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[Geschlossen] minraisaments in late stage preflop

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Quentin73
Beigetreten: 23.09.2005
Elite Grinder

is ja jetzt grad dick in mode in late stage nur noch zu openminraisen anstatt 2,5 bb. Ich versteh den Sinn des ganzen irgendwie nicht ganz.

Vorhin hab ich grad wieder im WU gesehen wie Allanon das halt kontinuierlich praktizierte bis zu seiner bustout hand die folgendermaßen ablief.

er minraist KQo vom CO oder so, SB callt, BB callt.

KT3

BB und Allanon sind am Flop AI und BB hat halt T3o.

Öffnet man nicht durch diese minraises den Odds calls Tür und Tor?

Was denkt ihr über diese Modeerscheinung?


9 Antworten
Asaban
Beigetreten: 22.09.2006
Elite Grinder

Sinn der Sache ist ja Chips zu sparen bei nahezu identischer FE. Auch werden 3Bets usw kleiner. Die von dir beschriebene Situation entsteht halt nur wenn die Blinds halbwegs deep sind und der SB callt. Ansonsten ist der BB mit seiner Graupenhand da recht flux raus meistens.

Auf dem Flop ist es dann letztenendes eben ein Setup.

Frage ist ob bei 2,5BB der SB nicht auch callt. Wenn er das tut halte ich es für ziemlich wahrscheinlich, dass ein halbwegs deeper BB ebenfalls callt bei den Potodds.

Was mich noch interessiert: War es ein tatsächliches Minraise oder eher so ein 2,1 BB open raise. Ist ja beides in - finde aber Variante 2 meist besser. Final two stelle ich dann gerne mal auf minraise only um first in.

Letztenendes ist das Problem bei 2,5BB dass dich ne 3bet vom Gegner mehr kostet und du deshalb nicht so loose openen kannst da du auf ne 3Bet sonst folden müsstest. Bei 2,1 BB kannst du hingegen leichter folden da die Kosten nicht so hoch sind und es statt in 1,2 von 2 Fällen nur in 0,9 von 2 Fällen klappen muss (oder so ähnlich). Callt dich jemand hast du ausserdem noch eine kleinere Contibet und ggf second barrell - bei höherem Preflop Raise wirds schon deutlich teurer.

Alles in allem spricht das denke ich FÜR die Minraisaments.

EDIT: Gibt dann noch einige Gründe aus Gameflow und Future Game heraus. Kannst dein Spieltempo etwas variieren um in den richtigen Situationen dann eben auf deine erneuten Minraises Action zu bekommen - genaue Erklärung von meinen Gedankengängen ist mir da aber jetzt zu kompliziert.


Für mich kommt sowas ganz klar auf Stacksizes und Gegner an, generell muss das aber nicht schlecht sein. Wenn das Board KT2 gekommen wäre, hätte Allanon vllt sogar noch 2 Streets Value gekriegt....


Asaban
Beigetreten: 22.09.2006
Elite Grinder

Klar - bei tighten, shorteren Blinds ist es wesentlich angenehmer als gegen recht deepe Blinds die viel callen. Auch gegen Maniacs in den Blinds aber durchaus sinnvoll. Ist immer die Frage was du im Augenblick erreichen willst für die aktuelle Hand und dein Future Game...


Quentin73 Themenstarter
Quentin73
Beigetreten: 23.09.2005
Elite Grinder

Original von TeddyTheKiller
Für mich kommt sowas ganz klar auf Stacksizes und Gegner an, generell muss das aber nicht schlecht sein. Wenn das Board KT2 gekommen wäre, hätte Allanon vllt sogar noch 2 Streets Value gekriegt....

Allanon war recht short, was kein Postflopspiel mehr zuließ.
Ist es als shorty vs. Bigstacks in den Blinds denn dann nicht ein Fehler nur zu minraisen?

Wie denkst du sind die optimalen Stacksizes für das Play?

@Asabant, es war ein minraise, kein 2,1.

ich hatte bis vor kurzem in late stage immer noch 2,5bb geopened, bin jetzt auf 2,2-2,3 runtergegangen. Minraises mach ich eigentlich nur wenn ich die Blinds deutlich gecovered habe. Denke ich da falsch?


PowerGamer
Beigetreten: 11.12.2007
PokerStrategist

Also auf limits < 100$ würd ich immer 2,1bb oder sowas raisen ... einfach damit der gegner nicht "lol minbet" denkt und seine fancy moves auspackt ... fische machen das gerne ...

Ansonsten ist das komplett gegnerabhängig imo. Will der Gegner mit K10s auf seine odds callen oder ist er eher der fold/repush typ.
Stacksizes sind so ne Sache da man ja < 20bb eh fast nur noch am openpushen ist und man demgegenüber mit 30bb und ner minbet schon so ziemlich allem die odds gibt!

