AI schlägt NL pros in HU über 120000 Hände:
http://science.sciencemag.org/content/359/6374/418
Nicht ganz neu, sondern die Nachricht von vor fast einem Jahr. Hat es offenbar erst jetzt ins Science Magazin geschafft. Noch früher dran war Deepstack, mit einem Wettkampf im Dezember 2016 und einer Veröffentlichung in Science im März 2017.
Der Unterschied zwischen beiden ist, Libratus braucht einen Supercomputer, Deepstack reicht ein Gamer PC mit einer Nvidia 1080. Libratus hat die Pros mit einer höheren Winrate geschlagen.
In jüngster Zeit vollbringen Machinen Leistungen die ohne zu zögern alle Welt als intelligent bezeichnet hätte.
1997 hat ein Programm auf dem Rechner "Deep Blue" den aktuellen Schachweltmeister entthront.
Damals zeigten Programme beim Brettspiel GO nur mittelmässige Ergebnisse. Inzwischen können Machinen auch hier mit Topspieler aufnehmen. 2015 gelang es ein Programm den mehrfachen GO-Europameister Fan Hui zu schlagen, im Jahr 2016 konnte das Programm sogar den weltbesten Spieler schlagen.
https://de.m.wikipedia.org/wiki/AlphaGo
Im Damespiel ist die KI mittlerweile unfehlbar. Seit 1994 ist es kein Menschen gelungen das kanadische Programm "Chinook" zu besiegen. Man weiß seit 2007 das dieses Programm eine optimale, nicht weiter verbesserungsfähige Strategie verfolgt. Nach der Spieltheorie muss eine solche Gewimnstrategie für alle Spiele dieser Klasse geben. Sie für Schach zu berechnen, scheint allerdings auf mehrere Jahrzente unmöglich zu sein.
Selbst im Bereich der Brettspiele mussten Forscher erfahren wie schwierig es ist menschliche Denkprozesse nachzubilden: die Programme können es zwar mit Menschen aufnehmen, funktionieren jedoch ganz anders.
Die AI AlphaZero von Google hat die besten Schachprogramme wie Houdini oder Stockfish vernichtend geschlagen. Die AI brauchte 4h um sich selbständig Schach beizubringen und ist zur Zeit unschlagbar.
Allerdings wurde Stockfish durch die Bedenkzeitregelung etwas ausgebremst. Jeder bekam 1 Minute fix pro Zug, was Stockfisch daran gehindert hat, sich selbst die Zeit einzuteilen, um Nobrainer Züge schnell auszuführen und dann mehr Zeit für schwierige Situationen zu haben. Ausserdem wurde ohne Eröffnungsbuch gespielt, was ein starkes Handikap für konventionelle Schachprogramme ist. Deren Eröffnungsbibliothek ist auf die Stärken und Schwächen der Programme ausgelegt. Wenn man Stockfish mit voller Power spielen lassen würde, dann ist es schon die Frage, ob das Ergebnis immer noch so deutlich ausfallen würde.
Original von cjheigl
Allerdings wurde Stockfish durch die Bedenkzeitregelung etwas ausgebremst. Jeder bekam 1 Minute fix pro Zug, was Stockfisch daran gehindert hat, sich selbst die Zeit einzuteilen, um Nobrainer Züge schnell auszuführen und dann mehr Zeit für schwierige Situationen zu haben. Ausserdem wurde ohne Eröffnungsbuch gespielt, was ein starkes Handikap für konventionelle Schachprogramme ist. Deren Eröffnungsbibliothek ist auf die Stärken und Schwächen der Programme ausgelegt. Wenn man Stockfish mit voller Power spielen lassen würde, dann ist es schon die Frage, ob das Ergebnis immer noch so deutlich ausfallen würde.
Das relativiert natürlich den Erfolg von AlphaZero, aber der Sieg von AI über von Menschen geschriebenen Programmen ist nicht mehr aufzuhalten.