Siehe die Analyse von Tobias. Dein Checkraise hat den Charakter eines Bluffs, weil du eher hinten liegst. Ich mag ihn nicht besonders aus folgendem Grund: wenn er nicht funktioniert, dann bist du dominiert. Das bedeutet, du hast wenige Outs und ausserdem reverse implied Odds auf deine Outs. Triffst du ein Ass auf dem Turn, dann verlierst du vielleicht eine Menge Geld gegen den Call, weil du gegen ein besseres Ass zurückliegst und nicht aus dem Pot kommst. Von deinem Showdownvalue gegen KJ/KT hast du nicht viel, weil das die Hände sind, du du am ehesten zum folden bekommst. Du bluffst also gegen deine eigene Equity. Wenn schon bluffst, dann z. B. eine Hand wie K♣,J♣, bei der deine Outs besser sind und bei der du ziemlich sicher sein kannst, dass nicht viele schlechtere Hände folden, weil es kaum schlechtere Hände gibt.
Ein Vergleich zwischen K♣, J♣ und A♣, 4♣ :
Equity Flop:
A♣, 4♣ 30,12%
K♣, J♣ 28,92%
Top Karte getroffen am Turn:
A♣, 4♣, Turn A♦ 55,27%
K♣, J♣ Turn K♦ 65,27%
Kicker getroffen am Turn:
A♣, 4♣, Turn 4♦ 48,72%
K♣, J♣, Turn J♦ 62,27%
Bei einem Bluff kommt es nicht so sehr darauf an, welche Equity deine Hand aus dem Showdownvalue gewinnt, weil eh kaum schlechtere Hände callen. Es kommt viel mehr auf die Zahl und Qualität deiner Outs an. Deshalb wäre ein Bluff mit KJ deutlich besser als mit A4, obwohl KJ die schlechtere Hand auf dem Flop ist.
Insgesamt ist der Bluff fragwürdig, weil die Gegner auf einem gepaarten Board oft nicht aufgeben, wenn sie Showdownvalue haben. Da brauchst du Reads auf einen bekannt schwachen Gegner, der auf Gegenwehr schnell foldet.
Am besten gibst du auf dem Flop sofort auf, weil deine Equity für einen Call nicht reicht. Dafür brauchst du 37%. Genügend Outs hast du auch nicht.