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Gewerbeimmobilie (Bürofläche) kaufen?

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Krach-Bumm-Ente
Beigetreten: 01.05.2006
BlackMember

Hi,
ich bin momentan zur Untermiete (Freiberufler) und der Hauptmieter hat selbst gekündigt, also suche ich aktuell nach einem neuen Büro. Habe dann mal nach "kaufen" gesucht und eine eventuell interessante Bürofläche gefunden, zu der ich mal nach Meinungen fragen wollte:

- 360.000 Kaufpreis, 143 m², 3. Stock eines Bürogebäudes direkt am Amts- und Landgericht Köln (30 Sekunden Fußweg zum Eingang des Gerichtsgebäude, ich parke immer vor dem zu kaufenden Büro wenn ich zu Gericht muss)
- Baujahr 1982, vor 8 Jahren Fenster und Elektrik gemacht, Fernwärme, vier Stellplätze in der Tiefgarage vom Justizzentrum
- nicht besonders hübsch von außen, funktionaler 80er Jahre bau, innen gut erhalten und modernisiert lt. Fotos
- aktuell vermietet an Rechtsanwälte für 25k JNKM, abzüglich 3k nicht umlagefähiges Hausgeld, macht Faktor 16,4 was schon stark ist
- das Kölner Justizzentrum ist marode, Amts- und Landgericht ziehen nächstes Jahr provisorisch in das nebenanliegende alte Gebäude der Arbeitsagentur, bis 2028 soll ein neues Justizzentrum neben dem bisherigen gebaut werden
- Anbindung ÖPNV ist gut (18 Minuten Straßenbahn zum Hauptbahnhof), mit dem Auto schnell auf der Autobahn

Geplant wäre das bei Faktor 17,1 (mit Kaufnebenkosten) erstmal vermietet zu lassen. Ich weiß nicht ob das Leerstandrisiko signifikant ist, bei unmittelbarer Nähe zum Gericht, oder ob sich nicht immer eine Anwaltskanzlei finden wird, die sich einmietet. Wenn nicht, könnte ich aber auch selbst einziehen und es als Büro nutzen.
Wenn ich das in Kreditrechner im Internet eingebe komme ich bei 5(!)% Tilgung und Zinsbindung über die gesamte Laufzeit auf 17;1 Jahre (inkl. Nebenkosten und 50k EK) mit einer Rate von 2000 Euro (1,9% Zins), bleibt das Büro für die aktuell 25k p.a. vermietet, zahlt es sich locker selbst ab.
Bei Gewerbemietverträgen hat einen das Gesetz wohl auch nicht so an den Eiern, wie es als Vermieter von Wohnungen ist, zudem könnte ich ganz gut was von der Steuer absetzen. Macht sowas Sinn? Der Faktor klingt zu gut um wahr zu sein.

Edit: ich konnte direkt in die Unterlagen Einsicht nehmen. Lt. Mietverträgen sind die Räume aktuell einzeln vermietet zu je 12,50/qm, die 25k JNKM kommen hin (mit noch vier vermieteten Stellplätzen). Das Gebäude ist eines von sieben die zusammen gehören, Rücklagen der Eigentümergemeinschaft sind ca. 140k, die Dächer (Flachdächer) sind sanierungsbedürftig.


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11 Antworten
my5tyle
Beigetreten: 11.11.2008
PokerStrategist

Klingt eigentlich sehr solide, habe tbh aber auch nur Erfahrung mit einer eigenen Immobilie bisher.

kA was noch an Fallstricken kommen könnte?! Irgendwelche unbekannten variablen? Aktuelle Mieter der anderen Etagen befragen?


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Krach-Bumm-Ente Themenstarter
Krach-Bumm-Ente
Beigetreten: 01.05.2006
BlackMember

Andere Mieter befragen ist ein Plan, die aktuellen Mieter (drei Mieter die jeweils einen bzw. zwei Räume anmieten) würde ich auch ansprechen, auch dahingehend was sie planen hinsichtlich langfristiger Anmietung. Wenn die lange bleiben wäre das ideal für mich. Haben laut Mietverträgen ein Jahr Kündigungsfrist.
Kenne zudem noch eine Staatsanwältin privat und das Gebäude der Staatsanwaltschaft ist entweder dasselbe oder direkt neben dran.


