Zum Forum springen
Benachrichtigungen
Alles löschen

Betrieblich Altersvorsorge

15 Beiträge
10 Benutzer
29 Reactions
1,777 Ansichten
PhoenixFFM
Beigetreten: 27.11.2007
Elite Grinder

Hallo allerseits,

hat hier irgendwer Erfahrung mit der betrieblichen Altersvorsorge? Ich habe die Möglichkeit über meinen Arbeitgeber in die Allianz Direktversicherung KomfortDynamik, wobei ich die Beitragshöhe selber wählen kann.

Ist sowas generll eine gute Idee? What's my line?


Antwort
Zitat
14 Antworten
derVuk
Beigetreten: 05.02.2008
BlackMember

Wurde hier schonmal diskutiert:

https://www.pokerstrategy.com/de/forum/thread.php?threadid=1812964

Lohnt sich imo nur bei erheblichen Zuschüssen durch den Arbeitgeber. Ansonsten sind die Produkte meist einfach zu teuer von den Gebühren her, da ist man dann besser bedient, man legt das Geld selbst an.


Antwort
Zitat
nikorw
Beigetreten: 03.08.2006
Oldschool Grinder

Original von PhoenixFFM
Hallo allerseits,

hat hier irgendwer Erfahrung mit der betrieblichen Altersvorsorge? Ich habe die Möglichkeit über meinen Arbeitgeber in die Allianz Direktversicherung KomfortDynamik, wobei ich die Beitragshöhe selber wählen kann.

Ist sowas generll eine gute Idee? What's my line?

Kannst du wählen wo du investierst? Bei uns (wir sind bei der Continental, Tarif RIG) kann man auch ETFs für die Anlage wählen.
Und wieviel schießt der AG bei dir zu?


Antwort
Zitat
PhoenixFFM Themenstarter
PhoenixFFM
Beigetreten: 27.11.2007
Elite Grinder

Erstmal Danke für die Antworten.

Ich kann nicht wählen und der AG zahlt 15%. Bin jetzt zu der Überzeugung gekommen, dass das Angebot für mich nicht lohnend ist.


Antwort
Zitat
Xantos
Beigetreten: 07.09.2005
Legacy Member

15% ist auch das gesetzliche Minimum und nicht sehr cool. Vermutlich richtige Entscheidung von dir.


Antwort
Zitat
redfac
Beigetreten: 11.08.2006
PokerStrategist

Ja ist das Minimum, aber dennoch 15% von oben. Kann man doch mitnehmen


Antwort
Zitat
MrBush
Beigetreten: 20.08.2010
PokerStrategist

Original von redfac
Ja ist das Minimum, aber dennoch 15% von oben. Kann man doch mitnehmen

Kann man definitiv nicht so pauschal sagen.
Bei meinem Arbeitgeber hätte es 20% Zuschuss gegeben.
Aber nachdem ich das ganze Paket, das es vom "Berater" gab, für mich selbst durchgegangen und durchgerechnet habe, fiel die Entscheidung eindeutig dagegen aus.
Gebühren, Steuern usw. hätten die Rendite trotz 20% extra aufgefressen und im Vergleich fahre ich dann mit einem ETF-Sparplan besser.


Antwort
Zitat
Xantos
Beigetreten: 07.09.2005
Legacy Member

Original von redfac
Ja ist das Minimum, aber dennoch 15% von oben. Kann man doch mitnehmen

Das reicht nicht, um die schlechte Performance, geringe Flexibilität und hohen Kosten auszugleichen.


Antwort
Zitat
derVuk
Beigetreten: 05.02.2008
BlackMember

Original von redfac
Ja ist das Minimum, aber dennoch 15% von oben. Kann man doch mitnehmen

Die 15 % sind ziemlich genau das, was der Arbeitgeber spart, weil er wenn du dein Brutto senkst ja auch weniger Sozialversicherungsbeiträge für dich bezahlen muss.

D.H. er zahlt auch weniger für dich in die Rentenkasse ein oder die Arbeitslosenversicherung. Weniger Einzahlungen bedeuten du bekommst am Ende auch weniger raus.

Es sind also nicht 15% zusätzlich, sondern das hast du dann an anderer Stelle weniger, wenn du arbeitslos wirst oder später in der gesetzlichen Rente.

Wenn man dann noch wie Xantos sagt die geringe Flexibilität und die hohen Kosten berücksichtigt wird es sehr schnell sehr unatraktiv.


Antwort
Zitat
kellerassel
Beigetreten: 22.04.2011
Elite Grinder

Original von derVuk

Original von redfac
Ja ist das Minimum, aber dennoch 15% von oben. Kann man doch mitnehmen

Die 15 % sind ziemlich genau das, was der Arbeitgeber spart, weil er wenn du dein Brutto senkst ja auch weniger Sozialversicherungsbeiträge für dich bezahlen muss.

D.H. er zahlt auch weniger für dich in die Rentenkasse ein oder die Arbeitslosenversicherung. Weniger Einzahlungen bedeuten du bekommst am Ende auch weniger raus.

Es sind also nicht 15% zusätzlich, sondern das hast du dann an anderer Stelle weniger, wenn du arbeitslos wirst oder später in der gesetzlichen Rente.

Wenn man dann noch wie Xantos sagt die geringe Flexibilität und die hohen Kosten berücksichtigt wird es sehr schnell sehr unatraktiv.

This.
Und was viele nicht wissen, man muss später bei Auszahlung den vollen GKV Krankenkassenbeitrag, also 15% auf die ausgezahlten Beiträge zahlen. Außer man ist in der PKV.


Antwort
Zitat
redfac
Beigetreten: 11.08.2006
PokerStrategist

Ja ihr habt Recht. Hab selber einen höheren Anteil durch den Arbeitgeber und daher das nicht genau gegengerechnet und zudem hab ich das mit den vermögenswirksamen Leistungen vertauscht, bei den man sich das Produkt aussuchen kann und nicht an die Versicherungen des Arbeitsgebers gebunden ist.


Antwort
Zitat
Fantomas741
Beigetreten: 13.08.2006
PokerStrategist

Ich hab mal gehört das unter 50% zuschuss sich das ganze nicht lohnt weil kosten/steuern und gebühren den ganzen Profit fressen.


Antwort
Zitat
topspit
Beigetreten: 07.02.2008
Oldschool Grinder
PhoenixFFM Themenstarter
PhoenixFFM
Beigetreten: 27.11.2007
Elite Grinder

Wow, nochmal Danke für die sehr ausführlichen Erläuterungen allerseits :f_thumbsup:


Antwort
Zitat
Bierb4ron
Beigetreten: 05.04.2009
BlackMember

Original von Fantomas741
Ich hab mal gehört das unter 50% zuschuss sich das ganze nicht lohnt weil kosten/steuern und gebühren den ganzen Profit fressen.

Wenn der AG mehr als seinen Pflichtanteil zuzuschießen bereit ist, wäre dann nicht eine Verhandlung um eine Erhöhung des Brutogehalts (anstelle des Zuschusses zur bAV) sinnvoller? Dann wäre mehr Geld für einen privaten Vertrag aufm Konto und die private Anlage dann wieder besser als die bAV.

Original von nikorw
Kannst du wählen wo du investierst? Bei uns (wir sind bei der Continental, Tarif RIG) kann man auch ETFs für die Anlage wählen.
Und wieviel schießt der AG bei dir zu?

Bis zu wie viel Prozent des Beitrags kann da Anfangs in ETF gehen?

Man möge mich korrigieren, falls ich falsch liege ... meines Wissens haftet der Arbeitgeber dafür, dass am Ende mindestens die eingezahlten Beiträge als Guthaben zur Verfügung stehen. Da der AG hier in der Regel kein Risiko eingehen wollen wird, kommen nur Verträge mit 100% Bruttobeitragsgarantie in Frage.

Einige Versicherer bieten wegen der aktuellen Zinssituation schon gar keine 100% Garantien mehr an. Der Versicherer wird vorallem dann keine 100% Garantie aussprechen, wenn überwiegend in Aktien-ETF investiert wird.

Beim Tarif KomfortDynamik lohnt sich meines Erachtens ein genauer Blick auf die Anlagestrategie des Anbieters.

Spoiler

In einer mir vorliegenden Übersicht Stand 12.2020 werden aufgeführt:

32% Aktien inkl. Infrastruktur und erneuerbare Energien
27% Staatsanleihen und Pfandbriefe Industrieländer
15% Staatsanleihen Schwellenländer
14% Unternehmensanleihen inkl. ABS/MBS und Konzerndarlehen
7% Baufinanzierung
5% Immobilien

Die "Substanzwerte", was vermutlich vorallem die Aktien betrifft, teilen sich wiefolgt auf:

20% Nordamerika
50% Europa
3% Pazifik
27% Schwellenländer

Schwellenländeranleihen, Unternehmensanleihen und ABS/MBS würde zumindest ich vom (Ausfall)Risikoprofil näher bei Aktien sehen als bei Staatsanleihen von Industrieländern. Die schreiben zwar von 60% "Sicherungsvermögen", doch tatsächlich sehe ich lediglich 27% als ausfallsichere Anlagen. Wobei selbst bei den Staatsanleihen der Industrieländer noch so Pleitekandidaten wie Italien, Spanien und Portugal dabei sein können. Vermutlich konnten die ganzen Low-Rating-Anleihen aufgrund der geringeren Volatilität (im Vergleich zu Aktien) als sichere Anlage deklariert werden und zugleich für den Anleger eine Chance auf eine Rendite von über 0% nach (wahrscheinlich recht hohen) Vertragskosten in Aussicht gestellt werden. So wirklich stabil sieht das für mich aber trotzdem nicht aus.

Man kann den Experten der Allianz natürlich unterstellen, dass die schon genau wissen, was sie tun und nur das beste Ergebnis für die Kunden im Blick haben. Wovon ich jedenfalls sicher ausgehe ist, dass am Ende die Anleger die Gekniffenen sein werden, falls das Anlagekonzept nicht aufgeht und die garantierten Werte verfehlt werden. Garantie hin oder her.

Meiner Meinung nach lohnt sich die Frage, ob man selbst so investieren wollen würde. Wenn nicht, sehe ich wenige Gründe, warum man dann in dieser Form der Allianz für viel Gebührengeld seine Kohln anvertrauen sollte.


Antwort
Zitat
Teilen: