Herzlich willkommen in meinem Blog. Schön dass du mitliest!
Da dieser Blog sich nun schon seit über Drei Jahren entwickelt, habe ich mich dazu entschlossen ihn ein wenig zusammenzufassen und entscheidende Posts an diese Stelle zu kopieren und in Spoiler zu packen.
Ausgangspost:
Spoiler
Hallo zusammen,
das neue Jahr hat begonnen und mit ihm auch mein neuer Versuch mit Poker Geld zu verdienen. Ich weiß, dass ich es schaffen kann mit Poker meinen Lebensunterhalt zu verdienen und genau das ist kurz- und mittelfristig mein Ziel. Die letzten Monate geben mir rein logisch gesehen wenig Hoffnung und viele würden an meiner Stelle aufgeben und sich aufs Studium konzentrieren und einen richtigen Job suchen. Doch ich habe es mir zum Ziel gesetzt Pokerprofi zu werden und ich werde es durchziehen, ganz egal wie viel Arbeit es bedeutet.
Meine Geschichte
Mit Poker begonnen habe ich im Jahr 2007. Ich habe mich direkt in das Spiel verliebt und als ich dann 2008 endlich 18 wurde habe ich mich hier angemeldet und angefangen an meiner Pokerkarriere zu arbeiten. Es ging holprig voran aber ich bin irgendwann auf NL100 angekommen. 2009 war ich dann mit dem Abi fertig und ich habe mich vermehrt aufs Pokern konzentriert. Ich reiste durch Australien und pokerte nebenher viel online, sowie live. Mein Ziel war klar, ich wollte Pokerprofi werden. Ende des Jahres kam aber der bis dahin größte Downswing meines Lebens und ich verlor fast meine gesamte Bankroll. Das war für mich als 19 Jährigen zu viel und ich begrub meine Pokerprofi-Ambitionen. Ich fing dann ende 2009 an zu Jobben um die Zeit bis zum Studiumsbeginn im Herbst 2010 zu überbrücken. In der Zeit zwischen 2009 und 2012 habe ich von Zeit zu Zeit gepokert, hatte aber keine sonderlich großen Ambitionen. 2013 habe ich dann fast gar kein Poker gespielt, bis zu meiem Comeback im Herbst.
Mein Comeback
Ich war gerade in den USA für ein Praktikum und das Casino in Detroit lächelte mich an. Also fing ich wieder an zu Pokern - diesmal Live. Gleich zu Beginn lief es sehr gut und so entfachte meine Leidenschaft wieder. Ich spielte dann von November 2013 bis Februar 2014 jede Woche ca. 20 Stunden Live Poker und beschäftigte mich wieder vermehrt mit Theorie. Es ging gut voran und so beschloss ich es nochmal mit der Pokerkarriere zu versuchen. Im März 2014 cashte ich dann ca. 2000$ (Die hälfte meine BR) ein und begann NL100 zu grinden. Bis zum Sommer lief es eher durchwachsen. Ich spielte über 100.000 Hände Break Even und verdonkte fast mein gesamtes Rakeback in Turnieren. Im nachhinein denke ich, dass ich in dieser Phase zu wenig an meinem Spiel gearbeitet habe. Im August kam dann ein guter Upswing der mich wieder träumen ließ. Ich hatte bis September so gut Gewinn gemacht, dass ich mich an einge Turniere der SCOOP wagte. Außerdem fing ich mit Zoom-Poker an. Das war der Anfang vom Ende meiner Bankroll. Ich schied nicht nur frühzeitig aus den Turnieren aus was mich ca. 500$ kostete, sondern verlor auch noch über 1000$ im Cashgame auf NL100 - Das alles an einem Wochenende. Ich war allerdings immernoch knapp im Plus und dachte es wird irgendwann schon wieder Berg auf gehen- Auf diesen Moment warte ich noch heute. In dieser Phase arbeitete ich allerdings sehr viel an meinem Spiel und es wurde gefühlt auch viel besser. Mit meiner Bankroll ging es trotzdem konstant nach unten. Ich stieg ab auf NL50. Dann auf NL25. Und als nur noch ein paar Krümel meiner Bankroll da waren ging es auf NL10 runter. Ich cashte letztendlich aus und beendete das Pokerjahr 2014 im Dezember frühzeitig, um Kraft für ein erfolgreiches Pokerjahr 2015 zu schöpfen. Hier der Graph mit meinen Winnings 2014:
Neues Jahr neues Glück
Gestern habe ich nun bei Titanpoker eingezahlt und werde dort versuchen meinen Weg durch die Limits erfolgreich zu bestreiten. Hoffentlich geht es in eine andere Richtung als 2014. Um meine Entwicklung zu beschleunigen habe ich mir nun Nikonyo als coach zur Hilfe genommen. Mein Ziel ist es immer noch Hauptberuflich Poker zu spielen. Ob ich damit erfolgreich sein werde könnt ihr ab jetzt hier im thread verfolgen.
Der Plan 2015
Mein Plan ist nun folgender:
Bankroll:
1. Mit einem aggressiven BRM den Ersteinzahlungsbonus freispielen.
- Startbankroll:1030 Dollar
- Startlimits NL20 sowie vereinzelt NL50 (jeweils in den Währungen € und Pfund)
- Wenn meine Bankroll unter 750$ sinkt spiele ich nurnoch NL20.
- Bei einer BR<300 spiele ich nurnoch NL10
- Ab einer BR von 2000$ probiere ich shots auf NL100
2. Sobald der Bonus freigespielt ist, oder die 60 Tage um sind wechsle ich zu einem konservativen BRM, das in etwa so aussehen wird (niedrigstes Limit, das mein Ego zulässt ist NL10):
Limit ♠_drink:Aufstiegskriterium ♠_mad:
Abstiegskriterium
NL 10 ♠_drink:1500$ (60 Stacks NL 25)♠_mad:
NL 25 ♠_drink:3000$ (60 Stacks NL 50)♠_mad: :f_mad:1000$ (100 Stacks NL 10)
NL 50 ♠_drink:6000$ (60Stacks NL 100) ♠_mad::f_mad:1500$ (60 Stacks NL25)
NL100 ♠_drink:16000$ (80 Stacks NL200) ♠_mad::f_mad:3000$ (60 Stacks NL50)
NL200 ♠_drink:40000$ (100 Stacks NL400) ♠_mad::f_mad:10000$ (100 Stacks NL100)
Zeitaufwand:
Wöchentlich 40 Stunden spielen + 10 Stunden theorie. Zum Ausgleich >=5 mal wöchentlich Sport treiben + Täglich mindestens 20 Minuten meditieren.
Zu Beginn hatte ich ein paar Posts geschrieben, die ich nach wie vor lesenswert finde. Themen waren auf Seite 2 des Blogs Preparation, Patience, Gewohnheiten , Entscheidung/ Decision und Struggle. Heute, Anfang 2018 finde ich diese Posts immer noch lesenswert und ich überlege mir nun meinen Blog wieder in diese Richtung zu entwickeln.
Danach gab es einige Posts, die manche Menschen als trolling bezeichnen würden und die Qualität meiner Posts hat gefühlt nachgelassen. Es gab einige Leute die dachten, ich würde den Weg zum Pokerprofi nicht bis zum Ende gehen.
Einer meiner Lieblingsposts befindet sich auf Seite 5:
Sacrifice Good For Great
Spoiler
Original von Reiseleiter
Sacrifice Good For GreatGerade habe ich mir wieder ein wenig Motivation und vor allem Inspiration geholt. Passenderweise erreichte mich kurz nach meiner letzten Session eine Nachricht von Youtube, dass ET The Hip Hop Preacher ein neues Video hochgeladen hat. Da ich noch keine Idee hatte über welches Thema ich diese Woche schreiben möchte, kam mir das sehr gelegen. ET ist ein Motivational Speaker, dem ich seit vielen Jahren folge und der es aus Obdachlosigkeit heraus geschafft hat sich zu einem der bedeutendsten Amerikanischen Motivivationssprecher zu entwickeln. Seine TGIM Video Serien, sowie seine Bücher kann ich sehr empfehlen!
Hier der Link zu dem besagten Video:
"You have to fight to reach your dream. You have to sacrifice and work hard for it."- Lionel Messi - Quelle: BrainyQuote.com
"The important thing is this: to be able, at any moment, to sacrifice what we are for what we could become." - Maharishi Mahesh Yogi - Quelle: BrainyQuote.com
Auch die Aufopferung von Gutem ist ein wichtiger Bestandteil von Erfolg. Wie Albert Einstein so schön sagte: "insanity is doing the same things over and over again, expecting different results" oder "Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu belassen und zu hoffen, dass sich etwas ändert". Vor einigen Wochen habe ich ja schon über Gewohnheiten geschrieben. Gute Gewohnheiten sind der Schlüssel zum Erfolg. Aber, um in unseren Leben Platz für eben diese guten Gewohnheiten zu schaffen, müssen wir alte Gewohnheiten loslassen. Diese Alten Gewohnheiten sind nicht unbedingt schlecht. Oftmals müssen wir daher etwas gutes aufgeben, um unser Leben zu verbessern. Beispiele für gute Sachen, durch deren Aufgabe (oder Reduktion) man sich Raum für gute Gewohnheiten schaffen kann.
-Rauchen (Rauchen ist richtig geil! Was aber noch viel geiler ist, ist das Nichtrauchen)
-Übermäßiger Konsum tierischer Produkte (Das Buch "China Study: Die wissenschaftliche Begründung für eine vegane Ernährungsweise" fand ich dazu ganz geil)
-Konsum von Getreideprodukten und allgemein industriell hergestellten Lebensmitteln ("Change Your Brain, Change Your Life: The Breakthrough Program for Conquering Anxiety, Depression, Obsessiveness, Anger, and Impulsiveness" ist ein weiteres gutes Buch über Ernährung)
-übermäßiger Konsum von Massenmedien
-Unkontrolliertes Surfen in sozialen Netzwerken
-Übermäßiger Konsum von Alkohol
-Übermäßiger Konsum von Koffein
-Übermäßiger Konsum von Zucker
-Morgens im Bett liegen bleiben und dösen, anstatt aufzustehen
- uvm.All das sind Sachen, die ich persönlich ganz cool finde/ fand und die sicherlich ganz angenehm sind. Aber sie alle sind für ein erfolgreiches Leben, nach meiner Definition und aktueller Weltanschauung kontraproduktiv. Und obwohl ich das rein rational weiß, ist das Ablegen dieser Dinge nicht ganz einfach - eben weil diese Dinge bequem und angenehm sind. Kurzfristig sind diese Dinge super und ich finde es vollkommen nachvollziehbar wenn das eine oder andere der oben genannten Dinge fester Bestandteil deines Lebens sind. Mein Papa sagte vorhin am Mittagstisch "Fleisch ist ein Stück Lebensqualität". Ich kann ihm diese Aussage gut nachvollziehen, da ich über lange Jahre mehrmals täglich Fleisch gegessen habe. Ich kannte es nie anders und es ist halt super lecker. Filme wie "We feed the world" oder "food inc." stimmten mich schon vor vielen Jahren skeptisch und meine aktuellen Studien über Ernährung und Gesundheit sprechen auch nicht gerade für den Konsum von Fleisch.
Aber ich schweife schon wieder ab. An vielen der oben genannten Punkte arbeite ich immer noch, weshalb ich sie auch immer wieder in meine Wochenziele einbaue und hier poste. Apropos: Seit über zwei Monaten bin ich nun Nichtraucher und habe in der Zeit schon 380€ gespart.Das Gute Aufgeben, um Großartiges zu erreichen - ein wichtiges Konzept!
[...]
Nachdem ich die folgenden Seiten nun nochmal überflogen habe halte ich es für Zeitverschwendung diese zu lesen. Auf Seite 13 Gibt es dann ein Update, dass einen wichtigen Schritt in meiner Pokerkarriere zeigt. Der Wechsel meiner Coaches von Nikonyo zu W34z3l. Von W34z3l konnte ich im Anschluss viel über die Datenbankanalyse meines eigenen Spiels lernen. Außerdem hatte ich zu diesem Zeitpunkt gerade mein Poker-Gewerbe frisch angemeldet, was ich nach wie vor für die richtige Entscheidung halte.
Spoiler
Original von Reiseleiter
Hi Lui,
danke dass du fragst.
Ich habe ein wenig damit gezögert mit dem Bloggen wieder anzufangen, weil ich bis Ende Februar sehr beschäftigt war. Zunächst hatte ich letzten Sommer ja Vollzeit beim Daimler am Band gejobbt. Anschließend war ich im Urlaub und direkt danach ging das neue Semester los und ich war sehr beschäftigt mit dem Schreiben einer Hausarbeit und meiner Bachelorthesis. Nebenher habe ich natürlich weiterhin viel Poker studiert.Ich habe seither die Public Coachings von W34z3l und Double2 besucht und ein wenig später ein Coachingpaket bei W34z3l gebucht. Immer wieder hatte ich nebenher noch Coachings mit Nikonyo. Januar und Februar diesen Jahres habe ich dann nur noch sehr wenig Poker-Theorie gemacht, weil ich mit meiner Thesis viel zu tun hatte. Bis dahin lief Pokermäßig alles gut, wie man an meinem September bis Februar Graph sehen kann (Die erste Hälfte NL10 only, später kam dann NL25 und NL50 dazu). Ich dachte bis dahin eigentlich ich sei endlich winning Player :f_cool::
Aaaaber ein seit März (bzw. seit Ende Februar) andauernder Downswing lässt mich daran wieder dezent zweifeln:
Trotz allem bin ich aber immernoch entschlossen, Pokerprofi zu werden. Folgerichtig habe ich zum 01.03.2016 ein Gewerbe angemeldet und bin seither offziell Berufsspieler. Weil ich gerade noch auf den Microstakes festhänge und noch nicht viel Geld mit Poker verdiene, bin ich zurück zu meinen Eltern gezogen und habe ein finanzielles Puffer, das mir noch für ein paar Monate zum überleben reichen wird. Da ich keine Miete zahle komme ich mit relativ wenig aus. Sollte es noch eine Weile nach unten gehen mit meinen Winnings, dann werde ich mir zeitweise einen Job suchen, solange bis ich wieder ein ausreichendes finanzielles Polster habe.
