Also ich fand auch die 2.25er deutlich einfacher als 1.20er, die 1.20er hab ich wirklich überhaupt nicht geschlagen ohne Lucky MTTs die mir die Roll für die 2.25er gebracht haben. Da ist der Rake dann ja fast nurnoch die Hälfte und das Spielniveau das selbe. Natürlich kommt am Anfang noch dazu, dass man am Anfang viel mehr Leaks hat, die den ROI zusätzlich zum Rake noch drücken.
Die Einstellung, dass schlechte Calls und ausgesuckt werden einen verlieren lässt haben wohl viele die mit SnGs anfangen, einfach weil die Varianz steigt und durch den sportlichen Ergeiz der zwangsläufig vorhanden ist (und das ist ja auch gut so) einen die verlorenen Hände viel mehr im Kopf behalten lässt.
Ich war vor dem Kauf des Holdem Managers der festen Überzeugung dermaßen schlecht zu runnen, dass es schon mein Spiel beeinflusst hat. Als ich dann gesehen habe, dass ich sogar massiv über EV auf 1.5k Games gelaufen bin und mich an ordentliche Handanalyse gemacht habe wurde das anders.
Auch das Buch "The Poker Mindset" (hier) hat durchaus geholfen. Ist meiner Meinung nach Pflicht auch für Hobby Spieler wie mich und kann sogar das Denken im normalen Leben beinflussen. Ich habe auch viel weniger Pech im echten Leben danach gehabt 
Keine Ahnung ob sonne kurze Erfahrung hilft, dachte mir schaden kanns nicht.
Original von Kaiserludi
Wenn ich bei 10% EV nur 5% RoI mache, dann ist das für mich auch ein Downswing, einfach weil ich unter EV laufe.
EDIT sagt: Genauso ists für mich ein Upswing, wenn ich longterm -10% ROI habe, aber derzeit nur -5% mache.
Ich finde die Einstellung sehr gefährlich, daher wieder ein Erfahrungsbericht, diesmal nicht von mir, sondern einem U2U-Kollegen:
Nach etwa 300 SnGs mit ~12% ROI schaut er sich seinen EV-Graphen an, der dann sogar bei ~20% steht (keine Ahnung die Zahlen weiß ich nicht mehr genau). Er ist der Meinung im Downswing zu stecken, schreibt mir wie kacke es läuft und es scheint ihm überhaupt nicht klar zu sein, dass er mit 15% schon sehr weit über dem durchschnittlichen Winning Player runnt. Er hat dann sogar SnGs gequittet und irgendwas anderes ausprobiert, obwohl er in meinen Augen die SnGs gut schlagen würde. Er behauptet inzwischen sogar, dass die andere Variante "das einzige" seien, was er wirklich "geschlagen habe".
Ich habe genau aus Angst vor so einem Denken und weil der EV-Graph ohnehin so oder so mich negativ beeinflusst (runne ich über EV denke ich ich habe eh nur Glück, unter EV passiert es schnell, dass man glaubt man habe eh nur Pech) einfach aus und beachte ihn nicht. Ist eine nette Funktion um "sein Glück zu messen", aber man sollte ihn denke ich nicht überbewerten, solange man auch so auf sein Spiel achtet.
Sachen wie die ITM-Verteilung und der wirkliche Longterm ROI sind da denke ich viel aussagekräftiger und beeinflussen einen nicht so stark kurzfristig.
Sollen einfach nur mal Denkanstöße sein, das drüber nachdenken was man wirklich tut und vor allem warum ist wohl eh die wichtigste Eigenschaft eines Pokerspielers, und durchaus auch im Leben nie verkehrt.
Nochn Edit: @FiftyBlume: Ironie ist ja wirklich ganz lustig, aber ich bin mir eher unsicher ob Kommentare wie " SnGs lohnen sich erst ab 2000$, weil vorher sind alles Fische, die callen dich mit den Ranges, die du beat hast...." hier wirklich weiterhelfen.