Vorab erst mal mein Verständnis von Deceptive Händen (DH):
DH sind Hände, die eine sehr gute Playability haben und meine Premium Hände balancen sollen (z.B. JTs).
Ich 3bette oder cappe bspw. Preflop (PrF), um a) Foldequity aufzubauen und b) ausbezahlt zu werden, wenn ich einen Monster treffe, da mich niemand auf diese Hand setzt.
Jetzt ein Beispiel:
UTG raised PrF. Ich sitze in MP und 3bette mit JTs, wenn Villain:
a) PrF tight, Postflop (PoF) aggro, niedriegen WTSD
b) PrF tight, PoF passiv, niedrigen WTSD
c) PrF tight, PoF passiv, hohen WTSD
d) PrF tight, PoF aggro, hohen WTSD
e) PrF loose, PoF passiv, hohen WTSD
f) PrF loose, PoF passiv, niedrig WTSD
g) PrF loose, PoF aggro, hoher WTSD
h) PrF loose, PoF aggro, niedriger WTSD
f>b>h>a>e>c>g>d
Begründung:
Da meine DH im Prinzip eine Bluffhand ohne SDvalue ist, will ich den Gegner rausbluffen, daher der niedrige WTSD des Gegners, der positiv ist. Je looser mein Gegner PrF ist, desto seltener werde ich dominiert. Dies ist natürlich nur bedingt richtig, da eine sehr tighte OR-Range aus UTG weniger Jacks und Tens hat, als eine etwas loosere (KJ bspw.). Eine sehr loose hat allerdings mehr kleine PPs und Alows in seiner Range. Dieser Faktor ist also mit Vorsicht zu genießen. Ob der gegner aggro oder passiv ist, spielt imo weniger eine Rolle, denn wenn wir nicht treffen und auf Gegenwehr stoßen, haben wir eh einen easy Fold. Außerdem können wir IP je nach WTSD des Gegners eine Freecard nehmen, oder eben durch eine Cbet (Bluffraise) versuchen ihn rauszudrängen.
Jetzt noch weitere Fragen:
1. Beachte ich die Spieler hinter mir?
2. Spiele ich die DH immer?
zu 1.: Für mich ein Nein, da eine kaum jemand eine loose Cappingrange hat.
zu 2.: auch nein, da hier imo das Tableimage entscheidend ist.