Zum Forum springen
Benachrichtigungen
Alles löschen

[Geschlossen] Bausparen als Absicherung - Alternativen

2 Beiträge
2 Benutzer
0 Reactions
447 Ansichten
dynaseitz
Beigetreten: 03.04.2006
Elite Grinder

Moinsen.

Mal angenommen man kauft jetzt eine Immobilie (zum Vermieten) und finanziert über einen Baukredit mit 10 Jahren Zinsbindung. Jetzt weiss ja kein Mensch wie sich die Zinsen so in 10 Jahren verhalten, und da macht es ja eigentlich Sinn einen Bausparvertrag für die Anschlussfinanzierung abzuschliessen um sich gegen eine Zinssteigung abzusichern. Da momentan allerdings die Bauspar-Darlehenszinsen (bei einer Darlehenszeit von 10-15 Jahren im Bereich von 2,8-4% liegen, macht es mMn jetzt gerade keinen Sinn bereits einen Bausparvertrag abzuschliessen.

Welche der 3 folgenden Möglichkeiten würdet ihr machen und warum? Oder was ganz anderes?

a) Bausparvertrag jetzt abschliessen und in 10 Jahren weiterschauen. Sind die Zinsen hoch, dann die Anschlussfinanzierung damit abdecken, ansonsten die Bausparsumme für eine andere Immobilie verwenden.

b) Voerst das Geld monatlich auf ein Tagesgeldkonto schieben und abwarten was die zinsen machen. Sobald sie wieder kräftig steigen sollten, einen Bausparvertrag abschliessen. Risiko: mindestsparzeit bei Bausparverträgen und man könnte zu spät Handeln und die Konditionen des Bausparvertrages werden ebenfalls schlechter. Großer Vorteil: Halten sich die Zinsen bei dem jetztigen Niveau kann man ganz auf den Bausparvertrag verzichten.

c) Statt Tagesgeld oder Bausparen: Sondertilgen. Pro: Die Immobilie ist schneller abbezahlt und man spart ordentlich Zinsen. Contra: Zinseffekt ist nur "halb" da, da man gesparte Zinsen von der Steuer hätte absetzen können. Weiteres Contra: Man spart definitiv kein Geld an für ein weiteres Projekt.


1 Antwort
jotha
Beigetreten: 20.04.2006
Elite Grinder

Antwort C) ist absolut das Thema. Die Antwort gibst Du selbst mit den ersparten Zinsen. Allerdings sollte man von Anfang an mit dem Finanzierer einen höheren Tilgungsbeitrag vereinbaren, damit die Möglichkeit der Sondertilgung weiterhin gegeben ist.

Viele handeln oft nach dem Motto "Steuern sparen, koste es was es wolle!"

Damit werden überteuerte Immobilien (z. B. hohe Vertriebskosten oder Denkmalschutz) verkauft. Das Geschäft machen Bauträger und Vermittler.
Ein wichtiger Punkt ist die Wahl der richtigen Immobilie. Ein Ansatz ist allerbeste Lage, wenn Preissteigerungen noch möglich sind und gute/sehr gute Lage mit besserem Verhältnis von Kaufpreis und Mieteinnahme.

Es muss kein Fehler sein, einen BSV für einen Teilbetrag nebenher laufen zu lassen und ggf. statt Sondertilgung anzusparen. Ein Vorteil ensteht nur, wenn die Zinsen am Laufzeitende um 2 % oder mehr höher sind. Das ist ein bischen Spekulation, aber weniger, als wenn statt Tilgung ein Fondskauf getätigt wirde. Damit sind in den vergangenen Jahren einige auf die Schnauze gefallen. Es kann langfristig gesehen auch rentabel sein, aber eben Spekulation, was nicht unbedingt hierher gehört.

Ich halte es für sinnvoller, die Finanzierung zu splitten mit Zinsbindung von 10 und 15 Jahre. Damit wird das Änderungsrisiko verteilt und reduziert.

Variante b) ist die schlechteste Alternative


Teilen: