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[Geschlossen] 75$ 24k Gtd. FT - JJ nahe Bubble

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ge5sterne
Beigetreten: 04.03.2007
Elite Grinder

Full Tilt No-Limit Hold'em Tournament, 400/800 Blinds 100 Ante (9 handed) - Full-Tilt Converter Tool from FlopTurnRiver.com

MP2 (t20330)
MP3 (t19333)
CO (t37439)
Button (t8807)
SB (t20285)
BB (t40825)
UTG (t23950)
UTG+1 (t35376)
Hero (MP1) (t18922)

Hero's M: 9.01

Preflop: Hero is MP1 with J, J
2 folds, Hero bets t1987, 1 fold, MP3 raises to t19233 (All-In), 2 folds, SB raises to t20185 (All-In), 1 fold, Hero ???

Das 24k um 22:00 unserer Zeit auf FT dürftet ihr ja kennen. Das Turnier war gestern (Sonntag) und somit der Preispool bei ca. 80k. 1200-1300 Entrants, 135 Places Paid. Zum Zeitpunkt der Hand waren noch ca. 175 Spieler left. Beide Villians sind mir zu dem Zeitpunkt nicht groß aufgefallen und die Stats sahen jeweils völlig im Rahmen aus. MP3 selbst kann offensichtlich eine relativ weite Range pushen, gegen die wir mit JJ callen können/sollten. Wie sieht es nun nach dem Overpush vom SB aus? Seine Range die er hier shoven wird in dem Spot, kann man als Default auf JJ,AK,AQs festlegen (irgendwas um den Dreh rum zumindest denke ich). Wir bekommen besser als 2:1 auf den Call und dürften etwa 30% Equity benötigen welche wir gegen Ranges wie 88+,AJ+ für MP3 und JJ+,AK,AQs bei SB nur sehr knapp haben. Evt. sollte man die Ranges auch etwas tighter wählen und eher 99+,AQ+,AJs bzw. QQ+,AK ansetzen. Alles in allem bleibt es rein mathematisch eine sehr close Entscheidung und richtig "glücklich" können wir eigentlich nur sein wenn SB uns AK zeigt und MP3 ein kleineres PP oder eben auch AQ,AK hat. Ist daher der Fold kurz vor den Geldrängen die bessere Wahl, insbesondere da man noch einen spielbaren Stack hat nach dem Fold?


10 Antworten
wool85
Beigetreten: 11.01.2008
Oldschool Grinder

Gegen einen call ich JJ easy, gegen 2 will ich dann schon QQ+ haben.
Zumal so kurz vor der Bubble der Bubble Factor auch mit rein spielt, d.h. ich schätze mal, dass du hier mind. 33% bräuchtest (anstatt der 30).


Smeagoli
Beigetreten: 04.04.2007
Oldschool Grinder

Wenn die beiden nicht auffallend loose agiert haben, wie man hier über einen call mit JJ nachdenken kann, versteh ich nicht. Call QQ+ und fertig, JJ ist dann halt ein fold. AKs wär hier die Hand, die echt schwierig wär. Ich überleg mir immer, " gibts die Möglichkeit, dass ich in diesem Spot favorit bin"- wenn meine Phantasie für dieses Szenario nicht ausreicht, dann fold ich halt. Gegen einen push call ich mit zugekniffenen Augen, gegen zwei mit JJ an der Bubble mit einem CSI von 9, ohne die Möglichkeit, dass ich einem bluff push sehe- never ever.
Btw, was hatte denn der SB? TT oder AJ bestimmt nicht.


larseda
Beigetreten: 06.08.2006
Elite Grinder

Original von wool85
Gegen einen call ich JJ easy, gegen 2 will ich dann schon QQ+ haben.
Zumal so kurz vor der Bubble der Bubble Factor auch mit rein spielt, d.h. ich schätze mal, dass du hier mind. 33% bräuchtest (anstatt der 30).

#2

wobei ich eher glaube, dass wir hier 36-38% brauchen
die 33% brauchst ja schon im early
dazu kommt noch der fakt, dass wir nen soliden stack reinstellen, mit dem wir noch sehr gut weiterspielen können


wool85
Beigetreten: 11.01.2008
Oldschool Grinder

Die Struktur bei MTTs ist ja online im allgemeinen gleich. Gibt es da einen groben Richtwert welchen BF man kurz vor der Bubble hat? Ich wüsste jetzt nämlich nicht, wie ich den selbst berechnen sollte und habe hier einfach mal sehr vorsichtig geschätzt (anscheinend zu vorsichtig).


larseda
Beigetreten: 06.08.2006
Elite Grinder

das is bei mir atm auch ne schätzung

ich hab (mit visors hilfe ;) ) das Ganze mal in matlab umgesetzt.
alle stack even bis auf 1 und dieser hat doppelten stack
da waren bei 10 plätzen paid und 70 playern left der BF doch erschreckend hoch (aussen gedächtnis vllt 54%)

ich wollte es gern mal genauer machen und auch für grössere turniere
aber das problem ist die payout struktur ...
wenn 100 plätze paid sind muss ich halt nen vektor basteln mit 100 werten ...
da hatte ich damals einfach keine lust mehr ^^ vllt wird es mal noch

sollte auch mal nen artikel werden, aber das wird wohl nix mehr ...

daher is alles, was ich oben geschrieben habe, auch nur ne schätzung meiner seits


Smeagoli
Beigetreten: 04.04.2007
Oldschool Grinder

Gibt es da einen groben Richtwert welchen BF man kurz vor der Bubble hat? Ich wüsste jetzt nämlich nicht, wie ich den selbst berechnen sollte und habe hier einfach mal sehr vorsichtig geschätzt (anscheinend zu vorsichtig).

Das wär mal interessant, hab da nämlich auch nichts zu.

Klar ist mir nur,dass der größere stack gegenüber dem kleineren immer einen kleineren bubble faktor hat, als der kleinere zum größeren, jedoch umso gecrippelter ein stack ist also stark unter average rutsch der bubble faktor dieses spielers immer weiter sinkt gegnüber den großen und auch andersherum, weil er ja kein gefährliches stack mehr hat, wobei direkt an der MTT bubble bei mehreren shorties das natürlich wieder anders aussieht, als beim SNG, beim MTT sind die bubble faktoren der kleinen stacks kurz vorm ITM sehr hoch, wobei das online nur bei den teureren turnieren so richtig zum tragen kommt- die billigdinger sind da wohl was ich so sehe ohne bubble faktoren- lol. Der, der das größte stack hat ist halt im Vorteil. Der bubble faktor ist wohl immer irgendetwas zwischen 1 und 2,x- oder doch nicht? Am größten sind die bubble faktoren wenn die big stacks gegeneinander spielen, denk ich mal.

Im enddefekt, wenn du die fear equity ausnutzen willst an der bubble, bist du drauf angewiesen, dass der gegner den du dir aussuchst sich dem auch bewußt ist-lol.

Und natürlich, umso höher und attraktiver der preisgeldsprung ( ich würde sagen, dass istin vielen Situationen dann die eigene einschätzung wie wichtig den Mitspielern das erreichen der nächsten preisstufe ist) umso höher der bubble faktor.

Aber das läßt sich meines Wissens exact berechnen, in wie weit die Spieler dann in ihrem verhalten davon abweichen muß man halt aufnehmen und erkennen. Beim 300K z.B. an der Bubble hab ich manchmal das Gefühl, es gäbe in der ersten preisstufe 10x buy in.


larseda
Beigetreten: 06.08.2006
Elite Grinder

@smea
deine gedanken sind etwas ... wired auch wenn die meisten sachen schon richtig sind

also
Bubblefaktor ist das verhältnis zwischen unseren Erwartungswert am Prizepool vor und nach der Hand an. Dabei kann man den unterschiedlich angeben.
bobbs gibt ihn meistens mit
$ev(win)/$ev(fold) an da kommen dann werte zwischen 1 und 2 raus (im cash wäre es immer 2, da ein doppelter stack immer doppelt soviel wert ist)
ich persönlich mag es lieber mit
$ev(fold)/$ev(win) ... wo dann werte zwischen 0,5 und 1 rauskommen
(cash wäre hier immer 0,5)

das buyin hat mit dem BF nix zu tun, der is immer gleich, egal ob 50$ buyin oder 100$
er ändert sich aber bei jeder preisstruktur ... bei jeder stackverteilung und muss auch für alle stacks einzeln berechnet werden.
also hero hat gegen alle anderen stack jeweils einen anderen BF.

ok, hab matlab nochmal gefunden und poste einfach mal paar werte, die es mir ausspuckt.

payout = [0.32,0.195,0.14,0.11,0.08,0.06,0.04,0.03,0.025]
dev ... der $ev des spielers wenn er seinen stack bei s gegner verdoppelt (vorher alle even stacks und hinterher halt s-1 spieler)

dev(13)=0,1272
(1/13)/dev(13)=0,605
BF=0,605

für weiter könnte ihr es selbst ausrechnen,ich rattere einfach mal paar werte durch ;)
dev(20)=0,0891
dev(50)=0,0383
dev(100)=0,0196
dev(1000)=0,0020

um es mal auf grössere MTT umzumünzen
wenn wir das bsp nehmen mit 100 spielern und 9 payout, dann spricht das halbwegs nen grossen mtt und kommen auf nem BF von 0,51
bei 50 spielern und 9 payout entspricht das nen mtt mit flachen payout
dort ist er 0,522

naja, macht euch eure eigenen gedanken ;)
hab das nur grade nochmal rausgekramt .... sollte halt mal nen artikel werden ...


wool85
Beigetreten: 11.01.2008
Oldschool Grinder

Danke schön. Darauf kann man aufbauen.


Sn4tch
Beigetreten: 11.10.2008
PokerStrategist

Besonders empfehlenswert ist in diesem Zusammenhang das Buch "Kill Everyone", dass diesen Bubble-Factor intensiv behandelt und beschreibt, wie man seine Odds discounten muss, je nachdem wie die Payoutstruktur ist und wie die Stacksizes.
Da staunt man manchmal nicht schlecht, besonders in Bubble Nähe muss man seine Equity gegen Villains angenommene Range nicht selten durch 1,5 oder mehr teilen, bevor man berechnen kann, ob man mit den gegebenen Pot Odds nen call oder nen fold hat.
Besonders extrem wird dies natürlich, wenn zwei Bigstacks gegeneinander antreten und noch viele Shorties am Tisch sind, weil man mit dem Gewinn des Potts sich kaum mehr Siegchancen erkauft durch den Verlust aber einen sehr viel größeren Anteil am Prizepool liegen lässt. Aber das sollte ja eh hinreichend bekannt sein ;)

Das Ganze in nen Tool zu packen, sollte recht rechenintensiv sein, da für jeden Stack die Chance auf die entsprechenden Plätze und den damit verbundenen Gewinn berechnet werden muss. Da gibt es aber in besagtem Buch Tabellen und Eselsbrücken, die man versuchen kann sich einzuprägen.


larseda
Beigetreten: 06.08.2006
Elite Grinder

den kompletten ICM algorithmus, wie man ihn im internet findet, kann man für 15 spieler nicht mehr benutzen

hab mit matlab für 12 spieler 3min gebraucht und für 13 spieler 30 min ...
daher musste da sganze, für die zahlen, die ich oben gepostet habe, vereinfach werden. in dem ich einfach alle spieler bis auf einen auf den gleichen stack setze

die interessante frage ist nun eigendlich, ob der entstande wert ne art mind. wert ist !? weil wenn die stack der gegner nicht alle gleich sind, sondern verschieden müsste sich der BF erhöhen ... frage ist dann aber wieder, wie es sich auswirkt, gegen grössere oder kleinere stack zu spielen
alles nicht so einfach ;)

@snatch
hab das buch nie gelesen, nur davon gehört
würdest du meinen, dass ich bei dem, was ich hier poste, bei dem buch was lerne ? oder sagt er im grunde nur das gleiche ...


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