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Zukünftige Entwicklung des Arbeitsmarktes

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Sim87
Beigetreten: 29.10.2006
BlackMember

https://www.oxfordmartin.ox.ac.uk/downloads/academic/The_Future_of_Employment.pdf

"According to our estimates, about 47 percent of total US employment is at risk."

S. 37:

Mich würden eure Einschätzungen interessieren. Zu welchen Berufen würdet ihr jungen Menschen heute raten und wie muss sich die Wirtschaft und Politik umstellen um mit dieser Entwicklung mitzukommen?


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Zitat
89 Antworten
3nJ0yIT
Beigetreten: 06.07.2011
Poker Player

Roboter-Wartungsbranche/Instandsetzungsbranche,oder Softwareberatung/Softwareentwicklung

Also alle höherwertigen Berufe in diesen Branchen. Aber auch den Servicetechniker der vor Ort die Maschinen wartet/repariert.

sehe ich relativ safe


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Zitat
KingGani
Beigetreten: 08.06.2007
Oldschool Grinder

Steuer als auch Sozialsystem muss da geundlegend reformiert werden. In manchen Ländern mehr als anderen.

Das die Technik den Mensch entlasten, darf halt nicht nur dem Vorteil einiger weniger dienen.

Vll etwas in die Richtung einer prozentualen Berechnung der menschenlosen Wertschöpfung mit einem daran erechneten Steuersatz...


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Zitat
AyCaramba44
Beigetreten: 27.04.2010
BlackMember

Original von Sim87
Mich würden eure Einschätzungen interessieren. Zu welchen Berufen würdet ihr jungen Menschen heute raten und wie muss sich die Wirtschaft und Politik umstellen um mit dieser Entwicklung mitzukommen?

Die Welt wird in 50 Jahren komplett anders sein und wie die tatsächliche Entwicklung abläuft ist nicht abzusehen und davon abhängig wie sich Schlüsseltechnolgien entwickeln. Quantencomputer und künstliche Intelligenz sind für mich die zwei interessantesten Gebiete. Darauf basierend machen die meisten Prognosen auch keinen Sinn. Grundsätzlich kann jede Arbeit ersetzt werden! Putzroboter gibt es ja schon in ganz einfacher Form, bei der Krankenpflege werden wir gar nicht an Robotern vorbeikommen, aber auch viele Büroarbeiten sind einfacher und besser von Maschinen zu erledigen. Da schließe ich sogar alles bis zu Versicherungen und Rechtsanwälten mit ein, also Jobs mit hochwertiger Ausbildung. Bankmitarbeiter sind im Grunde ebenfalls überflüssig, da schon jetzt häufig die Person nur noch das macht, was der PC ausspuckt. Der Bankmitarbeiter bekommt Daten, z.B. Schufascore, darauf basierend eine Einschätzung und ein Angebot was er abgeben darf. Günstiger sind daher auch Kredite im Internet. Da spart man sich schon den überflüssigen Bankberater. Autonome Taxis, Flugzeuge, LKWs sind zum Teil schon zum Einsatz bereit.

Im Moment geht das alles noch relativ langsam voran, wenn es aber Sprünge in den oben genannten Technologien gibt und die wird es geben, dann wird sich in wenigen Jahren alles ändern. "Roboter bauen Roboter" (Star Wars)

Jetzt könnte man zwar meinen, dass ich die Informatik als Ausbildung vorschlagen würde und das ist sicherlich auch keine schlechte Wahl, aber selbst da werden wir nicht mehr verstehen, was die KI macht und hoffnungslos den Kürzeren ziehen. Daher wäre mein Jobvorschlag:
-> Das was Spaß macht und wofür man brennt!

Manche mögen die Informatik. Manche wollen lieber Lehrer sein und wieder andere sind froh wenn sie an der frischen Luft Briefe austeilen oder wollen politisch etwas verändern. Finde alles gut solange man zufrieden ist und egal was man macht, man muss flexibel bleiben und sich ständig weiterbilden in den nächsten Jahren. Bestimmte Vorschläge finde ich daher schwierig und nicht zielführend.

Ein näheres Ziel sollte sein, dass niemand mehr arbeiten braucht und durch ein Grundeinkommen jeder ein angenehmes Leben führen kann. Die Robotik sorgt dann autonom dafür, dass eben alle Bedürfnisse (= Grundeinkommen) gestillt werden. Das weitere Ziel wäre dann ein komplettes Umdenken der Menscheit und ein geldfreies System wie in Star Trek.

Spoiler

Meine Prognose: In spätestens 50 Jahren haben wir in jeglicher Hinsicht den jetzigen menschlichen-"Roboter" durch einen durch Menschen geschaffenen besseren Roboter ersetzt. Dann gibt es auch keine Gründe mehr für menschliche Arbeit. Das muss nichts schlechtes sein und bietet Chancen!


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Zitat
ine23
Beigetreten: 11.10.2009
Oldschool Grinder

Die einfachste Antwort ist wohl auch die offensichtlichste. Wenn KI wirklich alles ablösen sollte, dann ist der sicherste Job wohl in diesen Bereich zu gehen. Besonders Artificial General Intelligence. Da man sich besonders am Gehirn orientiert ist ein Studium von Neurowissenschaften sicher kein Fehler.

Da es natürlich auch zu enormen gesellschaftlichen Veränderungen kommen wird, werden auch Berufe gefragt sein wie man in Zukunft unsere Gesellschaft gestalten soll. Also auch Philosophen werden gefragt sein, allgemein auch Berufe die sich mit der Frage des "richtigen Leben" auseinandersetzen.

Allgemein halte ich es für wichtig das Kinder und Jugendliche lernen sich selbst zu motivieren, ihre Wünsche und Bedürfnisse kennen zu lernen.

Bei der Politik sehe ich momentan ohnehin ein bisschen schwarz, diese lässt sich viel zu sehr von den wirtschaftlichen Interessen treiben. Hier würde es wichtig sein wieder gesellschaftliche Visionen zu entwickeln, jedoch glaube ich dass diese Entwicklung aus der Gesellschaft heraus geschehen muss. Zurzeit haben reaktionäre Kräfte weltweit starken Auftrieb, der Grund dafür ist meiner Meinung nach ein Verlust von Identität (weshalb auch in ganzen politischen Spektrum Identitätspolitik forciert wird) sowie Unsicherheit wie es in der Zukunft aussehen wird. Ich denke eine stärkere Einbindung der Bevölkerung in die Entscheidungsfindung wäre wünschenswert. Das impliziert jedoch wieder einen Machtverlust seitens der Politiker, geschichtlich gesehen haben Menschen mit Macht ihre Macht noch nie gerne abgegeben, halte ich also auch für utopisch.

Stärkung von Empathie und Diskussionskultur täte unserer Gesellschaft natürlich sehr gut. Jedoch steht dies wieder diametral zu den Interessen der Leistungsgesellschaft bzw. des Kapitalismus. Für kapitalistische Unternehmen steht das Gewinnstreben an erster Stelle, die Produktivität ist natürlich höhere wenn ich jemanden habe der sich 20 Jahre für das Unternehmen ausblutet, danach mit burn-out ausscheidet und ich hole mir den nächsten frischen Nachkömmling anstatt eines Arbeitnehmers, der nicht an die Grenze seiner Leistungsfähigkeit geht, dafür aber auch keine psychischen Probleme bekommt.

Dazu es vonnöten das Bild aus den Köpfen der Menschen zu bekommen, dass Marktwirtschaft gleich Kapitalismus ist, und das Wohlstand sich rein über materiellen Besitzt definiert.

Prinzipiell ist es zu begrüßen dass Arbeit wegfällt. Sieht man sich jedoch die politische Diskussion zu diesem Thema an, so ist eine Befreiung des Menschens vom Arbeitszwang ein gesellschaftlicher Albtraum. Was eben an oben genannter Einstellung liegt.


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Zitat
Renne01
Beigetreten: 15.05.2007
Elite Grinder

Original von AyCaramba44
-> Das was Spaß macht und wofür man brennt!.

Das sehe ich genauso. Allerdings würde ich zusätzlich noch etwas anderes machen als Backup. Wenn man mit seiner Leidenschaft kein Geld verdienen kann, wärs gut, wenn man was hat, mit dem man selbiges verdienen kann. Denn man sollte nicht einfach nur aufs BGE warten. Das wird nämlich wahrscheinlich noch nicht so schnell kommen, auch wenns heute schon langsam an der Zeit wär es einzuführen.

Es gibt da ein paar Bereiche, die auch in 10 Jahren noch gefragt sein werden. Das sind Jobs im sozialen Bereich, in der Pflege, und das sind Jobs in der Hochtechnologie, also Robotik, Softwareentwicklung etc. Ingeneure werden sicher auch gebraucht werden. Denn die ganzen Infrastrukuren werden auch mal durch etwas Neues ersetzt werden müssen, Stichwort Hyperloop und Co. Da kommen sicher noch einige wissenschaftliche Entdeckungen, die umgesetzt werden wollen.

Das Problem in der heutigen Politik- und Wirtschaftslandschaft, ist, dass sie insgesamt noch überhaupt nicht auf die ganze Automatisierung und Roboterisierung vorbereitet sind. In den nächsten 10 Jahren werden haufenweise Jobs wegfallen. Zwar wird immer gern behauptet, dass das kein großes Problem sei, wei ja auch viele neue Jobs geschaffen würden. Dabei wird aber völlig ausgeblendet, dass diese neuen Jobs nur von wenigen Leuten gemacht werden können. Wer heute Busfahrer ist, wird morgen keine Roboterautos und keine KIs entwickeln. Das ist das Problem. Und da kann man nicht einfach sagen, der soll eine Umschulung beim Arbeitsamt machen oder studieren anfangen. Das werden die meisten Menschen nicht machen können/wollen. Auch würde sich das zahlenmäßig gar nicht ausgehen. Deshalb muss das BGE irgendwann kommen. Die Finanzierung wär dann zu klären. Ich würde dazu eine Besteuerung der Finanztransaktionen vorschlagen. Das alleine reicht aber nicht. Es bräuchte ein komplett neues Wirtschaftsmodell, das ohne quantitavies Wachstum auskommt. Dafür bräuchte es dann ein neues Geldsystem, eines, das ohne Zins auskommt. Ideal wäre natürlich ein geldfreies System. Das wirds aber wohl erst in 500 oder 1000 Jahren geben. Und ein großer Teil des Gesamtsystems sollte dezentral sein, damit die Macht sich nicht so einfach konzentrieren kann. Ansonsten bräuchten wir einen selbstlosen und weisen, superschlauen Weltdiktator. Ich kenne keinen, der den Posten ausfüllen könnte. Deshalb glaube ich an dezentrale und kleine Strukturen.


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Zitat
koeniksgeburt
Beigetreten: 17.10.2013
Poker Player

Guter Thread und gute Posts bisher, freue mich schon auf weitere Beiträge.

Ich denke, dass es zwingend notwendig ist die Denkweise über Arbeit in der herkömmlichen Form langsam ad acta zu legen. Ich habe auch die Hoffnung, dass Robotik und KI in absehbarer Zeit viele Bereiche übernehmen werden, die für uns Menschen sehr wichtig sind, so dass Arbeit im herkömmlichen Sinne nicht mehr relevant ist, sondern jeder sich dort entfalten kann, wo er Lust hat.

Das größte Problem ist in der ganzen Sache imo der Lobbyismus und die ganzen geistig festgefahrenen Politiker. Man sieht jetzt schon wie sehr das verteilte Vermögen die Gesellschaft spaltet und hätten schon längst anfangen müssen über Konzepte des BGE nachzudenken und diese voranzutreiben. Aber wie immer wird die Politik nur verzweifelt versuchen die Folgen der technischen Fortschritte irgendwie zu flicken.


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Zitat
AyCaramba44
Beigetreten: 27.04.2010
BlackMember

#
Zur Umstellung in der Politik:

Verstehe auch nicht wie die SPD trotz Umfragetief sich überhaupt nichts traut. Gerade zur nächsten Wahl könnte man sich mit sozialen Zukunftsthemen abseits von CDU und nicht ganz so radikal und undurchdacht wie bei der Linken positionieren. Man sieht weltweit wie der Wohlstand insgesamt wächst und wie die Leute gleichzeitig unzufriedener werden. Genau hier muss man ansetzen und ich bin auch der Meinung, dass viele reiche Leute gerne ein paar % vom Vermögen abgeben (besteuern) würden um dafür Freiheit beizubehalten und Sicherheit zu gewinnen.

Im ersten Schritt (nächste Wahl) Hartz4 ohne Sanktionen und ein Mindestlohn von 15€! Das wäre schonmal ein sehr menschlicher Schritt und hätte meiner Meinung nach gar nicht so große Auswirkungen. Aber vorallem würde man die Abgehängten damit erreichen. Im zweiten Schritt (Zeithorizont 10-20 Jahre) ein Grundeinkommen und jede Menge Subventionen und Bürokratie abbauen. Dann bräuchte man auch keinen Mindestlohn mehr. Die Leute könnten einfach mehr das machen, was Spaß macht, da sie finanzielle Sicherheit haben.


