Zum Forum springen
Benachrichtigungen
Alles löschen

ETF Depot zusammenstellen

44 Beiträge
17 Benutzer
0 Reactions
8,794 Ansichten

Hallo an alle Leser im Wirtschaft und Finanzen Forum.

Ich habe im Moment einen Bausparvertrag (10k), den ich mit 140 € im Monat bespare und der auch recht bald fertig ist und zuteilungsreif wird. Ich würde gerne mit diesem Geld anfangen mich in Aktien/ETF-Anlagen reinzuarbeiten. Dafür würde ich mich über Unterstützung bei der Auswahl geeigneter ETF freuen. Ziel soll es primär sein ein Musterdepot zu eröffnen und erstmal 1-1,5 Jahre zu üben und dann schauen was ich für eine Performance erreiche. Danach würde ich das Wissen übertragen wollen und das Geld aus dem Bausparer als Startkapital nehmen und die monatliche Rate als Sparplan. Wenn sich das ganze positiv entwickelt, besteht auch die Möglichkeit noch mehr vom monatlichen Tagesgeldsparen in diese Anlageform zu überführen, bin aber eher recht konservativer Anleger und möchte daher erstmal wenig Gewichtung auf Aktien zur Risikominimierung.

Bei der Anlagesumme würde ich jetzt schätzen, dass 2-3 ETF wohl sinnvoll sein sollten, weil sonst die Sparraten zu klein geraten. Im Moment würde ich dazu tendieren einen sehr soliden ETF zu nehmen (entweder Europa oder Deutschland). Das würde sicher das Hauptpaket werden, wo auch der Großteil der monatlichen Rate landet. Dazu dann noch einen BRIC für die potentiellen Wachstumsmärkte und als dritten Posten noch ein kleiner Markt mit etwas spekulativeren Sachen (zB Rohstoffe)

Aufteilung dachte ich so ungefähr folgende:

65 % Startkapital in den EU/DE und den dann mit 100 € monatlich besparen
25 % in den BRIC und den mit 40 € monatlich besparen
10% in den Rohstoff und hier wird dann "ungeplantes Einkommen" (Boni etc) bei Gelgenheit reingegeben.

Primärziel ist es erstmal im Musterdepot zu sehen, ob ich in der Lage bin, sowas hinzubekommen und gut zu performen (wobei gut hier für mich heißt nicht deutlich schlechter als der Schnitt). Langfristig will ich mit dem Depot dann fürs Alter vorsorgen und damit ist der geplante Zeitraum für die Anlagen 20 Jahre+.

Fragen fürs erste:

- macht so ein Vorhaben mit dem geplanten Startkapital/Sparratenvolumen Sinn
- ist die prinzipielle Ausrichtung der 3 ETF mit den gewünschten Zielen vereinbar

Wenn das prinzipiell für sinnvoll befunden wird, würde ich mich auf die Suche nach geeigneten ETF machen und hier dann einen begründeten Vorschlag für ein Musterdepot posten.

Ich freue mich auf eure Ratschläge und guten Tipps!


Antwort
Zitat
43 Antworten
Sleyde
Beigetreten: 15.01.2005
BlackMember

Ich weiß nicht, inwieweit alle ETFs sparplanfähig sind. Das könnte deine Auswahl verringern.

Ich habe nicht ganz verstanden, wie du dein Vermögen dann aufteilen willst. Die 10k€ hast du dann voll für den Aktienanteil zur Verfügung? Wie du zwischen Renten/Tagesgeld und Aktien aufteilen willst, musst du dann selber schauen. Üblich sind glaub ich in jungen Jahren und bei kleinerem Vermögen 70-80% Aktien, einfach weil du langfristig anlegen kannst und das angelegte Geld in Relation zu deinem zukünftigen Einkommen gering ist, d.h. du kannst gamblen.