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3nJ0yIT
Beigetreten: 06.07.2011
Poker Player

Kannst dich ja mal schlau machen was genau am Dach gemacht werden muss. Flachdänger sind da ja generell relativ anfällig... Nicht, dass da komplett saniert werden muss. Dann wirds mit den Rücklagen auch knapp.


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Krach-Bumm-Ente Themenstarter
Krach-Bumm-Ente
Beigetreten: 01.05.2006
BlackMember

Laut Protokoll Eigentümerversammlung muss es "saniert" werde. Gebäude 1 (Büro wäre in 7) zeitnah, der Rest aber auch. Einer hatte wohl auch die Idee, die Dachfläche zu verkaufen (???) um die Sanierungskosten zu umgehen/senken. Was das sein soll keine Ahnung, wurde abgelehnt.

Wenn sich jemand wirklich mit der Materie auskennt und mit mir die ganzen Unterlagen durchgeht (Wirtschaftspläne, Haushaltspläne, Versammlungsprotokolle, Mietvertrag etc.) lass ich $ springen.


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meistermieses
Beigetreten: 31.12.2006
Elite Grinder

Vielleicht kann dir ON3T1ME da weiterhelfen.


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Tornano
Beigetreten: 11.12.2007
Elite Grinder

Einfach kaufen und dann selbst nutzen klingt zumindest aus steuerlichen Gründen extrem unglücklich. Du solltest Dich da auch steuerlich beraten lassen, bevor Du etwas machst.


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ON3T1ME
Beigetreten: 29.11.2016
Legacy Member

Original von Krach-Bumm-Ente
Laut Protokoll Eigentümerversammlung muss es "saniert" werde. Gebäude 1 (Büro wäre in 7) zeitnah, der Rest aber auch. Einer hatte wohl auch die Idee, die Dachfläche zu verkaufen (???) um die Sanierungskosten zu umgehen/senken. Was das sein soll keine Ahnung, wurde abgelehnt.

Wenn sich jemand wirklich mit der Materie auskennt und mit mir die ganzen Unterlagen durchgeht (Wirtschaftspläne, Haushaltspläne, Versammlungsprotokolle, Mietvertrag etc.) lass ich $ springen.

ja wenn du möchtest kann ich dir da helfen...add mich einfach mal


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Krach-Bumm-Ente Themenstarter
Krach-Bumm-Ente
Beigetreten: 01.05.2006
BlackMember

Danke, hab dich geaddet.


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Krach-Bumm-Ente Themenstarter
Krach-Bumm-Ente
Beigetreten: 01.05.2006
BlackMember

Original von Tornano
Einfach kaufen und dann selbst nutzen klingt zumindest aus steuerlichen Gründen extrem unglücklich. Du solltest Dich da auch steuerlich beraten lassen bevor Du etwas machst.

Das ist nur der Notfallplan wenn ich es irgendwie nicht mehr vermietet bekommen sollte.


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Zitat
Tornano
Beigetreten: 11.12.2007
Elite Grinder

Schon klar, Du solltest Dir nur der unterschiedlichen steuerlichen Folgen bewusst sein. z.B. ob Du etwas nach 10 Jahren steuerfrei verkaufen kannst oder nicht macht schon einen Unterschied.


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Krach-Bumm-Ente Themenstarter
Krach-Bumm-Ente
Beigetreten: 01.05.2006
BlackMember

Hab wegen dem Dach noch mal in die Unterlagen geschaut. Es sind 7 zusammengehörende Hausnummern, der Teil (das Gebäude?) an Hausnummer 1 hat am dringendsten Bedarf nach Sanierung des Dachs. Kostenvoranschlag 2019 waren dafür 70k, wurde dann aber nicht gemacht. Aktuell sollte wieder ein Angebot eingeholt werden, die Firmen meinten aber wegen Corona und Materialengpässen schwer zu sagen, Materialkosten allein 300% gestiegen. Wenn ich mal die 70k je Gebäude rechne, wären das 7*70k = 490k, wobei das der Preis 2019 war. Rechnet man mal mit inzwischen 800k, wären das bei 39/1000 Anteilen wohl 31,2k die an Dachsanierung auf mich zukommen würden. Drückt die Stimmung etwas aber erscheint immer noch ganz gut +EV


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