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Fehlkauf Eigentumswohnung

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RaiserBlade
Beigetreten: 17.10.2007
Oldschool Grinder

Ans Jobcenter vermieten kann 20-30% mehr Miete bedeuten. Musst halt die Mieter gut einschätzen. Aber ja, da wäre ne Stadt mit geringerer Asidichte wohl besser


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Zitat
DiscoStu85
Beigetreten: 12.07.2006
Elite Grinder

wie mich das triggert wenn ich das lese, dass das Arbeitsamt so unser Steuergeld verpulvert indem es höhere als Marktübliche an Miethaie zahlt.


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Zitat
n0gg
Beigetreten: 27.01.2007
Elite Grinder

Original von DiscoStu85
wie mich das triggert wenn ich das lese, dass das Arbeitsamt so unser Steuergeld verpulvert indem es höhere als Marktübliche an Miethaie zahlt.

Oder liegt es am Vermieter, der höhere Mieten verlangt weil der Staat eh zahlt und keine Familienexistenz davon abhängt.. ;-)


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Zitat
ON3T1ME
Beigetreten: 29.11.2016
Legacy Member

Original von DiscoStu85
wie mich das triggert wenn ich das lese, dass das Arbeitsamt so unser Steuergeld verpulvert indem es höhere als Marktübliche an Miethaie zahlt.

das macht das arbeitsamt nicht freiwillig. die sind gezwungen das zu tun weil sie ansonsten in einem sowieso schon engen markt gar keine wohnung mehr für diesen teil der bevölkerung finden. es gibt sogar zuschüsse für gemeinnützigen wohnraum wenn du mit wohnberechtigungsschein vermietest.


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Zitat
heiterbiswolkig
Beigetreten: 24.04.2008
Elite Grinder

In meinen Augen bilden sich hier zwei Aspekte heraus, die beide besorgniserregend sind:
1. Die Flucht von Kapital in den Immobilienmarkt sorgt für eine zunehmende Nachfrage (oder andersrum gedacht eine künstliche Verknappung des Angebots), so dass die Preise für Immobilien immer weiter steigen. Und zwar so weit, dass eine kostendeckende Vermietung überhaupt nicht mehr möglich ist. Während früher eine Wohnimmobilie nach 20 Jahren durch Mieteinnahmen gegenfinanziert war, braucht es heute 30-40, in Ballungsgebieten sogar 50 Jahre. Bedeutet, die Mieten sind gemessen am Immobilienwert eigentlich noch viel zu niedrig. Andererseits fressen die Mieten heute mittlerweile einen so großen Teil des Nettovermögens auf, dass wir hier längst die Spitze des Eisbergs erreicht haben.
2. Ineffizienzen, die der staatliche Eingriff in den freien Markt verursacht. Wenn öffentliche Einrichtungen an die Stelle von Privatpersonen treten, weil sie durch die Inanspruchnahme von öffentlichen Geldern in der Lage sind, noch für den Vermieter attraktive Mieten zu zahlen, wird zusätzlich am freien Markt das Angebot reduziert. Die Kosten werden allerdings auf die Alllgemeinheit abgewälzt.

In Summe sind das Symptome einer Blasenbildung, weil das System durch zusätzliches öffentliches Geld weiter aufgepumpt wird, obwohl es sich selbst nicht mehr trägt.


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Zitat
DiscoStu85
Beigetreten: 12.07.2006
Elite Grinder

Soll der Staat eben zusätzliche Billigwwohnungen von dem Geld bauen, da kann er dann seine Mietlinge auch einquartieren. Und nimmt druck aus dem Freien Markt. Bin ganz bei dir, dass leider alles was der Staat anfasst ineffizient ist. (Energiewirtschaft, Das computerförderprogramm in den 70ern in Frankreich 400mio an Fördergeldern für startups weil computer das next big thing wären angeblich, und kein einziges hat sich durchgesetzt, weil keines am markt überleben musste). Wir sind ja nicht Holland, wir haben ja Platz. Warum nicht einfach auf irgendeinem Brachland 1000 Container als Pufferwohnungen für Leute in Not hinstellen, dort können sie günstig wohnen bis sie wie der auf die beine gekommen sind. Gibt dann auch Anreiz sich weiterzuentwickeln und man hat ein lebenswürdiges Mindesmaß gewährleistet (/Schutz vor elementen etc). Zum Menschenwürde MIndesttandart gehört es für mich nicht eine 80qm Wohnung in Köln Zentrum zu haben


