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Habezins. Eigenfinanzierung

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nurderfcs
Beigetreten: 23.01.2008
PokerStrategist

Hallo

Ich versuche verzweifelt einen Zinssatz zu ermitteln und dieser besteht aus Risikozuschlag und Habezins am Kapitalmarkt.
1,2 Mio € über 10 Jahre werden angenommen.

Gibt es hier für den Habezins 2014 einen allgemeinen Wert, bzw eine irgendwo einen repräsentativen Durchschnitswert, den man als Quelle annehmen könnte?

Eurostat, Stat. Bundesamt vergeblich durchforstet.

Oder hilft es hier wirklich nur z.B 2,5% anzunehmen aus einem random Vergleichsrechner ?


Antwort
Zitat
8 Antworten
DrStrothmann
Beigetreten: 29.12.2007
Oldschool Grinder

Dazu müsste mann 10 Jahre in die Zukunft schauen können. Das kann eben keiner.
Ich würde entweder Bundesanleihen, US Anleihen oder ähnliche Zinssätze vergleichen und einen Durchschnitt bilden.


Antwort
Zitat
nurderfcs Themenstarter
nurderfcs
Beigetreten: 23.01.2008
PokerStrategist

Original von DrStrothmann
Dazu müsste mann 10 Jahre in die Zukunft schauen können. Das kann eben keiner.
Ich würde entweder Bundesanleihen, US Anleihen oder ähnliche Zinssätze vergleichen und einen Durchschnitt bilden.

ich will halt eigentlich nur den aktuellen Wert annehmen und für die nächsten 10 Jahre als fix annehmen. Habe jetzt 2% gefunden bei Bundesanleihe, ich denke damit kann ich arbeiten.
Risikozuschlag würde ich mit 3% aufschlagen.

Hoffe das macht Sinn..


Antwort
Zitat
jotha
Beigetreten: 20.04.2006
Elite Grinder

Original von nurderfcs
ich will halt eigentlich nur den aktuellen Wert annehmen und für die nächsten 10 Jahre als fix annehmen. Habe jetzt 2% gefunden bei Bundesanleihe, ich denke damit kann ich arbeiten.
Risikozuschlag würde ich mit 3% aufschlagen.

Hoffe das macht Sinn..

Nein. Das solltest Du prüfen. Es kommt nicht auf den Nominalzins an, sondern auf die Rendite.
http://www.deutsche-finanzagentur.de/private-anleger/bundeswertpapiere/bundesanleihen/
http://www.finanzen.net/anleihen/bundesanleihen@intpagenr_13
Die liegt weit unter 2 % und somit weit unter deinem Ansatz.
Die DE000110236 6 Bund fällig 15.08.2014 hat eine Nettorendite von 1,09 % bei 9 Jahren und 10 Monaten Laufzeit. (Was ist mit Abgeltungssteuer!? Wenn ja, dann 0,81 %.
Es sind zwar viele Annahemn und Abwägungen dabei, aber trotzdem sollte mMn jede Annäherung so gut wie möglich sein.


Antwort
Zitat
nurderfcs Themenstarter
nurderfcs
Beigetreten: 23.01.2008
PokerStrategist

Original von jotha

Original von nurderfcs
ich will halt eigentlich nur den aktuellen Wert annehmen und für die nächsten 10 Jahre als fix annehmen. Habe jetzt 2% gefunden bei Bundesanleihe, ich denke damit kann ich arbeiten.
Risikozuschlag würde ich mit 3% aufschlagen.

Hoffe das macht Sinn..

Nein. Das solltest Du prüfen. Es kommt nicht auf den Nominalzins an, sondern auf die Rendite.
http://www.deutsche-finanzagentur.de/private-anleger/bundeswertpapiere/bundesanleihen/
http://www.finanzen.net/anleihen/bundesanleihen@intpagenr_13
Die liegt weit unter 2 % und somit weit unter deinem Ansatz.
Die DE000110236 6 Bund fällig 15.08.2014 hat eine Nettorendite von 1,09 % bei 9 Jahren und 10 Monaten Laufzeit. (Was ist mit Abgeltungssteuer!? Wenn ja, dann 0,81 %.
Es sind zwar viele Annahemn und Abwägungen dabei, aber trotzdem sollte mMn jede Annäherung so gut wie möglich sein.

schon mal vielen Dank.
Das Problem ist, dass ich "einfach" nur einen Kalkulationszinssatz ableiten möchte für eine Investitionsrechung.
Ich muss eine Annahme treffen, um Kapitalkosten beispielhaft darzustellen.

Das kann man ja eh nicht pauschal, weil es bei jedem Unternehmen unterschiedlich sein wird.
Von Abgeltungssteuer etc. habe ich absolut keine Ahnung. Ich habe den Anschaffungswert ermittelt, will nun laufende Kosten darstellen.
Wenn ich jetzt also als Maßstab den Wert der Bundesanleihe nehme, dann muss es doch zumindest dazu einen konkreten Wert geben?? 10 jahre Bundesanleihe und den Risikozuschlag muss ich doch schätzen, oder nicht?

habe mir diverse Wirtschaftlichkeitsrechnungen zu BHKWs angesehen, fast immer wird mit 5% gerechnet.
Mir konnte bis jetzt keiner sagen, wie sich dieser Wert ergibt.