Wenn es 10k€ in Aktien sein sollen, würde ich mir persönlich ein Weltportfolio aufbauen und ungefähr nach BIP gewichten. Ein Professor aus Mannheim hat gezeigt, dass historisch die BIP-basierte Aktienallokation die Aktienallokation nach Marktkapitalisierung outperformed und hat auch seinen Fonds demenstprechend aufgesetzt (Arero). Heißt aber nicht, dass es so bleiben muss natürlich. Vielleicht hast du das schonmal gehört, denn immerhin bist du ja beim Thema ETFs gelandet ;).

Also würde ich ca. 45% in einen ETF auf den MSCI World investieren, 25% in einen ETF auf den EuroStoxx 50, Stoxx Europe 600 o.ä. (letzterer ist halt breiter gefächert) und 30% in einen ETF auf die Emerging Markets. (Aktueller BIP Anteil Emerging Markets ca. 30%, tendenz steigend)

Dass man in einen "soliden" ETF in Europa/Deutschland investiert, macht dahingehend Sinn, dass du dein Währungsrisiko verkleinerst. Deswegen würde ich das auch übergewichten. Wenn du z.B. 70% in MSCI World packst, hast du effektiv viele Fremdwährungen drin - und die schwanken in Relation zum Euro.

Rohstoffe würde ich weglassen. Ich habe von Rohstoffen keine Ahnung, habe aber nicht sehr viel gutes über Rohstoff-ETFs gelesen. Ich denke, dass sie aus Diversifikationsaspekten wünschenswert sind, habe aber noch nicht ganz verstanden, wo genau die langfristige Rendite herkommt.

ETFs kannst du z.B. hier raussuchen: http://www.smarterinvestieren.de/informations/etfs_alle_xtf.php

achten würde ich auf TER, Martkkapitalisierung, thesaurierend/ausschüttend, steuerliche Problematik. Manche ausländisch thesaurierend Fonds weisen ausschüttungsgleiche Erträge auf, die man dann in der Steuererklärung angeben und versteuern muss, sich aber bei Verkauf dann später anrechnen lassen kann. Ich mag das nicht so...

Wenn du mehr Geld zum anlegen hast, kannst du das ganze natürlich noch weiter nach BIP verfeinern. Z.B. noch weiter nach Regionen aufteilen, also 30% Nordamerika, 30% Europa, 30% Emerging Markets, 10% Pazific/Japan im Aktienanteil.


Antwort
Zitat
ultrafastspectroscopy Themenstarter
ultrafastspectroscopy
Beigetreten: 18.10.2008
Oldschool Grinder

Vielen Dank für die ausführliche Antwort.

Die Einschränkungen mit den Sparplänen sind sicher schwierig, aber ich brauche ja nch etwas Zeit bis das Investment dann wirklich startet (für das Musterdepot werde ich dann wohl ohne Sparplan arbeiten, da ist es ja relativ egal), da kann sich ja noch einiges ändern. Wenn es die günstigen dann nicht als Sparplan gibt, kann man ja immernoch die Rate auf einem Tagesgeld parken und dann immer größere Beträge nutzen um die ETF zu kaufen.

Nur damit ich das richtig verstanden habe mit der Aufteilung und Währungsunabhängigkeit. Eigentlich will man ca 70% in etwas solidem und möglichst breit diversifiziert anlegen. Dafür würde man den MSCI World nehmen. Da man dann aber 70% des Kapitals in vielen Währungen hat, nimmt man den MSCI lieber etwas runter und füllt mit einem EuropaETF auf, damit die Euroquote erhöht wird, ohne auf Diversifizierung zu verzichten (wenn man zB 70% in Stoxx Europe 600 packt)

Warum ist ein MSCI World besser als ein ETF für Europa oder nur Deutschland, gehts dabei nur um Diversifizierung und Risikominimierung oder erwartet man für World auch eine bessere Rendite. Wenn ich mir so anschaue, was aktuell in der Welt los ist, seh ich Deutschland gar nicht so schlecht aufgestellt und würde das evtl etwas stärker übergewichten wollen. Macht das Sinn oder sind die Unternehmen eh derart globalisiert, dass egal ist in welchem Land der Hauptsitz ist?


Antwort
Zitat

Richtig, es geht um Diversifizierung.
Das ist nämlich die einzige echte Waffe, die man als Privatanleger hat um mit dem Markt mithalten zu können.
Ausländische Aktien sind genauso Risiko/chancenreich wie deutsche Aktien.
Ich würde bei der Diversifizierung außerdem noch auf eine Branchendiversifiezung achten.
Weiter solltest du grundsätzlich ETFs mit niedrigeren Gebühren wählen.
Außerdem würde ich das Währungsrisiko ignorieren, weil du auf der anderen Seite auch Währungschancen hast, die mit gewisser Wahrscheinlichkeit die Waage halten.
Diversifizierte ETFs sind imO die beste Anlage für Kleinanleger.


Antwort
Zitat
Sleyde
Beigetreten: 15.01.2005
BlackMember

Nur damit ich das richtig verstanden habe mit der Aufteilung und Währungsunabhängigkeit. Eigentlich will man ca 70% in etwas solidem und möglichst breit diversifiziert anlegen. Dafür würde man den MSCI World nehmen. Da man dann aber 70% des Kapitals in vielen Währungen hat, nimmt man den MSCI lieber etwas runter und füllt mit einem EuropaETF auf, damit die Euroquote erhöht wird, ohne auf Diversifizierung zu verzichten (wenn man zB 70% in Stoxx Europe 600 packt)

Eigentlich willst du jede auf der Erde möglich gehandelte Aktie haben und die mit einem Prozentsatz, den sie zum weltweitem BIP beiträgt. Das wäre eine BIP-Gewichtung. Du kannst auch einfach jede einzelne Aktie auf der Welt kaufen mit einem Prozentsatz iHv dem totalen Firmenwert geteilt durch die Firmenwerte aller Unternehmen im Markt. Das wäre eine marktkapitalisierte Gewichtung. Wie gesagt, es gibt Studien, die gezeigt haben, dass das erste das zweite in der Vergangenheit outperformed hat, aber das will nichts heißen. Es gibt auch andere Meinungen diesbzgl.

Beides ist natürlich so nicht praktikabel, daher nähert man sich an. Der MSCI World ist nicht wirklich ein MSCI World, da sind mindestens 50% USA drin - und alle weltweit gehandelten Aktien sind sowieso nicht drin. Das ist so, weil der MSCI World marktkapitalisiert gewichtet ist und die USA-Firmen eben den größten Teil der weltweiten Unternehmenswerte ausmachen (BIP-Anteil ca. 30%). Mir würde das nicht gefallen und daher würde ich z.B. einen ETF auf Nordamerika, einen auf Europa, einen auf Emerging Markets und einen auf Japan/Pazific kaufen. Die würde ich nach BIP gewichten, also 30/30/30/10. Die einzelnen ETFs sind zwar wiederum marktkapitalisiert gewichtet, aber ich habe mich schonmal ein bisschen angenähert.

Der Grund warum ich dir überhaupt den MSCI World empfehlen würde, ist die relative kleine Anlagesumme. Da macht es denke ich nicht soviel Sinn, so breit zu fächern - zu hohe Transaktionskosten, zuviel Rebalancing. Wenn du ein größeres Depot hättest, würde ich dir auch nicht eine Übergewichtung der eigenen Währungszone empfehlen, aber bei einem kleineren Depot können die Schwankungen was ausmachen glaube ich. Bei einem größeren Depot würde ich im sicheren Teil, d.h. Renten/Tagelsgeld wahrscheinlich größtens auf Euro gehen und im Aktienanteil auf sowas pfeifen.

Warum ist ein MSCI World besser als ein ETF für Europa oder nur Deutschland, gehts dabei nur um Diversifizierung und Risikominimierung oder erwartet man für World auch eine bessere Rendite.