Ich weiß wie absurd mein Plan für Außenstehende aussehen muss. Unabhängig von der niedrigen Erfolgswahrscheinlichkeit meines Traums, habe ich aber nicht vor ihn aufzugeben. Es ist das, was ich tun will und ich will nicht zuletzt mir selbst beweisen, dass ich es schaffen kann.
Ich werde von nun an wieder anfangen regelmäßiger im Blog zu posten. Das Thema an dem ich momentan arbeite ist mein OOP Flop Play als PFR. Vor kurzem habe ich nämlich heraus entdeckt, wie schlecht ich diese Spots spiele. OOP cbette ich nur ca. 40% und check folde über 80% - kurzum ein riesen leak. Deswegen liegt mein Fokus gerade ausschließlich darauf, mich in diesen Spots zu verbessern. Mehr dazu in einigen Tagen. Bis dahin: Feuer frei, meine Freunde ;).
Aufgrund meiner Gewerbeanmeldung und des nach wie vor mangelnden Erfolges gab es dann viel Troll-Blabla auf den nächsten Seiten und ich würde auch hier nicht Empfehlen die ganzen Posts zu lesen. Auf Seite 16 ist dann eine Entwicklung bezüglich der Art und Weise zu beobachten, wie ich Postflop Situationen analysiere. Man kann erkennen, dass ich nach und nach mehr angefangen habe in Ranges zu denken:
Spoiler
Original von Reiseleiter
Gute Idee, FollowTheSmartMoney.Wie gesagt, das aktuell größte leak in meinem Game ist mmn. das OOP Flopplay als PFR. Zu dem Thema hatte ich letzte Woche ein Public Private Coaching bei Double2, in dem wir uns SB vs BB SRP-Spots und SB vs BTN 3bet-Spots angeschaut haben. Dabei konnten wir in erster Linie feststellen, dass ich in diesen Spots deutlich zu wenig Cbette und deutlich zu viele Hände am Flop bereits aufgebe. Unabhängig davon stellte sich auch in einem private Coaching mit W34z3l heraus, dass ich OOP als PFR deutlich zu wenig check/raise und meine checks im generellen zu schlecht verteidige (Wie gesagt >80% x/f nach skip cbet OOP).
Nun möchte ich im Folgenden gerne einen Spot besprechen, den ich vor ein paar Tagen in Cardrunners EV begonnen habe zu modellieren:
Bei dem Spot handelt es sich um eine OOP Flop Cbetting Situation mit Initiative. Wir sind am CO und spielen gegen einen CC vom BTN (Reg) und das board kommt T♦:6♦:3♣: . Ich denke auf diesem Board kann ich CO vs BTN sehr viel x/r, weshalb ich mir dieses Board ausgesucht habe.
Als meine Floprange habe ich AA-22,AKs-A2s,KQs-K6s,QJs-Q7s,JTs-J7s,T9s-T7s,98s-97s,87s-86s,76s-75s,65s-64s,54s,AKo-ATo,KQo-KTo,QJo-QTo,JTo,T9o vorausgesetzt.
Ich habe mir dann mittels NoteCaddy angeschaut wie viel durchschnittlich am BTN vs CO gecoldcallt wird und habe daraufhin eine 17% Range als Sinnvoll angenommen, die so aussehen könnte:
TT-22,AJs-A9s,KQs-KTs,QJs-QTs,JTs-J9s,T9s,98s,AJo,KQo-KJo,QJo zu 100%
und mit unterschiedlichen Gewichtungen
70% der A8s-A2s,K9s,Q9s,ATo,
50% der K8s,Q8s,J8s,T8s,97s,87s-86s,76s-75s,65s,54s,KTo,QTo und
25% der K7s-K6s,Q7s,J7s,T7s,A9o,JTo.Visualisiert sieht diese 17%-Range wie folgt aus:
Die Komplette BTN Range im CREV format: TT-22,AJs-A9s,KQs-KTs,QJs-QTs,JTs-J9s,T9s,98s,AJo,KQo-KJo,QJo,[70]A8s-A2s,K9s,Q9s,ATo[/70],[50]K8s,Q8s,J8s,T8s,97s,87s-86s,76s-75s,65s,54s,KTo,QTo[/50],[25]K7s-K6s,Q7s,J7s,T7s,A9o,JTo[/25]
Dazu gleich die erste Frage: Habe ich die BTN Range für mein Modell zu kompliziert dargestellt? Da ich glaube CREV kann die Range ohne Probleme bearbeiten, habe ich dir Range so modelliert, wie ich sie für möglichst realistisch gehalten habe.
Ich denke das Szenario ist interessant, um es hier mal zu besprechen.
Ich kam zu dem Schluss, dass ich Top-Pairs, Overcards und Flushdraws profitabel cbetten kann, dass alle One-Pair Hände unter TP allerdings -ev cbets sind. Da es zu unübersichtlich wäre hier den ganzen Entscheidungsbaum zu besprechen, wollte ich hierzu mal eure Meinung haben. Denkt ihr das kann so stimmen?
Darüber hinaus kam ich zu dem Schluss, dass ich gegen einen Gegner, der Aggressiv gegen skipped cbets bettet, sehr aggressiv checkraisen kann. Nach meiner Analyse kann ich im isolierten Spot gegen einen solchen Gegner sogar any2 checkraisen, weil villain mmn. sehr viel bet/folden wird. Und ich glaube außerdem, dass ein guter Regular gegen Spieler wie mich hier sehr oft gegen eine Skipped cbet betten wird, weil ich ja bislang 80% folde nachdem ich in solchen spots checke. Da ich außerdem bislang nicht viel gecheckraist habe und auch die Population mmn. nicht viel checkraist gehe ich außerdem davon aus, dass villain sehr oft folden wird, nachdem ich checkraise.
Ich kam also zu dem Schluss, dass ich als Standardstrategie gegen Regs auf den Micros hier sehr viel betten sollte. Das bedeutet für mich, dass ich Overcards, TP, Overpairs und FDs standardmäßig cbette. Gegen einen Raise werde ich allerdings sehr viel folden und nur mit TPTK+ und FDs callen und den Rest folden, weil ich glaube, dass auf den Limits nicht sehr aggressiv am Flop geraist wird.
