vs. Raise Turn hat auch nur eine Sample-Size von 67 Händen. Es könnte genauso gut sein, dass meine Call-Downs im Longrun eigentlich gut sind. Was ich aber bezweifle, da selbst der Solver in den kontrollierten Spots lieber foldet als callt.
Aus dem Artikel geht nicht klar hervor, wie sie (H2N) den Action Profit berechnen. Aufgrund von dem Satz "Since folding doesn't generate profit, the action profit of a fold is always zero." und der Tatsache, dass sie nur positive EVs zeigen, würde ich vermuten, dass sie das bereits investierte Geld vernachlässigen.
Gibt es in H2N denn die Option das bereits investierte Geld zu tracken? Das könntest du dann für deine 67 Hände aufsummieren und mit deinen (negativen) Winnings vergleichen.