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Dividendentitel Best of

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Inspiriert vom top5 Einzelaktien thread würde mich mal interessieren, welche Aktien hier als top Dividendentitel betrachtet werden!


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97 Antworten
Fantomas741
Beigetreten: 13.08.2006
PokerStrategist

Achtung nur deutscher Markt:
Telefonica ist bei mir auf #1

dieses Jahr 7,28%
letztes 6,07%
2019: 9.46%
2018: 6.58%
2017: 5.76%
2016: 5.30%...


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nikorw
Beigetreten: 03.08.2006
Oldschool Grinder

Münchener Rück ist mein Top und einziger Titel, Rendite jeweils auf meinen Kaufkurs (in Klammer Rendite auf den damals gültigen Kurs)
2014: 4,8 % (4,68 %)
2015: 5,3 % (4,47 %)
2016: 5,3 % (4,79 %)
2017: 5,3 % (4,76 %)
2018: 5,7 % (4,85 %)
2019: 6,1 % (3,73 %)
2020: 6,1 % (4,04 %)

Dazu noch schöne Kursegewinn über die Zeit. Wollte eigentlich bei 200-210€ nachkaufen. Aber der Dip Anfang der Woche ging nur bis 215€ und ich war zu greedy :(


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DiscoD
Beigetreten: 11.02.2006
PokerStrategist

Gladstone Commercial als Monatszahler. Bin da bei 18$ rein und somit etwas über 8% Dividende (1,50$/y).

Ansonsten natürlich MunichRe und Allianz. Bei beiden leider viel zu wenige Anteile im März/April 20 nachgekauft. Vorher jeweils auch nur eine Miniposition gehabt.

Bei Tanger Outlet bin ich für 9$ rein. Leider auch nur 200 Stück, aber so sind es immerhin knapp 8% Dividende.

Und Gazprom habe ich auch eine kleine Position. Zahlen auch gute Dividenden. Grad nicht im Kopf wieviel, aber müssten auch immer 6-8% sein.


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_Anonymous_ Themenstarter
_Anonymous_

Bei welchen Titeln seht ihr denn Dividenden- und Kurspotenzial?
Habe für mich mal dahingehend interessante mögliche Dividendentitel ausgesucht:

Allianz, BASF, Hochtief, Porsche & Bilfinger.


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Fantomas741
Beigetreten: 13.08.2006
PokerStrategist

Ich kann sonst noch empfehlen
Pfandbriefbank AG:

Dieses Jahr nur 2,7 %
2020: 0% Coronabedingt, davor aber:
2019: 8.33%
2018: 8.16%
2017: 8.23%

Pro7:
Dieses: 2.59%
2020: Nix weil Corona
2019: 7.66%
2018: 6.57%
2017: 4.84%

Und wenn man nicht so auf Kursschwankungen steht ist die Deutsche Telekom auch immer ein zuverlässiger Dividendenzahler :)


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HariRadovan
Beigetreten: 01.04.2007
Elite Grinder

Ein Klassiker ist natürlich Freenet, die Dividende sollte auch in den nächsten Jahren bei mind. 1,5€ liegen (7,5%). Kurswunder würde ich mir hier aber nicht erwarten.

Gut gefällt mir aktuell Semperit, heuer wurden 1,5€ Dividende gezahlt, entspricht zwar „nur“ knapp 5%, allerdings dürfte der Gewinn/Aktie die 9€ vom letzten Jahr noch übertreffen, ich rechne daher mit steigenden Kursen und Dividenden und hab vor kurzem nachgekauft. Die Firma produziert unter anderem Untersuchungshandschuhe, wo die Preise coronabedingt explodiert sind. Von daher werden die Gewinne wohl nicht dauerhaft so hoch bleiben, mit einem KGV um die 3 ist der Markt hier aber viel zu pessimistisch.

Wenn man ein bisschen Geduld mitbringt ist auch Uniqua eine gute Dividendenaktie: das erste Halbjahr ist heuer sehr gut gelaufen und die Prognose wurde erhöht. Ich rechne für heuer mit einem Gewinn von ca. 90 Cent/Aktie, was ein KGV von 8 bedeutet. Uniqua hat angekündigt übernächstes Jahr an die progressive Dividendenpolitik der Vorcoronazeit anknüpfen zu wollen, ich rechne also mit mind 53 Cent/Aktie was gut 7% entspricht. Wachstumspotential ist vor allem in Osteuropa auch noch reichlich vorhanden.


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Fantomas741
Beigetreten: 13.08.2006
PokerStrategist

Freenet habe ich noch nich so lange im Depot aber ja wenn das was kommt könnts auch gut werden :)


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n00bmare
Beigetreten: 23.09.2006
Elite Grinder

Abbvie ~4,4%
Allianz ~5,0%
British American Tobacco ~7,6% (zuverlässige Dividende, dafür wohl nur wenig Chancen auf Kursanstieg)
Coca Cola ~3,0%
Johnson & Johnson ~2,5%
LENOVO ~3,9%
Main Street Capital ~6,0% (BDO mit monatlicher Auszahlung)
RIO Tinto ~7-13%
Sberbank ~8,0%
Unilever ~3,3%
Vonovia ~3,0%

Ich gehe davon aus, dass SIXT bald auch wieder eine Dividende zahlen wird.

REITs sind auch eine gute Möglichkeit, (indirekt) in Immobilien zu investieren mit regelmäßigen Dividendenausschüttungen:
American Tower ~1,9% (relativ niedrige Dividendenrendite, dafür aber sehr starkes Dividendenwachstum und zusätzliche Kurschancen)
Digital Realty Trust ~3,0%
Equinix ~1,4%
LTC Properties ~5,8% (monatliche Auszahlungen)
Medical Properties Trust ~5,5%
Realty Income ~4,1% (monatliche Auszahlungen)
Store Capital ~4,0%
W.P. Carey ~5,3%


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Fantomas741
Beigetreten: 13.08.2006
PokerStrategist

Original von n00bmare
British American Tobacco ~7,6% (zuverlässige Dividende, dafür wohl nur wenig Chancen auf Kursanstieg)

Da werd ich wohl mal zuschlagen... auch wenn im Westen immer weniger geraucht wird :profit:


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DiscoD
Beigetreten: 11.02.2006
PokerStrategist

Original von Fantomas741

Original von n00bmare
British American Tobacco ~7,6% (zuverlässige Dividende, dafür wohl nur wenig Chancen auf Kursanstieg)

Da werd ich wohl mal zuschlagen... auch wenn im Westen immer weniger geraucht wird :profit:

Dafür wird in den Schwellenländern genauso viel bzw. sogar mehr geraucht. Zusätzlich werden die Preise regelmäßig erhöht, so dass die Gewinne zumindest in den nächsten Jahren stabil bleiben sollten. Gefahr sind eher generelle Rauchverbote. Ich habe auch Imperial Brands im Depot. Die Tabakhersteller zahlen alle gute Dividenden.


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dak113
Beigetreten: 25.04.2009
PokerStrategist

Naja die 30% auf Unternehmensseite sind wohl eher Wunschdenken :f_biggrin:
Ich versteh den Punkt aber natürlich, man sollte bei der Aktienauswahl nicht unbedingt die (Brutto-) Dividende als Hauptkriterium für den Kauf heranziehen. Das ein oder andere Unternehmen mit hoher, stabiler Dividende im Depot zu haben schadet imo aber nicht, häufig handelt es sich dabei ja um relativ günstige, solide Unternehmen, denen einfach marktbedingt die Wachstumsmöglichkeiten fehlen (und zwar mitunter sogar einfach nur weil sie schon den Markt beherrschen).


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Xantos
Beigetreten: 07.09.2005
Legacy Member

Wenn man diese Unternehmen halten möchte, dann am besten über einen thesaurierenden ETF. Damit man den Steuernachteil nicht in dem Maße hat.

Natürlich kann es Fälle geben, wo man tatsächlich die Einzelaktie halten möchte/muss. Aber man hat dann halt einen doppelten Nachteil mit mangelnder Diversifikation und dem Steuernachteil.


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nbchiller
Beigetreten: 05.03.2010
PokerStrategist

Man sollte auch beachten, dass die Aussage "Thesaurierer sind besser als Ausschütter" sehr allgemein ist. Natürlich kann man zeigen, dass ein thesaurierender ETF nach xyz Jahren besser performt als der ausschüttende Schwestern-ETF.

