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Berufsunfähigkeitsversicherung und co.

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aschi2k7
Beigetreten: 30.04.2007
PokerStrategist

Original von Krach-Bumm-Ente
Von einer BU mit Auszahlung am Ende habe ich noch nie was gehört, gibt es das wirklich?

Ja, sowas gibt es wirklich. Ich bin Makler und diese Form der BU wird auch sehr gerne genommen, weil viele einfach nicht einsehen etwas zu zahlen und später kein "Gewinn" draus zu erzielen.

Es nennt sich Investment BU.

Üblich ist es, dass man den Nettobetrag anstatt des Bruttobetrages einer Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt.
Damit hast du dann einen geringeren Zahlbetrag, aber die Überschussbeteiligung ist damit direkt abgegolten.Macht trotzdem jeder, weil man halt weniger zahlt.
Du hast nun aber die Möglichkeit den Bruttobeitrag zu zahlen und die Differenz zwischen Netto,- und Bruttobeitrag in einen Fonds anzulegen.
Wie sehr du dabei spekulieren willst ist dir überlassen. Jedoch kann dir auch da vorab gesagt werden wo dein Geld ca. "von bis" am Ende sein wird.
Das macht eine Investment BU.

Man sollte aber vorab schauen, ob es nicht sinnvoller ist, einfach die Differenz zwischen Netto und Brutto direkt woanders anzulegen, da es oft rentabler sein kann.

Ansonsten kann ich zur BU auch nur sagen:

Wenn du wirklich eine BU möchtest schliess Sie ab. Von einer BU sollte man immer selber überzeugt sein, ansonsten wird es ein immer negativ beschäftigen.

Als Versicherungen würde ich dir mal die: Nürnberger und die Alte Leipziger empfehlen.


Antwort
Zitat
Vaughn
Beigetreten: 02.02.2006
Oldschool Grinder

Hab gestern mal interessehalber mit meiner Freundin (Grafikerin) über das Thema gesprochen und erfahren, dass sie letztes Jahr (als wir uns noch nicht kannten) ein Kombiprodukt, nämlich den "Vermögensaufbau & Sicherheitsplan" der Aachen-Münchener abgeschlossen hat. Hab mir die Papiere mal durchgelesen und war im ersten Moment ziemlich schockiert: Abschlussgebühren von insgesamt fast EUR 2.700, dazu jedes Jahr EUR 200 Verwaltungskosten.
Der Monatsbeitrag liegt tariflich bei 198 EUR abzgl. "für 2014 garantierte Überschussanteile" zahlt sie tatsächlich EUR 135. Liest sich als könne der Beitrag deutlich steigen, wenn es mal keine/niedrigere Überschüsse gibt.

Die garantierte BU-Rente liegt bei EUR 1,800, allerdings wurde aufgrund einer bestehenden Hüftdysplasie (angeborene Fehlstellung des Hüftgelenks) so ziemlich alle Rückenerkrankungen vorab als Grund für eine Zahlungspflicht der Versicherung ausgenommen.
Die Pflegefall-Rente liegt bei EUR 1,000, die Altersrente je nach Wertsteigerung der Fondsanteile zwischen 45 und 120 EUR.
Außerdem ist noch eine Hinterbliebenden-Absicherung von EUR 2,500 Bestandteil des Vertrags... obwohl sie zum Zeitpunkt des Vertragsschluss Single und kinderlos war (kinderlos ist sie immer noch).

Für mich klingt das alles ziemlich lächerlich, insbesondere die horrenden Kosten und die Ausschlussgründe bei BU.
Hat jemand von euch Erfahrung mit oder Ahnung von diesem Produkt? Ich würde meiner Freundin raten das Ding aufzukündigen und stattdessen Einzelverträge abzuschließen, auch wenn die bis dato gezahlten Beiträge dann weg sind.
Sehe ich das richtig, dass der "Auszahlungsbetrag (nach Abzug)" die Summe ist, die man bei Kündigung zurück bekommt? Muss man ggf. die Differenz zwischen Abschlussgebühren und der Summe der bisherigen Beiträge draufzahlen?