Ich glaube keiner macht das (außer mit AA/KK) um schlechtere hände zum callen zu überreden und die aufzustacken ... sonder einfach weil man den read auf den Gegner und ner minbet die gleiche fold equity gibt wie nem 2,x raise ...


Asaban
Beigetreten: 22.09.2006
Elite Grinder

@Quentin: Was spricht dagegen? Recht short ist nehme ich mal an irgendwas zwischen 15 und 25BB? Wie schon gesagt - die FE ist meist die selbe. Proargumente für Minraises habe ich ja bereits gebracht. Gerade bei der kleinen Stacksize comitted er sich mit einem höheren Open Raise auch oft schon am Flop oder muss dann Preflop gegen eine 3Bet weglegen was er sich nicht wirklich leisten kann. Durch das minraise spart er einfach Chips...

Wenn du die Blinds gecovered hast macht minraisen imo nur Sinn wenn sie entweder in der Push-or-Fold Phase/Repush-Phase (~20BB) sind, du extrem loose openst oder die Gegner sehr loose 3betten. Ansonsten vereinfachst du einem shorteren Spieler ja lediglich den call gegen deinen Stack - implieds bekommter reichlich und viel gewonnen hast du auch nicht durch den Minraise - steigen wird die FE ja definitiv nicht ;)

@PG: Denke Quentin geht es hier auch explizit um die höheren BI's ab 75$ aufwärts. Trotzdem kann ich dein Argument so nicht gelten lassen. Denn wenn meine Gegner tatsächlich "lol minraisaments" denken adapte ich doch einfach und lass sie das nächste mal an meinen Aces schnuppern. Ist also wie schon angedeutet durchaus auch vom Tableflow abhängig wie und ob man es einsetzt. Gerade auf den niedrigeren Limits bekommen Gegner doch Änderungen in der Frequenz gar nicht mit was dann letztenendes dazu führt dass du deine Range für Minraises jederzeit problemlos anpassen kannst auf das Gegnerverhalten.


PowerGamer
Beigetreten: 11.12.2007
PokerStrategist

Original von Asaban
@PG: Denke Quentin geht es hier auch explizit um die höheren BI's ab 75$ aufwärts. Trotzdem kann ich dein Argument so nicht gelten lassen. Denn wenn meine Gegner tatsächlich "lol minraisaments" denken adapte ich doch einfach und lass sie das nächste mal an meinen Aces schnuppern. Ist also wie schon angedeutet durchaus auch vom Tableflow abhängig wie und ob man es einsetzt. Gerade auf den niedrigeren Limits bekommen Gegner doch Änderungen in der Frequenz gar nicht mit was dann letztenendes dazu führt dass du deine Range für Minraises jederzeit problemlos anpassen kannst auf das Gegnerverhalten.

wobei du aber nur 1x aces und drölfmal crap hast ... klar kannste releveln, aber wir befinden uns hier doch wohl auf level 1: "stealen gegen random gegner"


Original von Quentin73

Original von TeddyTheKiller
Für mich kommt sowas ganz klar auf Stacksizes und Gegner an, generell muss das aber nicht schlecht sein. Wenn das Board KT2 gekommen wäre, hätte Allanon vllt sogar noch 2 Streets Value gekriegt....

Allanon war recht short, was kein Postflopspiel mehr zuließ.
Ist es als shorty vs. Bigstacks in den Blinds denn dann nicht ein Fehler nur zu minraisen?

Wie denkst du sind die optimalen Stacksizes für das Play?

@Asabant, es war ein minraise, kein 2,1.

ich hatte bis vor kurzem in late stage immer noch 2,5bb geopened, bin jetzt auf 2,2-2,3 runtergegangen. Minraises mach ich eigentlich nur wenn ich die Blinds deutlich gecovered habe. Denke ich da falsch?

Also ich freu mich, wenn ich short bin und T3 in ne Hand kriege wo ich KQ hab und ip sitze...


00Visor
Beigetreten: 26.11.2007
Elite Grinder

In meinem letzten MTT-Coaching wurde das ja auch angesprochen.
Ich stehe dem ganzen auch eher skeptisch gegenüber, wenn man dem Big Blind so gute Odds gibt. Auch wenn es wohl in der Tat so ist, dass viele Spieler den Big Blind dann trotzdem nur tight defenden.
Auch denke ich schon, dass eine Minbet irgendwie nen psychologischen Aspekt hat und eher noch etwas Action provoziert.

Es kostet mich auch nicht allzu viel mehr, 2.2-2.5 BB zu openraisen.
Anfängern würde ich auf jeden Fall davon abraten, da die Strategie nur dann funktioniert, wenn man postflop sehr gut ist und von loosen Defends gut profitieren kann.

Ich denke aber nicht, das es irgendwie ein Fehler ist und gut exploitable ist. Ist eher eine Frage des Spielstils imo.


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