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HU (MTT)

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smokinnurse
Beigetreten: 26.03.2007
Oldschool Grinder

hi,

bin gestern mal wieder ins HU gekommen
zäh, vs schwedischen reg

wollte allgemein aber mal nach stats und adaptions fragen

ich habe 65/57 (78% open am BU)
22% 3bet
79% fold23bet (call 9%, 4bet 12%)
43% fold2cbet
46% WTS
4.0 (29%) AF

geht das io?
fold23bet zu hoch?

adaptions:
stats villain (20k MTTs, ~30% ROI)
60/45 (nur 51% open am BU!)
aber 38% 3bet - meist 3x, selten 2,2x
WTS 33%
2.0 (32%) AF
80% fold23bet (call 20%, 4bet 0%)
fold2cbet 33%
fold24bet 75%

also alles ein bisschen komisch, bis auf die vielen und hohen 3bets eher passiver unterwegs
gibt aber einen deutlichen zusammenhang zwischen stacksize und aggressivität - jehr mehr chips desto aggressiver, als shorty imo deutlich zu passiv imo

average stack 45bb zu beginn, dann 35bb
chiplead wechselnd, in den meisten händen keiner unter 20bb


- wie adaptet ihr gegen hohe 3bet-frequenz?
mehr trash am BU folden?
SCs l/c?
pushing-range?

- 3bettet ihr noch loose gegen 51% open?
was macht ihr zb mit A6o?
3b-range?
3b/f ihr noch mit 25bb?

- passive defends - womit?

andere exploits?


Antwort
Zitat
8 Antworten
smokinnurse Themenstarter
smokinnurse
Beigetreten: 26.03.2007
Oldschool Grinder

und noch ein paar hände, grösstenteils postflop

1)
BU ($124,197)
Hero ($145,803)

2k/4k/400

Dealt to Hero 6♣ 7♠

Hero raises to $8,000, BU calls $4,000

FLOP ($16,800) 7♦ A♣ 6♠

checks, Hero bets $6,000, BU raises to $16,000, Hero ...?

2)
BB ($86,997)
Hero ($183,003)

2k/4k/400

Dealt to Hero 2♥ K♥

Hero raises to $8,000, calls $4,000

FLOP ($16,800) J♦ 8♥ 3♥

checks, Hero bets $6,000, BB calls $6,000

TURN ($28,800) J♦ 8♥ 3♥ 3♠

BB checks, Hero ...?

3)
Hero ($168,603)
BU ($101,397)

2k/4k/400

Dealt to Hero 7♦ A♣

BU raises to $10,000, Hero ...?

BU openraist 2x, 2,5x, 3x - ohne erkennbares muster

4)
BB ($86,297)
Hero ($183,703)

2k/4k/400

Dealt to Hero 5♥ A♦

Hero raises to $8,000, BB raises to $24,000, Hero ...?

5)
BB ($107,294)
Hero ($162,706)

2,5k/5k/500

Dealt to Hero 8♠ J♠

Hero raises to $10,000, BB calls $5,000

FLOP ($21,000) A♦ Q♥ K♦

checks, Hero bets $8,000, BB calls $8,000

TURN ($37,000) A♦ Q♥ K♦ T♣

checks, Hero bets $13,000, BB calls $13,000

RIVER ($63,000) A♦ Q♥ K♦ T♣ 4♠

BB bets $13,000, Hero ...? BB = 63k left

meine turnbet ist schon sehr klein
aber ich habe generell öfter 2ndbarrelt, weil V mehrmals call flop - fold turn hat und nicht SDbound war

also size river?
und generell: wegen hoher 3b-freq bei V J8s pre nur completen?
er hat nur noch 20bb, kann also pre ziemlich perfekt gegen mich spielen, wenn ich nur complete


Antwort
Zitat
Asaban
Beigetreten: 22.09.2006
Elite Grinder

FYI (und damit hier mal ne Antwort steht =) ): Habe den Thread zur Kenntnis genommen und werde auch noch eine Antwort präsentieren. Da deine Fragestellung aber recht umfangreich ist und ein wenig Aufwand erfordert muss ich dich auf einen späteren Zeitpunkt vertrösten. Vllt findet sich bis dahin ja noch jemand anderes der gewillt ist dir weiterzuhelfen.

