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philosophie, was würde "gott" oder sein "prophet" heute anders machen?

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nach tausenden von jahren in denen sich die weltreligionen die schädel eingeschlagen haben, müssten "gott,allah,jahwe...." doch mal ins grübeln gekommen sein?
weder die zeit, noch seine völker scheinen für "ihn (den jeweiligen)" eine rolle zu spielen und vielleicht sind wir einfach nur sein antikriegsfilm für eine bessere, andere welt, möglicherweise erfreut er sich auch noch an dem gemetztel?

was würde er uns wohl heute sagen wenn er es uns hören lassen könnte? :-D


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125 Antworten
gammastrahler
Beigetreten: 05.01.2010

lasst euch nicht stören


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_Anonymous_ Themenstarter
_Anonymous_

Original von gammastrahler
lasst euch nicht stören

beim scheisse bauen?
warum hat er sich dann überhaupt irgendwann mal einmischen müssen?


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Ich glaube, er würde Dir sagen, dass Du mal Leibniz lesen und Dich mit der Theodizeefrage auseinandersetzen sollst


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_Anonymous_ Themenstarter
_Anonymous_

Original von Patrick12
Ich glaube, er würde Dir sagen, dass Du mal Leibniz lesen und Dich mit der Theodizeefrage auseinandersetzen sollst

weil darin eine antwort zu lesen ist die dir gerade gefällt?

ich frag nicht nach leibniz, ich frag nach deiner meinung!


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_Anonymous_ Themenstarter
_Anonymous_

heute! nicht irgenwann!


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gammastrahler
Beigetreten: 05.01.2010

Original von sepplhut

Original von gammastrahler
lasst euch nicht stören

beim scheisse bauen?
warum hat er sich dann überhaupt irgendwann mal einmischen müssen?

was meinst du? warum gehst du davon aus das gott deine subjektive wahrnehmung teilt?


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_Anonymous_ Themenstarter
_Anonymous_

götter werden doch gerne als rechtfertigung für unsrere gefühle und wünsche benützt. mich würde einfach nur interessieren was euerer meinung nach ein wahrer gott heute zu sagen hätte wenn er zu uns sprechen könnte?


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_Anonymous_ Themenstarter
_Anonymous_

ich will aussagen von menschen hören, menschen die alles mögliche glauben! budhisten, christen, muslims, juden, esoteriker....


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Original von sepplhut

Original von Patrick12
Ich glaube, er würde Dir sagen, dass Du mal Leibniz lesen und Dich mit der Theodizeefrage auseinandersetzen sollst

weil darin eine antwort zu lesen ist die dir gerade gefällt?

ich frag nicht nach leibniz, ich frag nach deiner meinung!

Manchmal lohnt es sich bei philosophischen und theologischen Fragestellungen erst einmal zu schauen, ob sich bereits jemand vorher mit der Frage eingehend auseinander gesetzt hat. Das ist zwar mühselig, aber es ist eines der ersten Dinge, die man Erstsemestern im Philosophiestudium beibringt.
Ich versuche ja auch nicht, ein "Rückhaltesystem für Fahrzeuginsassen" zu entwickeln, damit die Sicherheit im Strassenverkehr erhöht wird - nur um dann am Ende verwundert festzustellen, das es Sicherheitsgurte ja schon seit Jahrzehnten gibt ;)


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gammastrahler
Beigetreten: 05.01.2010

Original von sepplhut
ich will aussagen von menschen hören, menschen die alles mögliche glauben! budhisten, christen, muslims, juden, esoteriker....

sorry für offtopic, warum sollte man sich das anhören wollen?


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Stohs
Beigetreten: 23.08.2010

Möglicherweise liegt das daran das Heutzutage Menschen die auf Berge im gelobten Land steigen oder sich Tagelang in Höhlen verkriechen und dann Botschaften von Gott empfangen anschliessend bei der Verkündung der Nachrichten in geschlossenen Einrichtungen verschwinden und so die Botschaften nicht mehr an die Gläubigen überbringen können.
Ich spreche da aus Erfahrung. Als mir ein Engel erschienen ist und ich das meinen Ärzten erzählt habe das Gott Liebe sei bekam ich neue Tabletten.


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Plastichamer
Beigetreten: 04.11.2009

kleiner tipp fürs nächste mal:

Die antworten sind oft auf den niveau der Fragestellung. Also wenn du ordentliche antworten willst, würde ich auch ordentlich fragen und nicht mal eben 5 zeilen hier hinschmieren.


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du meinst, wenn er/sie/es existieren würden


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klopa
Beigetreten: 03.11.2006

ich bin mir sicher er würde sagen:

damit kannst du editieren statt zu spammen.


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Coach
Paxis
Beigetreten: 01.11.2006

er würde sagen "macht weiter so", schließlich hätte er ja dafür gesorgt das es anders laufen würde, wenn es ihn wirklich stören würde.

Ps.:
ein allwissender gott wusste auch damals schon was 2k jahre später ist, von daher eh ne komische frage die du dir da über ein allwissendes und unfehlbares wesen stellst.
frag dich lieber ob gott einen fels erschaffen kann er so schwer ist das nicht mal er ihn heben kann, die frage macht viel mehr spaß ;)


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Dodadodadodada
Beigetreten: 25.02.2006

Original von sepplhut
was würde er uns wohl heute sagen wenn er es uns hören lassen könnte? :-D

Die Begrifflichkeit Gott ist eigentlich ganz hübsch schon definiert im allgemeinen.
Man kann demnach sagen, dass die Frage was Gott tun würde, eine Frage ist, die falsch ist, da sie rein auf Spekulation basiert.
Also stell die Frage anders oder spekulier wild herum.

Aber das Wichtige wäre deine Definition der Begrifflichkeit, damit man (innerhalb deiner Wertepräferenz und Biografie) miteinander reden kann und nicht aneinander vorbei. ;)


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Um nochmal darauf zurückzukommen und das ganze etwas ausführlicher zu machen...

Ich gehe davon aus, dass OP mit seiner Frage das meinte, was schon Epikur wie folgt formuliert hat:
"Entweder will Gott die Übel beseitigen und kann es nicht:
Dann ist Gott schwach, was auf ihn nicht zutrifft,
Oder er kann es und will es nicht:
Dann ist Gott missgünstig, was ihm fremd ist,
Oder er will es nicht und kann es nicht:
Dann ist er schwach und missgünstig zugleich, also nicht Gott,
Oder er will es und kann es, was allein für Gott ziemt:
Woher kommen dann die Übel und warum nimmt er sie nicht hinweg?"

Man nennt das mit einer Formulierung von Leibniz das "Theodizee-Problem". Dazu gibt es die unterschiedlichsten Lösungsansätze:

In der mittelalterlichen, thomistischen Theologie existiert gar kein Übel als solches. Nach Thomas von Aquin ist Gott "der Urgrund allen Seins" und das Sein an sich ist gut. "Das Böse" ist demnach als solches nicht existent, sondern erklärt sich nur als ein Mangel an ontologischem Guten. Dieser Mangel an Gutem existiert, aufgrund der Freiheit des Menschen, der aus dem Nichts geschaffen wurde und daher mangelhaft ist.

Für Leibniz leben wir in "der besten aller möglichen Welten". Jede Form von Übel ist für ihn letztlich erklärbar und auch notwendig. Er begründet das so:
Es gibt zum einen das metaphysische Übel. Nach diesem Begriff ist alles Geschaffene notwendig unvollkommen, da es sonst mit Gott identisch wäre, und nur Er ist vollkommen. – Zweitens gibt es auch das physische Übel. Gott hat Schmerz und Leid für notwendig erachtet, da sie vom Schädlichen abhalten und zum Nützlichen drängen. Drittens findet man auch das moralische Übel. Dieses Übel bezeichnet die zur Abwendung von Gott führende Sünde.

Für den Theologen und Naturwissenschaftler Pierre Teilhard de Chardin ist das Übel lediglich ein Abfall von der Evolution. Ganz ähnlich wie im Deismus:
Gott hat die Welt mit Entwicklungspotential geschaffen und greift nun nicht mehr in sie ein, denn eine Mitwirkung Gottes würde das Potenzial der Welt und den freien Willen des Menschen stören. Ein Eingreifen Gottes, um Leid zu verhindern, würde die Welt zu seinem Labor und uns zu Experimentobjekten degradieren und insgesamt mehr Schaden als Nutzen bringen.

Usw. usw. usw. Es gibt noch Dutzende andere Ansätze.
Zum Schluß möchte ich nur noch kurz auf den Ansatz Hegels eingehen, den ich auch selbst für plausibel halte:

Für Hegel ist das Übel nur ein notwendiges Durchgangsstadium das der der dialektischen Entwicklung der Menschheitsgeschichte dient. Im Geist des Menschen passiert folgendes: Der Verstand setzt etwas als seiend. – Die Vernunft erkennt die Einseitigkeit dieser Bestimmung und verneint sie. Es entsteht so ein Widerspruch. – Die Vernunft erkennt in sich selbst die Einheit der widersprüchlichen Bestimmungen und führt alle vorherigen Momente zu einem positiven Resultat zusammen, die in ihr aufgehoben werden. Im Widerspruch zu dem Übel steht Gottes Allgüte, denn nach Hegel kennt Gott bereits den Ausgang der Geschichte und erachtet es nicht für notwendig, regulierend einzugreifen.

So, genug für heute. Das ist jetzt alles sehr vereinfacht und verkürzt, aber ich hoffe, es gibt ein paar Impulse zum Nachdenken. :)


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Dodadodadodada
Beigetreten: 25.02.2006

Original von Patrick12
Er begründet das so:
Es gibt zum einen das metaphysische Übel. Nach diesem Begriff ist alles Geschaffene notwendig unvollkommen, da es sonst mit Gott identisch wäre, und nur Er ist vollkommen. –

Das ist die einzig halbwegs sinnvolle Erklärung. Das andere von dir gepostete von Leibnitz oder deinen anderen aufgezählten Philosophen sind ziemlicher Schwachsinn.

Warum das so ist will ich nicht beantworten, sondern mit dem berühmten "Paradoxon" als Frage im Raum stehen lassen.
Wenn man in der Lage ist das sinnvoll zu beantworten, kann man auch die anderen Erklärungen davon ableiten.

Kann Gott einen Stein erschaffen der so schwer ist dass er ihn selber nicht tragen kann?


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Shore
Beigetreten: 11.11.2007

Es ist ziemlich sinnlos über Gott nachzudenken, weil man von seiner Existenz ausgehen muss, für die es keine Beweise gibt.


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