Spekulanten bedienen sich sogenannten CDS (Credit Default Swaps). Staatsanleihen etc sind nichts anderes als Kredite des Staates (einfach ausgedrückt). Die Kredite müssen abgesichert werden (vergleichbar wie Hypothek beim Hauskauf), dazu dienen CDS. Genau diese CDS sind es die das Risiko "beschreiben". Im Fall Griechenland (gleiches Prinzip wie Irland) wurden diese CDS im Wert nach oben getrieben. Die Spekulanten haben also nichts anderes gemacht, als die hohe Verschuldung und das sinkende Wachstum als höheres Risiko für die Sicherheit der Kredite einzuschätzen. Die Spekulation lag in dem Wissen, das Staaten sich a) schwer tun grundlegende Reformen durchzuführen und b) innerhalb der Euroländer andere Staaten in letzter Not einspringen werden.
Diese Kreditausfallversicherungen funktionen so:
Kauft ein investor eine Anleihe eines Unternehmens oder eines Staates, versichert dieser sich gegen den Rückzahlungsausfall.
Die Versicherer in solch einem Fall sind Banken oder Hegdefonds.
Bei Ausfall der Rückzahlung, muss der Versichrungsverkäufer den Schaden ersetzen.
Für die Risikoübernahme bekommt der Versicherungsverkäufer eine Prämie. Z.b. bekommt der Versicherer für das Ausfallrisiko deutscher Sattsanleihen ca. 50 Basispunkte.
Je höher das Ausfallrisiko, desto höher die Basispunkte: Griechenland hatte in der Spitze mehr als 500 Basispunkte Aufschlag. Sprich es müssen fast 5% mehr gezahlt werden, als z.B. für deutsche Staatsanleihen.
Wenn jetzt ein Investor 1 Mio Euro in Griechischen Staatsanleihen hält, zahlt er für die Versicherung also 5% jährlich als Prämie zahlen: 50000€ .
Die Spekulation geht wie folgt: Hedgefonds kaufen CDS, bevor der Markt (ob durch Propaganda oder wie auch immer) merkt, dass ein Staat massive Probleme hat. Im Fall Griechenland waren die Dinger für um und bei 120 Basispunkte. Verkauft haben die meisten dann bei 350 - 400, da sind dann die Lemminge eingestiegen....
Hoffe einigermaßen verständlich ;-) Für die Fachwelt: ich habe extra versucht es einfach zu schreiben.