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monatlich Sparen oder alles ausgeben?

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DrStrothmann
Beigetreten: 29.12.2007
Oldschool Grinder

da im Zinseszinseffekt der Faktor Zeit eine wesentlich Rolle spielt, sind gerade andere Anlageformen gefragt. Genau beim Zinseszinseffekt denkt man eben nicht im hier und heute oder an die nächsten 1-3 Jahre....

Also kann man sich Dividendenwerte nehmen, die schon weit über 100 Jahre jedes Jahr eine Dividende zahlen. Ob Weltwirtschaftskrise, Weltkriege, Ölkrise oder was auch immer.... Das ist nur ein Beispiel.


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Zitat
DrStrothmann
Beigetreten: 29.12.2007
Oldschool Grinder

Oder anders gesagt: wenn man grundsätzlich Pessimist ist und sich dann auch noch in seiner Freiheit eingeschränkt fühlt, weil man langfristig spart, dann hat man die falsche Strategie: man sollte es nicht machen.


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Zitat
JollyRoger183
Beigetreten: 03.02.2007
Elite Grinder

Weiß ja nicht was du studierst, aber anstatt 10% zu sparen würde ich eher 10% in dich investieren...

Je nachdem womit du später mal dein Geld verdienen wirst solltest du versuchen dir Dinge zu leisten die dich auf diesem Gebiet später weiter bringen. Ob das Bücher, Onlinekurse, Audiotraining, persönliches coaching etc. musst du wissen.

Vielleicht siehst du ja dass du Charakterschwächen hast die dir später mal im Weg stehen könnten - die kannst du ja gezielt aus dem Weg räumen indem du dir Bücher anschaffst die solche Probleme vielleicht lösen.


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Zitat
FiftyBlume
Beigetreten: 06.06.2010
PokerStrategist

Original von DrStrothmann
Oder anders gesagt: wenn man grundsätzlich Pessimist ist und sich dann auch noch in seiner Freiheit eingeschränkt fühlt, weil man langfristig spart, dann hat man die falsche Strategie: man sollte es nicht machen.

Falls das auf mich bezogen war:

Ich fühl mich auf keinen Fall in meiner Lebensqualität eingeschränkt, ich spar einfach nur gerne, weils hinterher viele Möglichkeiten eröffnet.

Abgesehen davon zieh ich auch viel an positiver Stimmung aus der Tatsache, dass ich mir Sachen einfach so kaufen könnte, wenn ich wollte.

Beispiel:

Auto - in einer Großstadt wohl so ziemlich das überflüssigste, was man sich anschaffen kann, direkt nach Koikarpfen.

Die Folge: kleinere Summe angespart -> ich freu mich darüber, dass ich mir jederzeit ein Auto kaufen könnte(und auch kein ganz so schlechtes)


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Zitat

Original von FiftyBlume

Original von DrStrothmann
Oder anders gesagt: wenn man grundsätzlich Pessimist ist und sich dann auch noch in seiner Freiheit eingeschränkt fühlt, weil man langfristig spart, dann hat man die falsche Strategie: man sollte es nicht machen.

Falls das auf mich bezogen war:

Ich fühl mich auf keinen Fall in meiner Lebensqualität eingeschränkt, ich spar einfach nur gerne, weils hinterher viele Möglichkeiten eröffnet.

Abgesehen davon zieh ich auch viel an positiver Stimmung aus der Tatsache, dass ich mir Sachen einfach so kaufen könnte, wenn ich wollte.

Beispiel:

Auto - in einer Großstadt wohl so ziemlich das überflüssigste, was man sich anschaffen kann, direkt nach Koikarpfen.

Die Folge: kleinere Summe angespart -> ich freu mich darüber, dass ich mir jederzeit ein Auto kaufen könnte(und auch kein ganz so schlechtes)

Auto in der Großstadt ist Lebensqualität und keine Investition.

Könnten wir hier etwas mit Summen arbeiten? Oder würdet ihr sagen das Sparen ist prozentuall vom Einkommen abhängig? Ich denke halt daran, Menschen die sehr wenig verdienen können gar nicht sparen, Menschen die sehr viel verdienen, müssen sie sparen?


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NiceToMeetYou
Beigetreten: 01.07.2007
Oldschool Grinder

Naja, aber 10% von 1200€ sind halt auch wesentlich weniger als 10% von 5000€. Klar, die 1200 wird man mehr oder weniger zum Leben brauchen. Es gibt aber auch Leute, die nur 1080€ verdienen (also die 120 weniger) und die kommen damit auch klar. Andererseits gibts genug Leute, die 5000€ verdienen und auch die 5000€ "brauchen" für ihren Lebensstandard und für die Leute ist es auch nicht leichter, 500€ wegzupacken, weil sie Hauskredit, Autokredit, evtl. Privatschule der Kinder etc. haben und das ganze Geld verplant ist.

Ist also letztlich alles eine Frage des Lebensstandards. 10% kann jeder schaffen, WENN ER ES WIRKLICH WILL und ein Ziel vor Augen hat. Gerade wenns einem finanziell nicht so gut geht, ist das doch ein unheimlicher Ansporn, da mal irgendwann rauszukommen und daher Geld für Investitionen zu sparen. Hinten raus zahlt sich as doppelt und dreifach aus, aber so weit denken die meisten leider nicht. Die meisten wollen "etwas von ihrem Geld haben" und geben alles aus, anstatt langfristig zu planen. Gilt jetzt natürlich eher für Leute mit dauerhaft geringem Einkommen, als Student sollte man wirklich erstmal sein Leben genießen, weil man anschließend zu 95% gut verdienen wird und das dann richtig angehen kann.

Der mit 5000€ hingegen sagt sich vielleicht "worauf soll ich sparen, mir gehts doch gut".


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NiceToMeetYou
Beigetreten: 01.07.2007
Oldschool Grinder

Um die eigentliche Frage noch zu beantworten: ich würde es immer prozentual vom Einkommen sehen. Was für einen festen Betrag willst du denn da festlegen? Dazu sind die Einkommen zu unterschiedlich. Der mit 1200€ Einkommen kann keine 500€ weglegen, für den mit 5000€ Einkommen sind 120€ viel zu wenig.

Mit 10% vom Einkommen wird es (theoretisch und bei gleicher Anlagestrategie) jeder nach der gleichen Zeit geschafft haben, finanzielle Unabhängigkeit zu erlangen. Finanzielle Unabhängigkeit bedeutet, dass er nicht auf Arbeitseinkommen angewiesen ist, sondern sein passives Einkommen durch Zinsen, Dividenden, Mieteinnahmen etc. seine Lebenshaltungskosten decken. Der eine muss eben nur 1200€ zur Deckung seiner Kosten einnehmen, der andere 5000€.

Voraussetzung ist halt immer, dass der Lebensstandard nicht immer weiter hochgeschraubt wird.


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PowerGamer
Beigetreten: 11.12.2007
PokerStrategist

Wichtig is übrigens wie beim Pokern das Absteigen wenns mal net läuft.

Theoretisch spricht nix dagegen mal n Ferrari oder ne 2M-Villa zu kaufen wenn man 5 Millionen auf der Bank hat. ;)

Konservatives Aufsteigen mit dem Bilden von Rücklagen ist aber obv. besser.


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Wird für mich zu philosophisch :tongue:


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Zitat

als student habe ich praktisch nichts gespart (weil wir nix hatten und froh waren wenn wir ende des monats ne 0 da stehen hatten).
heute sparen wir (doppelverdiener) so knapp dreiviertel eines einkommens, also vielleicht so grob 35% des gesamteinkommens.


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allizdoR
Beigetreten: 02.01.2007
Elite Grinder

nicht jeder kann sparen, nicht jeder wird seine Ziele erreichen, nicht jeder wird finanziell unabhängig sein, nicht jeder schafft es 20, 30, 40 Jahre lang Sparprozesse aufrecht zu halten.

Ich gehe ABER von vernünftigen Studenten aus, die später ein überdurchschnittliches Einkommen haben werden. Ich gehe von Studenten aus, die Konsum leben können und nicht um die 0 am Ende kämpfen müssen.
Diese sollten selbstverständlich etwas zurück legen.

Was jeder sparen sollte, hängt von der freien Liquidität ab. Jemand mit Familie wird mehr Ausgaben haben und eine geringere Liquidität.
Seine freie Liquidität verteilt man auf seine Ziele. Dabei kommt meistens heraus, dass jemand ca. 20% vom Netto sparen muss, um das Ziel finanziell Unabhängig zu sein sparen muss.

Macht euch bitte selbst den gefallen und berechnet den Zinseszinseffekt.
50€ jeden Monat
4% Rendite für Skeptiker, 6% für Optimisten und eine beliebige Zahl für Spekulanten
Anlagedauer: 67 Jahre, heutiges Alter und heutiges Alter +3 Jahre. Und wir reden weiter, ob Sparen für einen Studenten , bzw. junge Menschen Sinn macht.


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JonnyOh
Beigetreten: 25.09.2008
PokerStrategist

und wo bekommt man bitte 4/6 prozent ohne risiko? und was ist mit der inflation? und was ist mit den ganzen steuern die vom zinsgweinn gkommen? und was ist mit dem dass das ganze finanzsystem momentan nicht recht stabil ist. rechne das mal in deine rechnung mit ein...


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Zitat
allizdoR
Beigetreten: 02.01.2007
Elite Grinder

Rechne und dann reden wir weiter.

Zum Finanzsystem kann ich folgendes sagen. Wenn es zusammenbricht, ist es egal, wo mein Geld liegt, dann haben wir sicher noch andere Probleme, als Geld. Da das jeder weiß, wird alles getan, dass es keinen Zusammenbruch gibt. Der größte Fehler ist es, auf den Zusammenbruch zu warten und nichts zu tun.

Steuern gibt es auch bei 1% Zinsen und Steuern gibt es auch beim Konsum (Mehrwertsteuer). Das ist unsere Anlageumgebung. Andere kommen damit auch zurecht, warum nicht auch du?

Und wo es 4/6% gibt es ganz einfach, da kommt jeder ran.
Vom Magischen Dreieck gehört? Liquidität, Rendite, Risiko?

Im Private Equity bereich bekommst du sogar deutlich mehr, aber da kommt nicht jeder dran.

€:
Noch eine Frage zum Schluss. Wenn ich dir jedes Jahr ca. 4% anbiete, ist sparen dann ein Thema für dich? Wenn ich sage, 4% jedes Jahr auf die nächsten 40 Jahre, wer würde sagen, ja sparen ich bin dabei?


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NiceToMeetYou
Beigetreten: 01.07.2007
Oldschool Grinder

Für die Kapitalertragssteuer gibts doch 801€ Freibetrag. Die erreichst du selbst bei 5% Zinsen (was momentan eher utopisch ist) erst bei 40.000€ Guthaben. Wenn du 40k auf der Seite hast, solltest du damit was sinnvolles anfangen (Realwerte statt Tages- / Festgeld)


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FacelessVoid
Beigetreten: 30.08.2006
PokerStrategist

16.000€ * 0,05 = 800€


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NiceToMeetYou
Beigetreten: 01.07.2007
Oldschool Grinder

ups sorry, da hab ich wohl mist gerechnet :facepalm: @ myself

na gut, mit den aktuell eher realistischen 2% kommts dann hin ;)

So oder so aber ein Betrag, bei dem man über Sachwerte nachdenken sollte.


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sonnensb
Beigetreten: 21.03.2007
Elite Grinder

Original von allizdoR
Macht euch bitte selbst den gefallen und berechnet den Zinseszinseffekt.
50€ jeden Monat
4% Rendite für Skeptiker, 6% für Optimisten und eine beliebige Zahl für Spekulanten
Anlagedauer: 67 Jahre, heutiges Alter und heutiges Alter +3 Jahre. Und wir reden weiter, ob Sparen für einen Studenten , bzw. junge Menschen Sinn macht.

Der Zinseszins ist ein superlinearer Effekt, also ist doch klar, dass vor allem die Anlagedauer entscheidend ist. 67 Jahre ist ziemlich heftig bzw. zeigt es auch das Problem auf: um voll vom Zinseszinseffekt zu profitieren, darf man über einen sehr langen Zeitraum nichts vom Angesparten abzwacken und es ist fraglich, ob eine Perspektive von 67 Jahren auch nur ansatzweise Sinn macht.

Zum Vergleich sollte man eher folgendes anschauen:

Student A spart 50€ jeden Monat bei 5% auf 5 Jahre. Nach dem Studium 700€ (als Durchschnitt, natürlich wird es Sprünge in der Sparrate entsprechend des anwachsendes Einkommens geben) jeden Monat ebenfalls bei 5% auf 25 Jahre. Nach dreißig Jahren hat Student A dann 423.296,66€ angespart.

Student B spart während des Studiums nichts an (5 Jahre), danach das gleich Spiel. Er hat nach dreißig Jahren 411.765,55€ angespart.

Man sieht schon, groß ist der Unterschied nicht. Student A hat nach dem Studium nämlich eine Summe von 3.405,17€ angespart gehabt. Effektiv hat Student A also einen Gewinn von lediglich 423.296,66€ - 411.765,55€ - 3.405,17€ = 8.125,94€ gemacht im Vergleich zu Student B (nach 30 Jahren!!!). Im Vergleich zur angesparten Summe ist das eher wenig, zumal viele andere Effekte hier gar nicht berücksichtigt sind.

Die Frage also ist eher, ob Sparen während des Studiums oder nicht und dafür später eine Sparsumme zu haben, die lediglich 2 bis 3 Nettolöhne kleiner ist. Ich finde wie schon geschrieben, dass in einem solchen Szenario, welches imo realistischer als das zitierte ist, das Sparen zum gegenwärtigen Nutzen in einem schlechten Verhältnis steht. Das muss aber jeder selbst wissen.


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FiftyBlume
Beigetreten: 06.06.2010
PokerStrategist

Und du glaubst ernsthaft, dass ein Student, der ständig alles rausgehauen hat in der Lage ist 700 Euro im Monat zu sparen?


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sonnensb
Beigetreten: 21.03.2007
Elite Grinder

Das Wort rausgehauen ist so negativ konnotiert, dass man deine rhetorische Frage nur mit nein beantworten kann..
Den vernünftigen Umgang mit Geld sollte man aber deutlich früher gelernt haben, nicht erst durch das Studium. Sprich jmd. der während des Studiums spart ist von der "charakterlichen Stärke" her wohl jmd. der problemlos auch obig dargestellten Plan verfolgen kann.
Ich zumindest habe während des Studiums nichts angespart (war auch einfach nicht viel da zum Sparen) und jetzt spare ich etwa ein Viertel (!) meines Einkommens als Doktorand (ohne riesiges Netto).


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Original von NiceToMeetYou
...Für die Kapitalertragssteuer gibts doch 801€ Freibetrag...

Es kommt auf deine Einkünfte an...Nehmen wir mal du bist Schüler (volljährig)/ Student oder arbeitssuchend/los oder Rentner etc. und hast keine oder nur sehr geringe Einkünfte. Es gilt die Einkommenbemessungsgrenze. Dann kannst du dich für 2 Jahre von dieser Kapitalertragssteuer befreien lassen (danach muss neu beantragt werden und natürlich wieder die Einkünfte offen gelegt werden)...Frag den Steuerberater :)


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