Antwort
Zitat
wuerstchenwilli
Beigetreten: 07.04.2008
BlackMember

Zur Eingangsfrage:

BU so früh wie möglich abschließen. Jetzt bist du noch gesund. Wenn du erstmal irgendwelche Risiken an dir hast (Bluthochdruck etc), dann nimmt dich keiner mehr. Sprich: Du zahlst jetzt noch weniger, obwohl die Leistung bei zeithnahem Ausfall höher ist. Risiko ist natürlich kleiner usw. Versicherungen verschenken ja auch nix, aber wenn du von der BU überzeugt bist, dann brauchst du sie auch sofort.

Falls die Geld egal ist und du einfach nur sicher sein willst, dann nimm die Debeka. Guckst du hier: Link Text...


Antwort
Zitat
lausbua
Beigetreten: 15.11.2009
Oldschool Grinder

Jetzt aufpassen, dass hier nicht diverse Sachen verwechselt werden...

@vaughn: Hört sich aufs erste lesen so an als wäre in die BU alles an Zusatzleistungen (Sparvertrag, Pflege-Rente, Hinterbliebenenversorgung etc.) mit reingepackt worden, um tatsächlich den Monatsbeitrag zu erhöhen und damit auch die Provision. Ob eine Kündigung sinnvoll ist oder nicht hängt primär vom aktuellen Gesundheitszustand ab. Alles so pauschal nicht zu beantworten.


Antwort
Zitat
Vaughn
Beigetreten: 02.02.2006
Oldschool Grinder

Original von lausbua
Jetzt aufpassen, dass hier nicht diverse Sachen verwechselt werden...

@vaughn: Hört sich aufs erste lesen so an als wäre in die BU alles an Zusatzleistungen (Sparvertrag, Pflege-Rente, Hinterbliebenenversorgung etc.) mit reingepackt worden, um tatsächlich den Monatsbeitrag zu erhöhen und damit auch die Provision. Ob eine Kündigung sinnvoll ist oder nicht hängt primär vom aktuellen Gesundheitszustand ab. Alles so pauschal nicht zu beantworten.

Richtig, das ist ein Paket aus
- BU
- Vermögensaufbau (= Fonds-Sparplan) mit Optionen Kapitalauszahlung oder Rente
- Pflege-Rente
- Hinterbliebenen-Rente

Der Gesundheitszustand ist "normal". Die erwähnte Hüftfehlstellung beeinträchtigt weder im beruflichen noch im privaten Leben. Wenn das der Grund ist um sämtliche Rückenschäden als BU-Gründe (bzw. als Gründe zur Zahlung der BU-Rente) auszuschließen, habe ich Zweifel daran, dass eine BU überhaupt noch Sinn macht. Letztendlich sind doch Rückenbeschwerden eine der Haupt-BU-Gründe bei Bürotätigkeiten.


Antwort
Zitat
888inside
Beigetreten: 22.09.2012
Poker Player

ist eine BU nicht gerade deshalb Schwachsinn, weil man zwar im Schadensfall nen gewissen Betrag abgesichert hat, der aber möglicherweise
durch Inflation längst nicht mehr zum gewünschten Lebensstil ausreicht?

Gehen wir mal davon aus, dass du 1500/Monat absicherst. In 30 Jahren kann sich die Kaufkraft dieses Betrages doch locker halbieren (oder sogar noch
mehr sinken)...

Alleine deswegen würde ich den Abschluss als extrem -EV ansehen.
Haftpflicht + Krankenversicherung sollte man natürlich trotzdem abschließen.


Antwort
Zitat
FiftyBlume
Beigetreten: 06.06.2010
PokerStrategist

Natürlich ist es wenig sinnvoll einen konkreten Betrag zu vereinbaren, deshalb sollte man auch eine "ansteigende" BU wählen (der Fachbegriff ist - glaube ich - Dynamik).


Antwort
Zitat
Vaughn
Beigetreten: 02.02.2006
Oldschool Grinder

Die Dynamik ist da auch drin, wenn ich das richtig verstanden hab, allerdings wahlweise. D.h. man kann jährlich um 6% erhöhen, muss aber nicht. Da sich auch der Beitrag dadurch erhöht, ändert sich aber mMn nicht viel was die Sinnhaftigkeit angeht.


