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Frage zu einer Annäherungsberechnung

16 Beiträge
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pumpkin105
Beigetreten: 13.06.2007
Oldschool Grinder

Hallo,

ich habe über längere Zeit ein Programm Preise für ein Produkt von mehreren Internetseiten auslesen lassen. Ich kann ungefähr sagen, wie groß das Handelsvolumen für dieses Produkt ist, und bilde daraus einen gewichteten Durchschnitt. Eine weitere wichtige Information ist, dass die Preise etwas stärker voneinander abweichen und sich auch bewegen.

Ich würde mir jetzt gerne ein Programm schreiben, welches sich die Bewegungen anguckt und überprüft, inwiefern sich die Preise auf meinen errechneten Mittelpunkt zubewegen oder ob sie sich völlig unabhängig davon verhalten.

Die Frage die sich mir stellt ist nicht, wie man so etwas programmiert. Meine Frage ist eher, wie man sowas misst? Also wie sehr sich etwas an etwas annähert, wenn sich letzteres aber bewegt?

Danke


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15 Antworten
Rho0
Beigetreten: 20.10.2008
PokerStrategist

ich denke, die grundlegende frage ist, wie dein modell aussieht... ich mein: gehst du davon aus, dass es einen echten preis gibt und der preis im handel immer um diesen echten preis schwankt, oder gehst du davon aus, dass der echte preis eine gewichtete kombination der aktuellen preise ist? oder eine gewichtete kombination der bisher gemessenen preise?

ich mein: ein abstandsbegriff macht nur dann sinn, wenn das modell komplett definiert ist...


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pumpkin105 Themenstarter
pumpkin105
Beigetreten: 13.06.2007
Oldschool Grinder

Original von Rho0
[...] ich mein: gehst du davon aus, dass es einen echten preis gibt und der preis im handel immer um diesen echten preis schwankt, [...]

Ich glaube, dass es einen echten Preis gibt, man ihn aber nicht direkt erfahren kann. Ich leite ihn mir her, indem ich meinen gewichteten Preis errechne. Anschließend gehe ich davon aus, dass langfristig alle anderen Preise gegen diesen einen Preis konvergieren.
Ob sie überhaupt gegen einen Preis konvergieren und wie nah meiner an diesem dranliegt möchte ich gerne überprüfen.


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Burnie211
Beigetreten: 15.04.2008
Elite Grinder

Eine einfache möglichkeit wäre einfach die Differenz zu plotten und zuschauen wie sie sich verhält. Vermutlich ist es hier sinnvoll die Differenz anteilsmässig zuplotten aber das kannste ja dann noch machen.


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Rho0
Beigetreten: 20.10.2008
PokerStrategist

ich denke, in dem modell kannst du s vergessen.

ich mein folgendes: der wahre preis P ist

lim_t_->unendlich Integral_von_0_bis_t ( sum_i=1_bis_n ( g_i_t * P_i_t ) ) / ( sum_i=1_bis_n ( g_i_t ) ) dt

wobei P_i_t der der Preis von Anbieter i zum Zeitpunkt t ist und g_i_t das die Menge, die Anbieter i zum Zeitpunkt t umsetzt.

Zum zeitpunkt t ist die Differenz also

P - sum_i=1_bis_n ( g_i_t * P_i_t ) / ( sum_i=1_bis_n g_i_t )

das Problem liegt hier darin, dass für die Bildung von P es notwendig ist zu wissen, wie sich die Preise der Anbieter und der Absatz zum Zeitpunkt t+1, t+2, etc. entwickeln werden.... und dafür musst Du dann eben irgendwelche stochastischen Modelle aufbauen, die diese Entwicklungen abschätzen. Auch musst, wenn Du schon die zukünftige Entwicklung abschätzt, miteinbringen, dass eventuell Anbieter den Markt verlassen (was easy ist, denn deren g_i_t geht dann gegen 0), sowie dass neue Anbieter den Markt betreten... nur: betritt dann einer den Markt? Oder 2? Oder k? Und wie werden sie deren Preise entwickeln?


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Burnie211
Beigetreten: 15.04.2008
Elite Grinder

Ob sie überhaupt gegen einen Preis konvergieren und wie nah meiner an diesem dranliegt möchte ich gerne überprüfen.

Ich denke er möchte das ganze erstmal im Backtesting bis zum Zeitpunkt t < heute überprüfen das sollte ja durchaus möglich sein. Was jenach zugrundeliegender Materie natürlich nicht unbedingt eine aussagekraft für die Zukunft darstellt.


Antwort
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pumpkin105 Themenstarter
pumpkin105
Beigetreten: 13.06.2007
Oldschool Grinder

Original von Burnie211

Ob sie überhaupt gegen einen Preis konvergieren und wie nah meiner an diesem dranliegt möchte ich gerne überprüfen.

Ich denke er möchte das ganze erstmal im Backtesting bis zum Zeitpunkt t < heute überprüfen das sollte ja durchaus möglich sein. Was jenach zugrundeliegender Materie natürlich nicht unbedingt eine aussagekraft für die Zukunft darstellt.

Genau, ich will das für deinen bestimmten Zeitraum überprüfen, für den ich Daten habe.


Antwort
Zitat
Rho0
Beigetreten: 20.10.2008
PokerStrategist

hm, in dem fall würde ich meine formeln von oben nehmen und das integral über den zeitraum anpassen...

Edit: ich seh grad, dass man das Integral noch durch den zeitraum t dividieren muss...

aber wie gesagt ich würd s so machen:

P = integral_t1_bis_t2 (sum_i ( g_i_t * P_i_t ) / sum_i ( g_i_t ) ) dt / (t2 - t1)

(delta P)_t = P - sum_i ( g_i_t * P_i_t ) / sum_i ( g_i_t )


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pumpkin105 Themenstarter
pumpkin105
Beigetreten: 13.06.2007
Oldschool Grinder

Was sagt mir die Zahl, die am Ende rauskommt?


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Rho0
Beigetreten: 20.10.2008
PokerStrategist

delta P _t besagt, wieviel Geld die Differenz zwischen dem gewichteten zeitlichen Durchschnittswert im Zeitraum t1 bis t2 und dem gewichteten Durchschnittswert zum Zeitpunkt t ist.


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pumpkin105 Themenstarter
pumpkin105
Beigetreten: 13.06.2007
Oldschool Grinder

So?
(hier erstellt mit P = int(sum(V_i*P_i,I,)/sum(V_i,I,),t,t_1,t_2) / (t_1 - t_2))

Sehe ich das richtig, dass deine Formel so anzuwenden ist, dass ich mir zwei Zeiträume aussuche, für beide das Delta ausrechne und dann sagen kann, ob sich die einzelnen Preise vom gewichteten Preis entfernt oder angenähert haben?

edit: V ist Handelsvolumen und P Preis ;)


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Rho0
Beigetreten: 20.10.2008
PokerStrategist

fast.

1. glaub ich mittlerweile, dass das t2-t1 blödsinn ist,
2. vergisst du in deiner formel, dass die handelsvolumina und die preise noch von der zeit abhängig sind.


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pumpkin105 Themenstarter
pumpkin105
Beigetreten: 13.06.2007
Oldschool Grinder

So?

Könnte man damit so umgehen, dass man vom ersten Messzeitpunkt t0 bis zum zweiten Messpunkt t1 das Delta ausrechne, dann vpn t0 bis t2 usw...?
Damit hätte ich doch vom Startpunkt die Entwicklung des durchschnittlichen Abschnitts, oder?


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Rho0
Beigetreten: 20.10.2008
PokerStrategist

@formel: ja, aber schmeiß den nenner weg... da hab ich mich vergalloppiert.

@vorgehen: du nimmst ja an, dass der echte preis fix ist, also würde ich für die approximation des echten preises alle informationen die ich hab hernehmen. insofern berechne P mit den infos für alle zeitpunkte.


Antwort
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pumpkin105 Themenstarter
pumpkin105
Beigetreten: 13.06.2007
Oldschool Grinder

Original von Rho0
@vorgehen: du nimmst ja an, dass der echte preis fix ist, also würde ich für die approximation des echten preises alle informationen die ich hab hernehmen. insofern berechne P mit den infos für alle zeitpunkte.

Ne. Da sich mein echter Preis aus denen herausbildet, die ich sehen kann, und die Preise, die ich sehe, sich ständig ändern, ändert sich auch mein echter Preis.
Ich glaube aber, dass sich die Preise immer mehr dem echten Preis annähern, dann gibt es irgendwo eine Veränderungen, der echte Preis ändert sich, und alle anderen Preise konvergieren nun gegen einen anderen Preis.


Antwort
Zitat
pumpkin105 Themenstarter
pumpkin105
Beigetreten: 13.06.2007
Oldschool Grinder

Mir kam heute folgender Gedanke:
Im Idealfall haben alle Händler den gleichen Preis, d.h. wenn ich den ungewichteten Durschnitt bilde, bekomme ich das gleiche Ergebnis wie beim gewichteten. Der gewichteten geteilt durhc den ungewichteten gibt mir ja ein Maß des Unterschiedes. Kann mir dies weiterhelfen?

Beim schreiben ist mir eine Schwäche aufgefallen: Ich gewichte den Durschnittspreis, um unrealistische Preise zu vernachlässigen. Wenn ich einen ungewichteten Durchschnittspreis bilde, schlägt dieser ja voll durch...


Antwort
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