Gruß,
Asaban


Antwort
Zitat
smokinnurse Themenstarter
smokinnurse
Beigetreten: 26.03.2007
Oldschool Grinder

auch nicht weiter schlimm, wenn es darauf keine reaktionen gibt
spiel ich halt paar HU-SNGs, um da klarer zu sehen
ich denke nur, dass HU-SNGler und MTTler im HU zwei ziemlich unterschiedliche sachen sind

deshalb wäre es ja eigentlich schön, wenn es wenigstens ein paar stats gäbe, die man vergleichen könnte

@e
nee, HU-SNgs ist quatsch, seh ich schon nach 5 games
HU CG vielleicht eher


Antwort
Zitat
Asaban
Beigetreten: 22.09.2006
Elite Grinder

Ich glaube das Hauptproblem ist die Komplexität. Die meisten MTT'ler haben eben gerade im HU ihre größten Leaks. Das fällt nur glücklicherweise meist nicht auf weil man relativ Short gegen Random Fish spielt. Vllt hätte es Sinn gemacht wenn du deine Frage in Teilbereiche aufgeteilt hättest und eins nach dem anderen gepostet hättest.

Alles zusammen ist halt ein ziemlicher Wust...

Ich versuchs mal (obv ohne Garantien - mein HU ist auch nicht das beste):

Thema Stats und Adaption

Per se erstmal nichts falsch. Ich folde halt auf 3bets weniger wenn er einen derart hohen 3bet Wert hat und erhöhe meine Call sowie Push-Frequency. Ist aber schwer zu beurteilen weil im HU halt einfach alles von Tableflow, Timing etc abhängt. Nur an Hand von Stats kann man sowas nicht einschätzen.

Da dein Gegner sehr oft auf 3bets foldet hättest du zudem selbst etwas mehr 3betten können.

Auf Grund seiner Stats würde ich vermehrt versuchen die Action auf Postflop zu verlagern da er dort mehr Probleme zu haben scheint.
Limp/Call ist hier sicherlich eine Option - das hängt aber wiederum davon ab wie er darauf reagiert. Ist also pauschal schwer zu beurteilen.

Gegen einen solchen Gegner (80% foldto3bet, 75% foldto4bet) sollte 3bet/fold eine Möglichkeit sein um seinen hohen foldto3bet Wert zu exploiten. Natürlich nur solange er nicht adaptet.

A6o ist eine Hand die sich Postflop nicht super gut spielt. Gleichzeitig hat sie einen Blocker und ist daher im HU durchaus stark. Ich würde sie daher wohl meist zumindest 3betten. Je nach Stacksizes kann man es dann broken oder eben auch nicht.

Die 3bets hier wegzulassen nur weil er verhältnismässig tight opened halte ich insofern für falsch, als das er auch trotzdem noch sehr viel wegzulegen scheint.

Passive defends sind wohl am sinnvollsten mit SC's, sowie diversen schwachen Broadways. Diese haben HU eine feine Equity, eignen sich aber nur bedingt zum 3betten.

Deine Hände

Erste Hand: Ich calle da einfach und spiel ihn in position. Vor was soll ich Angst haben? Habe hier im HU two pair und es liegt ein A draussen. Er wird hier meist 3 Outs haben und mich trotzdem immer fein ausbezahlen mit Ax. Wenn er es hier mal hat dann bin ich ja ohnehin schon hinten und begrenze durch den Call lediglich meine Verluste. Ein Fold sollte ausser Frage stehen.

Zweite Hand: Checke ich behind. Er hat einen niedrigen Fold2cbet wert - daher gehe ich nicht davon aus hier zwangsläufig hinten zu liegen und sehe showdown Value. Davon abgesehen drawe ich ja noch recht gut. Möchte hier kein c/r riskieren.

Dritte Hand: Stark Gegner-abhängig und im Vakuum kaum zu beurteilen. Kommt einfach sehr stark auf eure History an imo.

Vierte Hand: Lege ich einfach weg sofern ich mir nach dem bisherigen Verlauf eine klare Edge gebe und es Postflop gut gegen ihn läuft.

Fünfte Hand: Ich bette den Turn da in jedem Fall größer. Er wird da imo noch genug callen bzw versuchen zu bluffen. Deine kleine Size sieht schon etwas strange aus imo ("I want you to call"). Am River pushe ich es dann as played. Denke nicht, dass deine Raisesize hier irgend etwas an seiner Action ändern wird.

Preflop opene ich das wohl auch. Bin nicht der mega Fan von complete/call weil es unserem Gegner meist entgegen kommt. In einigen Fällen kann es natürlich Sinn machen - dafür brauchts dann aber wirklich die konkrete Situation in ihrer Gesamtheit.

Ich hoffe das konnte dir ein bisschen helfen. Können das obv gerne weiter diskutieren wenn noch Fragen offen sind :)

Gruß,
Asaban


Antwort
Zitat
smokinnurse Themenstarter
smokinnurse
Beigetreten: 26.03.2007
Oldschool Grinder

thx, bin im prinzip mit allem einverstanden

die sache im MTT ist natürlich, dass man eine menge history hat, spätestens am FT
gerade schwächere gegner switchen dann im HU
und werden plötzlich hyper aggro, aber auch regs drehen plötzlich auf
wahrscheinlich ist es wirklich so, dass 80% der MTTler HU einfach nicht können^^

hauptproblem für mich ist:
final3-FT strengt mich so an, dass dann letztlich im HU kaum noch viel luft da ist
aber imo geht das den gegnern ähnlich

zu den händen ... seh ich ziemlich ähnlich, also nix zum diskutieren^^

hab grad ein bisschen NL50 HU gespielt
allerdings mit 40bb eingekauft
das kommt der situation MTT-HU ziemlich nahe
von der edge und der dynamik her zumindest


Antwort
Zitat
smokinnurse Themenstarter
smokinnurse
Beigetreten: 26.03.2007
Oldschool Grinder

noch eine frage

ich spiele gegen einen aggro reg
wir haben beide 100bb+

er 3bettet auf meine minraises 39%, jeweils mit 8bb
u.a mit K6o
seine am SD gesehene brokerange vs 4bet lag bei AJs+, AQ+, 88+
wird aber sicher looser sein, zumindest wenn er mit FE shoven kann

(1) was ist hier eine gute adaption?
lighter 4betten?
oder, was eher mein play ist, wenige 4bets mit valuehänden und ein paar bluffs mit schlechter playability, aber mit blockern
ansonsten aber lighte calls auf die 3bets mit guter playability

am anfang haben lighte 4bets wahrscheinlich den höheren profit
aber so ein gegner wird wahrscheinlich rel schnell adapten und entweder light shoven oder einen teil seiner range sogar auf die 4bet noch callen
und insgesamt etwas weniger 3betten

aber wenn ich mir das im equilab so ansehe, dann ist eine 40% 3b-range pre nur dann wirklich exploitbar, wenn er seinerseits nicht adaptet
sobald er auf 28-30% reduziert, was man erst einmal wohl nicht merken wird, und seine shoving-range erweitert, nimmt imo die profitabilität der lighten 4bets stark ab

unangenehm wird es imo, wenn wir nur 30-50bb haben
einmal haben wir eine geringere anzahl an händen, die wir spielen können (geht ja ums MTT-HU simulieren)
und bei einer 4bet-size von 18bb eine hässliche SPR, jedenfalls mit dem bluffanteil
andererseits kann er weniger bluffshoven

ka, aber da scheint mir immer noch der ansatz von oben, also vermehrte completes und ansonsten häufige folds vs 3bets, am besten
wäre dann aber die frage, inwieweit man die completes balancen muss
ein paar complete/raise sollten imo ja dabei sein, oder?
ginge aber auch mit ein paar bluff-kombos, dann müsste man valuehände nicht completen, sondern könnte die normal raisen

(2) letzte frage:
ich minraise und der gegner 3bettet mit 8bb, was mein minraise-konzept ja wirkungslos macht
passt ihr eure raisesize in solchen fällen an?
ist vielleicht (zumindest bei medium stacks) eine höhere raisesize eine wirkungsvolle adaption gegen besonders 3b-happy Vs?

(3) allerletzte frage^^:
image
ich nehme an, dass mein image ziemlich 08/15 ist
mit den stats von oben eher auf der weakeren seite
mit denen aus dem HU CG
73/59
24% 3bet
40% fold23bet
20% 4bet
50% fold24bet
eher looser (gefallen mir auch besser eigentlich, sind aber der höheren stacksize geschuldet)

aber ich habe das gefühl, dass ich mit dem style besonders aggressives play provoziere
oder ist das nur einbildung?


