Zum Forum springen
Benachrichtigungen
Alles löschen

Terassenmodell und Alternativen

3 Beiträge
3 Benutzer
0 Reactions
821 Ansichten
derf0s
Beigetreten: 08.11.2008
PokerStrategist

Das Terassenmodell wird ja in diversen Guides und Artikeln als optimale Spar- bzw. Anlageform angepriesen:

Finanzexperten bedienen sich bei der Darstellung einer möglichst ertragreichen Gesamt-Geldanlage gerne des so genannten „Terrassenmodells“. Wie das Wasser bei den Ackerterrassen eines Bergbauern von Stufe zu Stufe hinabfließt, sobald eine Stufe voll geflutet ist, soll auch das Geld des Sparers dementspechend vom Girokonto sukzessive erst in kurzfristige, dann in mittelfristige und schließlich in langfristige Anlagen fließen. Das bedeutet: Alles „überflüssige“ Geld einer Anlagestufe sollte schnellstmöglich in die nächste Stufe mit ihren jeweiligen angebotenen Anlageformen transferiert werden.

So verbleibt das Geld für den täglichen Bedarf - also zum Einkaufen, ins Kino gehen oder für ein Geburtstagsgeschenk - etwa in Höhe eines Monatsgehalts auf dem Girokonto und bildet die erste Terrassenstufe. Wächst der Geldbetrag auf dem Girokonto über ein Monatsgehalt, sollte das überschüssige Geld auf die nächste Stufe fließen, wo es als „Notgroschen“ für Reparaturen, Urlaub oder kurzfristige Anschaffungen bis zu einer Höhe von ungefähr drei Netto-Monatseinkommen auf dem Sparbuch oder Tagesgeldkonto angesammelt wird.

Wird diese überschritten, strömt das überflüssige Geld von der kurzfristigen Ebene auf die nächste Terrassenstufe, wo es für größere Ausgaben wie Fernreisen oder ein neues Auto mittelfristig in Bundesanleihen, Spareinlagen oder Rentenfonds angelegt wird.

Wird hier wieder der Wert, z. B. eines Autos, überschritten, fließt das überschüssige Geld auf die nächste Terrassenstufe, wo es für Immobilienkauf, private Altersvorsorge oder sonstigen Vermögensauf- und ausbau langfristig in verschiedene Fonds, Sparbriefe u. ä. geleitet wird.

So werden auf allen Stufen Erträge erzielt, ein stabiles Finanzpolster geschaffen und eine Flexibilität für alle Lebenssituationen erreicht. Wann immer es sinnvoll und notwendig ist, kann man Geld aus der passenden Terrasse entnehmen und später wieder auffüllen.

Wie handhabt ihr das? So ähnlich? Was haltet hier die Experten (allen vorran Dr. Strohmann von diesem Modell (im WIFI GUide ist ja davon keine Rede?)
Was sind sinnvolle Alternativen? Gibt es bessere Varianten oder zweckmäßige Modifikationen?


Antwort
Zitat
2 Antworten
FiftyBlume
Beigetreten: 06.06.2010
PokerStrategist

Steht doch auch im Wifi-Guide, sogar noch viel ausführlicher und besser - nämlich auf die Ausgaben bezogen(macht ja auch Sinn, wenn ich 1000 Euro mehr verdiene als mein Kollege und wir den gleichen Lebensstandard haben brauch ich obv. nicht 6000 Euro mehr auf nem Tagesgeldkonto).

Persönlich handhabe ich es so, dass ich einfach nachschaue, was es für gute Anlagemöglichkeiten(zumeist Festgeld o.ä.) gibt, wenn ich wieder genug Geld habe und dann entsprechend anlege und mich sozusagen an den Markt anpasse.


Antwort
Zitat
DrStrothmann
Beigetreten: 29.12.2007
Oldschool Grinder

Im Guide stehen einige Details dazu. Dort haben wir ein drei Konten Model: Liquiditätspolster, "Ganskonto", jährliche und kurzfristige Ausgaben.

Die Einteilung, ab wann welche liquiden Mittel in welches Konto (Terrasse) wandern, ist häufig abhängig von dem persönlichen "Wohlfühlgefühl".Die Empfehlungen aus dem "Standardmodell" sind aber eine gute Richtschnur.


Antwort
Zitat
Teilen: