Die einfachste Antwort ist wohl auch die offensichtlichste. Wenn KI wirklich alles ablösen sollte, dann ist der sicherste Job wohl in diesen Bereich zu gehen. Besonders Artificial General Intelligence. Da man sich besonders am Gehirn orientiert ist ein Studium von Neurowissenschaften sicher kein Fehler.
Da es natürlich auch zu enormen gesellschaftlichen Veränderungen kommen wird, werden auch Berufe gefragt sein wie man in Zukunft unsere Gesellschaft gestalten soll. Also auch Philosophen werden gefragt sein, allgemein auch Berufe die sich mit der Frage des "richtigen Leben" auseinandersetzen.
Allgemein halte ich es für wichtig das Kinder und Jugendliche lernen sich selbst zu motivieren, ihre Wünsche und Bedürfnisse kennen zu lernen.
Bei der Politik sehe ich momentan ohnehin ein bisschen schwarz, diese lässt sich viel zu sehr von den wirtschaftlichen Interessen treiben. Hier würde es wichtig sein wieder gesellschaftliche Visionen zu entwickeln, jedoch glaube ich dass diese Entwicklung aus der Gesellschaft heraus geschehen muss. Zurzeit haben reaktionäre Kräfte weltweit starken Auftrieb, der Grund dafür ist meiner Meinung nach ein Verlust von Identität (weshalb auch in ganzen politischen Spektrum Identitätspolitik forciert wird) sowie Unsicherheit wie es in der Zukunft aussehen wird. Ich denke eine stärkere Einbindung der Bevölkerung in die Entscheidungsfindung wäre wünschenswert. Das impliziert jedoch wieder einen Machtverlust seitens der Politiker, geschichtlich gesehen haben Menschen mit Macht ihre Macht noch nie gerne abgegeben, halte ich also auch für utopisch.
Stärkung von Empathie und Diskussionskultur täte unserer Gesellschaft natürlich sehr gut. Jedoch steht dies wieder diametral zu den Interessen der Leistungsgesellschaft bzw. des Kapitalismus. Für kapitalistische Unternehmen steht das Gewinnstreben an erster Stelle, die Produktivität ist natürlich höhere wenn ich jemanden habe der sich 20 Jahre für das Unternehmen ausblutet, danach mit burn-out ausscheidet und ich hole mir den nächsten frischen Nachkömmling anstatt eines Arbeitnehmers, der nicht an die Grenze seiner Leistungsfähigkeit geht, dafür aber auch keine psychischen Probleme bekommt.
Dazu es vonnöten das Bild aus den Köpfen der Menschen zu bekommen, dass Marktwirtschaft gleich Kapitalismus ist, und das Wohlstand sich rein über materiellen Besitzt definiert.
Prinzipiell ist es zu begrüßen dass Arbeit wegfällt. Sieht man sich jedoch die politische Diskussion zu diesem Thema an, so ist eine Befreiung des Menschens vom Arbeitszwang ein gesellschaftlicher Albtraum. Was eben an oben genannter Einstellung liegt.