Ich weiß nicht, ob der MSCI World im Durchschnitt eine bessere Rendite erwartet. Das ist so eine Sache mit den erwarteten Renditen, die kann man ja nicht messen. Was ich aber glaube ist, dass, wenn er eine höhere Rendite erwartet, er auch ein höheres Risiko hat. Deswegen geht es vor allem um Diversifizierung, aber wie gesagt da ist auch Vorsicht geboten, der MSCI World beinhaltet nicht alle börsennotierten Unternehmen. http://de.wikipedia.org/wiki/MSCI_World Schwellenländer sind z.B. garnicht drin!

Deswegen habe ich dir auch empfohlen, den MSCI Emerging Markets z.B. mit 30% abzudecken, da sind nämlich die Schwellenländer alle drin. Ich denke der MSCI EM ist auf jeden Fall risikoreicher, erwartet aber dementsprechend auch eine höhere Rendite und die Renditen sind nicht so stark korreliert mit anderen Aktien wie die anderen Aktien untereinander. Deswegen darf der mMn nicht fehlen. Wenn du ein großes Portfolio hast, kann man ähnliches auch für small caps behaupten, d.h. kleinere Unternehmen. Die sind risikoreicher, dafür renditeträchtiger und nicht so stark korreliert mit anderen Aktien.

Wenn ich mir so anschaue, was aktuell in der Welt los ist, seh ich Deutschland gar nicht so schlecht aufgestellt und würde das evtl etwas stärker übergewichten wollen. Macht das Sinn oder sind die Unternehmen eh derart globalisiert, dass egal ist in welchem Land der Hauptsitz ist?

Ich denke, das macht keinen Sinn. Warum kaufst du dir ETFs? Nicht weil du denkst, dass du den Markt outperformen kannst. Sondern weil sie geringe Kosten haben und eben den Markt abbilden können. Das ist ja quasi die Grundeinsicht, wenn man passiv investiert, und nicht aktiv, und ETFs sind die Instrumente dafür. Wenn du aber jetzt Deutschland übergewichten willst, weil du denkst, die Aktien sind unterbewertet (denn das tust du ja im Prinzip. Du nimmst an, dass die "nicht so schlechte Aufstellung" deutscher Unternehmen nicht in dem Maß eingepreist ist wie du denkst), dann widerspricht sich das mMn mit der Grundeinsicht von oben.

Ich würde bei der Diversifizierung außerdem noch auf eine Branchendiversifiezung achten.

Die hast du auotmatisch, wenn du das machst, was ich geschrieben habe.

Außerdem würde ich das Währungsrisiko ignorieren, weil du auf der anderen Seite auch Währungschancen hast, die mit gewisser Wahrscheinlichkeit die Waage halten.

Ich meinte mit Risiken nicht den Gegensatz zu Chancen. Ich denke in der Tat, dass sich, so wie du es nennst, die Chancen und Risiken für einen nicht-Profi ausgleichen, d.h. die erwartete Rendite ist 0. Mit Risiko meinte ich eher die Varianz - dass die Währungen trotzdem schwanken. Warum aber nun sollte man dann viele Fremdwährungen in seinem Portfolio halten. Das schafft Risiko, aber man kriegt keine Renditekompensation dafür. Bei größeren Portfolios ist das Risiko denke ich durchaus vertretbar, da hat man soviel drin, dass das durch Währungen kaum schwankt - aber bei kleineren eher nicht. Das alles gilt natürlich nicht, wenn du risikoneutral bist. Aber das bist du denke ich nicht.


Antwort
Zitat

Ja Sleiyde, mit der Diversifikation ist das so eine Sache. Ich muß zugeben, dass ich nach der Zusammensetzund des MSCI World zugeben muss, dass der index auf den ersten blick stark diversifiziert ist. Allerdings kann dieser Eindruck auch täsuchen, denn 1. ist leider in jedem Index der Finanzsektor immer sehr stark beteiligt. Bei der Diversifiezierung geht es ja nicht nach Marktkapitalisierung sondern darum, dass sich die Branchen möglich unabhängig von einder entwickeln.
2. und das ist mir beim MSCI Wolrd auch ein Dorn im Auge ist der Industriesektor dort ziemlich untergewichtet. Sieht zwar auf den ersten blick okay aus, ABER Indsutrie ist für mich mehr als eine Branche. Denke mal alleine an die verschiedene DAX Industrieuntenrehmen.
Automobile, Maschinnebau, Stahl, Elektrotechnik, Anlagenbau, Flugzeuge, Energie, Halbleiter, Bau, Drogerie, Sportartikel.
Und das sind nur die groben Daxbranchen (Ohne Gesundheit was ja beim MSCI auch extra ausgewiesen ist).


