Original von chr00
Die JagdInhalt: In einem dänischen Dorf wird ein Kindergärtner zu Unrecht beschuldigt eine kleines Mädchen sexuell belästigt zu haben, was dazu führt, dass er seinen Job verliert und die Dorfbewohner sich von ihm abwenden.
Hört sich erstmal nach einem anstrengenden Film an, ist er auch ein wenig, aber ich fand ihn eher spannend als anstrengend. Richtig gut ist, dass alle Hauptcharaktere authentisch sind und keiner unlogisch reagiert, sondern ich alle gut verstehen konnte. Dazu noch ein sehr guter Mads Mikkelsen, und schon ist ein guter Film fertig.7.5/10
Das ist ja so der Tenor, aber ka ich find das nicht.
Gerade weil die ganze Clique am Anfang so symphatisch gezeichnet wird, find ich dann nicht so 100 Prozent plausibel, wie sie sich nach dem "incident" verhalten. Dieses extrem suggestive Verhalten dem Mädel gegenüber, die bedingungslos hysterische Scheisse die die Mutter insta abzieht und der Vater hinnimmt und überhaupt das komplette Aussetzen des Denkens von allen beteiligt find ich geht nicht zusammen mit der Zeichnung der Charaktere pre-incident. Da brauch man mir auch nicht mit "omg stell dir mal vor das wären deine Kinder" kommen, völlig suspendieren würd ich das Denken nicht, wenn es um meinen besten Freund seit Kindsheitstagen geht, von dem ich eigntl denke ihn zu kennen. Und ist ja nich so, dass die Tochter nicht schon verhaltensauffällig wäre und ist ja auch nciht so als würde sie an der Story festhalten. Da würd ich (hoffe ich) jedenfalls in Betracht ziehen , dass meine Tochter Aufmerksamkeit erregen wollte, ohne sich über die Konsequenzen ihrer Aussage im Klaren zu sein.
Wie gesagt, wenn die Charaktere anders gezeichnet worden wären, meinetwegen, aber das waren ja zunächst durchaus denkende Menschen.
Und dass Mikkelsens Charakter sich dann nach dem ganzen Schauspiel einfach wieder in diese Gemeinschaft einreiht (bzw einzureihen versucht) find ich auch nicht wirkl plausibel. Ich mein wtf, mit den Menschen würd ich jawohl nie wieder nen Wort wechseln und dem Dorf den Rücken kehren.
