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[Geschlossen] Schüttgut Verkauf Gewichtsabweichungen

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Hallo,
keine Ahnung ob das thema hier richtig aufgehoben is, aber eventuell hat da ja jemand beruflich mit zu tun.
Also meine Frage:
wenn man mit Schüttgütern handelt (z.B.Kies) kann es ja bei großen Lieferungen zu Abweichungen der gekauften und gelieferten Menge kommen. hat jemand eine ahnung ob es rechtliche richtlinien gibt wie groß diese abweichungen sein dürfen?
theoretisch könnte man sich ja dies zu nutze machen, wenn 5% erlaubt sind und man statt 40t immer genau 5% weniger liefert.

hab halt in einigen agbs was von 5% gelesen aber mich interessiert inwieweit dies auch durch gesetze, DINs oder ähnliches untermauert ist.

wenn jemand ahnung hat, bitte ich um aufklärung, wenn nicht is auch nich so wild ;)


6 Antworten
trekula
Beigetreten: 10.08.2007
PokerStrategist

die technischen lieferbedingungen für schüttgüter nennen auch die von dir erwähnten 5%. theoretisch wird deine waage aber regelmäßig kontrolliert und geeicht. hat deine waage dabei eine zu große abweichung kannst du mit bußgeld belangt werden... mal davon abgesehen, dass du schwierigkeiten haben wirst bei einem naturprodukt exakt 5% einzuhalten.
als fuhrunternehmer kannst du es trotzdem weit bringen... die dafür notwendige veranlagung zur gaunerei scheinst du ja zu haben ;)


_Anonymous_ Themenstarter
_Anonymous_

alles klar, dank dir


Ist aber ein sehr interessanter Ansatz. Gerade bei belieferung von privaten Leuten, macht dies Sinn, da sie ja eh nie nachwiegen werden!

Solche Ideen sind immer sehr klasse, wenn dich mal austauschen willst, gern per PN! ;)


trekula
Beigetreten: 10.08.2007
PokerStrategist

die meisten fuhrunternehmer lösen das "problem mit dem wiegen" eher über die feuchtigkeit. wer als privatperson schüttgüter bestellt sollte also vor allem darauf achten, dass der sand nicht eher ein wasser-sand-gemisch ist.


Um das ganze mal von der rechtlichen Seite zu beleuchten: nach §243 HGB gibt es es in bestimmten Branchen "Handelsbräuche", nach denen sich alle Marktteilnehmer richten. Darunter fallen eben auch Handelsklauseln wie "frei Haus" (= Verkäufer zahlt Transport + haftet für Lieferschäden) und eben auch "circa" (= "eine zulässige Differenz hinsichtlich der Warenmenge von plus oder minus 5%).


Paxmain
Beigetreten: 19.10.2007
PokerStrategist

So Sachen wie Kies, Sand usw. werden im Normalfall am Bau in Kubikmeter (cbm) gerechnet. Kies hat in etwa ein Gewicht von unter 2 t pro cbm. Der Preis für solche Waren liegt zwischen 10 € und 15 € je nachdem was man halt hat.

Mal angenommen du hast jetzt ein LKW mit 40 t = 20 cbm Kies oder sonstiges = Warenwert von max 300 € bei max. Wert 15 € / cbm. Deine 5 % Abzug machen da gerade mal 15 € aus. Und welcher Privatmann braucht gleich 20 cbm Kies? Im normalfall sind es nur 1-5 cbm je nach dem was die vorhaben.

Da muss man etliche Leut verprellen damit man einige € zusammen hat. Ich glaub mit Zeitung austragen oder Teller waschen in einem Restaurant ist mehr verdient.

Es könnte sich auf richtigen Baustellen lohnen. Aber da hat man den Bauleiter, der kalkuliert den Bedarf recht genau. Sollte die bestellte Menge seine Grube nicht voll machen dann gibts halt Ärger und irgendwann bleiben auch die Kunden aus, wenn sichs rumspricht.

Es ist eher mehr mit der Anlieferung verdient, da langen die Betriebe zu. Die verlangen Preise bei denen jeder Spediteur neidisch wird.


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