Antwort
Zitat
JanS
Beigetreten: 24.09.2006
Elite Grinder

Interessante Beiträge Sleyde, danke.


Antwort
Zitat
Sleyde
Beigetreten: 15.01.2005
BlackMember

Bitte sehr. MSCI World ist ja wie gesagt auch nur eine "Notlösung", damit man nicht 10 Positionen a 1000€ im Depot hat.

Was noch interessant ist: Wenn man den Markt kaufen will, dann solte man jede Aktie kaufen in der Höhe des Prozentsatzes, den sie am gesamten Marktvolumen ausmacht - das ist eine marktkapitalisierte Gewichtung. Wenn man jetzt aber theoretisch alle Aktien kauft und sagt, dass eine andere Gewichtung besser ist (z.B. nach BIP oder Übergewichtung Industriebranche), dann impliziert man eine Marktineffizienz. Denn, wenn der Markt effizient wäre und eine BIP-Gewichtung wirklich besser wäre, dann würden sich die Aktienwerte so angleichen, dass die marktkapitalisierte Gewichtung der BIP-Gewichtung entspricht, denn alle würden natürlich in diesem Fall USA-Aktien verkaufen und wahrscheinlich Schwellenländeraktien kaufen wollen.

Das ist z.B. ein Argument gegen eine BIP-Gewichtung - aber wie gesagt es gibt wissenschaftliche Argumente dafür. Andererseits kenne ich auch Autoren, die meinen, dass das BIP nicht mit den Marktwerten von Unternehmen korreliert. Im Endeffekt könnte ich also auch nicht wirklich was gegen ein Depot sagen, das eben 50% in den USA investiert ist.

Was am wichtigsten von allem ist, ist denke ich, dass man nicht 4% Ausgabeaufschlag zahlt, 1% Depotverwaltungsgebühren und dann nochmal 1,5% die Verwaltung des Fonds - bei langfristigen Investments beachte man auch den "Zinzeszinseffekt". D.h. man sollte kostengünstig und breit gefächert investieren, wie dann am Ende die genaue Aufteilung ist, sollte nicht so entscheidend sein mMn.


Antwort
Zitat
ultrafastspectroscopy Themenstarter
ultrafastspectroscopy
Beigetreten: 18.10.2008
Oldschool Grinder

So ich hab dann versucht mir mal was zusammenzustellen:

MSCI World

ETF Stoxx 50

ETF Stoxx 600

Emerging Markets

Würde ich dann wie vorgeschlagen gewichten mit 45% in den MSCI World, 25% in den Stoxx 600 (oder doch lieber den 50?) und dann die restlichen 30% in den Emerging Markets.

Jemand was dran auszusetzen oder kann man das erstmal als Start nutzen.

Wie oft sollte man das ganze checken und evtl Rebalancieren, reicht da 1 mal im Monat?


Antwort
Zitat
DrStrothmann
Beigetreten: 29.12.2007
Oldschool Grinder

stoxx 600 ist meiner Ansicht nach zu viel, da du ja den World hast. Monatlich würde ich nicht überprüfen. Der Zeitraum ist zu kurz.

BRIC oder Rohstoffe wäre eine Alternative. Eventuell auch eine Themenindex wie Dividende oder ähnliches.


