Original von MrTrocks
Hallo Hazzardous,
also ich kann die Frage teiweise aus NL 100 sicht beantworten. Ich glaube, dass man im gegensatz zu NL 25 doch anders vorgeht, weil auf NL 100 wesentlich mehr geopenraist und vor allen Dingen Blinds gestohlen werden.
Also generell openraise ich auch jedes Pocket. Im Blind, gegen einen aggresiven Gegner der oft stealt, 3bette ich die pockets auf jeden Fall.
Ich glaube das man das auch durchaus auf NL 25; NL 50 machen kann, weil die Gegner doch einiges dann folden.
Allerdings, ist das absolut Gegnerabhängig. Auf NL 25/ NL 50 wird aus meiner Erfahrung heraus weniger bluff 4bet gespielt. Heißt, kommt es zur 4bet, liegst du hier klar hinten.
Broke mit pocktes gg einen (vermeintlichen) Stealreaise ist so ne Sache, ich glaube, da muss man sich genau villian anschauen. Das ist wie gesagt gegnerabgängig. Aber gg einen sehr aggresiven Gegener ab 10er. Gg regs gehe ich erst ab QQ evtl JJ broke.
Openlimper raise ich auf jeden Fall. In den seltesten Fällen bzw. um mein Spiel zu balancen limpe ich behind. Das mach ich aber selten.
Die CO 88 Frage ist auch wieder sehr gegnerabhängig. Ich glaube auf NL 25 kannst du die weglegen. Auf höheren Limits wird es da schon komplexer.
Auch die letzte Fragen kann so pauschal nicht beantwortet werden. Ich habe auf NL 25 nicht oft festgestellt das dort jemand mit Air squeezt. Ich glaube 5er würde ich einfach mucken. Da würde ich erst mit 10er broke gehen. Auf Nl 100 gg einen aggresiven 4bet / squeezer auch mit etwas kleineren Pockets.
Keine Ahnung ob das alles so richtig ist. Ich hoffe auf jeden Fall weitergeholfen zu haben.
Bis dahin und gutes Spiel
Marcus
Moin,
danke für die ausführlichen Antworten. Sowas in der Art hatte ich mir schon ausgemalt. Klar das es Gegner- und Situationsspezifisch die Entscheidungen schon recht individuell sind. Grobe Tendenzen (wie du ja in deinen Antworten wiedergibst) sind dennoch drin.
Der Grund der hinter meiner (zusammenhangslosen) Fragerei steht ist eigentlich folgender: Ich habe früher auf höheren Limits FL gespielt, dann eine Pause gemacht und fühle mich nun nach ordentlich theorie im BSS NL recht wohl. Was ich allerdings merke ist, dass ich meine Edge bzw mein "Level-Thinking" zwar bemerkbar macht aber ich wohl einfach teilweise nicht an die Limits adapten kann. Das macht sich dann in meiner Winrate bemerkbar (3.5bb\100). Um es mal so zu fomulieren: Ich habe das Gefühl das ich durch die Komplexität der Moves die ich anwende mich oft selber Level weil es auf den Limits meist einfach ABC - Fit or Fold gespielt wird. Daher der Gedanke: (Achtung unbestätigte aus der Luft gegriffene Tehorie) Würde meine Winrate deutlich besser aussehen (auf den Limits) würde ich mich "dumm"-stellen. Und erst in höheren (wie Eddy Scharf so schön sagt) "Partien" meine vermeintliche Edge zum Tragen kommt und sich meine Winrate dann bei realistischen Werten einpendelt, aber sich eben auf Micros eher negativ auswirkt, wenn man nicht richtig adpted (adepten kann).
Beispielhaft dafür steht halt meine Fragestellung zu den Pockets. Aus deinen Antworten geht ja auch durchaus hervor, dass man z.B. in den Midstakes auch mal Moves anbrigt wie ein Airsqueeze oder halt mit den Pocket 5ern. Bzw man gegen aggressive Leute auch (mal) mit Pocket 7ern im Blindbattle Broke gehen könnte wenn die Situation es zulässt. Ich hab das gefühl das solche Moves auf den Micros aber gänzlich -EV sind. Steh ich damit alleine da oder kann das jemand aus seiner empirischen Daten- \Handsammlungen bestätigen?
Hoffe ich verwirre nicht zu sehr 
Grüße