Hab mir dazu einige Gedanken gemacht und wollte fragen, ob ich das so richtig sehe:
Protection ist ja nur sinnvoll, wenn man in den meisten Fällen die beste Hand hat.
1. Wenn derjenige, gegen den man protecten will, inkorrekt Outs foldet, dann gewinnen wir von ihm etwas, das ist klar.
2. Wenn wir nicht raisen würden, dann lassen wir ihn billig drawn und geben ihm somit bessere Pot Odds als seine Odds. Richtig?
3. Wenn derjenige, gegen den wir protecten, korrekterweise (!) Outs foldet, weil er nicht die nötigen Pot Odds erhält, dadurch, dass wir ihn zB. mit 2 Bets konfrontieren, dann gewinnen wir gegen ihn ja nichts, aber es geht hauptsächlich um den dritten Spieler im Pot, weil die EQ des foldenden Sielers fast komplett auf die derzeit beste Hand übergeht. Stimmt das so??
Hab ich das richtig verstanden? Vor allem bei der 3. These bin ich mir unsicher.
Weil man kann ja immer auch value holen von demjenigen der drawt, wenn man ihn noch im Spiel hält, man gewinnt zwar seltener, dafür aber dann mehr. Deshalb kann ja auch das sinnvoll sein oder? Zudem wissen wir oft nicht, ob wir die beste Hand halten, wir gehen halt davon aus, dass es in den meisten Fällen so ist, aber nicht immer. Wenn wir sie dann nicht haben, schneiden wir uns ja ins eigene Fleisch, wenn wir den Pot aufblähen bzw, derjenige, ggen den wir protecten wollen, foldet, weil die EQ ja dann auf unseren anderen Gegner übergeht!!? Zudem kann der 3. Spieler manchmal auch eine schwache made hand haben, die er auf action foldet, sonst aber noch gecallt hätte, die keine Outs gegen uns hat, wir wissen ja nicht, ob der Spieler auf einem draw ist.
Bringt Protection so viel dass es diese Nachteile aufwiegt?
Weil ich höre immer nur, "ja da muss man halt protecten" aber ich würde gerne wissen, WARUM man protecten muss und arum es so vie bringt, wenn wir a) nicht 100%ig sicher wissen, ob wir die beste hand halten (je unsicherer, desto schlechter) b) villain eine madehand halten könnte, die keine Outs gegen uns hat und damit drin bleiben soll und bezahlen und c) auch von dem draw value bekommen könnten.
Ich hab selbst mal bisschen mit dem Equilator rumgespielt und den Gegnern genaue Hände gegeben, wenn man weiß, dass jemand einen draw hat, dann ist Protection besser als nicht, auch wenn er korrekt foldet, aber ich bin mir unsicher, ob der Unterschied so gravierend ist, dass r die anderen Fälle (s.o.) überwiegt, weil wir eben nicht wissen, was die Gegner halten.
Also generell kann man ja wohl sagen, je wahrscheinlicher es ist, dass wir vone liegen, je wahrscheinlicher es ist, dass villain auf einem draw ist im Gegensatz zu einer schwachen made hand die noch callen soll und je verwundbarer unsere Hand, desto besser wird Protection, zudem wird sie mit zunehmender Potgröße auch besser.
Aber da dies doch alles nie genau bestimmt werden kann, wie kann man dann sagen, dass Protection einfach sehr oft oder fast immer die beste Spielweise ist, vor allem in großen Pötten?
Wie gesagt, Gedanken darüber hab ich mir schon gemacht und vielleicht stimmen meine Aussagen auch alle, aber wenn ih ine vergessen habe, dann bitte her damit
Problem ist, dass ich mir selbst nicht klar machen kann, WARUM Protection meistens die beste Spielweise ist und WARUM es so viel bringt, trotz der widersprechenden Punkte a) b) und c).
Kann mir da einer bitte ne Erklärung liefern, am besten mathematisch?