Original von Fantomas741
Ich hab mal gehört das unter 50% zuschuss sich das ganze nicht lohnt weil kosten/steuern und gebühren den ganzen Profit fressen.
Wenn der AG mehr als seinen Pflichtanteil zuzuschießen bereit ist, wäre dann nicht eine Verhandlung um eine Erhöhung des Brutogehalts (anstelle des Zuschusses zur bAV) sinnvoller? Dann wäre mehr Geld für einen privaten Vertrag aufm Konto und die private Anlage dann wieder besser als die bAV.
Original von nikorw
Kannst du wählen wo du investierst? Bei uns (wir sind bei der Continental, Tarif RIG) kann man auch ETFs für die Anlage wählen.
Und wieviel schießt der AG bei dir zu?
Bis zu wie viel Prozent des Beitrags kann da Anfangs in ETF gehen?
Man möge mich korrigieren, falls ich falsch liege ... meines Wissens haftet der Arbeitgeber dafür, dass am Ende mindestens die eingezahlten Beiträge als Guthaben zur Verfügung stehen. Da der AG hier in der Regel kein Risiko eingehen wollen wird, kommen nur Verträge mit 100% Bruttobeitragsgarantie in Frage.
Einige Versicherer bieten wegen der aktuellen Zinssituation schon gar keine 100% Garantien mehr an. Der Versicherer wird vorallem dann keine 100% Garantie aussprechen, wenn überwiegend in Aktien-ETF investiert wird.
Beim Tarif KomfortDynamik lohnt sich meines Erachtens ein genauer Blick auf die Anlagestrategie des Anbieters.
Spoiler
In einer mir vorliegenden Übersicht Stand 12.2020 werden aufgeführt:
32% Aktien inkl. Infrastruktur und erneuerbare Energien
27% Staatsanleihen und Pfandbriefe Industrieländer
15% Staatsanleihen Schwellenländer
14% Unternehmensanleihen inkl. ABS/MBS und Konzerndarlehen
7% Baufinanzierung
5% Immobilien
Die "Substanzwerte", was vermutlich vorallem die Aktien betrifft, teilen sich wiefolgt auf:
20% Nordamerika
50% Europa
3% Pazifik
27% Schwellenländer
Schwellenländeranleihen, Unternehmensanleihen und ABS/MBS würde zumindest ich vom (Ausfall)Risikoprofil näher bei Aktien sehen als bei Staatsanleihen von Industrieländern. Die schreiben zwar von 60% "Sicherungsvermögen", doch tatsächlich sehe ich lediglich 27% als ausfallsichere Anlagen. Wobei selbst bei den Staatsanleihen der Industrieländer noch so Pleitekandidaten wie Italien, Spanien und Portugal dabei sein können. Vermutlich konnten die ganzen Low-Rating-Anleihen aufgrund der geringeren Volatilität (im Vergleich zu Aktien) als sichere Anlage deklariert werden und zugleich für den Anleger eine Chance auf eine Rendite von über 0% nach (wahrscheinlich recht hohen) Vertragskosten in Aussicht gestellt werden. So wirklich stabil sieht das für mich aber trotzdem nicht aus.
Man kann den Experten der Allianz natürlich unterstellen, dass die schon genau wissen, was sie tun und nur das beste Ergebnis für die Kunden im Blick haben. Wovon ich jedenfalls sicher ausgehe ist, dass am Ende die Anleger die Gekniffenen sein werden, falls das Anlagekonzept nicht aufgeht und die garantierten Werte verfehlt werden. Garantie hin oder her.
Meiner Meinung nach lohnt sich die Frage, ob man selbst so investieren wollen würde. Wenn nicht, sehe ich wenige Gründe, warum man dann in dieser Form der Allianz für viel Gebührengeld seine Kohln anvertrauen sollte.