Original von Hitzov
Hierzu zwei Zwischenfragen:
1.1 Ist unsere C/C Range am Turn nicht sehr weak, d.h. unser gegner kann am River perfekt spielen, weil er weiss, dass wir entweder eine SDVH4EQCD oder einen Draw halten.
1.2 Könnte man das ebenfalls dadaurch balancen, dass wir einen Teil unserer Madehands C/C C/C C/R und zusätzlich einen Teil unserer busted Draws die wir am Turn aufgegabelt und C/C gespielt haben am River Bluffcheckraisen?
2. Es wäre dumm am Turn aufgespikte Draws von SDVH4EQCD auch (evtl. teilweise) zu C/R (in einen Bluff zu turnen) da wir ja Showdownvalue haben richtig?
Hierzu weitere Fragen:
3. Wie soll man das Verhältnis (Frequency) wählen mit der man mit seinen Made hands C/R Flop bzw. C/C C/R spielt? (50%:50%, 33%:67%, 75%:25%)?
4.1. Könnte man sich durch bessere (schnellere als Villains) Adaption nicht auf ein Leveling-Game einlassen? (C/R oder C/C C/R ich z.Zt. meine Made Hands?) Falls man immer ahead of Villain ist sollte dies am profitabelsten sein oder? (Das Problem könnte sein, das es unmöglich ist bei 4-6 Tabling darauf zu achten.)
4.2 Wenn Villain mit Check Behinds am Turn adapted haben wir doch den Vorteil mit unseren Equitypeels 2 Karten zu sehen und mit unseren SDVH4EQCD günstiger zum SD zu gelangen.
ich versuch mal zu formulieren, was ich dazu denke, ergänzen/widerlegen plz:
1.1 Wir können nicht viel dagegen machen, da wir oft eine Range haben, mit der c/c Turn dass beste play ist. Einzige Möglichkeit ist wohl abzuwägen, wie intelligent er die späteren streets spielt und entsprechend unser c/c-Flop-Equity-Limit anzupassen.
1.2 Erst recht sobald uns Value dadurch flöten geht, dass unser c/c, c/r oft ins leere läuft, weil er den Turn mit Händen behind checkt, die vs Flop-c/r down gecallt hätten.
Seine Turn-Betting-Range ist dann polarisierter, er spielt seltener b, b, cb und wir bekommen daher oft die River-Bet von Händen die stark/schwach genug sind, um noch eine nachzudonnern.
Gleichzeitig werden wir mit nicht ganz so starken Händen nicht so hart bestraft, weil seine 3-betting-range am River nicht mehr ganz so mutig ist, und wir bekommen max value von complete air.
2. Prinzipiell natürlich blöd, da viel SD-Value wenig FE bedeutet.
Aber bei manchen Board-Texturen vllt doch ganz nützlich, z.B. Flop Q-4-2 rainbow und wir turnen einen FD.
Tough für uns, hier jemals einen Draw ohne SD-Value zu haben.
Wenn wir mit unseren schwächeren SD-Value-Händen, z.B. Ax mit schwachem Kicker, checkraisen, hat er ein Dilemma - entweder er gewährt uns eben doch FE oder er callt im Schnitt zu light down, denn die FD-Möglichkeit entsteht immer, wenn die Turn-Card nicht die vierte suit ist.
3. Ist pauschal wohl schwer zu quantifizieren und von der jeweiligen Board-Textur abhängig. Allgemein natürlich drawy board -> mehr flop-c/r.
Manchmal ist das Board für Ace High und kleine Pockets so ungünstig, dass unsere c/c-range gegen null konvergiert. Irgendwann lohnt es sich dann wahrscheinlich nicht mehr den Value, den wir von lighten Calldowns bekommen, auf dem Altar des Balancing zu opfern, also 100% c/r Flop.
Wenn das Board dry ist und er gerne den Turn bettet, dann wohl eher Richtung 33/67.
4.1 Ja, macht man wahrscheinlich ohnehin permanent mehr oder weniger unbewußt. Selbst wenn man noch keine signifikante Reads für gewisse Spots hat, kann man ihm ja ein Default-Thinking aufgrund Stats/Style mit entsprechenden Standard-Interpretationen/Aktionen/Reaktionen unterstellen.
4.2 Wir können dann entsprechend looser peelen.
Wir sollten aber nicht immer gleich unseren Turn-c/r aus Value-Loss-Paranoia zu 100% auf den Flop verlegen.
Der Verlust ist nicht so gigantisch, betrifft ja nur seine cb-Range.
Die Range, die er unmittelbar auf den Flop-c/r foldet hätte, ist meistens nahezu drawing dead, hat aber noch zwei Streets, um zu einem River-Call zu improven, das kompensiert ein bischen.
Nachdem wir den Flop c/c und er den Turn behind checkt wird er eine River-Donk mit einer weiten Range callen. Oft hätte ein Teil von dieser Range dem Druck der Flop-c/r-Line nicht standgehalten und spätestens am Turn gefoldet, ist aber am River gut genug für einen Crying Call, so dass wir dann 3 SB Postflop gewinnen statt nur 1 oder 2 SB.
Des weiteren kann er uns auch nicht so super easy mit Turn-CBs exploiten, entweder seine Range ist unbalanced und klar definiert oder er verteilt Freecards und verzichtet auf Value/FE.