Aber das lässt sich nicht so ganz eindeutig auf Einzelaktien übertragen.
Hier liegt es nämlich auch an der Zusammensetzung des Depots. Besitzt jemand einen ganzen Korb von dividendenfreien Wasserstoff- und Cannabisaktien müssen diese über die Jahre nicht besser performen als ein Korb "alter" Dividendentitel, da erstere eine höhere Risikoklasse aufweisen.

Noch gravierender ist allerdings, dass wir hier nur den Rückspiegel steigender Kurse betrachten. Jeder Kursgewinn bedeutet nur einen Buchgewinn, den wir ja gar nicht realisieren (wollen). Wohingegen Dividenden bares Geld aus der Geschäftstätigkeit auf unsere gierigen Krallen sind.
Käme es jetzt mal wieder zu Underperformance am Aktienmarkt, sei es durch zu hohe Inflation, zu hohe Zinsen oder schwere wirtschaftliche Verwerfungen global, im Sektor des Unternehmens oder im Unternehmen selbst - so könnte, bspw. eine Salesforce, plötzlich nicht mehr mit einem KGV von 50 bewertet werden, sondern nur noch 35, dann 25, 20.... Und so stagniert oder sinkt der Kurs der Aktie sogar trotz thesaurierter Unternehmensgewinne. Und in solchen Zeiten, die dann auch mal Jahre dauern könnten, müsste der Anleger erstmal diese Geduld und das Verständnis für die Gesamtzusammenhänge aufbringen, um die Aktie zu halten. Da ist es schon angenehm, einige Dividendentitel im Portfolio zu haben, die die Rendite teilweise direkt an den Aktienbesitzer auszahlen.

Als letztes Argument wird außerdem erwähnt, dass es besser ist Steuern in der Zukunft zu zahlen als heute. Das Argument habe ich noch nie verstanden. Also klar - dass hier gemeint wird, dass man weniger thesauriert; geschenkt - aber rein auf Steuersätze und -zahlungen bezogen, bin ich gar nicht so optimistisch, dass ich lieber in einer fernen Zukunft meine Gewinne versteuern möchte und nicht lieber heute. :transpire:


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Fantomas741
Beigetreten: 13.08.2006
PokerStrategist

Das stimmt denn in der Regel steigen steuern ja eher in der Zukunft


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Xantos
Beigetreten: 07.09.2005
Legacy Member

Original von nbchiller
Man sollte auch beachten, dass die Aussage "Thesaurierer sind besser als Ausschütter" sehr allgemein ist. Natürlich kann man zeigen, dass ein thesaurierender ETF nach xyz Jahren besser performt als der ausschüttende Schwestern-ETF.

Aber das lässt sich nicht so ganz eindeutig auf Einzelaktien übertragen.

Deswegen schrieb ich ja auch, dass Dividenden-Fans vielleicht lieber einen thesaurierenden (normale oder High Yield) ETF halten sollten.
Nicht, dass sie auf Dividendenfreie Tech-Einzelaktien umschwenken sollen.

Hier liegt es nämlich auch an der Zusammensetzung des Depots. Besitzt jemand einen ganzen Korb von dividendenfreien Wasserstoff- und Cannabisaktien müssen diese über die Jahre nicht besser performen als ein Korb "alter" Dividendentitel, da erstere eine höhere Risikoklasse aufweisen.

Sehr fairer Vergliech, direkt mit irgendwelchen hyperspekulativen Sektoren anzukommen wie Wasserstoff oder Cannabis.
Mit der Logik könnte ich dir auch Berkshire Hathaway (keine Dividenden) gegen irgendwelche unseriösen High Yield Sachen gegenüberstellen.

Noch gravierender ist allerdings, dass wir hier nur den Rückspiegel steigender Kurse betrachten. Jeder Kursgewinn bedeutet nur einen Buchgewinn, den wir ja gar nicht realisieren (wollen). Wohingegen Dividenden bares Geld aus der Geschäftstätigkeit auf unsere gierigen Krallen sind.

Käme es jetzt mal wieder zu Underperformance am Aktienmarkt, sei es durch zu hohe Inflation, zu hohe Zinsen oder schwere wirtschaftliche Verwerfungen global, im Sektor des Unternehmens oder im Unternehmen selbst - so könnte, bspw. eine Salesforce, plötzlich nicht mehr mit einem KGV von 50 bewertet werden, sondern nur noch 35, dann 25, 20.... Und so stagniert oder sinkt der Kurs der Aktie sogar trotz thesaurierter Unternehmensgewinne. Und in solchen Zeiten, die dann auch mal Jahre dauern könnten, müsste der Anleger erstmal diese Geduld und das Verständnis für die Gesamtzusammenhänge aufbringen, um die Aktie zu halten. Da ist es schon angenehm, einige Dividendentitel im Portfolio zu haben, die die Rendite teilweise direkt an den Aktienbesitzer auszahlen.

Erstens kann eine Krise auch deine Dividendentitel treffen.
Zweitens stehst du eben aus Gründen Steuern + Diversifikation erstmal besser da mit einem dividendenfreien ETF-Portfolio.
Drittens investiert ein ETF, der Dividendentitel enthält, ja seine Dividenden wieder, und kauft damit die laut dir ja ach so sicheren Dividendentitel.
Viertens den wesentlichen Halbsatz highlighted: Psychologisch "angenehm" mag das sein. Deswegen will ich es ja niemandem ausreden. Sondern nur klarstellen, dass es eben mit sehr handfesten, teuren Nachteilen einhergeht aufgrund unseres Steuersystems.

Als letztes Argument wird außerdem erwähnt, dass es besser ist Steuern in der Zukunft zu zahlen als heute. Das Argument habe ich noch nie verstanden. Also klar - dass hier gemeint wird, dass man weniger thesauriert; geschenkt - aber rein auf Steuersätze und -zahlungen bezogen, bin ich gar nicht so optimistisch, dass ich lieber in einer fernen Zukunft meine Gewinne versteuern möchte und nicht lieber heute. :transpire:

Hast du es dir schon mal nachgerechnet?
Der Unterschied ist gigantisch.
Es gibt da ja mehrere Faktoren:

  • Die Steuerstundung, und der damit einhergehende Zinseszinseffekt
  • Die Tatsache, dass du in der Entnahmephase (üblicherweise) niedrigere Grenzsteuersätze haben wirst als heute in der Verdienstphase
  • Die Entnahmephase, in welcher auch die nicht-ausschüttenden Assets besser sein, weil du deine Entnahme dann auch aus der (steuerfrei zu entnehmenden) Kostenbasis bestreiten kannst anstatt nur aus (voll versteuerten) Dividenden*

Mmn machen sich einfach die Leute zu wenig klar, wie teuer es ist, auf Dividenden zu setzen.
Wenn man sich dessen voll bewusst ist, und trotzdem Bock auf Munich Re etc hat -- bitte.

*: Für Frugalisten nicht so relevant, weil die ja mit der gesamten Entnahme -ob über Dividenden oder Verkäufe- unter oder nah am persönlichen Freibetrag sein mögen.


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_Anonymous_ Themenstarter
_Anonymous_

@Xantos:
800€ waren steuerfrei richtig?
Bei Verheirateten quasi 2x800?


Antwort
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Xantos
Beigetreten: 07.09.2005
Legacy Member

Original von Mofatoy
@Xantos:
800€ waren steuerfrei richtig?
Bei Verheirateten quasi 2x800?

Jop.
Also kann man natürlich bspw. den Freibetrag mit dem Lieblingsdividendentitel der Wahl ausschöpfen und den Rest in Thesaurierer-ETF ballern.
Das hat sogar den Vorteil, dass vielen Dividendentitel vermutlich ihre Ausschüttungen weniger stark steigern werden als der MSCI World oder FTSE All-World.


