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Monetäre Bewertung des Reputationsverlusts

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wanjaG
Beigetreten: 17.02.2011
Legacy Member

Liebe Pokergemeinde,
nachdem ich mich am verlängerten WE vergeblich mit der Lösung dieses Problems beschäftigt habe, muss ich mich voller Verzweiflung an euch wenden.
Derzeit schreibe versuche ich Reputationsverluste nach Aufkommen von Reklamationen monetär zu bewerten. Anfangs wollte ich dies über einen Umsatzrückgang abbilden, jedoch tritt mein Unternehmen quasi als Monopolist auf, sodass keine Umsatzrückgänge zu verzeichnen sind. Über den Aktienkurs zu gehen ist auch nicht möglich, da mein Unternehmen Teil eines Konzerns ist, sodass folglich auch der Aktienkurs meines Unternehmens im Aktienkurs der Konzernmutter integriert ist.
Der Reputationsverlust ist nur bei weiteren Industrieunternehmen zu messen, die unsere Produkte kaufen, modifizieren und wiederum an weitere Industrieunternehmen vertreiben.Daher sah ich eine weitere Möglichkeit in Lieferantenbewertungen unserer Kunden. Die Bewertung der Kriterien in Lieferantenbewertungen wird leider in nur in relativen Zahlen abgebildet, sodass ein monetärer Verlust nicht abgeleitet werden kann.
Alle Versuche enden in einer Sackgasse. Auch, wenn die Theorie keinen passenden Lösungsansatz bietet, so hat vllt einer von euch einen Geistesblitz?

Gruß wanjag


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5 Antworten
domano
Beigetreten: 04.08.2006
Oldschool Grinder

wo ist denn der schaden, wenn es keinen Umsatzrückgang gibt und der Vorfall auch keine Auswirkungen auf den Mutterkonzern hat?


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wanjaG Themenstarter
wanjaG
Beigetreten: 17.02.2011
Legacy Member

Hallo,
wie man in Lieferantenbewertungen sieht, sinkt die Kundenzufriedenheit. Somit müsste sich dies auch iwie auf unser Unternehmen auswirken. Zwar steigt der Umsatz, wir wissen aber nicht, wie er gestiegen wäre, wenn wir viel weniger Reklamationen hätten. So war zumindest mein Denkansatz. Vllt lieg ich aber komplett falsch.
Dass die Auswirkung im Mutterkonzern nicht sicht- oder spürbar ist, liegt daran, dass die Höhe der Reklamationssummen sich im Rahmen halten. Wenn iwann 10.000 Wagen bei einem OEM nicht ausgeliefert werden können, weil wir nicht geliefert haben, so wird sich das auch definitiv im Aktienkurs des Mutterunternehmens bemerkbar machen.


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domano
Beigetreten: 04.08.2006
Oldschool Grinder

wie war denn der forecast bevor die probleme aufgetreten sind und ist seitdem schlechter geworden als der forecast ist? Entweder habt ihr ein forecastingmodell das solche faktoren isolieren kann (sehr unwahrscheinlich) oder ihr müsst euch über einen groben forecast und experten/kunden interviews näher. sprich was hätten wir verkauf, wenn es keine probleme gegeben hätte, zudem wäre ein faktor welches risiko ihr habt weniger folgeaufträge zu haben


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wanjaG Themenstarter
wanjaG
Beigetreten: 17.02.2011
Legacy Member

Sehr guter Ansatz über Forecast zu gehen. Werde morgen mal Controling kontaktieren und Daten anfragen. Vielen Dank dafür!!!


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Rho0
Beigetreten: 20.10.2008
PokerStrategist

über die forecast zu gehen ist ein bescheurter ansatz.
wenn du eine forecast machst, dann sagst du den mittelwert vorher, insofern interessiert dich nicht die forecast an sich, sondern das 95%-konfidenzintervall der forecast. für dieses intervall ist es wichtig zu wissen, welcher verteilung dein prozess gehorcht, und überhaupt: jede forecast mit weniger als 100 datenpunkten als basis ist eh so unsicher, dass man sich das ding gleich sparen kann. da es sich um ein business handelt, kommt hinzu, dass du wiederum bei deiner datenbasis einrechnen musst, dass sich das business verändert (konkurrenten betreten oder verlassen den markt, durch technischen fortschritt wächst oder sinkt die nachfrage...).

cliffnote: ich habe 3 jahre als data scientist im feld der vorhersage gearbeitet und 3 papers veröffentlicht.


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