Antwort
Zitat
lausbua
Beigetreten: 15.11.2009
Oldschool Grinder

nochmal zu vaughn: Kann man so pauschal wirklich nicht beantworten. Geh zu einem Makler deines Vertrauens (wenn du keinen hast, mehrere ausprobieren und die Gespräche kritisch beuurteilen - geht ja um langjähriges Vertrauen was aufgebaut werden soll).

Zur richtigen Beratersuche siehe auch: https://www.pokerstrategy.com/de/forum/thread.php?threadid=1003240 (damit sollte es auch für ne Privatperson ohne Ahnung möglich sein nen vernünftigen Berater zu finden)

Dieser kann deiner Freundin eine reine BU berechnen, ob die Hüfte ausgeschlossen wird (was ich glaube) entscheidet sich letztlich erst bei Antragsstellung (Risikoprüfung). Wenn alles glatt geht, deine Freundin angenommen wird + weniger bezahlen würde kann sie ihre bestehende immernoch kündigen.

edit: ausgeschlossene Wirbelsäule halte ich aber auch immer für extrem negativ! Gibt im Leistungsfall fast immer Ärger.


Antwort
Zitat
tobiacdc
Beigetreten: 12.01.2007
PokerStrategist

Ich mische mich jetzt hier auch mal ein, auch wenn ich nicht weiß, ob es noch von Interesse ist. Bin selbst Versicherungsfachwirt(Leben) und kenne mich ein bisschen mit der Materie aus.

Eine BU-Versicherung ist aus meiner Sicht sinnvoll und wichtig, da Du das Risiko einfach abwälzen kannst. Solch einen Vertrag sollte man auch nach Möglichkeit in jungen Jahren abschliessen, da wie bereits von einigen erwähnt, der Gesundheitszustand ein wichtiges Tarifierungsmerkmal(Zuschläge, Ausschlüsse, etc.) ist.

Von jeglichen Kombiprodukten würde ich Abstand nehmen, da die klassische Lebens- bzw. Rentenversicherung dank der Niedrigzinsphase nicht mehr lohnt. In einigen(ich sage jetzt nicht, bei welcher Versicherung ich arbeite) Berechnungen muss eine LV- bzw. Rente bei einem Garantiezins von 1,25% so ca. 30-40 Jahre unverändert bestehen, damit Du die Abschlusskosten, Verwaltungskosten, etc. wieder hereingeholt hast und Du Gewinn damit machen kannst. Wie gesagt, ich spreche hier nur bewusst von den Garantiewerten, da ich persönlich davon ausgehe, dass die Überschussbeteiligungen weiter sinken werden, solange die Niedrigzinspolitik der EZB und FED weiterhin anhält.

Zur Höhe des Vertrage skann ich momentan nicht viel empfehlen. Wichtig wäre es allerdings, dass Du eine sinnvolle Höhe wählst(z.B. Lücke zwischen EU-Rente und Netto-Einkommen" für die spätere berufliche Tätigkeit, ggfs. mit Dynamik.

@vaughn: Im Büro eine BU ohne "Rücken, Wirbelsäule etc." ist nach meiner Meinung nicht sehr sinnvoll. Wenn Sie im Büro arbeitet, muss sie für BU-Leistungen ja eh schon ziemlich angeschlagen sein. Wenn der Rücken dann noch herausfällt bleibt ja statistisch fast nur noch die Psyche.....Spannend ist ja auch, was zum Beispiel mit einer BU aufgrund "Rücken" z.B. nach einem Verkehrsunfall ist. Ist natürlich wieder eine Risikoabwägung.

Prinzipiell würde ich aber immer sagen: BU-Versicherung ist Pflicht, es sei denn, die Gesundheit lässt es nur mit reichlich Ausschlüssen, Klauseln etc. zu. Dann sollte man alternativ über eine Unfallversicherung nachdenken, da diese zumindest bei Unfällen greift.


Antwort
Zitat
Vaughn
Beigetreten: 02.02.2006
Oldschool Grinder

Danke für eure Antworten! Sehe mich im großen und ganzen bestätigt und werde meine Freundin auf jeden Fall mal zu nem unabhängigen Berater schleifen.


Antwort
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Schorscheee
Beigetreten: 09.06.2007
Elite Grinder

Hallo zusammen!

Ich überlege mir momentan auch eine BU für einen Bürojob abzuschließen. Bzgl. EV sehe ich das wie die meisten; es ist einfach eine Risikoabsicherung und kein rein Geld-EV-gesteuertes Produkt.

Was mir allerdings auf dem Herzen liegt:
- Wie wird die Inflation abgesichert? Einfach eine BU mit (dynamisch) ansteigendem Auszahlungsbetrag nehmen?
- Wie wird der Auszahlungsbetrag mit etwaigen (welchen?) staatlichen Hilfen verrechnet? Bzw. wird er überhaupt verrechnet?

Vielen Dank für eure Beteiligung!


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lamasta
Beigetreten: 04.07.2005
Oldschool Grinder

ich hatte damals ein Gespräch mit einem unabhängingen Berater und hatte zu der Zeit eine dynamische BU in Kombi mit einer Lebensversicherung. Seine Meinung 'die haben dich da aber richtig abgezoggt'.
a) wie hier schon ein paar Leute geschrieben haben, lohnt sich die Kombi nicht. Wenn man eine BU haben will, sollte man die abschließen, für alles andere gibt es günstigere/bessere Möglichkeiten
b) keine Dynamik. eine BU orientiert sich an deinem Gehalt (man kann keine BU für 4K bei Ausfall abschließen wenn man nur 2k im Monat netto verdient). Bei meiner BU habe ich alle 3 Jahre die Möglichkeit den Beitrag zu erhöhen WENN ICH ES WILL und es mir leisten kann. bei einer dynamischen habe ich diese Chance nicht, die erhöht sich automatisch (und damit natürlic auch die Beiträge) ob ich es will/mir leisten kann oder nicht.

falls ich mit den Aussagen falsch liege oder etwas falsch erklärt bekommen habe, kann man mich gerne korrigieren. Das war nur das was mir gesagt wurde und ich habe daraufhin auf eine reine BU ohne Dynamik (alle 3 Jahre erhöhbar) gewechselt.


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lolyourmama
Beigetreten: 11.07.2009
PokerStrategist

Kann jedem nur empfehlen einen unabhängigen (wirklich unabhängig, d.h. jemand den man pro Stunde bezahlt) Berater zu dem Thema zu befragen, hatte ich auch gemacht und konnte dort alle Fragen klären

Falls man allerdings in den letzten 5 Jahren eine psychische krankheit (darunter fällt zB auch ADS) hat, ne Brille trägt oder Sportverletzungen hatte kann es gleich lassen


Antwort
Zitat
elnapo
Beigetreten: 05.07.2006
PokerStrategist

Original von lolyourmama
Kann jedem nur empfehlen einen unabhängigen (wirklich unabhängig, d.h. jemand den man pro Stunde bezahlt) Berater zu dem Thema zu befragen, hatte ich auch gemacht und konnte dort alle Fragen klären

Falls man allerdings in den letzten 5 Jahren eine psychische krankheit (darunter fällt zB auch ADS) hat, ne Brille trägt oder Sportverletzungen hatte kann es gleich lassen

Wo ist das Problem bei einer Brille? Kann mir kaum vorstellen das die Versicherungen so vielen Leuten keine BU verkaufen würden.


Antwort
Zitat
Schorscheee
Beigetreten: 09.06.2007
Elite Grinder

Original von Schorscheee
Wie wird der Auszahlungsbetrag mit etwaigen (welchen?) staatlichen Hilfen verrechnet? Bzw. wird er überhaupt verrechnet?

Ist das wirklich so krass mit Sportverletzungen? Habe z.B. ne Schulterluxation vorletztes und nen Außenbandriss letztes Jahr gehabt :f_drink:


Antwort
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Krach-Bumm-Ente Themenstarter
Krach-Bumm-Ente
Beigetreten: 01.05.2006
BlackMember

Brille interessiert mich auch. Plane mir die Augen demnächst lasern zu lassen, hat das irgendwie Einfluss auf die Konditionen?

Und bzgl. Dynamik, gibt es da mehr Meinungen die das bestätigen?


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