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"Selbstfindungstrip" - Mögliche Orte

42 Beiträge
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GoreHound
Beigetreten: 29.07.2006

Hey zusammen,

ich spiele mit dem Gedanken in nicht all zu ferner Zukunft (~0,5 - 3 Jahre), eine Art Selbstfindungstrip zu machen.

Hintergrund: Ich würde mir gerne über meine eigenen Vorlieben/Lebensziele/sinnvollster Lebensweg/Definition von Glück etc. klarer werden, da ich aktuell diesbezüglich etwas schwimme.

Ich führe generell kein schlechtes Leben, bin mir aber nicht sicher, ob mich aktuelle Arbeit und co. langfristig wirklich ausfüllen. Vermutlich würde ich lieber etwas machen, in dem ich zu 100% aufgehe, bin ich mir allerdings nicht sicher, was genau das sein könnte. Genau über solche Fragen würde ich mir gerne damit klarer werden.

Daher die Frage: Hat jemand schon mal einen solchen Trip durchgezogen? Hattet ihr Erfolg? Wie viele Wochen/Monate/(Jahre) sollte man dafür einplanen? Habt ihr bestimmte Orte dieser Welt als Empfehlungen? Ist der klischeehafte "Südost-Asien Trip" den viele Deutsche machen eine Option?

Spontane Ideen wären karitative Geschichten wie Entwicklungshilfe (und sei es stumpfes Hütten zusammenbauen) in Nepal, oder ein buddhistisches Kloster oder...

Bin für jeden Tipp dankbar!


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41 Antworten
Ignite
Beigetreten: 15.02.2006

den jakosweg gehen ist doch momentan in und genau dafür gedacht...


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GoreHound Themenstarter
GoreHound
Beigetreten: 29.07.2006

Ich suche nicht unbedingt etwas, das "in" ist.

Außerdem befürchte ich, dass ich durch den christlichen Hintergrund der Sache von vornerein etwas skeptisch gegenüber stehen würde --> Nicht die ideale Vorraussetzung für mein Anliegen.


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b1gbossbasti
Beigetreten: 19.12.2005

Hi.

Ich hab 2008 den Jakobsweg gemacht, von Konstanz aus nach Santiago. 3 1/2 Monate und bin grad seit Januar 2012 in Asien unterwegs. Indien, Nepal, Thailand und atm in Bali.

Wenn du auch ueber laengere Zeit mit dirselsbt klarkommst und gerne wanderst, kann ich Jakobsweg empfehlen. Vor allem duurch schweiz, frankreich so nice, weil nicht so ueberannt. Und du musst keineswegs christlich sein. Die meisten die dn Weg laufen sind auch net wirklich christlich.
Gute Infrastrukur, wundervolel Landschaft auf Wanderwegsn durc hEuropa, nette Mitpilger und auch nette Leute die dich beherbergen. Und: Machs richtig und lauf von deiner Haustuere aus los. Zur Not draussen pennen oder in irgendnem Fremdenzimemr in nem Dorf irgendwie gehts immer.

Wenn du gerne BErgwanderst: Geh par Wochen nach Nepal und lauf den Anapurna Circuit. Wundervolle Landschaft, Himalaya, auch die nepali, buddhistische - hinduistische Kultur ist super.

Oder: paar Wochen in einem Yoga Ashram, buddhistischen Kloster oder meditations ashram in Indien.

Viele meiner Freunde haben den mediatation retreat: Vipasana (googel it) gemacht das wird auf der ganzen Welt angeboten aber am "realsten" wohl auch in Indien, am besten Rishikesh oder Dharamsalla.

Oder machs wie ich, kauf di ein one way ticket nach Asien und lass dich treiben. Mir helfen auch die ganzen Gespreache mit anderen Backpackern/Hippies/Suchern/Langzeitreisenden.

Egal was du machst, erwarte nicht, dass alles super tip top und prima sein wird, wenn du zurueck kommst. Der Weg ist das Ziel.

So far ... schoene Gruesse aus Bali,

Basti


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bastimw
Beigetreten: 07.10.2008

da du den anderen Thread schon gecaptured hast und ich heut mal seriös sein will:

Ich denke den Weg sollte man nicht vorschreiben, sondern einfach gehen - nen Kumpel von mir hat sich für 2000 Euro auf so nem Seegelboot in DL eingekauft und ist damit 2 Jahre rund um die Welt gefahren. Das ganze ist so entstanden - er ist bei seinem Job rausgeflogen, ist dann in den Urlaub gefahren (Ostsee), hat sich dort einfach nach nem Job umgesehen den er gern machen würde, hat dann in ner Werft gearbeitet und ist dann mit noch 4 anderen Leuten einfach aufgebrochen - am Ende war er allein, weil die anderen nicht mehr wollten.

Er sagt, dass war die entbehrungsreichste Zeit seines Lebens, aber auch die beste.

Was du suchst ist aber glaube der Lebenssinn und ich glaub mittlerweilen, dass die selbst gegründete Familie einen großen Teil dieses Sinns darstellt und materielle Dinge eher künstlich erzeugtes Glück sind (ich streb auch im gewissen Sinne dannach, weil es mir eingetrichtert wurde und ich dahingehend zurecht manipuliert wurde). Interessant ist nämlich manchmal im Fernsehen zu sehen, wie irgendwelche armen Schweine in Hinterkasachstan leben die im Prinzip nix haben - in den Medien wird das auch immer so dargestellt, dass sie nix haben und bettelarm sind. Wenn man genau hinschaut, sind die ärmsten aber oft die, die am meisten lachen und am glücklichsten ausschauen. Gerade bei den Naturvölkern kann man das gut beobachten.

Nein so nen Trip hab ich noch nicht durchgezogen ^^


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draghkar
Beigetreten: 16.08.2006

ich würde empfehlen eine andere kultur kennenzulernen, solch einen trip also eher nicht in europa zu machen. man ist dort physisch wie psychisch noch zu nah an der heimat und alten gegebenheiten/gedanken, was mmn wenig zur selbstfindung beiträgt.

wenn du spanisch sprichst würde ich dir südamerika empfehlen, evtl auch afrika und das ganze mit einem freiwilligendienst verbinden. so tust du dabei noch etwas gutes und nimmst auf jeden fall etwas positives für dein späteres leben mit. alternativ auch asien, wobei das für einen selbstfindungstrip schon ziemlich überlaufen ist in meinen augen... besonders in sachen partytourismus, aber dem kann man ja auch aus dem weg gehen.


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soulfly187
Beigetreten: 05.02.2007

indien imo _thumbsup:


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GoreHound Themenstarter
GoreHound
Beigetreten: 29.07.2006

Schon mal lieben Dank allen für den Input, ich werde mir die Vorschläge mal näher durch den Kopf gehen lassen.

Vor allem der Punkt mir der Entbehrung ist denke ich von großer Relevanz.

edit: Achja, ich bin auch noch hierauf gestoßen: http://www.klosterreisen.de/Tibetisches-Kloster.html

Generell ist es auch nicht so ohne, einen festen Arbeitsplatz dafür aufzugeben, aber eine Klosterreise wäre mit 2-3 Wochen vermutlich zu kurz für meinen Zweck, oder könnte jemand das Gegenteil behaupten?


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So quasi als erste Hilfe kann ich auch empfehlen in ein Kloster in Deutschland oder eine Hütte zb in der Schweiz zu gehen. So eine bis zwei Wochen und dann brutale Einsamkeit aushalten. Gerade beim Reisen lenkt man sich im Endeffekt oft doch vom eigentlichen ab.

Also meine Empfehlung "schließ" dich irgendwo abseits für eine Woche in und halte das aus und werd dir über dich was du gerne mal machen würdest etc klar. (Kannst ja auch eins dieser Bücher kaufen, aber halt nicht mitnehmen)

Sollte sehr hilfreich sein.

Reisen ist oft reiner Eskapismus und genau das willst du nicht.

Dann spricht natürlich überhaupt nichts dagegen trotzdem irgendwohin zu Reisen. Das wäre dann eher Selbsterkenntnis durch den Kontakt mit Fremdem und die Einsamkeit ersteinmal Selbsterkenntnis mit sich selbst.

PS:
UNd nur so als kleine Anmerkung. Bekannte von uns waren auch in so einem indischen Kloster und sind mit fetten Depressionen und anschließender Behandlung wieder in Deutschland eingetrudelt. Was ich nur sagen will: Nicht alles ist Gold was glänzt auch wenn es gerade In ist :)


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ariagon
Beigetreten: 21.04.2006

Wenn du wandern ohne christlichen Hintergrund willst, wäre der Appalachian trail vielleicht etwas für dich. Ist ca. 3500 km lang (also musst du 6 Monate einplanen) und geht von Georgia nach Maine


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Pokersaft
Beigetreten: 02.03.2006

Ganz ehrlich, ich toleriere deine Abneigung zum Christentum. Aber wie willst du dich selbst finden, wenn du dich nicht von allen VORurteilen frei machst? Vielleicht brauchst du eine spirituelle Erfüllung in deinem Leben, ob das nun Buddha, Jesus, Satan oder Allah ist, musst du dann selber herausfinden. Nur würde ich nichts von vorne herein ausschließen.


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Duo41
Beigetreten: 01.11.2010

Hallo,

ich plane selbst etwas Ähnliches für die kommenden Jahre. Ich möchte den Yukon-River im Norden von Kanada und Alaska mit dem Kanu von Whitehorse bis zu Beringsee befahren (3000Km). Dabei lebt/zeltet man in der freien und größtenteils unberührten Natur. Versorgen, Duschen etc. kann man sich in den Dörfern, welche sich entlang des Flusses befinden. Insgesamt ist man wohl 2-3 Monate unterwegs und teilweise heftigen Wetterschwankungen unterworfen.

Falls du weitere Informationen dazu suchst, wirst du bei Google einige Bücher und Blogs zu dem Thema finden.

Gruß


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draghkar
Beigetreten: 16.08.2006

wow, das klingt wirklich mal sau interessant.
kannst du was besonderes an informationen empfehlen?


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4Tom4
Beigetreten: 07.08.2009

Original von draghkar
wow, das klingt wirklich mal sau interessant.
kannst du was besonderes an informationen empfehlen?

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theothernut5
Beigetreten: 05.02.2010

Na, och weiß nicht ob man um sich selbst zu finden so weit weg muss, meist ist man eigentlich immer genau da wo man gerade ist. Die Frage ist nur, was man als nächszes am besten tut. Du willst obv etwas gutes für andere tun und das ohme religiösen schnickschnack. Guck dich einfach mal in deiner Stadt um, ich bin sicher es gibt da genug zu tun und nette neue Leute triffst du da auch.


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Krach-Bumm-Ente
Beigetreten: 01.05.2006

Bin auch der Meinung, dass da eine Reise nicht unbedingt das ist, was du brauchst.
Kann dir ein Vipassana- oder anderes Meditationsretreat empfehlen, im Prinzip alles was mit Buddhismus zu tun hat weils eben meine Philosophie ist (ist aber eher ein Selbstverlierungstrip als ein Selbstfindungstrip).
Wenn du unter Selbstfindung verstehst, dass du mal etwas Armut siehst und den deutschen Standard zu schätzen lernst und dir dabei noch dein Traumberuf übern Weg stolpert dann geh halt nach Asien oder so.


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Duo41
Beigetreten: 01.11.2010

Original von draghkar
wow, das klingt wirklich mal sau interessant.
kannst du was besonderes an informationen empfehlen?

Hier mal ein Blog zu dem Thema: http://yukon2011.wordpress.com/
Gibt -wenn man sich bemüht- ziemlich viele Informationen, Dokus etc. über den Fluss und generell das Territorium.

Das Territorium ist ungefähr so groß wie Deutschland, Österreich und die Schweiz zusammen und hat insgesamt um die 35k Einwohner, wovon 20k alleine in der Hauptstadt Whitehorse wohnen. Da kann sich jeder vorstellen, wie menschenleer diese Gegend ist.

Problem an der Sache ist, dass man mindestens 5000€ für den Trip einplanen muss. Die Flüge sind nicht gerade billig und die Nahrungsmittel sind im hohen Norden auch extrem teuer. Dazu kommt dann noch die Ausstattung, Kanu, GPS-Tracker, Satellitentelefon, der Flug mit dem Buschpiloten von der Beringsee aus etc..

Wenn man auf Nummer sicher geht, nimmt man noch eine Flinte mit (Waffenschein erforderlich), um sich im Notfall gegen Bären wehren zu können. Viele meinen das wäre nicht nötig, da die Bären (denen man auf der Reise zu 99% begegnen wird) friedlich sind, so lange man sich ruhig verhält, gewisse Sicherheitsaspekte einhält und auf keinen Fall wegläuft. Desweiteren soll das Bärenabwehrspray auch relativ gut funktionieren.

Außerdem sollte man nicht gerade untrainiert sein, weil man teilweise 12h am Tag paddeln muss und die Strömung größtenteils recht schwach ist. Am Ende scheint es ohnehin eher ein Kampf zu werden, da der Fluss dann mehrere Kilometer breit ist.

Leider hat man nur 3-4 Monate im Jahr Zeit für den Trip, weil es ab Oktober dort oben ziemlich ungemütlich wird und die ganzen Flüsse erst im Juni/Juli auftauen. Survivalerfahrungen sollten auch unbedingt vorhanden sein. Wenn man kentert (kaltes Wasser -> Unterkühlung) oder sich verletzt, kann das Ganze schnell lebensgefährlich werden. Mit schneller Hilfe ist jedenfalls nicht zu rechnen.

Ich denke nicht, dass es jedermanns Sache ist, da die Reise ziemlich aufwändig ist und auch einiges an Geld kostet. Desweiteren sollte einen die Einsamkeit nicht abschrecken, die Liebe zur Natur gegeben sein und die Bereitschaft da sein, körperlich ordentlich zuzulangen. Das Wetter ist ebenfalls ziemlich instabil. Die Temperaturen variieren extrem und mit Regen muss man ohnehin jederzeit rechnen.

Schöne Grüße


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^danke für den Link!


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Pokersaft
Beigetreten: 02.03.2006

Klingt schon sehr geil, allerdings wohl für 99% der Leute hier (mich eingechlossen) zu extrem, aber man darf ja mal träumen :)


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