Gleichzeitig kann ich wohl sehr viel x/r. Die Frage ist nur wie sehr ich das gegen gute Regs machen will, weil ich dadurch natürlich wieder super exploitbar werde. Als balanced strategie denke ich, dass ich sets, sowie 3-to-a-straight, 3-to-a-flush Hände checkraisen werde. Allerdings check-folde ich dann wieder 80% auf dem Board. Denkt ihr das ist auf dieser Board Textur okay? Oder was könnte ich anders spielen? Standardmäßig sehr aggressiv Checkraisen, weil uns nur wenige Gegner dafür bestrafen werden?------
Ich habe im Übrigen nochmal drüber nachgedacht, was xkinghighx bezüglich der beiden Graphen meinte:Sprich es hat sich sehr sicher irgendwas grundlegendes geändert. Auch wenn du jetzt das gegenteil behauptest.
Ich könnte mir das starke Ausmaß meines Downswings unter anderem dadurch erklären, dass die Regulars nach einiger Zeit angefangen haben meine leaks vermehrt zu exploiten. Denkt ihr, dass das eine plausible Begründung wäre? Weitere Faktoren, in denen sich die beiden kürzlich geposteten Graphen unterscheiden sind: Winninggraph war hauptsächlich an NL10 und NL25 Zoom Tischen, während der loosing graph Viele NL50 Zoom Tische und NL25 Regular-Tables enthält. Außerdem war der Winninggraph hauptsächlich zu Zeiten zwischen 12 Uhr Mittag und 12 Uhr Nacht entstanden, während der Loosinggraph hauptsächlich Sessions zwischen 20:00 und 05:00 Uhr enthält. Deswegen werde ich im April meinen Tagesrhythmus wieder umstellen und vermehrt tagsüber spielen. Durch meinen Downswing bin ich eh wieder abgestiegen und spiele NL10 Zoom. Bereits im frühen Herbst ging ein Versuch an den (NL10) Regtables nämlich schief. Was die Tageszeiten angeht kann natürlich viel Varianz dabei sein, aber ich habe mir gerade im entsprechenden HM2-Report angeschaut, dass ich tatsächlich zwischen 12:00 und 20:00 mm besten abschneide, während ich von 00:00 bis 05:00 am meisten verloren habe.
Handanalyse vom 01.05.2016:
Spoiler
Original von Reiseleiter
Ich arbeite Gerade "Applications of No-limit Hold'em" von Matthew Janda noch mal von vorne durch und habe schon mehrere Videos in die richtung geschaut. Ausführliche Handanalyse habe ich erst 3 oder 4 gemacht... Die ausführlichste Will ich mal hier posten, weil sie meinen Lernprozess auch ein wenig aufzeigt... Musste mitten in der Übung neu starten, weil ich merkte dass meine Anfangsannahmen falsch waren:Situation Preflop:
• Wir openraisen am BTN und der BB callt uns.
• Villain is unknown
• Also verwende ich meine Standard-Openingrange:
22+,A2s+,K2s+,Q2s+,J5s+,T6s+,96s+,85s+,74s+,64s+,53s+,43s,A2o+,K7o+,Q9o+,J9o+,T8o+,98o,87o (47% = 520 Combos (discounted))
• Villain verteidigt passiv mit einer Range, die ich aus meinem Reg-Alias abgeleitet habe: 22-TT,A2s-ATs,K2s+,Q7s+,J7s+,T7s+,97s+,86s+,75s+,64s+,54s,43s,32s,A2o-AJo,K9o+,Q9o+,JTo (33%)
• In der Praxis defenden die Regulars aber deutlich weniger (overall nur 24% CC)
• Die loosen Fische defenden auf der anderen Seite deutlich mehr (52% CC)
• Ich werde das nun mal für die ganze Population in NoteCaddy testen:
Im Durchschnitt defenden Gegner eine 26% Range passiv im BB vs BTN
Tatsächlich liegen sogar 65% aller werte unter der 26% Schwelle
52% aller Spieler defenden sogar weniger als 20% Passiv
Der Median liegt irgendwo zwischen 18 und 20%, weswegen ich von diesem Wert ausgehen sollte.
In einer darauf folgenden Analyse habe ich geschaut wie viel die Durchschnitts- bzw. Mediangegner im BB gegen einen BTN steal folden. Der Durchschnitt liegt hierbei bei 62%, wobei der Median zwischen 67% und 70% liegt. Daraufhin habe ich mir meinen BTN steal success angeschaut. Er liegt bei 42,6 overall. Wenn ich zwischen 2 und 2,5 eröffne liegt der success bei 41,4%. Wenn ich auf 3bb eröffne dann liegt der btn steal success bei 51,7. Aber auch im Generellen liegt der BTN steal success auf NL10Zoom bei 46,5%, auf NL16 Zoom bei 40,2 und auf NL25 bei 42,3. Egal wie bin ich also ein gutes Stück von Autoprofit entfernt.
Der Median von SB fold to BTN steal liegt zwischen 79 und 80. Gegen zwei unknowns in den Blinds kann man also davon ausgehen, dass der BTN steal in 0,8x0,69=55% der Fälle klappt.
Unter der Annahme dass ich in der Hälfte Fälle den Flop sehe, wenn der Steal nicht klappt und darüber hinaus der Steal success auf 50% sinkt, wenn ich 2bb openraise, muss ich Postflop folgendes gewinnen, um break even zu sein: 0= -2x0,5x0,5 + 0,5x1,5 - x*0,25 x=1. Ich muss also 1bb mit meinen schlechtesten Händen gewinnen, wenn ich gecallt werde. Da der Pot in diesem falle zwischen 4bb und 4,5bb groß ist muss ich mit meinen schwächsten Händen noch mindestens 25% equity haben, um stealen zu können.• Die Stärke der Ranges ist preflop ungefähr gleich, wobei wir am BTN eine stärkere, weil uncapped range haben. Wir haben mehr Nuts in unserer Range.
Der Flop kommt Q♠:T♠:8♥:
Dadurch verschieben sich die Equities zu unseren Gunsten
Darüber hinaus haben wir den Positionsvorteil auf einem Sehr dynamischen Board, was sehr gut für uns ist.
Verteilung der holdings auf dem Board:
Hier wird auch nochmal unser Rangevorteil deutlich. Fast alle Hände in beiden Ranges haben relativ solide Equity.
Vergleich der Ranges:
BTN:
BB:
Aus unserer Sicht:
Wir müssen sehr viel Betten, weil wir villain keine Freecards geben wollen. Ich hätte gedacht, dass wir wenig Foldequity haben, weil villain das board auch so gut hittet, aber ich denke gegen Agression muss villain viel folden, weswegen bei den gegebenen Ranges möglicherweise 100% gebettet werden kann.
Nach meiner Analyse foldet villain über 50% seiner Range bereits gegen eine Flop-Bet (Gelber Teil)
Wenn wir allerdings von in der Praxis tighteren Ranges ausgehen, dann sieht es mit der FE schlechter aus:
Allerdings würde villain auch hiermit noch 46% gegen eine Cbet folden. Eine Bet ist also super profitabel.
So sehen die Gewinnwahrscheinlichkeiten gegen villains Callcbet-Range aus:
Man kann sehen dass die kleinen Qx Hände nur 50% gegen villains continuing range haben. Darüber hinaus behalten sie ihre Equity nur sehr schlecht. Deswegen sollten die wohl zurückgecheckt werden.
Daraus resultierende klare Valuebets:
TT+,88,AQs,KQs,Q8s+,J9s,T8s,AQo,KQo,Q9o+,J9o,T8o = 103 Combos
Starke Draws:
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Gerade habe ich gemerkt, dass ich von einer deutlich zu weiten Defending Range ausgegangen bin (NoteCaddy analyse), weswegen ich nun im Folgenden von einer stärkeren Range ausgehen will… Also nochmal von Vorne:
Mit tighteren Ranges:
Situation Preflop:
• Wir openraisen am BTN und der BB callt uns.
• Villain is unknown
• Also verwende ich meine Standard-Openingrange:
22+,A2s+,K2s+,Q2s+,J5s+,T6s+,96s+,85s+,74s+,64s+,53s+,43s,A2o+,K7o+,Q9o+,J9o+,T8o+,98o,87o (47% = 520 Combos (discounted))
Villain verteidigt passiv mit einer Range, die ich aus der NoteCaddy Analyse in Kombination mit dem Reg Alias und logischem Denken abgeleitet habe:
44-JJ,A4s-AJs,K7s+,Q9s+,J9s+,T8s+,98s,87s,76s,ATo-AJo,A2o-A3o,KTo+,QTo+,JTo (19,91%)
Preflop haben wir einen Rangenachteil, weil der BB so tight defendet.
Der Flop kommt Q♠:T♠:8♥:
Dadurch verschieben sich die Equities zu Gunsten von Villain:
Villains tighte defendingrange ist also auf diesem board klar im Vorteil. Allerdings kommt uns zu gute, dass wir postion haben auf einem dynamischen Board.
Vergleich der Ranges:
BTN:
BB:
Nach meinen Schätzungen haben wir mit einer Bet 34% FE (Blauer Teil)
Der Equity Table gegen die Defending-Range sieht wie folgt aus:
Meine Gesamtrange am flop beinhaltet am flop 537 Kombinationen discounted.
Daraus lässt sich folgende Range als klare Valuebets festhalten: Q8s+ (29), J9 (16), Sets (9), T8 (9), JJ (6), KK+ (12), Q9o+ (30) = 111 Kombos (Rote Range im folgenden Schaubild)
Dazu bette ich alles mit vernünftiger Equity: FDs, Backdoor-FDs to nuts, Straightdraws, 8x,Tx (Grüne Range) = 270
Gerade habe ich gemerkt, dass ich exploitativ einfach alles Betten will, was irgendwie equity hat. Den schwächsten Teil meiner Range gebe ich einfach auf (Blaue Range). = 156 FoldsIch rechtfertige die überproportional vielen Bluffs damit, dass die meisten Hände in der grünen Range auch gegen die Callingrange noch gute Equity haben.
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Alleine das Posten dieser Handanalyse hat mich jetzt fast eine halbe Stunde gekostet, weswegen ich bis jetzt davor zurückgeschreckt bin solche Handanalysen zu posten. Ich konnte mir nämlich darüber hinaus kaum vorstellen, dass jemand an meinen Ausführungen interessiert ist und sich das ganze durchliest. Deswegen habe ich bisher sowas nicht gepostet, weil ich es als Zeitverschwendung angesehen habe.Mir ist allerdings durch das Posten wieder aufgefallen, dass ich sehr viel durch diese Analyse lernen konnte und ich sollte vermutlich mehr solche ausführlichen analysen machen. Meistens gucke ich mir Flop Situationen range gegen Range an und überlege mir was ich betten will und was ich checken will usw... So ausführlich habe ich es nur dieses eine mal gemacht und es hat mich mehr als 5 Stunden gekostet.
Noch eine Handanalyse vom 04.05.2016 (Seite 22), die meinen Entwicklungsstand zu diesem Zeitpunkt ganz gut wiederspiegelt:
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Original von Reiseleiter
Habe gerade eine weitere recht ausführliche Handanalyse gemacht, aus der ich einiges lernen konnte:Villain am BTN ist relativ unknown mit soliden Tendenzen (keine große Gap: 29/26 auf 42 Hände).
Poker Stars, $0.10/$0.25 No Limit Hold'em Cash, 6 Players
Poker Tools Powered By Holdem Manager - The Ultimate Poker Software Suite.Hero (SB): $39.29 (157.2 bb)
BB: $55.82 (223.3 bb)
UTG: $25.87 (103.5 bb)
MP: $28.98 (115.9 bb)
CO: $46.61 (186.4 bb)
BTN: $29.18 (116.7 bb)Preflop: Hero is SB with 9♣: T♣:
3 folds, BTN raises to $0.50, Hero raises to $1.75, BB folds, BTN calls $1.25Flop: ($3.75) J♠: 2♣: Q♥: (2 players)
Hero bets $1.79, BTN calls $1.79Turn: ($7.33) 7♥: (2 players)
Hero checks, BTN bets $4.50, Hero raises to $10, BTN calls $5.50River: ($27.33) 7♣: (2 players)
Hero bets $25.75 and is all-in, BTN calls $15.64 and is all-inResults:
Spoiler
$58.61 pot ($2 rake)
Final Board: J♠: 2♣: Q♥: 7♥: 7♣:
Hero showed 9♣: T♣: and lost (-$29.18 net)
BTN showed A♠: Q♣: and won $56.61 ($27.43 net)
Preflop Gedanken:
Da ich glaube, dass auf NL 25 im Generellen eher tight gegen 3bets defendet wird setze ich villain auf eine Range von 77-JJ,A2s-AJs,K9s+,Q9s+,J9s+,T9s,98s,87s,ATo-AQo,KJo+ (13,42%).
Ich selbst überlege mir gerade, ob es gegen die Population gut sein kann hier relativ weit zu restealen, eben weil die fold to 3bet werte im Durchschnitt relativ hoch sind. Was meint ihr dazu? Ich dachte an eine 3bet only strategie gegen unknown mit dieser Range: 44+,A2s+,K7s+,Q9s+,J9s+,T8s+,97s+,87s,76s,65s,ATo+,KJo+ (19,46%)
Die Analyse meines TAG-Alias hat ergeben, dass die solideren Gegner hier 64% am BTN vs 3bet folden und ich brauche bei den gewählten Sizings nur 66% FE für Autoprofit. Darüber hinaus spielt sich die Range auch OOP recht gut.Flop:
Der Flop hittet erstmal villains Range sehr gut. Während wir Preflop mit unserer Range noch 51,5% Equity gegen Villains range haben, hat Villain am Flop mit seiner Range 52,5% gegen uns.
Wollen wir hier ne x/r Range etablieren?
Intuitiv würde ich hier ohne flop x/r range spielen. Wovon machen wir das abhängig, ob wir x/r wollen? Davon ob wir bis zum river mit nuts ohne x/r AI kommen? Davon ob villain oft gegen skipped cbets bettet?
By the way gefällt mir mein Sizing nicht. Wenn wir 2/3 Betten kommen wir mit Bet-bet-bet bis zum river mit unseren Nut-Holdings all-in. Damit würde sich die Hand deutlich leichter Spielen und ich hätte das später erwähnte Turn Problem nicht.
Wir haben hier Insgesamt 229 Hände am Flop.Starke betting Hände sind JJ (3), QQ (3), KK (6), AA (6), AQ (12), QJ (2) = 32 Kombos
Draws mit vielen Outs: KTs (4), T9s (4) = 8 Kombos
Draws zweiter Klasse: AT (16), AK (16) =32 Kombos
Draws dritter Klasse: K9s (4), T8s (4), 98s (4) = 12 Kombos
easy check/calls: AJ (12), KJ (12), QTs (3), Q9s (3), JTs (3), J9s (3) = 36 Kombos
mögliche check/folds: 44-TT,A2s-A9s,K7s-K8s,97s,87s,76s,65s =97 Kombos (Wenn wir hier checken schätze ich villain so ein, dass er sehr valuelastig bettet)
Bei KQ bin ich mir unsicher ob ich cbetten will, oder ob ich damit meine checkingrange stärke (mit dem Plan meistens 2 mal zu check/callen). Auch bei den draws war ich mir unsicher in welche Range ich sie packen will. Wenn ich alle Starken valuehände + draws bette dann sieht meine Verteilung am Flop so aus:Value Cbet: JJ+,AQs,QJs,AQo = 32 Kombos (14% of total range)
Bluff cbets, bzw. draws: AKs,ATs,K9s-KTs,T8s+,98s,AKo,ATo-AJo = 61 Kombos (27% of total range)
Check/call: AJs,KJs+,Q9s-QTs,J9s+,KJo+ = 39 Kombos (17% of total range)
check/fold: 44-TT,A2s-A9s,K7s-K8s,97s,87s,76s,65s = 97 Kombos (42% of total range)Fazit der Flop Strategie, die mir intuitiv in den Kopf kommt: Ich bluff bette hier wohl etwas zu viel und sollte außerdem, wie weiter oben erwähnt definitiv ein größeres Sizing wählen. Das mache ich normalerweise auch meistens. Möglicherweise tendiere ich dazu mit meinen Draws zu klein zu betten, obwohl ich es eigentlich besser weiß. Außerdem zeigt sich eines meiner Leaks: Ich check/folde sehr viel nachdem ich die Cbet auslasse (hier 71%, was in etwa meinem Overall X/f wert nach skipped cbet entspricht). Da es nicht leicht ist hier gute Bluffs zu in der angenommenen BTN range zu finden glaube ich aber auch, dass villain auf NL25 mein leak noch nicht genug ausnützt (zum Glück). Die Annahme, dass villain hier am BTN nicht genug blufft führt allerdings wieder dazu, dass ich tatsächlich 44-TT check/folden muss. Ich kann diese Hände auch nicht profitabel betten, weil sie sich nicht zum Barreln eignen und villain nach meiner Einschätzung ca. 70% seiner Range am Flop Callt (Any pair und gute Draws).
Eine mögliche Anpassung wäre es, die "Draws zweiter klasse" zu check/callen und dafür Axs mit BDFD zu bluffen. Und gerade habe ich gesehen, dass ich weiter oben A2 als bluffbet vergessen habe. Nach umsetzung dieser Gedanken sähen meine (deutlich hübscheren) Flop Ranges wie folgt aus:Value Cbet: JJ+,AQs,QJs,AQo = 32 Kombos (14% of total range)
Bluffbet: A2s,K9s-KTs,T8s+,98s,As9s,Ac9c,Ah8h,As8s,Ac8c,Ah7h,As7s,Ac7c,Ah6h,As6s,Ac6c,Ah5h,As5s,Ac5c,Ah4h,As4s,Ac4c,Ah3h,As3s,Ac3c,Ah9h = 44 Kombos (19% of total Range)
Check/call: AKs,ATs-AJs,KJs+,Q9s-QTs,J9s+,AKo,ATo-AJo,KJo+ = 80 Kombos (35% of total range)
Check/fold: 44-TT,K7s-K8s,97s,87s,76s,65s,Ad8d,Ad7d,Ad6d,Ad5d,Ad4d,Ad3d,Ad9d = 73 Kombos (32% of total range)Wow... diese Ranges gefallen mir tatsächlich deutlich besser :). Damit hätte ich beide vorhin Angesprochenen Probleme behoben: Die zu hohe Bluff frequenz, sowie die zu hohe check/fold frequenz. Würde dafür ein einziges Betsizing in höhe von 2/3 - 3/4 Pot wählen. Was meint ihr dazu?
Turn:
Ingame wird mir hier das vorhin angesprochene Problem bewusst: Mit meinem Flopsizing bekomme ich mit meinen Value-Händen nicht mehr ohne overbet mittels Bet-Bet-Bet das Ganze Geld bis zum River rein. Deswegen habe ich ingame improvisiert^^ :f_drink:. Ich dachte "hehe... wenn ich hier check/raise komme ich mit meinen Value Händen bis zum river All-In und mit meinen Bluffs habe ich wohl genug FE, um den Move +ev zu machen". Also checkraise ich. Das Problem hierbei ist: Die FE am Turn wird kaum reichen, um die Bluffs +ev zu machen, falls villain nur TP+ und starke draws bettet. Ein weiteres Problem besteht darin, dass villain am turn 3betten kann und ich dann mit meinen Draws dumm aus der Wäsche gucke. Also gefällt mir mein Spiel am turn gar nicht. Am einfachsten wäre dieser Fehler durch vernünftiges Flop-Play zu beheben gewesen. Dann würde ich erst gar nicht auf so blöde Ideen kommen, sondern einfach geradeaus meine Ranges spielen:
Turnplay unter der Annahme der zuletzt genannten, mmn. soliden Flop strategie:
Starke value bets: JJ+,AQs,QJs,AQo = Unverändert 32 Kombos
Semi-Bluff bets: K9s-KTs,T8s+,98s,Ah8h,Ah7h,Ah6h,Ah5h,Ah4h,Ah3h,Ah2h,Ah9h = 27 Kombos
check-Folds: Ac9c,As8s,Ac8c,As7s,Ac7c,As6s,Ac6c,As5s,Ac5c,As4s,Ac4c,As3s,Ac3c,Ad2d,As2s,Ac2c,As9s = 16 KombosHier wird mir ein Problem in der Flopstrategie bewusst: Wir haben am turn keine check-calling Hände mehr in der Range. Vermutlich sollte ich also KQ doch noch in die Flop Betting range packen. ... Ja ich glaube das ist die Lösung. Werde am Ende des Posts dann nochmal die überarbeitete Flop strategie Aufschreiben, aber will jetzt nicht so viel hin und her springen.