Antwort
Zitat

den emerging markets wo kannste den denn besparen?

der kostet ja 78k euro


Antwort
Zitat
Sleyde
Beigetreten: 15.01.2005
BlackMember

Für den EM ETF würde ich glaube ich den von Comstage nehmen, der müsste einen Tick billiger sein als der von DBX. UBS kauft glaube ich einzelne Aktien und repliziert den Rest mit Indexzertifikaten. DBX und comstage sind beide swapper, aber der Swap darf gesetzlich maximal 10% sein und ist meistens weniger. Irgendwie finde ich was ETFs angeht UBS nicht so renommiert. Es gibt auch einen von Amundi, aber die haben meist höhere Swap-Exposure und der wies auch ausl. Thesaurierungserträge für 2011 aus, d.h. Steueraufwand.

Bzgl Europa würde ich den Stoxx 600 nehmen. Ist ja nicht so teuer und deckt auch einiges mehr ab als der Stoxx 50, d.h. du hast auch mittelgroße Unternehmen mitdrin.

Rebalancing einfach mit frischem Geld oder jährlich mal drüber schauen.

Bzgl UBS konstruktion:

Anlagepolitik
Der Subfonds UBS-ETF MSCI Emerging Markets baut Positionen in den Titeln seines Index auf. Die Proportionalität zur Gewichtung der Titel im Index wird weitgehend durch eine direkte Anlage in die Titel des Index erzielt oder durch den Einsatz von Derivaten oder einer Kombination beider Methoden. Die Positionen in den Titeln des Index dieses Subfonds können bis zu einer Höhe von 25 % der Vermögenswerte des Subfonds durch die Nutzung im Freiverkehr gehandelter derivativer Finanzinstrumente erzielt werden. Der Subfonds muss sein Vermögen überwiegend in Aktien, übertragbare Wertpapiere, Geldmarktinstrumente, Anteile an OGA, Einlagen bei Kreditinstituten, strukturierte Notes, die an einem geregelten Markt notiert sind oder gehandelt werden, und andere Vermögenswerte, die gemäß den in Kapitel O dieses Prospekts festgelegten Anlagebeschränkungen zugelassen sind, investieren. Im Hinblick auf die EU-Zinsrichtlinie wird der Subfonds weniger als 15 % seiner Vermögenswerte in Schuldpapieren im Sinne der o. g. Richtlinie anlegen. Außerdem kann der Subfonds, wie in Kapitel C „Anlageziel und Anlagepolitik der Subfonds“ ausgeführt, Derivatgeschäfte tätigen.

Also 25% Counterpartyrisk.


Antwort
Zitat
ultrafastspectroscopy Themenstarter
ultrafastspectroscopy
Beigetreten: 18.10.2008
Oldschool Grinder

Also sind sich beim MSCI World ja alle einig.

Jetzt haben wir Sleyde mit dem EuroStoxx 600 als weitere solide Anlage mit stärkerer Eurogewichtung und DrStrothmann schlägt den Stoxx 50 vor. Könntet ihr bitte mal kurz erklären warum ihr den jeweiligen für besser geeignet haltet.

Warum würdest du Rohstoffe als Alternative sehen, hatte ich zuerst ja auch angedacht und Sleyde sah keine Rendite, was glaubst du denn warum der mit ins Depot sollte/könnte?

Wo liegt der Unterschied zwischen EM und BRIC, der BRIC sollte doch eigentlich im EM mit drin sein oder?

Den Themenindex Dividende würdest du zusätzlich mit rein nehmen oder dann lieber auf den EM verzichten und durch Dividende ersetzen?


Antwort
Zitat

Original von ultrafastspectroscopy
Wo liegt der Unterschied zwischen EM und BRIC, der BRIC sollte doch eigentlich im EM mit drin sein oder?

BRIC = Brasilien, Russland, Indien, China

EM = Emerging Markets da sind natürlich die BRIC-Staaten mit drinnen aber eben anders gewichtet.

hier mal die Aufteilung des MSCI-EM
http://de.wikipedia.org/wiki/MSCI_Emerging_Markets_Index

da haste dann auch noch andere aufstrebende länder mit dabei


Antwort
Zitat
markus1000
Beigetreten: 13.03.2005
Elite Grinder

meiner Meinung nach sind die Tipps hier viel zu aktienlastig. MSCI World ist halt grosser Teil USA und Europa und der Diversifikationseffekt der durch andere Europe Etf erzielt wird ist sehr gering.

Sinnvoller ist es lieber ein paar andere Assetklassen hinzufuegen.

Ein simpler Ansatz

1) Aktien
Mix MSCI world und emerging markets. Als Alternative kann man auch einfach US Index (S&P) und emerging markets nehmen.

2) Anleihen
-Unternehmsnanleihen
-Staatsanleihen

dafuer gibt es auch Indizes die auch international investieren

3) Immobilien

4) Rohstoff ETF

Von der Gewichtung 1>2>3>4

Wenn man es vereinfachen will und nur max 3-4 ETFs haben moechte, laesst man Rohstoffe weg und suchst sich halt breit gestreute Anleihen und Immobilenetfs + die zwei Aktien Etfs


Antwort
Zitat
lionix2006
Beigetreten: 20.05.2006
Oldschool Grinder

Wäre auf jeden Fall eine gute Diversifikation.


Antwort
Zitat
markus1000
Beigetreten: 13.03.2005
Elite Grinder

Hier mal ein Extrembeispiel von zwei ETFs, ein Welt ETF und ein Emerging Market ETF.
Es ist immer auch wichtig welche ETFs gewählt werden. Werden auch ausländische Firmen dafür genutzt um bestimmte Sektoren zu repräsentieren?

Zum Beispielen nutzen manche ETFs Us Ölfirmen um die OPEC Länder zu repräsentieren. Wobei Ölfirmen auch in vielen Weltindizes stark gewichtet sind...

http://finance.yahoo.com/q/bc?t=5y&s=ACWI&l=on&z=l&q=l&c=GMM%2C+&ql=1


Antwort
Zitat
Zinsch
Beigetreten: 01.02.2008
Elite Grinder

Original von markus1000
meiner Meinung nach sind die Tipps hier viel zu aktienlastig.

In diesem Thread geht's halt um die Diversifizierung innerhalb der Assetklasse "Aktien" und nicht zwischen verschiedenen Assetklassen.


Antwort
Zitat
markus1000
Beigetreten: 13.03.2005
Elite Grinder

Original von Zinsch

Original von markus1000
meiner Meinung nach sind die Tipps hier viel zu aktienlastig.

In diesem Thread geht's halt um die Diversifizierung innerhalb der Assetklasse "Aktien" und nicht zwischen verschiedenen Assetklassen.

OP geht zwar primär auf Aktien ein, aber er schreibt auch

Original von ultrafastspectroscopy
... als dritten Posten noch ein kleiner Markt mit etwas spekulativeren Sachen (zB Rohstoffe)...

des weitern ist es bestimmt nicht nachteilig jemand auf potenzielle Probleme, wie schlechte Portfoliodiversifikation hinzuweisen.


Antwort
Zitat
lionix2006
Beigetreten: 20.05.2006
Oldschool Grinder

Original von markus1000

Original von Zinsch

Original von markus1000
meiner Meinung nach sind die Tipps hier viel zu aktienlastig.

In diesem Thread geht's halt um die Diversifizierung innerhalb der Assetklasse "Aktien" und nicht zwischen verschiedenen Assetklassen.

OP geht zwar primär auf Aktien ein, aber er schreibt auch

Original von ultrafastspectroscopy
... als dritten Posten noch ein kleiner Markt mit etwas spekulativeren Sachen (zB Rohstoffe)...

des weitern ist es bestimmt nicht nachteilig jemand auf potenzielle Probleme, wie schlechte Portfoliodiversifikation hinzuweisen.

#2

Hatte auch nur den Eingangspost gelesen. Des Weiteren würde ich halt bei einer Haltedauer > 20 Jahre nicht unbedingt nur Aktien ins Portfolio nehmen, von daher finde ich den Einwand von markus1000 schon berechtigt.


Antwort
Zitat
Teilen: