Original von Falco35
Hm? Aber das sind doch im Grunde keine schönen Aussichten. Innovation. Technologischer Fortschritt. Wie weit soll das gehen? Bis zum "Terminator"? Was geschieht dann mit den Menschen?
Das ist die Frage, was den Menschen zum Menschen macht, was ihn ausmacht. Die Gemeinsamkeiten des Menschen und dem Terminator sind, dass Beide sich an die Naturgesetze anpassen müssen und dass es das Gleiche ihrer Art existiert. Darauf bauen sich gewisse Moralitäten auf, die bei Nichtbeachtung zur potenziellen Auslöschung führen könnten.
Genauso wie der Mensch nicht Atombomben herumwerfen sollte, sollte der Terminator z . B. nicht mit Neutronenbomben herumwerfen.
Menschen regulieren sich durch ihre Schwäche, Gefühle, Vulnerabilitäten, Sterblichkeit selbst zu einer gewissen Tugendhaftigkeit im Sinne einer Demut vor dem "Größeren". Diese Demut muss bei Terminatoren auch vorhanden sein, auch wenn diese keine Schmerzen mehr kennen und sich beliebig oft ein Bein anschrauben können.
In jedem Terminator steckt immer Mensch dahingehend, da der Terminator von Menschen erfunden wurde. Die Technologien wurden von Menschen entwickelt. Alles was von Menschen entwickelt wird, ist immer fehlerhaft, oder nicht mehr zeitgemäß. Das heißt auch Terminatoren müssen aktualisiert werden (sich selbst hinterfragen).
Original von Falco35
Wir müssen somit immer weiter, immer schneller und folglich immer "maschineller". Wir sind somit Gefangene der Innovation. Wenn ich mit meiner Vermutung der sinkenden Notwendigkeit von menschlicher Arbeitskraft richtig liege, dann werden sich Arbeitslosigkeit und Armut gerade aufgrund dieser Innovation auf jeden Fall erhöhen. Somit können wir in diesem Wirtschaftssystem das Öffnen der Schere zwischen arm und reich gar nicht bekämpfen. Ohne Innovation müsste man die Löhne weiterhin kürzen (unterhalb der Inflaionsrate erhöhen). Mit Innovation gehen Arbeitsplätze verloren. Schon ein absurdes System. Oder?
Der letzte Satz sagt es. Es ist ein System, welches wir hier bedienen.
Die fortschrittliche Entwicklung ist zwar unumgänglich, aber die Art der Annäherung zu dieser wird festgelegt, mittels des Systems, bzw. der Systeme.
Arbeits"plätze", Schere zwischen arm und reich sind letztlich auch systemtechnisch immanent und somit zu hinterfragen, ob das notwendig ist. Oder gibt es nicht auch Systeme, bei denen so etwas nicht vorhanden sein muss.
Außerhalb des Systems muss man sagen, dass Arbeit an sich immer vorhanden ist. Es gibt keinen Menschen, der nicht atmet, denkt oder arbeitet.
Man muss nur den Begriff der Arbeit definieren. Denn im bestehenden System ist das BIP und der Erwerb unmittelbar damit verbunden. Das muss so ja nicht sein.
Wenn Leute ehrenamtliche Arbeiten verrichten, ist das im bestehenden eher geduldet als dass eine wirkliche Substanz dahinter vermutet wird.
Der Mensch versucht es falsch herum. Er versucht Systeme zu bewahren und die Natur dafür zu unterwerfen. Das umfasst auch die Natürlichkeit anderer Menschen. Immerhin wird erzählt, man müsse wegen eines demografischen Faktors mehr Kinder bekommen. Es wird also künstlich Anreiz geschaffen und in die Natürlichkeit eingegriffen. Andersherum wäre es sinnvoller, dass man den demografischen Faktor hinterfragt mit den dafür zu Grunde liegenden Modellen politischer und wirtschaftlicher Art. (Produktivität, Konsolidierung, Schulden, BIP, Leitkultur usw.)
Besser wäre es die Natur zu erkennen und bewahren, gleichzeitig Systeme zu entwickeln, die die bestmögliche Entwicklung der Fortschrittlichkeit ermöglichen, um die permanente Diskrepanz zwischen Natur und Künstlichkeit in einem geordneten Schema zu erhalten. das "geordnete Schema" stellen die Ideen von der Ästhetik, dem Guten und dem Wahren dar.