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Big 162 - QQ auf JTTss

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PaetrickSeiMurda
Beigetreten: 02.01.2014
PokerStrategist

Servus zusammen.

Diesmal eine Hand aus dem Big 162, hatte ein Ticket und hab's mir ausnahmsweise mal gegönnt. Die Hand hier ist mMn extrem interessant, da es eigtl. für alle Lines halbwegs sinnvolle Argumente gibt. Villain ist für mich kompletter Unknown und mein Ziel war es daher, meine Range und das Board möglichst gut und balanced zu spielen, um nicht exploitable zu werden gegen tendenziell sehr gute Regs.

Habe schon mit einigen Regs über die Hand gesprochen und sehr viele unterschiedliche Meinungen gehört, scheint echt ein sehr komplexer Spot zu sein.

Meine Gedanken grob:

Auf Lowstakes bette ich den Flop wohl immer selber for value/protection, weil viele Leute halt passiv sind und Draws oftmals behind checken, zu viel schwächere Hände auf Flop/Turn callen etc. und Range Protection nicht wichtig ist (da capped Ranges nicht bewusst attackiert werden). Hier gegen tendenziell viel bessere Spieler (kannte Villain jetzt nicht) gefällt mir der Check mit meiner kompletten Range auf dem Board eigtl. ganz gut, da es Villain halt einfach besser hittet (gebe ihm Range Advantage) + er seine Draws meistens selber betten wird. Ich stärke damit auch meine Checking Range, die superweak wäre, wenn ich TP+ immer bette. Weiterer Vorteil dürfte sein, dass ich es via ch/r eher mal gegen AJ reinbringe als auf Turn/River, weil meine ch/r Line halt drawlastig aussieht mMn.

Nachteile: Ich nehme Villain die Möglichkeit, mit Gutshots oder ähnlichen Händen durchzubarreln, außerdem isoliere ich mich natürlich etwas gegen seine kleine aber vorhandene Nutsrange.

Was meint ihr? Was ist hier das beste Rangeplay?

PokerStars - $150+$12|30/60 Ante 5 NL - Holdem - 9 players
Hand converted by PokerTracker 4

Hero (MP+1): 2,672
MP+2: 3,000
CO: 4,885 (VPIP: 42.86, PFR: 28.57, 3Bet Preflop: 50.00, Hands: 7)
BTN: 4,257 (VPIP: 28.26, PFR: 17.39, 3Bet Preflop: 0.00, Hands: 47)
SB: 2,740 (VPIP: 19.15, PFR: 8.51, 3Bet Preflop: 0.00, Hands: 47)
BB: 5,866 (VPIP: 14.89, PFR: 6.38, 3Bet Preflop: 0.00, Hands: 47)
UTG: 2,560 (VPIP: 15.24, PFR: 12.75, 3Bet Preflop: 0.00, Hands: 105)
UTG+1: 3,724 (VPIP: 17.02, PFR: 8.70, 3Bet Preflop: 0.00, Hands: 47)
MP: 3,111 (VPIP: 15.22, PFR: 8.70, 3Bet Preflop: 0.00, Hands: 47)

9 players post ante of 5, SB posts SB 30, BB posts BB 60

Pre Flop: (pot: 135) Hero has Q♦ Q♠

fold, fold, fold, Hero raises to 133, MP+2 calls 133, fold, fold, fold, fold

Flop: (401, 2 players) T♥ J♣ T♣
Hero checks, MP+2 bets 240, Hero raises to 720, MP+2 calls 480

Turn: (1,841, 2 players) 2♦
Hero bets 1,814 and is all-in


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9 Antworten

flop gut, as played würde ich turn + river check/callen, sonst nimmst du seinen random floats die chance zu bluffen. auf den 100+ buyins sollten die spieler auch kompetent genug sein, sodass nicht fit/fold gespielt wird.

so viele draws kannst du ihm aber auch nicht geben, da Qx geblockt wird. tendenziell also nur 89 und random flushdraws. den call auf den turnshove bekommen wir nur von tx und reingelevelten pairs.

ps: wenn du auf exploiting achtest, dann ist der turnshove sowieso sehr grenzwertig, da du keine purebluffs haben dürftest, mit einem check aber keine weiteren informationen über deine bluff/valuerange preisgibst.


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PaetrickSeiMurda Themenstarter
PaetrickSeiMurda
Beigetreten: 02.01.2014
PokerStrategist

Danke für den Kommentar!

Das mit den Blockern ist ein guter Punkt, ich blocke sowohl Villains Draws als auch seine Outs, wenn er Draws hält. Das spricht eigtl. gegen meine Line, da seine (Semi)Bluffrange halt kleiner ist.

Zum Turnshove:

Wenn ich starke Draws halt auch ch/raise am Flop, dann will ich diese auf Blank Turn ja shoven für die FE. Und um diese Semibluffs zu Balancen müsste ich dann ja auch Valuehands shoven, so wäre mein Gedanke gewesen.

Mein Problem mit der Hand ist im Nachhinein, dass QQ evtl. etwas zu schwach sind und ich mich zu sehr gegen stärkeres isoliere. Evtl. wäre es besser, noch polarisierter zu ch/raisen und Hände wie AJ/QQ zu ch/callen. Dann komme ich aber einen Punkt an dem ich komplett lost bin: Brauche ich auch Draws in meiner ch/calling Range? Wenn ja, welche Draws landen in welcher Range? Und macht es überhaupt Sinn, meine komplette Range zu checken, oder sollte ich einfach meine starken made hands + Draws cbetten und halt eine sehr schwache checking Range haben? Bin hier wirklich sehr überfragt und weiß nicht, wie ich meine Range optimal konstruiere gegen gute Regs, vielleicht habt ihr da mehr drauf als ich und könnt mir weiterhelfen!


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00Visor
Beigetreten: 26.11.2007
Elite Grinder

Man sollte schon auch ein paar Draws in der check/call Range haben, hier würde sich vor allem A♣:K♣: und A♣:Q♣: anbieten, die man je nach Runout später in nen Bluff turnen kann.
Im Prinzip sollte die check/call Range aber schon ziemlich showdownlastig sein.

Prinzipiell denke ich nicht, dass deine Line overplayed ist. Es ist fraglich, ob er hier JJ, 22, ATs, T9s preflop flattet. (JTs wohl recht wahrscheinlich)
Habs mal im Equilab eingegeben und denke nicht, dass dich mehr als 10% seiner Preflop-Kombos beat haben.
Wenn du das dann nicht so for Value spielen kannst, bettet er entweder selten den Flop oder overfoldet auf irgendeiner Street stark.

Und wenn die Hand stark genug zum broken ist, dann sollte wir sie eher nicht in die check/call all the way Range packen. Ansonsten wär das hier wohl recht nice.

Find deine Line hier also ziemlich gut, denke ich.

Ist natürlich bisschen die Frage, wie "gut" man ihn sieht. Aber die meisten Regs auf dem Limit sehe ich das Board einfach viel zu weit betten, wenn ich checken, teilweise mit der ganzen Range.
Der Exploit dagegen ist natürlich viel zu check/raisen.


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alwayswinning1111
Beigetreten: 22.07.2008
Oldschool Grinder

flop bad, turn mehr als potsize shove gruselig

e. ok, ich habe die anderen kommentare hierzu gelesen. verstehe den sinn nicht, wieso man in diesem spot überhaupt eine checkraising range haben sollte.


Antwort
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PaetrickSeiMurda Themenstarter
PaetrickSeiMurda
Beigetreten: 02.01.2014
PokerStrategist

Original von alwayswinning1111
flop bad, turn mehr als potsize shove gruselig

e. ok, ich habe die anderen kommentare hierzu gelesen. verstehe den sinn nicht, wieso man in diesem spot überhaupt eine checkraising range haben sollte.

Wie gesagt bin mir selber komplett unsicher in dem Spot und hab da einige Leaks in Sachen Rangekonstruktion. Wäre aber cool wenn du ein bisschen auf deine Gedanken dazu eingehst, wieso Line X gut/schlecht ist, ansonsten entsteht hier ja keine Diskussion.

