Anhänger der Efficient Market Hypothesis gehen davon aus, dass alle Informationen über einen Wert bereits im Preis enthalten sind. Der historische Preis spiegelt jede Information wieder, die den Marktteilnehmern bekannt ist. Da neue Informationen (Insiderhandel ausgeschlossen) nicht vorhersehbar sind, ist das Ergebnis ein "random walk" des Preises. Ob der Preis morgen höher oder tiefer als heute abschließt liegt bei genau 50%.
Ultimativ würde das bedeuten, dass ein Großteil der Investmentbranche nichts als heisse Luft produziert. Erfolgreiche Investoren und Trader sind nur Teil der natürlichen Varianz (Auch nach 3000 Coinflips gibt es noch Sieger und Verlierer).
Aktuelle Studien über aktiv gemanagte professionelle Fonds zeigen, dass 98% der weltweiten Fonds in einem Zeitraum von 10 Jahren nicht besser als der Markt performt haben.
Richard Roll, Ökonom und Fondsmanager: "I have personally tried to invest money, my client’s money and my own, in every single anomaly and predictive device that academics have dreamed up. ... And I have yet to make a nickel on any of these supposed market inefficiencies."
Auf der anderen Seite gibt es Kritiker, allen voran der Nobelpreisträger Robert Schiller, der beweisen konnten, dass der (Aktien-) Markt nicht zu 100% effizient ist. Zumindest in der Theorie wäre es also möglich, die Preisentwicklung zu exploiten.
Was meint ihr dazu?
Efficient Market Hypothesis vs. Critics