Antwort
Zitat
Asaban
Beigetreten: 22.09.2006
Elite Grinder

Antwort meinerseits dauert wieder ein wenig :megusta:


Antwort
Zitat
Asaban
Beigetreten: 22.09.2006
Elite Grinder

Original von smokinnurse
(1) was ist hier eine gute adaption?
lighter 4betten?
oder, was eher mein play ist, wenige 4bets mit valuehänden und ein paar bluffs mit schlechter playability, aber mit blockern
ansonsten aber lighte calls auf die 3bets mit guter playability

Letzteres wäre wohl auch meine Line. Wobei auch das wieder stark vom Gameflow und der History abhängt. Lighteres 4betten ist halt recht gut exploitable wenn er ein wenig adaptet. Wäre also eher eine kurzfristige Lösung für ein paar Hände.

Original von smokinnurse
unangenehm wird es imo, wenn wir nur 30-50bb haben
einmal haben wir eine geringere anzahl an händen, die wir spielen können (geht ja ums MTT-HU simulieren)
und bei einer 4bet-size von 18bb eine hässliche SPR, jedenfalls mit dem bluffanteil
andererseits kann er weniger bluffshoven

Mit 30BB solltest du es ja zumeist auch 4bet-shoven. Alles andere ist angesichts der SPR wenig sinnvoll. 50BB sind da schon problematischer. Würde hier dann wie schon gesagt eher 3bets flatten als light zu 4betten.

Original von smokinnurse
ka, aber da scheint mir immer noch der ansatz von oben, also vermehrte completes und ansonsten häufige folds vs 3bets, am besten
wäre dann aber die frage, inwieweit man die completes balancen muss
ein paar complete/raise sollten imo ja dabei sein, oder?
ginge aber auch mit ein paar bluff-kombos, dann müsste man valuehände nicht completen, sondern könnte die normal raisen

Completes sind da halt nicht wirklich Teil meines Gameplans. Insofern schwer zu beurteilen wie man die sinnvoll integriert. Imo gibt so ein Complete unserem Gegner halt viel zu viele Möglichkeiten an die Hand und wir verzichten beispielsweise auch auf die Initiative und somit die Gelegenheit zum Contibetten.

Original von smokinnurse
(2) letzte frage:
ich minraise und der gegner 3bettet mit 8bb, was mein minraise-konzept ja wirkungslos macht
passt ihr eure raisesize in solchen fällen an?
ist vielleicht (zumindest bei medium stacks) eine höhere raisesize eine wirkungsvolle adaption gegen besonders 3b-happy Vs?

Ich teste dann zumindest mal mit verschiedenen Open raising sizes seine Adaptionen. Wenn seine 3bet gleichbleibend hoch ist macht es wenig Sinn höher zu openen da es somit für uns ja nur teurer wird. Vergrößert er mit steigender open raising size auch seine 3bet sizings dann kann man das ja recht nett exploiten. Lässt er bei höheren Sizings unsererseits die 3bets komplett weg ist dies auch eine wichtige Information die man nutzen kann.

Original von smokinnurse
(3) allerletzte frage^^:
image
ich nehme an, dass mein image ziemlich 08/15 ist
mit den stats von oben eher auf der weakeren seite
mit denen aus dem HU CG
73/59
24% 3bet
40% fold23bet
20% 4bet
50% fold24bet
eher looser (gefallen mir auch besser eigentlich, sind aber der höheren stacksize geschuldet)

aber ich habe das gefühl, dass ich mit dem style besonders aggressives play provoziere
oder ist das nur einbildung?

Natürlich induzierst du hier Frust-Shoves wenn du 20% 4bettest und einen recht hohen 3bet Wert hast. Die Gegner denken sich ihren Teil und wollen das Momentum nicht aus der Hand geben. Daher machen sie dann einen Move um dich in die Schranken zu weisen. In dem Fall dann einfach munter weiter machen und schon bekommste auf die nächste Premiumhand feine Auszahlung weil er dir nichts mehr glaubt :heart:

Gruß,
Asaban


Antwort
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