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Zitat
180gEuropa
Beigetreten: 03.05.2007
Oldschool Grinder

Original von DiscoStu85
Soll der Staat eben zusätzliche Billigwwohnungen von dem Geld bauen, da kann er dann seine Mietlinge auch einquartieren. Und nimmt druck aus dem Freien Markt. Bin ganz bei dir, dass leider alles was der Staat anfasst ineffizient ist. (Energiewirtschaft, Das computerförderprogramm in den 70ern in Frankreich 400mio an Fördergeldern für startups weil computer das next big thing wären angeblich, und kein einziges hat sich durchgesetzt, weil keines am markt überleben musste). Wir sind ja nicht Holland, wir haben ja Platz. Warum nicht einfach auf irgendeinem Brachland 1000 Container als Pufferwohnungen für Leute in Not hinstellen, dort können sie günstig wohnen bis sie wie der auf die beine gekommen sind. Gibt dann auch Anreiz sich weiterzuentwickeln und man hat ein lebenswürdiges Mindesmaß gewährleistet (/Schutz vor elementen etc). Zum Menschenwürde MIndesttandart gehört es für mich nicht eine 80qm Wohnung in Köln Zentrum zu haben

Eine gewisse Infrastruktur ist aber schon von Nöten, sonst wird das mit dem "auf die Beine kommen" auch nichts. Die drittgrößte Volkswirtschaft könnte sich aber natürlich auch Sozialwohnungen in ganz anderen Lagen leisten.
Dass Unsummen für die private Rendite von Vermietern ausgegeben werden und diese auch noch als Sozialleistungen (sozial für wen eigentlich?) tituliert werden ist allerdings in der Tat unerträglich. Aber ein Staat hätte da schon Mittel und Wege, regulierend einzugreifen. Es ist halt einfach nicht gewollt


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Mauslord
Beigetreten: 06.09.2011
PokerStrategist

Die Tränen eines Slumlord...


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heiterbiswolkig
Beigetreten: 24.04.2008
Elite Grinder

.

Du willst eine 1-Zimmerwohnung für 2,5k im Monat vermieten? Realistisch erwartbar sind vielleicht eher 25% in 10 Jahren.
Sollte das mit den 350k nach 10 Jahren so klappen, hast du also 425k nach 10 Jahren oder +42%. Hübsche Rendite, ja. Aber inflationsbereinigt bleibt da auch nicht so viel über...


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Zitat
180gEuropa
Beigetreten: 03.05.2007
Oldschool Grinder

.

Ist es nicht so, dass der Leistungsträger direkt die Miete zahlt? Am Mieter vorbei??
Und hast du Studien dazu, dass Menschen, die Unterstützung benötigen, schlechter mit gemieteten Wohnungen umgehen?


Antwort
Zitat
180gEuropa
Beigetreten: 03.05.2007
Oldschool Grinder

Nee ich versteh es nicht, würde aber gern. Der Unterschied ist, dass ein zahlender Mieter die Sanierungskosten selbst zu tragen hat wohingegen ein Amt diese nicht übernimmt?


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Super Moderator
Spiike
Beigetreten: 10.07.2014
Legacy Member

Deine subtile Ausländerfeindlichkeit kannst du dir hier sparen DiscoStu85. Deine Erklärung hätte auch wunderbar ohne diese funktioniert.

MfG Spiike


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cHaiNSawMasSacRe
Beigetreten: 05.11.2011
Elite Grinder

Original von heiterbiswolkig
In Summe sind das Symptome einer Blasenbildung, weil das System durch zusätzliches öffentliches Geld weiter aufgepumpt wird, obwohl es sich selbst nicht mehr trägt.

das mit der blasenbildung wird schon seit 15 jahren erzählt. wenn ne blase so lange anhält, dann ist sie keine blase sondern der reale markt ;)

wenn es ne blase gäbe, bräuchte es eine gehörige deflation um sie zum platzen zu bekommen. das sehe ich in der global verzahnten wirtschaft nicht.