"Gedachte" check-calls turn: KQs,KQo = 12 Kombos
river
As played muss ich die Hand am river wohl so spielen, wie ich sie gespielt habe. Damit balance ich meine Valuerange und ich denke ich werde durchschnittlich genug FE haben, um die bet +ev zu machen. Dabei kommt es natürlich stark auf villains turn bet/call range an. Ausgehend von folgender range ist mein River-bluff +ev: KQs,KTs,QJs,T9s,AQo,KQo,AhTh,JhTh,Jh9h,AhJh = 35 Kombos
klare Foldingrange: KTs,T9s,AhTh,JhTh,Jh9h,AhJh =12 Kombos (--> 34% "sichere" FE)
Bei KQ bin ich mir unsicher, ob villain sie in der Range hat. Wenn ja dann wird er die oft genug folden, dass der River Bluff +ev wird.Aber auch am River gilt: In den Spot dürfte ich mit solidem Flop play eigentlich garnicht kommen. ...
Riverplay unter der annahme von solidem Flop play und eben genannter Turn-betting frequenz:Pot am turn= 15bb+ 2*11bb = 37bb
Pot am river= 37bb + 2*26bb = 89bb
Effektive Rest-Stacksize am river= 72bbmögliche Value bets am river: JJ-QQ,QJs = 8 Kombos
mögliche Bluffs am river: K9s-KTs,T8s+,98s,Ah8h,Ah7h,Ah6h,Ah5h,Ah4h,Ah3h,Ah2h,Ah9h = 27 Kombos
mögliche Check/calls am river: KK+,AQs,AQo = 24 KombosWeil wir so wenige Valuebets am river haben kommt mir die Idee einer check-only strategie in den kopf. Außerdem bemerke ich gerade, dass ich intuitiv den River wohl mit einer zu hohen Frequenz bluffen würde. Was haltet ihr von check-only am river?
Finale Flopstrategie:
Nach der bisherigen Analyse der Hand würde ich also eine Flopstrategie gut finden, die wie folgt aussieht:Value Cbet: JJ+,AQs,KQs,QJs,AQo,KQo= 44 Kombos (19% of total range)
Bluffbet: A2s,K9s-KTs,T8s+,98s,As9s,Ac9c,Ah8h,As8s,Ac8c,Ah7h,As7s,Ac7c,Ah6h,As6s,Ac6c,Ah5h,As5s,Ac5c,Ah4h,As4s,Ac4c,Ah3h,As3s,Ac3c,Ah9h = 44 Kombos (19% of total Range)
Check/call: AKs,ATs-AJs,KJs,Q9s-QTs,J9s+,AKo,ATo-AJo,KJo = 68 Kombos (30% of total range)
Check/fold: 44-TT,K7s-K8s,97s,87s,76s,65s,Ad8d,Ad7d,Ad6d,Ad5d,Ad4d,Ad3d,Ad9d = 73 Kombos (32% of total range)Puh das hat lange gedauert, aber auch Spaß gemacht. Mit den Flop ranges bin ich jetzt recht zufrieden und denke die sind relativ balanced.
Auf Seite 23 schreibe ich darüber, dass meine BB-Winrate super schlecht ist, was sie auch Anfang 2018 noch ist. Der user xkinghighx gibt mir daraufhin folgenden Tip, den ich heute für so wertvoll erachte, dass ich ihn hier nochmal Zitieren möchte:
Spoiler
Original von xkinghighx
einfach viel weniger folden und dann postflop rumwurschteln oop. damit kann man sie schon in den -30er bereich drücken auf nl10 und nl25. auf nl50 wird das deutlich härter.
Ab Seite 21 finde ich die Diskussion durchaus lesenswert und ich finde der Blog hat an dieser Stelle wieder mehr Qualität gewonnen, auch weil die Trolls deutlich weniger geworden sind, sowie einige qualifizierte Beitragsschreiber hinzugekommen sind. Wir diskutieren viel über Poker-theorie und GTO (Seite 21), über mein Leak im BB und über die korrekte Art und Weise den BB zu defenden (Seite 22-24). Auf Seite 24 erwähne ich, dass ich in den Urlaub fliege und es gibt User, die das als angehender Pokerprofi nicht für angebracht halten. Auf Seite 24-25 schreibe ich dann über meine Reise in Barcelona und über Livepoker-Erfahrungen inklusive Erfahrungen an der Pokermaschine. Auf Seite 26 diskutieren wir über die "richtige" Herangehensweise an professionelles Poker, inklusive Theorie:Praxis-Verhältnis und totaler Zeitaufwand.
Ab Seite 26 driftet der Blog wieder etwas von Poker ab. Es geht auf den folgenden Seiten in erster Linie um Mental Game und um Philosophie. Ab Seite 30 diskutieren wir dann wieder Pokerhände.
Ab Seite 35 ist der Blog dann wieder eher was für Troll-Liebhaber.
Update vom 05.08.2016:
Spoiler
Ich grinde immernoch mit mäßigem Erfolg die Micros und arbeite hart an mir und meinem Spiel. Seit Ende Februar '16 bin ich mit meinem International Management Studium fertig (Bachelor). Seit 1. März bin ich offiziell Berufsspieler und habe ein entsprechendes Gewerbe angemeldet. Ich bin dann direkt mit Verlusten im März und April in meine Selbstständigkeit gestartet und bis Ende Mai war absehbar, dass ich zusätzliches Geld brauchen werde, um meinen Traum zu leben. Ich verfüge einfach noch nicht über genug Skill. Deswegen arbeite ich seit Mitte Juli bei Daimler am Band und baue so meine Bankroll wieder auf. Ich lebe relativ bescheiden und bin wieder bei meinen Eltern eingezogen. Ich werde jetzt so lange wie es möglich ist weiter am Band arbeiten und nebenher 20-30 Stunden pro Woche an meiner Pokerkarriere arbeiten. Nach meiner Tätigkeit bei Daimler wird es dann Vollzeit mit Poker weiter gehen. Wenn es dann weiterhin nicht gut genug läuft, um davon leben zu können werde ich wieder Jobben. Das ganze wiederhole ich, bis ich erfolgreich bin. Eventuell werde ich zwischendurch auch noch meinen Master in International Management machen, aber ob und wann steht noch in den Sternen.