@Visor:

Danke für den ausführlichen Kommentar!

Und wenn die Hand stark genug zum broken ist, dann sollte wir sie eher nicht in die check/call all the way Range packen. Ansonsten wär das hier wohl recht nice.

Da muss ich mal nachfragen. Wieso ist das so? Macht es nichts aus, wenn unsere ch/call Range recht capped ist? Das ist eine dieser Fragen, wo ich noch ziemlich in der Luft hänge.


Antwort
Zitat
00Visor
Beigetreten: 26.11.2007
Elite Grinder

Original von PaetrickSeiMurda
@Visor:
Danke für den ausführlichen Kommentar!

Und wenn die Hand stark genug zum broken ist, dann sollte wir sie eher nicht in die check/call all the way Range packen. Ansonsten wär das hier wohl recht nice.

Da muss ich mal nachfragen. Wieso ist das so? Macht es nichts aus, wenn unsere ch/call Range recht capped ist? Das ist eine dieser Fragen, wo ich noch ziemlich in der Luft hänge.

Ja, macht schon was aus, da hast du recht.
Wobei das doch von sehr wenigen wirklich exploitet wird.

Aber wenn man davon ausgeht, dass er zumindest sehr light valuebettet, wenn wir checken (und gar nicht mal so viel mehr downcallen würde), ist check/call all the way wohl schon auch völlig ok hier.


Antwort
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guth888
Beigetreten: 27.02.2009
Poker Player

gegen leute die flop overstabben, was unbestritten viele tun, ist das c/r sicherlich ein richtiger exploit...
nur ich frage mich, woher du als lowstakes spieler weisst, dass villain overstabbt?
kanntest du ihn oder gibts reads, welche du im op nicht erwähnt hast?
wenn du hier for value c/raist, solltest du natürlich nen plan haben, was er hier reasonable flatten kann und wie du gg die range abschneidest
per deafult tendiere ich gg unknowns hier zu ner flop bet, da du keine club und jack blocker hast und von diesen handkombos value bekommst

c/c könntest du natürlich auch, wenn villain anfängt zu dünn for value zu gehen mit händen, welche max nur 2 streets sind...

für den turnshove finde ich leider keine guten argumente, da du dich gg besseres isolierst in den meisten fällen und die weakeren parts seiner range einfach folden werden...
denke auch, dass er sich da zu selten mit Jx in nen call reinlevelt, damit du hier for value pot jamen kannst
obv kommt es bei allen bewertungen darauf an, mit welcher preflattingrane villain hier am start ist, da dies der entscheidende faktor in der hand ist...


Antwort
Zitat
PaetrickSeiMurda Themenstarter
PaetrickSeiMurda
Beigetreten: 02.01.2014
PokerStrategist

Danke erstmal für eure Beteiligung!:f_thumbsup:

Original von guth888
gegen leute die flop overstabben, was unbestritten viele tun, ist das c/r sicherlich ein richtiger exploit...
nur ich frage mich, woher du als lowstakes spieler weisst, dass villain overstabbt?
kanntest du ihn oder gibts reads, welche du im op nicht erwähnt hast?

denke auch, dass er sich da zu selten mit Jx in nen call reinlevelt, damit du hier for value pot jamen kannst
obv kommt es bei allen bewertungen darauf an, mit welcher preflattingrane villain hier am start ist, da dies der entscheidende faktor in der hand ist...

Villain ist absoluter Unknown für mich, ich hatte deshalb auch nicht vor irgendetwas zu exploiten. Ingame war der Gedankengang grob zusammengefasst halt: Board trifft Flatting Range besser als meine, deshalb sollte ich viel checken, also checke ich auch gute Hände wie QQ+, Tx etc. Dachte dann ingame auch, dass Villain wohl viele Draws (vor allem auch seine Gutshots) betten wird, und dass ch/r gegen diese Stabs mit Equity ziemlich nice sein dürfte. Auf Lowstakes ist meine Checking Range auf solchen Boards halt ziemlich weak und kann easy exploitet werden, das wollte ich hier vermeiden + evtl. für mich nutzen.

Im Nachhinein sehe ich gute Villains da aber auch eher viel behind checken..Hände wie AQ, AK eignen sich halt auch ganz gut für ch behind und delayed CBet an Villains Stelle und er sollte wohl eher nicht Flop damit stabben denke ich!? Außerdem habe ich ingame irgendwie mehr weakere Hände oder Draws gesehen, gegen die ich es via ch/r reinbekomme, als es tatsächlich gibt..da hatte ich unterbewusst wohl doch zu viel Lowstakes-Gameflow im Kopf. Finde im Nachhinein auch ch/call irgendwie geiler.

Default (vor allem auf Lowstakes) bette ich da einfach selber, weil die Villains passiver sind, eher mal schwache Hände callen und Draws öfters behind checken wenn ich nicht bette. Wollte hier halt unbedingt meine ganze Range möglichst optimal spielen, da ich das aber auf den Lowstakes quasi nie versuche bin ich da einfach unerfahren und daher der fehlende Plan in der Hand.

Wie würdet ihr eure Range denn gegen gute Gegner hier konstruieren, um den größten EV aus der Range zu holen ind möglichst unexploitable zu sein? Ist der Rückschluss "Villain hat Range Advantage" -> "Wir sollten viel checken" überhaupt richtig? Habe jetzt schon verschiedenste Meinungen zur Hand bekommen, auch hier im Thread wurde jetzt ja schon ch/r, ch/c sowie Bet in Betracht gezogen, die Hand lässt scheinbar schon viel Spielraum für diverse Lines..

obv kommt es bei allen bewertungen darauf an, mit welcher preflattingrane villain hier am start ist, da dies der entscheidende faktor in der hand ist..

In der Hand hat Villain mir AA gezeigt. KK/AA hätte ich persönlich halt schon bis auf ganz wenige Trap-Kombis discountet, da er damit in den Positionen ja eigtl. schon eine klare Value 3Bet haben sollte und hinter uns auch kein Reshove Stack sitzt. Gibt man ihm KK/AA in die Range, wird mein ch/r natürlich schon wieder deutlich schlechter..dachte ingame halt, dass mich nur Tx und JJ beat haben.


Antwort
Zitat
OrcaAoc
Beigetreten: 06.08.2006
Elite Grinder

Finde es erstmal gut das du den Flop checkst aus den von dir genannten Gründen daher kann man hier sogar seine gesammte Range checken
aus meiner Sicht. Ich denke mit dem Range advantage von Villian siehst du genau richtig und den flop zu checken ist dann eindeutig das beste play.

Ich würde c/c bevorzugen aus folgenden Gründen. Wenn du hier Overpairs raised dann schwächst du deine c/c range empfindlich
Nehmen wir mal an die Hand geht c/c flop c/c turn und villian barrelt den River, da er einige bluffs haben kann wirst du einen gewissen
Prozentsatz deiner Range callen müssen. Wenn aber AJ schon deine Toprange ist wirds aus meiner Sicht schwer werden
genug Hände zu haben mit den wir callen können bzw. wollen.

Ein anderer Grund ist das du einige seiner draws mit den Queens (teilweise) blockst, zb. 98s oder AK
sodass einige seiner Semibluffs sowohl weniger Equity als auch reverse implied odds haben und du umgekehrt
auf ein Ace einen einfachen fold und keine reverse implied odds hast.

Der dritte grund ist das Villian hier von schwächeren Madehands loskommen könnte da du auf einem board
wo er einen Range advantage has eine sehr starke Line spielst, nehmen wir an Villian hätte QJs oder KJs dann
könnte ich mir vorstellen das man das gegen einen checkraise mucken müsste.

Die Hand würde sich meines Erachtens sehr gut für eine Highlight hand eignen.
Es wäre z.b. auch sehr interessant wie Snowie die Hand spielen würde oder was eine Analyse mit dem
cardrunnerstool ergeben würde.


Antwort
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