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Zitat
jotha
Beigetreten: 20.04.2006
Elite Grinder

Original von 180gEuropa
Ist es nicht so, dass der Leistungsträger direkt die Miete zahlt? Am Mieter vorbei??
Und hast du Studien dazu, dass Menschen, die Unterstützung benötigen, schlechter mit gemieteten Wohnungen umgehen?

Nein. Ist es absolut nicht. Die Idee ist, dass die Empfänger selbst mit ihrem Geld Haushalten sollen.

Nur bei der Vermietung kann man sich mit dem Jobcenter abstimmen. Danach nur Kontakt mit dem Kunden. Als Vermieter bist du dann Luft. Auskunft nur an den Anspruchsberechtigten und der muss sich erst mal dort melden.

Der Mieter kann beauftragen, dass die Mietzahlung direkt an den Vermieter erfolgt. Das kann er aber jederzeit widerrufen.

Als Vermieter kann man sich die Ansprüche abtreten lassen und das dem Jobcenter anzeigen. Das Problem ist, dass das kein Daueranspruch ist. Der entsteht jeden Monat neu. Man braucht also an sich jeden Monat eine Abtretung und muss diese jeden Monat beim Jobcenter vorlegen. Das kann man aber nicht im Voraus tun. Da ist der Anspruch noch nicht entstanden und die Bearbeitung wird abgelehnt.

Alles andere was funktioniert ist aus meiner Sicht und Kenntnisstand Gutmütigkeit und Unwissenheit der Anderen.


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soulfly187
Beigetreten: 05.02.2007
Poker Player

Ich habe schon öfter an Jobcenter Mieter vermietet. Bei jungen Mietern < 30 ist das Problem einfach, dass die ihr Leben nicht im Griff haben.
Die müssen ja auch alle paar Monate beim Jobcenter Dokumente vorlegen, Jobs annehmen etc. Wenn das nicht passiert, bleibt die Miete auch aus.
Eine ist im Knast gelandet. Der Andere war einfach weg, als die Miete nicht mehr kam. Die Wohnung sah dann entsprechend aus. Rausklagen musste ich noch nie, habe dann einfach das Schloss aufgebohrt und die Sachen weggeschmissen. Nie wieder was gehört.

Generell würde ich sagen, dass die Wohnung nicht so wertgeschätzt wird, wenn man die nicht selber zahlt.

Bei älteren Jobcenter Mietern hatte ich nie Probleme, solange die keinen Betreuer haben (die können einem tierisch aufn Sack gehen), wobei das auch immer auf den Betreuer ankommt.

An Ukrainer habe ich noch nicht vermietet. Vllt kann der Kollege im Thread mal berichten wie das ist und ob es da Probleme gibt.

Kommt halt immer sehr stark auf die Immobilie und den Standort an.

Ich vermiete gerne an Studenten mit Bürgschaft. Die bleiben immer nur nen paar Jahre und machen nicht soviel Ärger. Renovieren teilweise sogar selber.


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Betrunkener
Beigetreten: 22.01.2006
Elite Grinder

Würde persönlich auch nie an Jobcenter Mieter vermieten. Da kann einfach zu viel schief gehen. Beim Mieter ist dann in der Regel nichts zu holen.
Ukrainer die nur vom Bürgergeld leben auch nicht. Die wissen schon sehr gut wie das alles funktioniert und wie man es ausnutzen kann. Gibt sogar graue Gruppen und Berater für sowas. Ist mittlerweile eine eigene Asylindustrie und es gibt Hilfestellung für alles. Wenn die schon arbeiten und etwas aufbauen wollen, dann ist es natürlich was anderes.

Die Wohnung würde ich verkaufen, sobald der Mieter auszieht. Deine eigene Zeit setzt du mit 0€ an? Oder wie kann das alles sich sonst lohnen? Man kann sich natürlich alles schön rechnen und sich extra Arbeit machen. Wenn es aber nur die eine Wohnung ist und du nicht gerade 20 Stück (Opportunitätskosten) vermietest, dann weg damit.