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Kampfschildkroete
Beigetreten: 05.06.2006
PokerStrategist

Original von AyCaramba44
Jetzt könnte man zwar meinen, dass ich die Informatik als Ausbildung vorschlagen würde und das ist sicherlich auch keine schlechte Wahl, aber selbst da werden wir nicht mehr verstehen, was die KI macht und hoffnungslos den Kürzeren ziehen.

Naja, was heißt "werden", wir tuen es ja teilweise heute schon nicht bzw. merken erst später, dass etwas schief gelaufen ist. Zum Beispiel hat Amazon sein Machine Learning Tool zur Unterstützung von Bewerbung eingestellt, weil es Männer besser bewertet hat als Frauen (Grund ist, dass die Bewerbungen zum Trainieren überwiegend von Männern war und die KI daraus abgeleitet hat, dass Frauen negativer zu bewerten sind). Im KI/Machine Learning Bereich ist noch sehr viel offen bzw. Fachwissen gefragt.


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n0gg
Beigetreten: 27.01.2007
Elite Grinder

Naja ein sicherer Tip ist Informatik sicherlich, denn da wird es boomen. Ein anderer sicherer Tip sind alle Berufsfelder, in denen die Menschen den Robotern überlegen sind und bleiben. Dies betrifft alle Berufe in denen Empathie im Vordergrund steht.
Sprich alle sozialen Bereiche. Da ist ja heute schon Notstand, und durch den demographischen Wandel ist da immer mehr Bedarf.

Hier zum Beispiel Aktuell vom Alibaba Gründer zum Thema Veränderung im Bildungssystem:
Video

Imo ist aber die Vorstellung, dass Arbeit überflüssig wird, viel Wunschdenken. Da ist unser Gesellschaftssystem noch sehr sehr weit von entfernt. Eine Umlagerung ist da eher wahrscheinlich imo.


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AyCaramba44
Beigetreten: 27.04.2010
BlackMember

"Sicher", wenn man es geschafft hat... die Abbrecherquote liegt zwischen 40 und 50%. Wenn man zusätzlich noch wenig mit Informatik anfangen kann, dann kann man ziemlich sicher "versagen". Und wenn man sich nur durchquält, dann wird man wahrscheinlich in 50 Berufsjahren+ auch nicht glücklich.


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Zander99
Beigetreten: 28.11.2008
Oldschool Grinder

Handwerker sind jetzt schon Mangelware, viele klassische Berufe wie z.b. Maurer, Dachdecker, Schlosser, Klempner, Maler, Elektriker etc. werden gesucht. Die meisten wollen studieren und sich nicht mehr die Hände dreckig machen.
Die Berufe wird es sicher noch in 50 Jahren geben....


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Zitat
JonKing89
Beigetreten: 03.04.2007
Oldschool Grinder

Biologie ist auch ein sehr interessantes Gebiet. Gentechnik, Bioinformatik, Biotechnologie. Alles was sich mit der Weiterentwicklung des Menschen beschäftigt.

Frage mich, wann wir endlich soweit sein werden, das wir das archaische Gebären von Kindern den Brutkästen überlassen.


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Coach
mnl1337
Beigetreten: 14.01.2008
Elite Grinder

Handwerk ist nicht von Robotern ersetzbar? Einfach gesagt nen Pinsel auf und ab schwingen kann doch nicht so schwer sein?


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derVuk
Beigetreten: 05.02.2008
BlackMember

Original von mnl1337
Handwerk ist nicht von Robotern ersetzbar? Einfach gesagt nen Pinsel auf und ab schwingen kann doch nicht so schwer sein?

Im Detail ist es das eben schon. Es ist zwar denkbar, dass viele Handwerker in Zukunft von neuen Werkzeugen/Robotern unterstützt werden, die einfache sich wiederholende Tätigkeiten ausüben, aber das ein Roboter an der Tür klingelt und den kompletten Raum allein und selbständig streicht, das sehe ich in naher und mitlerer Zukunft nicht.


Antwort
Zitat
nemesis0381
Beigetreten: 25.12.2014
Poker Player

Werden eigentlich die zukünftigen Kfz-mechaniker Roboter, Handwerks-roboter oder Hotline Sprach KI's so programmiert weiterhin Kunden abzuzocken? :coolface:


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AyCaramba44
Beigetreten: 27.04.2010
BlackMember

Bei einem Neueinzug wo der Raum frei ist und "nur" getrichen werden muss, könnte das auch jetzt schon ein Roboter machen und wahrscheinlich sogar besser. Klingeln an der Tür ist garantiert kein Hindernis! Umso komplexer, umso länger dauert es natürlich bis Roboter soweit sind, aber letztendlich sind das stupide Arbeiten wo man nicht nachdenken muss und daher ist es spätestens soweit, wenn der Roboter den Funktionsumfang an Bewegungen hat wie der Mensch.

Damit wäre selbst Cahara überflüssig... !!!

Übrigens können die Dinger auch schon in der Außen und Innenwelt autonom navigieren, Türen öffnen, Kisten hochheben und einsortieren im Lager, zerbrechliche Gläser in die Spühlmaschine räumen, interagieren und selbst undifinierte Ziele finden durch ausprobieren und Erfahrung. Dabei ist man immer noch ganz am Anfang. Schaut mal wielange wir Menschen gebraucht haben bis wir da waren wo wir jetzt sind. Wielange gibt es Computer und Roboter? In der Zeitskala erst seit heute morgen!

Dafür haben sie schon einige Vorteile im Gegensatz zu uns Menschen. 24 Stunden Arbeiten, kosten kein/kaum Geld, leben endlos, keine Krankheiten, alles austauschbar, upgradebar usw.


Antwort
Zitat
AyCaramba44
Beigetreten: 27.04.2010
BlackMember

Finde immer lustig wie 95% der Leute sich nicht vorstellen können, dass ein Roboter so komplexe Aufgaben wie ein Mensch lösen kann. Dabei sind die meisten Dinge nicht einmal komplex, sondern bestehen aus Routinearbeiten. Ich bin aber überzeugt das wirklich jede Arbeit auch von Robotern erledigt werden kann und zwar deutlich besser.

Wir Menschen sind auch nur fehleranfällige und "dumme" Roboter und garantiert nicht das Ende der Schöpfung! Glauben tut aber jeder Einzelne, dass er etwas ganz Besonderes wäre. Es gibt sogar die These, dass Roboter mit einem gewißen neuronalen Netz auch automatisch ein Bewußtsein entwickeln würden.

Wir Menschen sind auf Grund der Art ja nahezu gefangen auf der Erde und bräuchten dringend ein Upgrade um den Weltraum langfristig zu erforschen.


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Zitat
Xantos
Beigetreten: 07.09.2005
Legacy Member

Handwerk wird die nächsten Jahrzehnte schon recht krisensicher sein.
Aber außerhalb echter Spitzenkräfte (besonders saubere Arbeit, sicherer Umgang mit bspw. Haustechnik etc.) wird man trotzdem nicht unbedingt geiles Einkomen erzielen, weil es eben in ärmeren Ländern in der EU und Osteuropa auch solide Handwerker gibt, und diese Konkurrenz Preise unten hält.

Am anfälligsten sind die Jobs, die ja schon jetzt weniger geworden sind:
Einfache Bürotätigkeiten und einfache Tätigkeiten in der Produktion.

Schalterbeamte bei der Bank, oder einfache Rechnungswesen-Kräfte, sind ja schon heute für moderne Kunden und moderne Firmen nicht mehr nötig.

Einfache, schlecht bezahlte Servicejobs wird es noch Jahrzehnte geben. Aber ist ja nicht attraktiv, in einer immer ungleicher werdenden Gesellschaft am unteren Ende zu sein, auch wenn man einen sicheren Job hat.


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ine23
Beigetreten: 11.10.2009
Oldschool Grinder

Wie kommst du zu der Einschätzung xantos, hast du Ahnung vom Thema KI bzw. Robotics?

Meines Wissens nach werden nämlich schon jetzt Milliarden in die Entwicklung von Robotern gesteckt, welche handwerkliche Aufgaben übernehmen sollen. Wenn also jetzt schon so viel Geld in die Entwicklung fließt, wie soll dann ein Job für Menschen auf Jahrzehnte lang sicher sein?

No offense, aber die Aussage "auf Jahrzehnte unmöglich" etc. hört man eigentlich am häufigsten von Menschen die sich mit der Thematik nicht wirklich auseinandergesetzt haben.

Die größte Herausforderung bei KI ist doch dass man die Maschinen dazu bringt wirklich selbstständig zu lernen (damit ist nicht Eigenoptimierung gemeint und auch nicht dass man Regeln vorgibt und der Computer entwickelt danach selbstständig eine Strategie. Sondern lernen nach menschlichen Vorbild, sich in Situationen befinden in denen man noch nie war, und trotzdem das Ziel begreift und eine Strategie dazu entwickelt).

Mechanische Aufgaben sind zwar eine Herausforderung, besonders wenn viel Feingefühl benötigt wird, aber in dieser Hinsicht hat man doch schon erstaunliche Fortschritte gemacht.


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