Original von Zinsch
Original von MorchManN
Original von qaymko
Original von krush22
Hab zwar nie konkret in der Finanzmathematik mit amerikanischen Optionen zu tun gehabt so richtig, aber warum sollte man die nie vorzeitig ausüben?
Call sind doch Bezugsrechte und amerikanische Optionen sind doch optionen die jederzeit einlösbar sind ne?
Mir erschließt sich nicht warum man die niemals vorzeitig einlösen sollte? Dann kann ich doch genauso gut europäische Optionen kaufen?
Wenn es keine Dividenden gibt und die willst den call ausüben, dann kannst du stattdessen einfach das underlying verkaufen, das geld was du bekommst anlegen und den call gehalten. Am ende der laufzeit haste dann immer mehr als wenn du ausgeübt hättest.
gilt die logik dann nicht auch für das verkaufen der option?
Nein, weil du beim Verkauf mehr Geld bekommst als beim Ausüben der Option.
Der ganzen Logik liegt im Prinzip der Gedanke zu Grunde, dass alle Underlyings langfristig steigen und der erwartete Wert in der Zukunft größer ist als der heutige Wert. Deshalb ist eine Option fair bewertet mehr wert, weil sie eben dieses Potenzial zur Wertsteigerung hat, welches bei einer Ausübung verloren geht.
ich glaube, dass du nicht mal die annahme brauchst, dass alle underlyings langfristig steigen. wichtig ist nur der "risikolose" zinssatz, es gibt also die möglichkeit das geld nahezu risikolos anzulegen. anleihen von USA zb. in dem moment wo man das underlying leerverkauft, hat man bzgl der option ja kein risiko mehr weil man zu laufzeitende das underlying zum basispreis bekommt.
underlying ist die aktie auf die sich die option bezieht. kann aber auch der goldpreis oä sein.
bzgl des beispiels von krush22 würde ich sagen, dass wenn der risikolose zinssatz 0 ist ist der zeitwert 0 und ausüben und halten macht kein unterschied