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Elisamo
Beigetreten: 12.08.2008
Oldschool Grinder

Denkt ihr, jetzt wo der syrische Bürgerkrieg erneut aufflammt und möglicherweise Millionen neue Menschen nach Europa kommen die Mieten bzw Verkaufspreise weiter steigen werden? Ich habe auch ein Objekt dass ich gerne verkaufen/vermieten würde. Wird zur Zeit noch von mir als Zweitwohnung genutzt, ist allerdings schon stark renovierungsbedürftig. Flüchtlinge könnte man da vielleicht noch unterbringen ohne Geld in die Immobilie reinzustecken. Normalen Mietern kann man diese Wohnung aber nicht mehr zumuten.


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berxwedan
Beigetreten: 17.02.2009
Oldschool Grinder

Original von Elisamo
Flüchtlinge könnte man da vielleicht noch unterbringen ohne Geld in die Immobilie reinzustecken. Normalen Mietern kann man diese Wohnung aber nicht mehr zumuten.

Würdest du diesen Gedankengang nochmal ausführen? Klingt irgendwie ziemlich assozial.


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basti5cah
Beigetreten: 23.09.2018
Legacy Member

Ich weiß nicht wo die Wohnung ist, aber in Stuttgart (und vermutlich auch in anderen größeren Städten) gibt es von der Stadt das „Garantiewohnen“ da schließt du einen sogenannten Garantievertrag mit der Stadt über 5 oder 10 Jahre ab. In dieser Zeit darfst du nicht verkaufen, hast aber deine Miete gesichert, egal ob ein Mieter drin ist oder nicht. Du hast zwar kein Anspruch auf Auswahl der Mieter, aber es werden bis zu 10K für Sanierungen o.ä. locker gemacht. Evtl. ist das eine Überlegung für dich wert.


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Elisamo
Beigetreten: 12.08.2008
Oldschool Grinder

Original von berxwedan

Original von Elisamo
Flüchtlinge könnte man da vielleicht noch unterbringen ohne Geld in die Immobilie reinzustecken. Normalen Mietern kann man diese Wohnung aber nicht mehr zumuten.

Würdest du diesen Gedankengang nochmal ausführen? Klingt irgendwie ziemlich assozial.

Ich will kein/kaum Geld mehr in diese Wohnung stecken. Dort herrscht Investitionsstau, im Prinzip seit den 60ern. Bad, Boden, Türen sind noch original, eigentlich ist dort fast alles noch original. Einzig die Küche hab ich vor ca 10 Jahren neu gemacht, sieht mittlerweile aber auch schon wieder (durch mich) gut runtergerockt aus.
Den optimalen Zeitpunkt zum Verkauf während der Corona Zeit hab ich leider verpasst. Der Markt ist für Verkäufer richtig beschissen geworden. Auch geht es mir in dieser Wohnung nicht gut. Ich merke wie ich dort richtig depressiv bin. Ich hab einen inneren Zwiespalt in mir der mich fertig macht. Zum einen das emotionale zum anderen das finanzielle. Finanziell wäre es für mich wohl am besten weiterhin selbst dort wohnen zu bleiben und die andere Immobilie zu verkaufen. Emotional gesehen ist es komplett andersrum, die Wohnung macht mich kaputt ist aber viel viel günstiger im Unterhalt als die zweite Immobilie in der es mir seelisch (zumindest etwas) besser geht, auch würde ich es nicht übers Herz bringen die zweite Immobilie zu verkaufen da es mein altes Elternhaus ist wo ich meine Kindheit verbracht habe. Diese selbst zu bewohnen ist aber auch so unfassbar teuer und macht keinen Sinn für eine einzelne Person. Das ist ein Haus für 4 - 6 Personen, mit immensen Energie Kosten das aktuell quasi zur Hälfte leer steht.

Dazu kommen noch viele andere Probleme die ich mit mir selbst / meiner Familie habe.

Ist vielleicht auch ein Thema für einen eigenen Thread.


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