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dak113
Beigetreten: 25.04.2009
PokerStrategist

Xantos ich glaube du verstehst den Punkt hier nicht bzw. bist so in deinem Anti-Ausschüttungen-Dogma, dass du die Gegen-Argumente gedanklich nicht zulässt.
Bei einem ETF würden dir wahrscheinlich die meisten recht geben, dass der thesaurierende langfristig vermutlich besser performt als der (ansonsten gleiche) ausschüttende.
Bei Einzelaktien kann ich diese Logik aber nicht übertragen. Es gibt tolle Unternehmen, die keine oder geringe Dividenden bezahlen, es gibt aber auch sehr interessante Unternehmen, die hohe Ausschüttungen leisten. Die letzteren auszuschließen nur aufgrund eines vermeintlichen Steuernachteils macht keinen Sinn - genauso wie es natürlich keinen Sinn macht Unternehmen ausschließlich aufgrund einer hohen Dividende zu kaufen.

Ich persönlich könnte mir auch vorstellen, dass der Steuernachteil im Kurs sowieso schon mit abgebildet wird. Aus fundamentaler Sicht ist die Schere zwischen Growth- und Valueaktien mitunter soweit geöffnet, dass die paar % Steuern auf Gewinne (!) auch nicht mehr ins Gewicht fallen, wenn ich ohnehin den x-fach besseren multiple bekomme.


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Xantos
Beigetreten: 07.09.2005
Legacy Member

Dividendentitel hat gegenüber einem thesaurierenden ETF gleich zwei Nachteile:

  • Diversifikation
  • Steuern

Wer tatsächllich glaubt, so gut Dividendentitel aussuchen zu können, dass sie den Markt so outperformen, dass auch diese beiden Nachteile kompensiert werden -- bitte.

Ich halte das nur für sehr hypothetisch. Die allermeisten Privatanleger schaffen es ja nichtmal mit Einzelaktien den Markt zu schlagen, wenn man diese o.g. strukturellen Nachteile ignoriert.

Damit bleibt, dass jemand die Hypothese hat, nicht ein Einzeltitel, sondern das breitere Segment der Werte mit höheren Dividenden würde going forward den Markt outperformen. Das halte ich zwar auch erstmal für eine gewagte Hypothese, aber dann kann man durch die Wahl von thesaurierenden ETFs zumindest die o.g. strukturellen Nachteile ausgleichen. (thesaurierende Dividenden-ETFs bei Justetf.com)

Heute, 12:17 +2Xantos ich glaube du verstehst den Punkt hier nicht bzw. bist so in deinem Anti-Ausschüttungen-Dogma, dass du die Gegen-Argumente gedanklich nicht zulässt.

Insofern: Was sind denn genau die Gegenargumente außer "ich glaube Dividendentitel XYZ wird den Markt outperformen"?

Ich persönlich könnte mir auch vorstellen, dass der Steuernachteil im Kurs sowieso schon mit abgebildet wird.

Wow, nein. Natürlich nicht!

  • Es gibt ja viele Länder, wo das kein oder ein weit kleinerer Steuernachteil für Privatanleger ist
  • Für institutionelle Investoren (inkl. ETF-Anbietern) sind die Regeln oft nochmal anders

Aus fundamentaler Sicht ist die Schere zwischen Growth- und Valueaktien mitunter soweit geöffnet, dass die paar % Steuern auf Gewinne (!) auch nicht mehr ins Gewicht fallen, wenn ich ohnehin den x-fach besseren multiple bekomme.

Das ist ein klassisches "I know better than the market"-Argument:
"Alle anderen sind doof und kaufen wie blöde Growth-Aktien. Nur ich bin klug und sehe den krassen Edge in Value-Aktien / Hochdividendentiteln. Diese Edge ist sogar so groß, um den Deutschland-spezifischen Steuernachteil aufzuwiegen."

Insofern würde ich das Argument umdrehen:
Nicht ich lasse aus "Dogma" keine Argumente zu.
Ich glaube eher, dass viele Dividenden-Investoren eben da so emotional invested sind, dass sie die handfesten Nachteile davon verdrängen.

Weiterhin schreibe ich hier nie nur für die anderen im Thread, die aktiv sind.
Mein Ziel ist also nicht, dich zu überzeugen.
Sondern, dass die passiven Mitleser, oft Anfänger, eine begründete Gegenmeinung lesen können zur ebenso verbreiteten wie merkwürdigen deutschen Privatanlegerpräferenz für Dividenden.


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