Antwort
Zitat
Zinsch
Beigetreten: 01.02.2008
Elite Grinder

Wenn du die Kovarianz mit dem Markt kennst, kannst du einen Beta-Faktor berechnen und mit der CAPM-Formel dann einen Zinssatz. In der Praxis ist das etwas schwierig, die Kovarianz abzuschätzen, wenn es keine Erfahrungswerte gibt.
Wenn es z.B. gleichriskant ist wie eine durchschnittliche Aktie, dann könntest die durchschnittliche Marktprämie der vergangenen Jahrzehnte berechnen und als Risikoprämie ansetzen.

Kannst du keine Sensitivitätsanalyse machen oder interner Zinsfuß? Bei ersterem machst du einfach mehrere Analysen, wo du den Zinssatz jeweils veränderst, bei letzterem schaust du, bei welchem Zinssatz der Kapitalwert 0 ist (Break-Even-Zinssatz).


Antwort
Zitat
nurderfcs Themenstarter
nurderfcs
Beigetreten: 23.01.2008
PokerStrategist

Original von Zinsch
Wenn du die Kovarianz mit dem Markt kennst, kannst du einen Beta-Faktor berechnen und mit der CAPM-Formel dann einen Zinssatz. In der Praxis ist das etwas schwierig, die Kovarianz abzuschätzen, wenn es keine Erfahrungswerte gibt.
Wenn es z.B. gleichriskant ist wie eine durchschnittliche Aktie, dann könntest die durchschnittliche Marktprämie der vergangenen Jahrzehnte berechnen und als Risikoprämie ansetzen.

Kannst du keine Sensitivitätsanalyse machen oder interner Zinsfuß? Bei ersterem machst du einfach mehrere Analysen, wo du den Zinssatz jeweils veränderst, bei letzterem schaust du, bei welchem Zinssatz der Kapitalwert 0 ist (Break-Even-Zinssatz).

ich muss auf jeden Fall eine statische und eine dynamische Methode machen, daher komme ich um den kalk.Zinssatz nicht herum.

Bei der dyn. IR würde ich auch lieber Kapitalwertmethode machen, weil ich den gesamten Nutzungszeitraum abbilden und bewerten will (Totalerfold).
Außerdem brauch ich bei der Zinsfußmethode doch auch erstmal einen Kalkulationszinssatz ?!...
Bzw. muss man eine Mindestverzinsung angeben. Macht keinen Sinn, wenn man einfach die Leistung der Anlage bewerten will. Jedes Unternehmen hat hier eigene Vorstellungen


Antwort
Zitat
nurderfcs Themenstarter
nurderfcs
Beigetreten: 23.01.2008
PokerStrategist

Original von jotha

Original von nurderfcs
ich will halt eigentlich nur den aktuellen Wert annehmen und für die nächsten 10 Jahre als fix annehmen. Habe jetzt 2% gefunden bei Bundesanleihe, ich denke damit kann ich arbeiten.
Risikozuschlag würde ich mit 3% aufschlagen.

Hoffe das macht Sinn..

Nein. Das solltest Du prüfen. Es kommt nicht auf den Nominalzins an, sondern auf die Rendite.
http://www.deutsche-finanzagentur.de/private-anleger/bundeswertpapiere/bundesanleihen/
http://www.finanzen.net/anleihen/bundesanleihen@intpagenr_13
Die liegt weit unter 2 % und somit weit unter deinem Ansatz.
Die DE000110236 6 Bund fällig 15.08.2014 hat eine Nettorendite von 1,09 % bei 9 Jahren und 10 Monaten Laufzeit. (Was ist mit Abgeltungssteuer!? Wenn ja, dann 0,81 %.
Es sind zwar viele Annahemn und Abwägungen dabei, aber trotzdem sollte mMn jede Annäherung so gut wie möglich sein.

habe mir das ganze nochmal angesehen.
Ich habe mir nun vorgenommen eine Mischfinanzierung abzubilden, die ist ja auch häufig eingesetzt. (50:50) mit gewichtetem Ar. Mittel.
-Fremdkapitalzins leite ich nun aus dem aktuellen FHM Index ab ( liegt bei 2,36%) plus einem Risikozuschlag. ( Sollzins am Markt + Risiko)
-Bei Eigenkapital nehme ich den Tageskurs für Bundesanleihen + Risikozuschlag.
Daraus dann eine CAPM Modell Berechnung.
Den Wert nehme ich bei der Gewinnvergleichsrechnung und bei der dynamischen Rechnung.

Das ist imo das genauste und macht bisschen was her. Geht das so in oOdnung ?

Eine Frage noch. Muss ich bei den Bundesanleihen wie du oben sagst das Nettodarlehen beachten, samt Abgeltungssteuer oder nicht? Kein privat- sondern Unternehmersicht.

Danke


Antwort
Zitat
IBeatGTA
Beigetreten: 07.05.2009
PokerStrategist

Es müßte aber Rendite EK > Rendite FK, da sich die Varianz auch so verhält. Ansonsten wäre es sinnvoller, sich am Kapitalmarkt zu engagieren statt unternehmerisch.

Abgeltungssteuer ist nur für steuerpflichtige Personen.


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Zitat
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