Update vom 02.12.2016:
Spoiler
Original von Reiseleiter
Geht bald weiter... Kurz mal nen allgemeines Update: Ich kriege immernoch auf den Sack und ich arbeite immernoch viel an meinem Spiel:f_ugly:. Und ich habe immernoch nicht aufgegeben :f_drink:.
Ich arbeite jetzt noch zwei Wochen bei Daimler und habe dann wieder ne Bankroll, bzw. ne Liveroll. Januar und Februar wird dann wieder Fulltime gepokert. Ab März mache ich wohl meinen Master in International Management. Eventuell fange ich auch an Mathematik zu studieren - also noch einen zweiten Bachelor. Eventuell mache ich zuerst meinen Master und dann studiere ich anschließend Mathe. Oder ich fange nen BWLer Job an. Oder ich mache meinen Master und grinde anschließend ein paar Jahre als Berufspokerspieler, insofern es gut genug läuft. Oder ich mache irgend was anderes. Mir gefällt die Vielfalt an Möglichkeiten, die ich gerade habe sehr gut.
So oder so wird Poker weiterhin eine große Rolle in meinem Leben spielen.
Habe mir vorgenommen ab dem Ende meines jetzigen Jobs wieder vermehrt zu bloggen und Hände zu posten.
Mal kurz nen Überblick über meine letzten Monate. Daraus kann man auch gut meinen momentanen Fokus rauslesen:[...]
'I have not failed. I’ve just found 10,000 ways that won’t work'
— Thomas Edison
Ab Seite 40 wird es dann wieder etwas philosophisch und etwas lesenswerter. Ab Seite 42 ist es für meinen Geschmack dann wieder etwas zu Trolllastig mit ein paar vereinzelt guten Beiträgen.
Ab Seite 45 reden wir über die Studiengänge Psychologie und BWL und über Karrierewahl im generellen.
Ab Seite 48 bewegt der Blog sich wieder in die Poker-Richtung.
Update vom 20.02.2018:
Spoiler
Original von Reiseleiter
Hi Leute,da mich jetzt gerade die Lust gepackt hat zu schreiben lege ich direkt los und komme direkt zur Sache. Poker macht mir nach wie vor mega viel Spaß und deswegen bin und bleibe ich Vollzeit-Pokerspieler. Nachwievor wohne ich bei meinen Eltern um Kosten zu sparen. Mittlerweile studiere ich allerdings nichtmehr nebenher sondern Pokern ist meine einzige Tätigkeit.
Zuletzt lief es sogar einigermaßen okay. Aber mit meiner Winrate bin ich recht unzufrieden. Ich denke die liegt momentan irgendwo zwischen 1bb/100 und 3bb/100 auf NL50z aber genau kann ich das natürlich nicht sagen.Nachdem ich meinen letzten Graphen gepostet habe ging es ziemlich zeitnah in einen mega Downswing. Hier nochmal der Graph, den ich letzten April gepostet habe:
Original von Reiseleiter
[...]
Die Letzten 100k Hände waren hauptsächlich NL50 mit einem mini-shot auf NL100. Davor sind 120k Hände NL25 und davor 50k Hände NL10. Und ganz am Anfang standen 5k Hände NL5.
Im Anschluss könnt ihr meinen Graphen seit Anfang 2017 sehen und dann wisst ihr was ich mit mega Downsing meine:
Kurz bevor mein Downswing begann hatte ich allerdings nen Flug nach Vegas für September gebucht, weil ich nen super Preis erwischt hatte. Dementsprechend frustriert war ich dann zwischenzeitlich. Weil mir Pokerstars nach dem Downswing gelinde auf den Sack gegangen ist bin ich anfang Juli zu Redkings gewechselt und wollte mir dort ne Bankroll für Vegas ergrinden. Mein Ziel war es, dass ich mindestens 5k$ für meinen Vegas Trip hatte und nach dem Downswing fehlten mir ungefähr 3k$. Nach ein paar anfangsschwierigkeiten habe ich mein Ziel dann erreicht und mitte August dann die Hotels für Vegas gebucht und Ende August mein ganzes Geld von Redkings ausgezahlt. Ganz gemäß Murphys Gesetz hab ich allerdings in Vegas kein Geld mit Poker verdient sondern 1k$ verloren und aufgrund der hohen Reisekosten war ich im Anschluss fast broke. Aber hey, das war jetzt mein zweiter Trip nach Las Vegas von dem ich fast Broke zurückgekommen bin. Und weil Daniel Negreanu das zu Beginn seiner Karriere auch so ähnlich gemacht hat hab ich das mal als gutes Omen genommen. Seither habe ich online wieder ein wenig Geld zurückgewonnen und anfang des Jahres bei Daimler etwas Geld am Band hinzuverdient.
Die Heutige Situation sieht nun so aus, dass ich eine Bankroll von knapp 4k$ habe und hoffe von nunan ausschließlich mit Poker meinen Lebensunterhalt bestreiten zu können und mit steigender Hourly Winrate meinen Lifestyle auszubauen, fürs Alter vorzusorgen, passives Einkommen aufzubauen etc. Ich arbeite weiterhin fleißig an meinem Spiel und runde das ganze mit Meditation, Sport und gesunder Ernährung ab.
Was das Theorie Studium angeht befasse ich mich seit Anfang/Mitte letzten Jahres viel mit GTO und habe da im letzten Jahr viel Arbeit reingesteckt. Ich befasse mich zwar immernoch viel damit, allerdings liegt mein Hauptaugenmerk seit Anfang diesen Jahres wieder auf exploitivem Spiel. Vor zwei Wochen wurde ich wieder auf eine Schwachstelle in meinem Spiel aufmerksam, die mir viel meiner Winrate auffrisst: Ich spiele offenbar im BB ganz schrecklich und werde mich nun ausschließlich darauf konzentrieren meine BB-Winrate auf ca. -30bb/100 hoch zu bekommen. Ich weiß von anderen Regulars, dass die eine Winrate im BB zwischen -30bb/100 und -37bb/100 erreichen und deswegen ist das jetzt mein Ziel. Meine Winrate im BB beträgt gerade -46bb/100. Seit Anfang 2017 sieht meine Winrate by position wie folgt aus:
Nun denke ich mir, dass ich meine bb/100 winrate im idealfall um 2,5bb/100 eröhen kann nur indem ich mein BB-Spiel verbessere. Genau deswegen liegt darauf gemäß der Engpasstheorie mein Fokus und ich bin relativ optimistisch was die Erfolgschancen angeht.






























